17.06.2013 09:12 „frischfilm – Die Neuen Hochschulfilme“

Hollywoods „Oscars“ für Hessen - Die Hochschulen in Offenbach, Darmstadt, Wiesbaden und Kassel machen Filme die für Aufsehen sorgen

Szenenfoto aus dem Kurzspielfilm Plot Point von Yehonatan Richter mit Guenther Henne als David. Foto: hr/Yehonatan Richter

Szenenfoto aus dem Kurzspielfilm "Plot Point" von Yehonatan Richter mit Guenther Henne als David. Foto: hr/Yehonatan Richter

Szenenfoto aus dem Spielfilm Leitpfosten von Manuel Gerber mit Eva Löbau als Inga (links) und Esther Zimmering als Rita. Foto: hr/Manuel Gerber

Szenenfoto aus dem Spielfilm "Leitpfosten" von Manuel Gerber mit Eva Löbau als Inga (links) und Esther Zimmering als Rita. Foto: hr/Manuel Gerber

Szenenfoto aus dem Kurzspielfilm End-Scheidung von Felix Zimmermann und Randy F. Anane mit Mirjam Pabel als Sarah, Foto: hr/Felix Zimmermann/Randy F. Anane

Szenenfoto aus dem Kurzspielfilm "End-Scheidung" von Felix Zimmermann und Randy F. Anane mit Mirjam Pabel als Sarah, Foto: hr/Felix Zimmermann/Randy F. Anane

Von: GFDK - Christian Bender

Ob Kurzspielfilm, Dokumentation oder Animation – an den Hochschulen in Offenbach, Darmstadt, Wiesbaden und Kassel entstehen Filme, die für Aufsehen sorgen und auf internationalen Festivals oft ausgezeichnet werden. Die Studenten der Trickfilmklasse der Kunsthochschule Kassel haben sogar schon zweimal Hollywoods „Oscar“ nach Hessen geholt.

In der neuen Ausgabe von „frischfilm – Die Neuen Hochschulfilme“ stellt das hr-fernsehen in der Nacht von Mittwoch, 12. Juni, auf Donnerstag um 0.50 Uhr erneut eine Auswahl von Produktionen vor, die an hessischen Hochschulen entstanden sind.

Mehr Informationen zu „frischfilm“ inklusive einiger Filmausschnitte finden sich unter www.frischfilm.hr-online.de im Online-Angebot des hr. Der ARD-Digitalkanal EinsFestival sendet am 25. Juli, um 23.15 Uhr eine Wiederholung.

Die Filme in der Übersicht

„SOWL – Verkrumpelt aufgewacht“
Musikfilm von Rea Severain
Hochschule Rhein/Main, 2011
Länge: 4:32
Inhalt: Ein Musikvideo über den Morgen nach einer heftigen WG-Party. Die noch übrig gebliebenen Partygäste erwachen, bewegen sich wie ferngesteuert. Die Kamera folgt den Personen und ihrer Choreografie in einer Einstellung. Aus der eigenen Partywelt findet jeder für sich wieder zu sich selbst – das Leben geht weiter.

„Leitpfosten“
Spielfilm von Manuel Gerber
Kunsthochschule Kassel, 2011
Länge: 23:00
Gefördert durch die Hessische Filmförderung/Land
Inhalt: Inga ist Streckenwart auf der Autobahn. Die Monotonie und der gleichzeitige Stress rauben ihr den Schlaf. Sie wird krank. Die Nachbarin Rita, gerade von ihrem Freund verlassen, versucht Inga zu helfen. Ein Trip ans Meer soll helfen, endet jedoch in einem Desaster. Doch am Ende scheinen beide Frauen trotzdem bei sich selbst anzukommen – mitten auf der Autobahn.

„Les Fleurs du Mal“
Experimentalfilm von Oliver Rossol
Hochschule für Gestaltung, Offenbach am Main, 2011
Länge: 4:12
Inhalt: Der Film zeigt dem Zuschauer eine anonyme und enigmatische Zwischenwelt an einem unbekannten Ort.

„END-SCHEIDUNG“
Spielfilm von Felix Zimmermann und Randy F. Anane
Hochschule Rhein/Main, 2011
Länge: 8:51
Inhalt: Ein Paar, ein Tisch. Der Mann wird von seinem Unterbewusstsein gewarnt und beendet die Beziehung.

„Jambo“
Spielfilm von Natascha Werner
Kunsthochschule Kassel, 2009/2012
Länge: 3:26
Inhalt: Gefangen in einem Kellerkomplex verliert Jambo durch dauerhafte Folterung und Schlafentzug den Bezug zur Realität.

„Plot Point“
Spielfilm von Yehonatan Richter
Hochschule für Gestaltung, Offenbach am Main, 2011
Länge: 15:00
Gefördert durch die Hessische Filmförderung/Land
Inhalt: Der berühmte Filmemacher David Binder befindet sich in einer Schaffenskrise. In seinem Kampf mit sich selbst ist es sein Ziel, eine Geschichte zu entwickeln, die bedeutungsvoller ist als jede andere Geschichte, die zuvor erzählt wurde, eine Geschichte, die den Kern der Existenz enthält. Um diese Krise zu überwinden geht er außergewöhnliche Wege. Doch am Ende entscheidet er sich aufzuhören und keine Geschichten mehr zu erzählen.

„Lo que venga después“
Drama von Thomas Eberhard
Hochschule Darmstadt, 2012
Länge: 3:15
Inhalt: ‚Lo que venga después‘ erzählt die Geschichte eines Jungen, der aufgrund von Misshandlungen durch seinen Vater einen Ausweg aus seinem inneren Gefängnis sucht. Er lässt sich in die Ferne treiben, wo er sein altes Leben hinter sich lässt und eine neue Existenz beginnt.

christian.bender@remove-this.hr.de