15.03.2015 08:41 leseland deutschland

stern-Umfrage: Frauen sind Leseratten - Männer schmöckern deutlich weniger

Welttag des Buches

Am 23. April 2015 ist übrigens Welttag des Buches (c) Deutscher Börsenverein

Von: GFDK - Werner Mathes

Die meisten Bundesbürger - nämlich 39 Prozent - lesen bis zu fünf Bücher pro Jahr, 19 Prozent sechs bis zehn, 27 Prozent sogar mehr als zehn. 14 Prozent lesen gar keine Bücher. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin stern zur Leipziger Buchmesse, die am Donnerstag beginnt.

Leseratten sind vor allem Frauen, von denen sich 35 Prozent mehr als zehn Bücher im Jahr vornehmen - unter den Männern finden sich dagegen nur 19 Prozent Vielleser. Während 18 Prozent der männlichen Befragten nie zu einem Buch greifen, geben dies nur elf Prozent der Frauen an.

Ein Drittel der Hauptschulabsolventen lesen gar keine Bücher

Für die deutlichsten Unterschiede sorgt erwartungsgemäß die Bildung. Gar keine Bücher lesen 31 Prozent der Hauptschulabsolventen, mehr als zehn dagegen 36 Prozent der Befragten mit Abitur oder Studium. Immerhin acht Prozent der Deutschen mit Abitur oder Studium schmökern angeblich nie in einem Buch. Mit 47 Prozent überdurchschnittlich vertreten sind ostdeutsche Befragte in der Gruppe, in der bis zu fünf Bücher jährlich gelesen werden.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 5. und 6. März 2015 im Auftrag des Magazins stern 1004 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

Pressekontakt: stern-Redakteur Werner Mathes, mathes.werner@remove-this.stern.de

Welttag des Buches am 23.April 2015

Am 23. April 2015 ist es wieder so weit: Deutschlandweit feiern Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte am UNESCO-Welttag des Buches ein großes Lesefest.

Eine regionale Tradition ist zu einem internationalen Ereignis geworden: 1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“, dem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren. Die UN-Organisation für Kultur und Bildung hat sich dabei von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Über diesen Brauch hinaus hat der 23. April auch aus einem weiteren Grund besondere Bedeutung: Er ist der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.

Weiterführende Links:
http://www.welttag-des-buches.de/