12.08.2018 14:36 Bitte ohne Plastik-Strohhalme

Ob mit oder ohne Nudel, das Plastik muß verschwinden

Einwegplastik bringt Meeresbewohner um, am Ende kommen Milliarden Plastikteile zusammen, viele davon landen im Meer

Einwegplastik bringt Meeresbewohner um. "Der eine Strohhalm ..." - denken sich viele. Am Ende kommen Milliarden Plastikteile zusammen, viele davon landen im Meer. Foto: Greenpeace Canada

Von: GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Aktualisiert am 12.8.2018 - Holger Schellkopf, Chefredakteur von W&V, gab mir zuletzt ein paar Tipps wie ich sportlich über die heißen Tage komme. Ich sollte genug trinken und keinen Sport machen, dafür hatte er aber einige sportliche Themen für mich parat gehabt.

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V, informiert mich darüber, dass die Agentur Rethink herausragende Motive entwickelt hat, die in ihrer Brutalität mehr als deutlich machen, wie Tiere, vor allem Meeresbewohner und Seevögel, unter Plastik leiden.

Allein die Chilenen verbrauchen binnen zwei Jahren so viele Plastiktüten wie es Menschen auf der Welt gibt. 3,4 Milliarden Plastik-Beutel pro Jahr wurden in Chile verbraucht, viele davon landeten im Meer.

Warum nicht auf der ganzen Welt? Als erstes Land in Lateinamerika hat Chile die Ausgabe von Plastiktüten im Einzelhandel verboten. "Wir gehen einen großen Schritt in Richtung eines saubereren Chiles", sagte Präsident Sebastián Piñera.

Allein 2015 wurden weltweit 322 Millionen Tonnen Plastik produziert. Davon landen jedes Jahr acht Millionen Tonnen in die Meere. Neuseeland will Einweg-Plastiktüten abschaffen. Das Verbot soll nach einer sechsmonatigen Testphase im kommenden Jahr in Kraft treten.

"Wir schaffen Einweg-Plastiktüten schrittweise ab, um besser auf unsere Umwelt zu achten und Neuseelands sauberen, grünen Ruf bewahren können", sagte Regierungschefin Jacinda Ardern. Sie verwies auf "Hunderte Millionen" Einweg-Plastiktüten, die pro Jahr verwendet würden und vielfach im Meer landeten.

Auch Frankreich reagiert

Verpackungen aus nicht-recyceltem Plastik sollen in Frankreich verteuert und damit vom Markt gedrängt werden. Das Umweltministerium will einen grundlegenden Wandel bei der Verwendung von Plastikverpackungen bewirken. "Dem Plastik den Krieg zu erklären, reicht nicht aus", sagte die Umweltstaatssekretärin. "Wir müssen die französische Wirtschaft umbauen."

Ja, es wird Zeit, dass wir dem Plastik den Kampf ansagen.

Lieber Herr Böhmer,

heute ist der heißeste Tag des Jahres. Kein Wunder, dass die Hamburger schon von einer Stadtküste sprechen und damit um Touristen werben. Die Hansestadt Hamburg hat eigentlich keinen allzu guten Ruf, was das Wetter angeht.

Der ist so schlecht, dass sich die Redensart etabliert hat: "Die eine Hälfte des Jahres regnet es hier, die andere ist das Wetter schlecht." Der Ruf muß sich ändern: Los geht's mit dem Video "Leben am Wasser". Es folgen "Events am Wasser und "Kultur am Wasser".

Aber auch für den Pina Colada am Elb-Beach gilt, genauso wie im Rest der Welt: Bitte ohne Plastik-Strohhalme. Greenpeace Canada und die Agentur Rethink zeigen, was der Plastikmüll für Meerestiere bedeutet.

Die EU plant ein Verbot für Einwegplastikprodukte - Strohhalme, Besteck, Rührstäbchen. Na toll: Umgesetzt werden soll es irgendwann zwischen jetzt und 2030.

In zwölf Jahren ist es aber, davon sind Umweltschützer überzeugt, für viele Lebewesen viel zu spät. Warum Einwegplastik ein Problem ist, darüber klärt aktuell Greenpeace Kanada mit einer eindringlichen Kampagne auf, die dafür zum Strohhalm greift.

Wer trotzdem saugen will: Aus Nürnberg kommt die Idee, statt Plastikröhrchen einfach Makkaroni zu nehmen.

Ob mit oder ohne Nudel – einen genussvollen Abend wünscht

Rolf Schröter

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