25.08.2017 07:00 Moralische Erpressung

News-Websites in der Werbefalle - Wenn das Schule macht gehen die Lichter aus

Auch bei unserem Redaktions Mops Adele liegen die Nerven blank, wenn die Werbegelder fuer die GFDK ausbleiben bleibt auch der Fressnapf leer

Auch bei unserem Redaktions Mops Adele liegen die Nerven blank, wenn die Werbegelder für die GFDK ausbleiben, bleibt auch der Fressnapf leer. (c) GFDK

Von: Gottfried Böhmer

Wenn das auch in Deutschland Schule, macht gehen dem Spiegel, Stern, Bild, der Süddeutsche und der FAZ sowie allen anderen News-Nachrichten-Webseiten bald die Werbekunden und damit die Werbegelder aus. Wie der "Kontakter" berichtete, meiden die US-Werbetreibenden zunehmend News-Webseiten.

Anfangs waren nur vermeintliche "Rechte-Webseiten" wie etwa "Breitbart" davon betroffen, wo die US-Werbetreibenden keine Werbung mehr schalten wollten, und das unter großen Jubel der Mainstream Presse, auch in Deutschland.

Moralische Erpressung

Der „Strategy Director“ Gerald Hensel von der Agentur „Scholz & Friends“ hatte sogar mit einem Boykottaufruf dazu aufgerufen „KeinGeldFuerRechts“ Webseiten wie die "www.achgut.com" des "WELT-Online" Kolumnisten Henryk M. Broder, und „Tichys Einblick“ die Seite des früheren „Wirtschaftswoche“-Chefredakteurs Roland Tichy zu boykottieren.

Große Konzerne und Marken wie BMW, Kinder-Schokolade, Rewe, Media Markt, Saturn, Deutsche Bahn und auch Deutsche Telekom folgten ohne jede Prüfung Hensels Boykott-Aufruf.

Brandmarken ist in Deutschland schwer in Mode

Dirk Maxeiner schrieb dazu am 08.12.2016 - "Doch man kann und muss sich wehren, indem man ans Licht bringt, wie die selbsternannten Moralapostel sich der selben Methoden bedienen, die sie so übereifrig und Beifall erheischend anprangern. Henryk M. Broder setzte einen Kontrapunkt. Die Achse des Guten befand sich umgehend auf einer Welle der Unterstützung, mit der so niemand gerechnet hatte".

Und so endet das

Nun kommte es aber ganz dicke für die Online-Medien. Laut einem Bericht des Technologie-Blogs Digiday ziehen inzwischen mehrere große Mediaagenturen im Auftrag ihrer Kunden Anzeigen ganz generell von Nachrichten-Websites zurück – was auch Mainstream-Sites wie etwa die von CNN, der New York Times und Foxnews.com betrifft.

Der Grund: Die Unternehmen wollen ihre Anzeigen nicht im Umfeld kontroverser Themen sehen – ganz gleich, von welcher Seite sie aufgegriffen werden. Laut dem "Kontakter" soll ein führender Manager einer New Yorker Mediaagentur, der ebenfalls nur unter der Bedingung mit Digiday sprach, dass sein Name nicht genannt wird, erklärt haben, dass zahlreiche Werbungtreibende ihre Anzeigen grundsätzlich nicht mehr im Umfeld politischer Nachrichten platziert sehen möchten.

Jetzt warten wir mal ab, wann das in Deutschland ankommt.

 

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