28.01.2014 09:36 Werbefeuerwerk ohne Scarlett Johansson

Scarlett Johansson ist entsetzt - Pepsi und Coca Cola wollen Sodastream versenken

Krieg von Sodastream gegen Pepsi und Coca Cola

Die schöne Scarlett wollte sich zum Krieg von Sodastream gegen Pepsi und Coca Cola nicht weiter äußern, zeigte sich aber enttäuscht über die Entscheidung von FOX.

Sodastream engagiert Scarlett Johansson

Sodastream engagiert Scarlett Johansson für ihren Werbespot. Daraus wird nun aber nichts, Werbefeuerwerk ohne Scarlett Johansson (c) Sodastream

Henner Rinsche, Geschaeftsfuehrer von Sodastream

Henner Rinsche, Regional General Manager Germany, Austria und Switzerland von Sodastream weiss worauf es bei seinen "Sprudlern" ankommt "Es gibt einfach keinen guten Grund für Getränke in Plastikflaschen"

Trinkwassersprudler von SodaStream

1994 brachte das Unternehmen den ersten Trinkwassersprudler in Deutschland auf den Markt. © Fotos: SodaStream

Von: GFDK - Gottfried Böhmer Profil bei Google+

Der Feldzug von Sodastream gegen Pepsi und Coca Cola nimmt groteske Züge an. Oder sollten wir von einem Feldzug von Pepsi und Coca Cola gegen Sodastream sprechen? Die neueste Attacke gegen die beiden "Süßzucker-Getränke-Mischer" sollte mal so richtig knallen, hatten sich die Sodastream Manager gedacht.

Um es den beiden "Zuckerriesen" mal so richtig zu zeigen, haben die Sodastream-Macher vor 2 Wochen den Hollywoodstar Scarlett Johansson für eine weltweite Kampagne verpflichtet. Der TV-Spot mit der Johansson sollte seine Premiere am 2. Februar 2014 zum Superbowl XLVIII feiern.

Daraus wird nun nichts

Den Managern und Konzernvorständen von Pepsi und Coca Cola ist beim Anblick des Sodastream Spots die Hose geplatzt und die Hutschnur hochgegangen. Der TV-Sender VOX, der für die weltweite Vermarktung und die Werbeexplosionen des Superbowl verantwortlich ist, erteilte dem Sodastream-Management nun eine Absage.

Werbefeuerwerk ohne Scarlett Johansson

Der Werbespot, in dem Scarlett Johansson gemütlich ein Wässerchen mit von Sodastream aufgepeppten Sirups schlürft und anschließen seufzt: " Sorry Coke and Pepsi" wurde von dem Sender FOX als Attacke gegen die US-Süßwasser-Industrie gewertet. Damit hat sich der Wassersprudler Hersteller disqualifizert.

Bruno Mars und die Red Hot Chili Peppers, die in der Halbzeit des Spiels zwischen den Seatlle Seahawks un den Denver Broncos im Met Life Stadium der New York Gigants in New York auftreten sollen nach Auskunft von Insidern schockiert sein.

Die schöne Scarlett wollte sich zum Krieg von Sodastream gegen Pepsi und Coca Cola nicht weiter äußern, zeigte sich aber enttäuscht über die Entscheidung von FOX.

Bis gestern Abend haben schon 600.000 das Video auf YouTube angeschaut

Deutlicher wurde hingegen der CEO von Sodastream Daniel Birnbaum, in "USA Today" sagte er, dass die Art der Zäsur für ihn als Amerikaner enttäuschend sei und führt weiter aus: " Das sind Dinge, die in China passieren", meinte der CEO. Allerdings sieht Birnbaum das mit einem lachenden und weinenden Auge. Auf jeden Fall bekommt der Werbefilm jetzt mehr Aufmerksamkeit als in einem Werbeblock.

Henner Rinsche, Regional General Manager Germany, Austria und Switzerland von SodaStream meinte, "die machen sich in die Hose". "Wir haben in den letzten zwei Jahren unseren Umsatz verdreifacht, hier prallen Welten aufeinander, die alte Getränkeindustrie gegen gesundheitsbewußte und umweltfreundliche Konsumenten". Henner Rinsche sagt weiter: " Dafür stehen unsere Produkte und das ist ihnen wohl ein Dorn im Auge. Man kann wohl schon von einer Schlacht sprechen".

Süßzucker-Getränke-Mischer gegen SodaStream

Schon 2012 hatte Coca Cola versucht eine Aktion von SodaStream, mit der der Hersteller von Trinkwassersprudlern auf die verheerende Umweltschädigung von PET-Flaschen hinweisen wollte, zu verhindern. SodaStream hatte einen Käfig gegenüber dem Coca Cola Museum in Altanta aufgestellt, der mit Tausenden Wegwerfflaschen und Getränkedosen der Marke Coca Cola gefüllt war.

Trinkwassersprudler gegen das Kartell der Getränkeindustrie

Weltweit hatte SodaStream 30 Installationen (Käfige) aufstellen lassen, um auf das riesige Problem und die Umweltbelastung mit den Wegwerfflaschen aufmerksam zu machen. Unvorstellbare 1 Milliarde Flaschen und Dosen landen täglich in Flüssen Ozeanen und auf Müllkippen.

Henner Rinsche brachte es auf den Punkt:

Es gibt einfach keinen guten Grund für Getränke in Plastikflaschen. "Das dauernde Kistenschleppen nervt und kostet viel Geld. Cola, Limo oder Energy-Drinks kann man sich mit SodaStream zu Hause selber machen. Mit SodaStream Trinkwassersprudlern trinkt man außerdem das nachweislich qualitativ bessere Wasser.“

Belohnung für erfolgreiche Konzepte und Aufmerksamkeit

Henner Rinsche: „Wir haben stylishe Topprodukte wie den Crystal mit seiner edlen, spülmaschinenfesten Glaskaraffe. Außerdem sind wir Doppeltestsieger bei Stiftung Warentest und Ökotest. Unsere Mission ist es, möglichst viele Verbraucher für unsere Marke zu begeistern und von deren Produktvorteilen zu überzeugen. Keine Kisten schleppen, sexy Produkte und dabei auch noch die Umwelt schützen – das ist unser Nutzenversprechen.“

Gottfried Böhmer

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