30.04.2013 09:12 Zweifelhafte Akkreditierungen

Brigitte sitzt beim NSU-Prozess in der ersten Reihe - Fachkundige Berichterstattung ist garantiert

Bregitte ,Live beim NSU Prozess

Die Zeitschrift Brigitte berichtet Live aus München zum NSU Prozess. Mögliche Themen, Reise Spezial-STAMMHEIM, Trendfarbe:Braun und WOHN IDEEN, Schöner leben auf acht Quadratmetern. Foto:FDP Liberté

Von: GFDK - Hendrik Zörner

Der Deutsche Journalisten-Verband hat mit Unverständnis auf das Ergebnis des Akkreditierungsverfahrens zum NSU-Prozess reagiert. Ergebnis der Sitzplatzverlosung im NSU-Prozess: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Welt, Zeit, der Stern und die taz haben keinen garantierten Platz, aber Brigitte ist dabei.

Danach bekommen unter anderem weder FAZ, noch taz, noch Tagesspiegel, Berliner Zeitung oder Die Zeit einen Platz. Die Süddeutsche hat es lediglich über das Süddeutsche Magazin geschafft, das als wöchentliche Zeitung ausgelost wurde. Eine Einteilung der Zeitungen in regionale und überregionale Medien war vom Gericht nicht vorgesehen gewesen.

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„Das Ergebnis des Akkreditierungsverfahrens ist zweifelhaft“, kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass es für die überregional wichtigsten Medien kaum eine Möglichkeit geben soll, über das NSU-Verfahren zu berichten. Die Vergabe der Presseplätze steht in krassem Widerspruch zur immensen bundesweiten und internationalen Bedeutung des Prozesses.“

Auch das jetzt abgeschlossene zweite Akkreditierungsverfahren habe gezeigt, dass das Oberlandesgericht München mit der Pressearbeit zum NSU-Prozess überfordert sei. Der DJV-Bundesvorsitzende erwartet, dass überregionale Zeitungen das Bundesverfassungsgericht anrufen werden.

Hendrik Zörner