25.03.2012 07:15 bedroht die Existenz von Künstlern und Galerien

Finanziell am Limit - EU-Forderung nach einer Mehrwertsteuer-Erhöhung für den Kunsthandel senkt Fördermöglichkeiten von Freundeskreisen und schadet Museen

Von: Dr. Kathrin Erggelet

Die von der EU-Kommission geforderte Anhebung des Mehrwertsteuersatzes auf den Handel mit Kunst- und Sammlungsgegenständen von 7 % auf 19 % schädigt nicht nur die deutsche Kreativwirtschaft und bedroht die Existenz von Künstlern und Galerien: Auch die Arbeit an deutschen Kunstmuseen würde durch die Steuererhöhung massiv beeinträchtigt.


Durch die drastischen Sparmaßnahmen der letzten Jahre sind die Museen finanziell am Limit und verfügen nur noch selten über einen Ankaufsetat für neue Kunstwerke. Ohne die Unterstützung von Freundes- und Förderkreisen könnten die meisten Häuser ihrem Sammlungsauftrag nicht mehr nachkommen.


Sollte die Mehrwertsteuer für Kunstwerke auf 19 % angehoben werden, schrumpfen nicht nur die Ankaufsmittel der Museen, sondern auch die Unterstützung durch die Freundeskreise um 12 %. Der Bundesverband der Fördervereine appelliert an die verantwortlichen Politiker, sich mit Nachdruck für den Erhalt des reduzierten Mehrwertsteuersatzes einzusetzen.


Der 2003 gegründete Bundesverband der Fördervereine Deutscher Museen für bildende Kunst e. V. hat heute 66 Mitgliedsvereine, die jährlich rund 9.000.000 Euro zur Unterstützung ihrer Museen aufbringen.

Dr. Kathrin Erggelet

Geschäftsführerin

Bundesverband der Fördervereine
Deutscher Museen für bildende Kunst e. V.

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