27.09.2012 07:14 GOETHE-INSTITUT

Internationales Symposium in Tiflis eröffnet: "Why Museums Now?" - Museen sammeln, bewahren und stellen aus

Von: GFDK - GOETHE-INSTITUT

Museen sammeln, bewahren und stellen aus - das war die Idee im 19. Jahrhundert. Wie sich die Museumsarbeit durch Stadtentwicklung, Tourismus und Kreativwirtschaft im 21. Jahrhundert verändert hat und welche Rolle sie in der Gesellschaft wie in der städtischen Landschaft spielt, diskutieren internationale Experten in Tiflis. Die Konferenz „Why Museums Now?“ wurde am Mittwoch vom Georgischen Nationalmuseum, den Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz und dem Goethe-Institut eröffnet.

Vom 19. bis zum 22. September 2012 beschäftigte sich das internationale Symposium „Why Museums Now?“ mit der Rolle des Museums von heute: als Ausstellungsort und Szenetreffpunkt, als architektonischer Solitär, Tourismusfaktor und Angelpunkt der Kreativwirtschaft. Innovative Museumsarbeit in aller Welt wird durch Vertreter internationaler Einrichtungen wie der Berliner Museumsinsel, dem British Museum in London, der Smithsonian Institution in Washington DC, dem Metropolitan Museum of Art in New York und neuen Museen in Asien vorgestellt.

Dass das Symposium in Tiflis und nicht etwa in Paris oder New York stattfindet, hängt auch mit der Entwicklung des Georgischen Nationalmuseums zusammen, das in der letzten Dekade unter seinem Direktor David Lordkipanidze zu einem weithin beachteten Vorzeigeprojekt geworden ist.

Zu den Teilnehmern der Konferenz gehörten unter anderen: der langjährige Direktor des New Yorker Metropolitan Museum Philippe de Montebello, Architekten wie Jean François Milou, Markus Penell von Ortner & Ortner, Alexander Schwarz von David Chipperfield Architects, Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Nao Hayashi von der UNESCO in Paris und Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts (und ehemaliger Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz).

Lehmann sagte anlässlich der Eröffnung: „Die Museen des 21. Jahrhunderts müssen sich vor allem klar machen, dass sie ein wesentliches Element des Zivilisationsprozesses sind und ihre Funktion als kulturelles Gedächtnis glaubwürdig erfüllen müssen. Nichts ist heute spannender als Kultur, nichts verbindet die sich im ständigen Wandel befindliche Gegenwart besser mit der Vergangenheit und nichts schafft besser Bewusstsein für die Zukunft. Zeit kann man nur erfahren vor dem Hintergrund dessen, was bestehen bleibt.“

Ergänzt wird die Veranstaltung in Tiflis durch eine eigens zu diesem Anlass konzipierte Ausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz unter dem Titel „Museumsinsel Berlin. Museum District Tbilisi, Keeping the Past – Facing the Future“. Sie wird ab dem 20. September 2012 im Georgischen Nationalmuseum in Tiflis zu sehen sein.

Quelle:
http://www.goethe.de/prs/prm/a...