09.11.2018 22:50 #Männertage-Kampagne

Media-Markt macht es vor - Neue Strategie, mit Sexismus Erfolg haben

Sophia Thomalla macht erfolgreich Werbung für Media Markt mit der Kampagne #Maennertage

Sophia Thomalla macht erfolgreich Werbung für Media Markt mit der Kampagne #Männertage. Foto: Media-Markt

Von: GFDK - Marketing News - Gottfried Böhmer

Media-Markt braucht dringend Erfolg, aber wie macht man das, wenn die Umsätze im Sinkflug sind? Man braucht eine Kampagne, die für Aufregung sorgt. Und was eignet sich heutzutage besser als die hysterischen MeToo Akteure, man muß sie nur in Bewegung bringen, um reichlich Aufmerksamkeit zu bekommen. Ein Shitstorm mußte also her, und der ließ nicht lange auf sich warten.

Mit MeToo zu neuen Ufern

Zum Weltmännertag am 3. November thematisierte Media-Markt die "Männertage", mit der aktuellen Kampagne #Männertage. Die Kampagnenidee der Münchner Agentur Zum Roten Hirschen in Zusammenarbeit mit Denkwerk hatte einen vollen Erfolg, da hat man tatsächlich nachgedacht.

Wie erwartet reagierten viele Internetnutzer, vor allem auf das Motiv mit Sophia Thomalla:

"An diesen Tagen streichelt er alles was Knöpfe hat", sagt die Schauspielerin auf dem Motiv, das sie mit einem knappen Blüschen zeigt, das vor der Brust gerade so von einem Knopf zusammengehalten wird. Viele Social-Media-Nutzer reagierten umgehend erbost und empört.

Komplett humorbefreit

Der Mitbegründerin und Deutschlanddirektorin des Centre for Feminist Foreign PolicyKristin Lunz kam die Kotze hoch, und auch die Journalistin Silke Burmester, die für den "Spiegel" und "TAZ" schreibt, eine bekennende Feministin und Nazi-Jägerin, und meldete sich umgehend zu Wort.

Die @mediamarktde Kampagne #männertage soll "dem Händler wieder ein virales Gesprächsthema in der Öffentlichkeit bescheren" Klappt prima bei der sexismuskackscheiße á la 70er-Jahre der Agentur "Zum Roten Hirschen"

Danke MeToo

Die Stuttgarter Nachrichten meldeten, das  bereits mehrere Beschwerden wegen des Motivs beim Deutschen Werberat vorliegen würden. Damit hat es Media-Markt geschafft, man ist nach der langen Sommerdürre wieder im Gespräch, dank MeToo.

Das passt diese Meldung so gar nicht ins Bild: Die Unternehmensberatung McKinsey, der Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA) und die Agentur BBDO legen pünktlich zur Effie-Preisverleihung die Studie "Die wahren Werbetreiber: Kreativität schlägt Krawall" vor. Emotionaler Krawall schadet der Marke, heißt es. Das gilt wohl nicht immer.

Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.