06.08.2018 13:20 eine großartige Architektur

Der neue Apple Store ist kein Store - Er ist ein Museum

Das ist der neue Apple-Store in Mailand, oder ist das ein Museum

Das ist der neue Apple-Store in Mailand, oder ist das ein Museum. Foto: Apple

Auch die Treppe im Apple-Store wirkt wie ein Tempel der Neuzeit

Auch die Treppe im Apple-Store wirkt wie ein Tempel der Neuzeit. Foto: Appel

In Wien baut Ikea einen Innenstadt-Store nach neuem Konzept

In Wien baut Ikea einen Innenstadt-Store nach neuem Konzept. Foto: Ikea

Von: GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V, informierte mich zuletzt darüber, dass die Agentur Rethink herausragende Motive entwickelt hat, die in ihrer Brutalität mehr als deutlich machen wie Tiere, vor allem Meeresbewohner und Seevögel, unter Plastik leiden.

Ja, es wird Zeit, dass wir dem Plastik den Kampf ansagen, war auch unsere Meinung dazu.

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V, ist begeistert von den neuen Stores von Apple und Ikea. Beide Unternehmen schaffen in den Innenstädten eine großartige Architektur, die das Einkaufen zu einem Erlebnis machen. Auch ich bin begeistert.

Lieber Herr Böhmer,

ein Museum ist ein Museum.

Ein Store ist ein Store.

Aber: Der neue Apple Store ist kein Store - Er ist ein Museum

Schaut Euch mal den Eingang zu diesem Marken-Universum in Mailand an. Und jetzt schließt die Augen und stellt Euch vor, wie das Kaufhaus bei Euch in der Innenstadt aussieht.

Der Unterschied ist gewaltig. Hier ein hässlicher Kasten, da ein verführerischer Tempel. Will ich mein Geld ausgeben für Zeugs in der Grabbelkiste oder für ein Exponat in einer Ausstellung?

Eben. Die frühere Burberry-Chefin Angela Ahrendts hat gemeinsam mit Jony Ive für ein neues Retail-Design-Konzept bei dem Unternehmen aus Cupertino gesorgt.

Kommen wir zu Ikea. Schaut Euch mal den Entwurf des Architekturbüros Querkraft für den City-Store in Wien an. Das ist kein Ikea, das ist ein Statement. Der Claim „Wohnst du noch – oder lebst du schon?“ wird hier als Bau-Konzept interpretiert. Das Leben ist nach außen gestülpt, barrierefrei.

Was für eine großartige Architektur für die Innenstadt. Der Flaneur sieht keine Vorhangfassade, sondern hat das Gefühl, durch die Außenhaut des Gebäudes den Organismus, das Innenleben, zu erkennen. Sogar Bäume wachsen in einem halbdurchlässigen Raum zwischen Innen und Außen.

Hier fährt man nicht mit dem Auto vor. Hier kommt man zu Fuß oder mit dem Rad vorbei.

Dieses Gebäude ist eine Einladung. Zwangloses Besuchen, zufälliges Entdecken, beschwerdefreies Einkaufen. Hier schleppt man nicht Möbeleinzelteile in sein Auto. Wer kauft, lässt liefern.

Es kann so einfach sein.

Rolf Schröter