09.10.2011 07:23 beste "Musik-DVD-Produktion des Jahres (Oper)"

Eine Gemeinschaftsproduktion von Clasart Classic und der Zürcher Oper in der Regie von Felix Breisach - Clasart Classic Produktion "Clari" erhält Echo Klassik 2011

Von: Katja Raths

München (ots) - Die Aufzeichnung von Halévys Oper "Clari", eine Gemeinschaftsproduktion von Clasart Classic und der Zürcher Oper in der Regie von Felix Breisach, wurde mit einem Echo Klassik 2011 als beste "Musik-DVD-Produktion des Jahres (Oper)" ausgezeichnet. Der begehrte Preis wurde am 2. Oktober 2011 im Berliner Konzerthaus verliehen.

Den Spuren der Liebe eines naiven Bauernmädchens zu einem zwielichtigen Herzog folgend avancierte die unterhaltsame moderne Erstaufführung von "Clari" in der gefeierten Inszenierung von Moshe Leiser und Patrice Caurier zum Überraschungserfolg an der Zürcher Oper.

Dass "Clari" 180 Jahre nach ihrer Uraufführung dem Staub der Archive entrissen wurde, ist vor allem Cecilia Bartoli zu verdanken: Auf den Spuren der von ihr hochverehrten Maria Malibran stieß sie auch auf jene Oper, in der die außergewöhnliche Sängerin seinerzeit die Titelrolle verkörperte. Unterstützt vom "Orchestra La Scintilla" der Oper Zürich hat Cecilia Bartoli dieser Oper neues Leben eingehaucht.

Clasart Classic, seit knapp vier Jahrzehnten mit der Aufnahme von klassischen Musikproduktionen betraut, verfügt über die weltweiten Fernsehvertriebsrechte an dieser reizvollen Produktion. Die DVD ist kürzlich bei Decca erschienen.

Herbert Kloiber, Geschäftsführer der Clasart Classic: "Ich freue mich außerordentlich über diese Aus-zeichnung. Umso mehr sehe ich der Fortsetzung der engen Zusammenarbeit mit der Ausnahme-Künstlerin Cecilia Bartoli entgegen."

Ab 2012 übernimmt Cecilia Bartoli für vorerst drei Jahre die künstlerische Leitung der Salzburger Pfingstfestspiele. Im ersten Jahr ihrer Intendanz steht die Barockoper "Giulio Cesare" von Georg Friedrich Händel auf dem Programm.

Neben Cecilia Bartoli singen Andreas Scholl, Philippe Jaroussky und Anne-Sophie von Otter. Giovanni Antonini dirigiert das Originalklang-Ensemble "Il Giardino Armonico". Die Inszenierung übernehmen Moshe Leiser und Patrice Caurier.

Clasart Classic plant die Aufzeichnung dieses musikalischen Ereignisses in HD und mit 5.1 Surround Soun

Clari

Jaques Fromental Halévy

Chor und Orchester:
Opernhaus Zürich

Dirigent:
Adam Fischer

Inszenierung:
Moshe Leiser / Patrice Caurier

Sänger/innen:
Cecilia Bartoli, Eva Liebau, Stefania Kaluza, John Osborn, Oliver Widmer, Carlos Chausson, Giuseppe Scorsin

Bildregie:
Felix Breisach

Live aufgezeichnet im Opernhaus Zürich, 2008
150 Minuten, HDTV, 5.1 Surround Sound

"Cecilia Bartoli's Stimme glitzert und funkelt wie ein Diamant"(art-tv)

 

Glänzend, leuchtend, heiter: Besser kann diese Produktion nicht umschrieben werden.

In ihrer Rolle als Bauernmädchen Clari sehnt sich die Bartoli nach ihren heimischen Kuhställen. Die unglaubliche Vitalität und das sonnige Gemüt der Sängerin, in Kombination mit der poppigen, einfallsreichen und comic-haften Farbenprächtigkeit der Produktion, verleihen dieser lang vergessenen Oper Witz und Feuer und zaubern ein Lächeln auf das Gesicht der Zuschauer.

Viel hat mit Cecilia Bartoli zu tun, eine der weltbesten Mezzosopranistinnen und mit Sicherheit eine der natürlichsten, gewinnendsten und unprätentiösesten Primadonnen unserer Zeit.

Ihre enorme Popularität – ihre Aufnahmen zählen zu den bestverkauften im Klassikrepertoire – erlaubt es ihr, vergessene Werke auf die Bühnen der größten Opernhäuser zu hieven. Als Krönung ihrer Hommage an die großartige Sängerin Maria Malibran anlässlich ihres 200sten Geburtstages im Jahr 2008, gab Cecilia Bartoli den Anstoß, die Oper Clari am Opernhaus Zürich aufzuführen.

Clari ist ein Werk des französischen Komponisten Jacques Fromental Halévy (besser bekannt für sein Werk “La Juive”), von Rossini’schem Witz und Bellini’schem gesanglichen Feuer.

1828 wurde es mit Maria Malibran in der Titelrolle uraufgeführt. Die Titelheldin ist ein schönes Bauernmädchen, das von einem Herzog mit einem Heiratsversprechen auf dessen Schloss gelockt wurde. Dort wird es mit kostbaren Geschenken verwöhnt und verführt. Allerdings will der Herzog von Hochzeit bald nichts mehr wissen.

Da bereut sie ihren Schritt, flieht aus dem goldenen Käfig, wird beinahe verrückt und kehrt entehrt in ihr Heimatdorf zurück. Nach ihrer Flucht wird sich der Herzog über seine wahren Gefühle zu Clari bewusst und eilt ihr nach, um sein Eheversprechen einzulösen.

Moshe Leiser und Patrice Caurier haben mit Clari eine wahrhaft farbenprächtige und witzige Produktion gezaubert, mit übertriebenen Kostümen und Bühnenbildern voller putziger und amüsanter Details. Trotz der etwas künstlichen Situation müssen die Gefühle echt sein, erklären Leiser und Caurier.

Ob Bartoli nun vor den aufdringlichen Avancen eines Lebemanns zurückweicht oder einen Nervenzusammenbruch im Krankenhaus erlebt, ihre Emotionen sind völlig echt.

„Mit der Kunstfertigkeit des Belcanto, mit Trillern, Skalen, Oktavsprüngen, zartesten Piano-Tönen und aberwitzigen Koloraturen fühlte sie sich voll in ihrem Element“ (Das Opernglas).

In Anlehnung an Malibrans Gesangsstil schmückt auch die Bartoli die Partitur mit bravourösen Einlagen aus Rossinis Othello und Halévys späterer Oper "La Tempête". Clari ist ein großes Opernerlebnis, voller Amüsement und guter Laune!

Pressekontakt:

Katja Raths

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