11.06.2014 09:26 neueste studie

Konflikte am Arbeitsplatz - Konstruktive Lösungen sind gefragt

Professor Dr. Martin-Niels Daefler von der FOM Hochschule Frankfurt

Erhebliche Effizienzsteigerungspotenziale ließen sich realisieren, wenn in Unternehmen Konflikte konstruktiv gelöst würden. Dies zeigt eine Online-Befragung von Professor Dr. Martin-Niels Däfler, der an der FOM Hochschule Frankfurt/Main lehrt (c) privat

Von: Redaktion GFDK

Erhebliche Effizienzsteigerungspotenziale ließen sich realisieren, wenn in Unternehmen Konflikte konstruktiv gelöst würden. Dies zeigt eine Online-Befragung von Professor Dr. Martin-Niels Däfler, der an der FOM Hochschule Frankfurt/Main lehrt.

In einer Online-Befragung haben 352 Berufstätige angegeben, wie viel Prozent ihrer Arbeitszeit sie mit dem Austragen von Konflikten ver(sch)wenden. Das Ergebnis ist erschreckend: Durchschnittlich 10,0 Prozent der Arbeitszeit gehen verloren, weil Mitarbeiter in unternehmensinterne Konflikte verwickelt sind. Das ist ein halber Tag pro Woche! Positiv betrachtet heißt das aber auch: Es existieren noch vielfach unvermutete Effizienzsteigerungspotenziale.

Konfliktpotential in größeren Unternehmen besonders stark

46,7 Prozent der Befragten waren in den vergangenen zwölf Monaten überhaupt nicht in Konflikte verwickelt, 32,5 Prozent einmal und 20,8 Prozent mehr als einmal. Besonders hoch waren die Ergebnisse in der Unternehmensgrößenklasse ab 5.000 Mitarbeitern – hier betrug die Quote der mehrfach an Konflikten beteiligten Personen 30,1 Prozent.

Hinsichtlich der Ursachen von Konflikten gab knapp die Hälfte (49,3 Prozent) an, dass sowohl unternehmens-, arbeits-, organisationsbedingte als auch persönliche Gründe dafür maßgeblich waren, in 17,4 Prozent waren es ausschließlich private Motive und in 33,3 Prozent der Fälle nur betriebsbedingte Ursachen, die den Konflikt ausgelöst haben.

Ausweg: Zu Hause bleiben

Auf die Frage, ob man schon einmal – obwohl körperlich nicht krank – von der Arbeit zuhause geblieben ist, um sich einem Konflikt zu entziehen oder „um es einem Kollegen/Vorgesetzten heimzuzahlen“, antworteten 20,2 Prozent der Frauen und 11,1 Prozent der Männer mit „ja“.

Die detaillierten Befragungsergebnisse können hier eingesehen werden: www.prof-daefler.de

Über Professor Dr. Martin-Niels Däfler

Martin-Niels Däfler (Jahrgang 1969) hat in Würzburg und Adelaide (Australien) BWL studiert und danach für die Boston Consulting Group (München) sowie den Deutschen Sparkassen- und Giroverband (Berlin) als Kommunikationsberater gearbeitet. Seit dem Jahr 2010 lehrt er als hauptamtlicher Professor im Fachbereich Kommunikation an der FOM Hochschule in Frankfurt am Main.

mn@daefler.de