06.11.2016 07:55 Ehrenpreis für Konstantin Wecker

Deutscher Kleinkunstpreis 2016 geht an Nico Semsrott, Tobias Mann und Die Feisten

Sieger in der Sparte Kleinkunst ist Nico Semsrott

Sieger in der Sparte "Kleinkunst" ist Nico Semsrott: "Unter seiner dunklen Kapuze steckt ein heller politischer Kopf, wie er beispielsweise durch seine Grabrede auf die AfD beweist." (c) Andreas Hopfgarten

Von: GFDK - Karl Zabern

Der mit insgesamt € 25.000,- dotierte, seit 1972 jährlich vergebene "Deutsche Kleinkunstpreis" 2017 ist entschieden, die vom Mainzer unterhaus berufene, 21-köpfige Fachjury unter Mitwirkung von Posthof-Chef Wilfried Steiner hat die Preisträger gewählt.

Sieger in der Sparte "Kleinkunst" ist Nico Semsrott: "Unter seiner dunklen Kapuze steckt ein heller politischer Kopf, wie er beispielsweise durch seine Grabrede auf die AfD beweist... Gezielt frustriert er mit seiner Depriperformance, von der die Menschheit überzeugt werden muss." (Jurybegründung)

Der Preis in der Sparte "Kabarett" geht mit Tobias Mann, an "einen Kabarettisten und Musiker, der das Leben und die Politik aufmerksam im Blick hat. Über die Jahre ist der leidenschaftliche Musiker zu einer wichtigen Stimme seiner Generation geworden."

In der Sparte "Chanson/Lied/Musik" gewinnen Die Feisten, und damit zeichnet die Jury "Mathias Zeh und Rainer Schacht aus, die ihre Lieder mit Parodie, heiterem Spott und paradoxem Weltverständnis singen und sich dabei immer auch selbst zur Disposition stellen."

Ehrenpreis für Konstantin Wecker

Den Förderpreis der Stadt Mainz erhält die junge Schweizer Kabarettistin Hazel Brugger, der Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz geht an den "unbeugsamen Moralisten" Konstantin Wecker.