13.08.2012 07:02 deutsche Börsenhoffnung

Endziel des Baus einer Atomwaffe - BundesInvest - Ein strahlend diplomatisches Experiment von Iman Rezai

Dr Igor Imanov ( Iman Rezai)

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Vier Wochen lang übte der Künstler Iman Rezai aus, wie einfach die Etablierung eines Unternehmens zu sein scheint, das sich auf den Verkauf von Atommüll spezialisiert hat. Unter dem Pseudonym 'Dr. Igor Imanov' gründete er das fiktive Unternehmen BundesInvest, mit dem er einen Börsengang startete und den Iran als Großabnehmer zur Anreicherung von Uran gewinnen konnte - mit dem Endziel des Baus einer Atomwaffe. 

Zum Verlauf des Experiments: Am 10. Juli hat sich BundesInvest in einer Pressemitteilung öffentlich als Unternehmen vorgestellt, das mit "radioaktiven Endprodukten" (Atommüll) handelt. Zwei Tage später gab es eine Mitteilung über den Service einer von BundesInvest initiierten Lagerung der radioaktiven Endprodukte für Privatanleger.  Am 19. Juli ging die Nachricht über einen geplanten Börsengang von BundesInvest an die Wirtschafts-Branche. Am 23. Juli 2012 wurde es politisch: "BundesInvest und der Iran vereinbaren Zusammenarbeit" war der Header der Mitteilung, im ersten Absatz zu lesen "Gemeinsam wollen sie die zivile Nutzung radioaktiver Endprodukte fördern und entsprechend dafür konzipierte Anlagen bauen und betreiben." 26. Juli 2012, BundesInvest verkündete auf öffentlich zugänglichen Portalen im Internet zu Gesprächen in Israel vorgeladen worden zu sein. Dr. Igor Imanov stellte die Frage "Was soll gegen eine Vereinbarung bei der zivilen Nutzung radioaktiver Endprodukte sprechen?" 1. August 2012: Als deutsche Börsenhoffnung startete BundesInvest die Ankündigung einer IPO Roadshow, um sich potentiellen Investoren vorzustellen. 

Die Ergebnisse des Experiments: Neben Benachrichtigungen vom Mossad, MAD, dem iranischen Geheimdienst und Scientology gab es keinen nennenswerten zivilen Einsatz um das Geschäft mit dem radioaktiven Müll. Erst als es um den scheinbaren Profit ging, gelangte BundesInvest in eine genauere Prüfung durch Wirschafts-Journalist Birger Johannsen (News Aktuell, dpa Gruppe, 07.08.2012) "[...] BundesInvest ist ein Konstrukt des Berliner Kunststudenten Iman Rezai, der durch provokante Aktionen in die Öffentlichkeit gelangte. Vor einigen Monaten machte er mit der Aktion um die Hinrichtung von «Schaf Norbert» von sich reden. Nun hat sich Rezai auf ein anderes Gebiet gewagt und einen Börsengang der fiktiven Firma BundesInvest angekündigt. [...] Auch wenn wir uns einen Börsengang als Eisbrecher im deutschen Markt erhoffen - es heißt weiter warten [...]" 

Die Umweltorganisation GREENPEACE äußerte sich zu einem anonymen Schreiben von uns resigniert, "[...]Greenpeace zeigt immer wieder die gefährlichen und unlösbaren Seiten der Atomenergie auf. Fakt ist: Es gibt weltweit keine sichere Verwahrung von Atommüll: es bleibt immer eine große Gefahr für Mensch und Umwelt.[...]"

Iman Rezai simulierte als Dr. Igor Imanov eine Gefahr zur Darstellung der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation. Die Kunst als Spiegel der Gesellschaft, ausgeübt im für Deutschland frei verfügbaren Internet. 

Das Unternehmen BundesInvest präsentiert sich auf http://bundes-invest.com/. Anbei finden Sie eine Übersicht der Pressesmitteilungen, die BundesInvest veröffentlichte.

Über 115.000 Klicker forderten die „Hinrichtung“- Iman Rezai, "Das Chaos hat seine eigene Ordnung" - Kunst aus Plastikresten und Kleidungsstücken

http://www.freundederkuenste.de/galerie/kuenstler/einzelansicht/article/ueber_115000_klicker_forderten_die_hinrichtung_iman_rezai_das_chaos_hat_seine_eigene_ordnung.html

"Sorgt bei der breiten Masse für Empörung" - DIE GUILLOTINE - Ein Statement der Künstler Iman Rezai und Rouven Materne als Antwort auf die hohe Nachfrage zum Experiment

http://www.freundederkuenste.de/empfehlung/ausstellung/einzelansicht/article/sorgt_bei_der_breiten_masse_fuer_empoerung_die_guillotine_ein_statement_der_kuenstler_iman_rezai.html