27.01.2013 10:30 gesellschaftliche Anlässe

Düsseldorfer Glatteis für Schweden nicht beherrschbar ? - Staffan Valdemar Holm wusste nicht wo er sich blicken lassen sollte

Kulturdezernent Hans-Georg Lohe, NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, mit Intendant Staffan Valdemar Holm und Oberbürgermeister Dirk Elbers (von links).

Kulturdezernent Hans-Georg Lohe, NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, mit Intendant Staffan Valdemar Holm und Oberbürgermeister Dirk Elbers (von links). Foto: Düsseldorf.de

Von: GFDK - Rheinische Post

Red.GFDK - Wer in Düsseldorf auf der falschen Party ist, hat ganz schnell einen Burnout. So sollte man zum Beispiel die Kirmes Zelte meiden, auch wenn das zum Düsseldorfer Brauchtum gehört. Partys der Rotlichtgrösse Bert Wollersheim, auch wenn dort viel Prominenz ist, sind auch nicht der richtige Ort. Und der Düsseldorfer Express ist mit Sicherheit der falsche Ratgeber. Als Schwede kann man da schnell durcheinander kommen. In diesem Nebel....

Düsseldorf (ots) - Theaterleiter haben es aus Sicht des ehemaligen Intendanten des Düsseldorfer Schauspielhauses, Staffan Valdemar Holm, in der Landeshauptstadt Düsseldorf schwer, zum Publikum und zu den Verantwortlichen in der Stadt durchzudringen. "Es ist schwierig, mit der Stadt zu kommunizieren", sagte Holm der "Rheinischen Post.

Auch sei es schwer, sich auf dem gesellschaftlichen Parkett in der Stadt richtig zu bewegen.

"Smalltalk beim Sekt ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung", so Holm. Man müsse in Düsseldorf wissen, welche gesellschaftlichen Anlässe zwingend seien. "In Schweden weiß ich das, in Düsseldorf lag das für mich eher im Nebel." Ende November war Holm wegen einer akuten Burnout-Erkrankung zurückgetreten und hatte sich in einer Klinik in Schweden in Behandlung begeben. Inzwischen ist er als Regisseur nach Düsseldorf zurückgekehrt und probt am Schauspielhaus "Peer Gynt".

Die Premiere ist im März. Seine Burnout-Erkrankung habe berufliche und private Ursachen gehabt, so Holm, jetzt gehe es ihm wieder gut und er habe Freude an der Arbeit. Allerdings bereue er nicht, die Intendanz niedergelegt zu haben. "Man kann nach einer solchen Erschöpfung nicht einfach in seine alte Aufgabe zurückkehren", so Holm, "man braucht als Intendant Marathonmuskeln, muss mit langer Perspektive arbeiten. Ich habe die Kräfte nicht mehr dazu."

An Spekulationen über seinen Nachfolger beteiligt er sich nicht, empfahl den Verantwortlichen allerdings, sich bei der Suche Zeit zu lassen. Bereits für 2014 einen neuen Intendanten zu benennen, sei ehrgeizig

Rheinische Post Redaktion