14.09.2012 17:40 Deutscher Journalisten-verband

Bildjournalistinnen und -journalisten wehren sich - Knebelverträge - Boykott gegen Coldplay

Fotos: GFDK/EMI

Von: Hendrik Zörner

Der Deutsche Journalisten-Verband hat Bildjournalistinnen und -journalisten dazu aufgerufen, nicht über die Konzerte der britischen Band Coldplay zu berichten

Die Akkreditierungsbestimmungen der Musiker lassen aus Sicht des DJV eine freie und ungehinderte Berichterstattung nicht zu. So verlangt das Coldplay-Management von den Fotografen unter anderem, dass sie ihre Bilder nur in einem vorher zu benennenden Medium veröffentlichen und ihr Bildmaterial Coldplay zur kostenlosen weltweiten Verbreitung zur Verfügung stellen. „Das ist ein krasser Verstoß gegen das Urheberrecht“, kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken, „den sich die Bildjournalisten nicht gefallen lassen dürfen. Fotografen sind nicht die billigen Zuträger von internationalen Pop-Stars.“
Coldplay tritt im Rahmen der Deutschland-Tournee am heutigen Mittwoch in München, am Freitag in Leipzig und am 22. September in Hannover auf. Für das Münchner Konzert hatte zuvor bereits der Bayerische Journalisten-Verband zum Medienboykott aufgerufen.

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Hendrik Zörner