26.03.2012 07:58 Geldpreise im Gesamtwert von 23.000 Euro

50 Jahre Kurt-Magnus-Preis der ARD - Die Auszeichnungen für junge Journalistinnen und Journalisten der ARD-Rundfunkanstalten

Rundfunkpionier Kurt Magnus Foto: hr

Von: Tobias Häuser

Am kommenden Mittwoch, 28. März, wird beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt zum 50. Mal der Kurt-Magnus-Preis der ARD verliehen. Die Auszeichnungen für junge Journalistinnen und Journalisten der ARD-Rundfunkanstalten sind in diesem Jahr mit Geldpreisen im Gesamtwert von 23.000 Euro verbunden.

Der Hörfunk-Nachwuchsförderpreis der ARD, einer der bedeutendsten Hörfunkpreise in Deutschland, wurde zu Ehren des 1887 in Kassel geborenen Rundfunkpioniers Kurt Magnus in dessen Todesjahr 1962 gestiftet.

Kurt Magnus gründete Anfang der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts die Berliner „Funkstunde AG“, die das erste deutsche Radioprogramm ausstrahlte. Gemeinsam mit Hans Bredow rief er die „Reichs-Rundfunk GmbH“ ins Leben, die Dachorganisation der deutschen Rundfunkgesellschaften.

Als die Nationalsozialisten 1933 den Rundfunk gewaltsam zum Propagandainstrument umfunktionierten, wurde Magnus inhaftiert. Nach dem Krieg war er wesentlich am Aufbau des Systems öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten in den westlichen Besatzungszonen und der jungen Bundesrepublik beteiligt.

Mit dem Hessischen Rundfunk war Kurt Magnus besonders eng verbunden. Ab 1948 war er Vorsitzender des Rundfunkrats und ab 1951 des Verwaltungsrats. Aus diesem Grund liegt die Federführung des Preises beim Hessischen Rundfunk, wo er auch alljährlich zum Geburtstag von Kurt Magnus am 28. März verliehen wird.

Bis heute ist man den Zielen des hessischen Radiopioniers verpflichtet, die Unabhängigkeit des Rundfunks und hohe Qualitätsstandards in den Programmen zu wahren.

Tobias Häuser


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