22.02.2018 07:31 Digitale Werbe-Welt und raus bist Du

Wo ein Wille ist, da ist auch ein digitaler Weg, sagt Frank Zimmer

Auch in der Marketing-Welt werden alte Leute nicht mehr gebraucht, weil sie, so die Aussage des C3 Chefs Adel Gelbert, hoffnungslose Faelle seien

Auch in der Marketing-Welt werden alte Leute nicht mehr gebraucht, weil sie, so die Aussage des C3 Chefs Adel Gelbert, hoffnungslose Fälle seien. Foto: (c) Foto: C3

Von: GFDK - Markeeting News - W&V Frank Zimmer

Zuletzt schrieb mir Jochen Kalka der Chefredakteur von W&V zum Wochenende einige abstruse Geschichten aus der Marketing-Welt die es in sich haben. Das beste war, das die Haute Couture des Topmodel-Kinderchors von Heidi Klum zum dritten mal in Onkel Lidls Hütte verkloppt wird.

Hoffnungslose Fälle? Und raus bist Du

Heute schreibt mir Frank Zimmer der Redaktionsleiter Online von W&V. Zimmer macht mich auf etwas erschreckendes aufmerksam. Auch in der Marketing-Welt werden alte Leute nicht mehr gebraucht, weil sie, so die Aussage des C3 Chefs Adel Gelbert, hoffnungslose Fälle seien die sich selbst bei gutem Willen in der digitalen Welt nicht mehr zurecht finden.

Die digital getriebene Werbe-Welt ist gnadenlos

Also ausmustern, und genau das hat er vor. 50 gestandene Mitarbeiter sollen nun gehen. Wo die in der digital getriebenen Werbe-Welt noch Arbeit finden sollen, egal. Erst kürzlich hat mir Frank Zimmer geschrienen das man in der Agentur-Brance ohne Abitur und Studium kaum noch einen Jop bekommt.

Lieber Herr Böhmer,

"die Revolution frisst ihre eigenen Kinder" ist ein Zitat aus "Dantons Tod" von Georg Büchner. Das Bühnen-Drama aus dem 19. Jahrhundert über eine Revolution des 18. Jahrhunderts passt ziemlich gut auf das, was sich gerade im 21. Jahrhunderts abspielt.

Was gestern noch progressiv war, wird heute in Frage gestellt und morgen vielleicht schon entsorgt. Zum Glück nur in Meetings und nicht mehr vor dem Revolutionstribunal.

Corporate Publishing war vor einigen Jahren der heiße Scheiß. Manche hielt das Genre mit den üppigen Budgets und den opulenten Foto-Produktionen sogar für die Rettung des Journalismus - und den Begriff "Content Marketing" einfach nur für eine Namensvariante des Geschäftsmodells "Big Spender zahlt für hohen redaktionellen Aufwand".

Aber die Digitalisierung schlägt auch hier zu. Sie macht das Corporate-Publishing-Geschäft härter, aber auch ehrlicher.

"Die Kunden lassen sich nicht mehr durch Coffee-Table-Magazine blenden", sagte mir heute ein Insider, als ich ihn nach den Vorgängen bei Burdas Content-Marketing-Riesen C3 fragte. "Sie haben gelernt, auf KPIs und Performance zu achten."

Ich hoffe, dass eine weitere These meines heutigen Gesprächspartners nicht zutrifft: Er glaubt, dass viele "alte" Print-Experten hoffnungslose Fälle sind und selbst bei eigenem gutem Willen nicht mehr in eine durchdigitalisierte und perfomance-orientierte Medienwelt finden werden. Ich bleibe lieber Optimist: Wo ein Wille ist, da ist auch ein digitaler Weg.

Ihnen einen schönen Abend.

Frank Zimmer


Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.