28.11.2017 14:01 Keine Schnäppchen am Black Friday

Der Black Friday ist ein Marketing Gag - Grosse Marken ohne Rabatt

Luxusmarken bleiben am black friday teuer

Keine Schnäppchen bei den Top-Marken. Wer nach besonderen Angeboten von Top-Marken am Black Friday suchte, wurde leider enttäuscht. Foto: GFDK

Von: GFDK - Marketing-Redaktion

Keine Schnäppchen bei den Top-Marken. Wer nach besonderen Angeboten von Top-Marken am Black Friday suchte, wurde leider enttäuscht. Wer nach einem Trenchscout von Burberry Ausschau hielt oder sich für Schuhe von Galizio Torresi interessierte, ist wohl leer ausgegangen. Auch die Portale für Luxus-Uhren wollten den Rabatthungrigen keine Angebote machen.

Die GFDK-Marketing-Redaktion hat über zwanzig grosse Online-Händler und deren Preisgestaltung während des Wochenendes beobachtet und konnte keine Schnäppchen für Luxusmarken und hochwertige Artikel finden.

Rabatte wirken wie starke Drogen

Fazit: Die Top-Marken halten sich aus der Rabattschlacht und dem Rabattmarathon raus und haben nichts zu verschenken, hier haben die Schnäppchenjäger das Nachsehen. Alles was gut und teuer ist, bleibt auch teuer. Einzig Elektronik und Haushaltswaren wurden verramscht, aber auch hier galt, das nur jedes zweite getestete Angebot wirklich ein Schnäppchen war.

Eine US-amerikanische Erfindung zur Geschäftsbelebung

Keine Schnäppchen bei dm. Einzig die Drogeriemarktkette dm hält sich aus der Rabattschlacht raus und bleibt ihrer Dauerniedrigpreispolitik treu. Das Unternehmen spendet fünf Prozent des Tagesumsatzes am 24. November an verschiedene Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche. Die Ladenpreise für die Kunden werden dabei nicht verändert.

Nur die Elektronik-Hersteller und Händler hauen ihre Produkte raus

Der Black Friday war auch dieses Jahr wieder das Shopping-Event des Jahres in Europa und den USA. Doch welche Marken und Produkte waren im Netz eigentlich besonders gefragt?

Um diese Frage zu beantworten, hat das führende deutsche Unternehmen im Bereich Social Media-Monitoring und -Analysen, VICO Research & Consulting (www.vico-research.com), über 100.000 deutschsprachige Social-Web-Beiträge untersucht. Die Ergebnisse: Hierzulande war Samsung die gefragteste Marke, während die Playstation 4 das beliebteste Produkt war.

Schnäppchentag Black Friday

Insgesamt wurde die Kommunikation rund um den Black Friday von Beiträgen über Elektronik-Produkte und deren Hersteller dominiert. Besonders gefragt war Samsung. In rund 4.000 Beiträgen befassten sich die Nutzer mit dem südkoreanische Konzern.

Damit war Samsung am Black Friday die am meisten diskutierte Marke im Netz. Auf dem zweiten Platz folgt Apple, das in rund 2.300 Social Web-Beiträgen erwähnt wurde, Platz drei sichert sich überraschenderweise der Audiosystem-Hersteller Tonies, der sich komplett auf Geräte für Kinder spezialisiert hat.

Tonies wurde in knapp 1.600 aller von VICO Research & Consulting untersuchten Beiträge erwähnt und damit etwa genauso oft wie Sony. Auf dem fünften Platz der meistdiskutierten Black Friday-Marken landet das Unternehmen Philips, das in diesem Zusammenhang in etwa 1.400 Beiträgen diskutiert wurde.

Beliebte Produkte: Playstation 4 hängt alle ab

Auch die rund um den Black Friday meistdiskutierten Produkte stammen aus dem Elektronik-Bereich. Vor allem für Sonys Playstation 4 interessierten sich sehr viele Social Web-Nutzer. Die Spielekonsole wurde in rund 5.400 Black Friday-Beiträgen erwähnt und sichert sich in diesem Ranking eindeutig den ersten Platz vor Microsofts Konkurrenzangebot, der X-Box One und Samsungs Galaxy A5.

Beide Produkte wurden in jeweils knapp 1.400 Beiträgen diskutiert. Amazons smarter Lautsprecher Echo rangiert mit 1.300 Black Friday-Erwähnungen auf Platz vier, auf Platz fünf ist Samsung mit dem Galaxy S8 (900 Beiträge) noch einmal vertreten.

Die meiste Kommunikation zum Thema Black Friday erfolgte auf Twitter, wo 30,7 Prozent aller Black Friday-Beiträge von VICO Research & Consulting erfasst wurden. 20,9 Prozent der Kommunikation erfolgte auf Bewertungsportalen, insbesondere auf dem Schnäppchen-Portal MyDealz, 12,6 Prozent auf sozialen Netzwerken wie Facebook, 10,4 Prozent auf News-Portalen und 9,6 Prozent auf Bild-Portalen wie Instagram.

Die restliche von VICO erfasste Web-Kommunikation fand auf Blogs, Foren sowie Q&A- und Video-Portalen statt.

Kommunikation überwiegend neutral

Die Stimmung im Netz war in Bezug auf den Black Friday insgesamt überwiegend neutral. 78,7 Prozent der erfassten Beiträge waren nicht wertend - der Großteil der Kommunikation bestand aus Hinweisen auf besondere Angebote. Positive Wertungen fanden sich in 17 Prozent der Beiträge, in denen sich Nutzer zu ihren bereits getätigten oder anstehenden Einkäufen äußerten.

In den 4,3 Prozent negativ bewerteten Beiträgen kritisierten die Social Web-Nutzer vor allem die Sale-Kultur und die damit einhergehende “Amerikanisierung” Deutschlands. Einige zweifelten zudem an der Echtheit der angepriesenen Angebote.

Marc Trömel, Geschäftsführer von VICO Research & Consulting, äußert sich zu der Analyse:

“Auch in Deutschland ist der Black Friday mittlerweile voll angekommen und stellt insbesondere für viele Online-Händler den umsatzstärksten Tag des Jahres dar. Auffällig ist natürlich, dass Elektronik-Hersteller und -Produkte am Black Friday mit Abstand am gefragtesten sind.

Überraschend ist, dass der auf Audiogeräte für Kinder spezialisierte Anbieter Tonies am Black Friday eine der am nachgefragtesten Marken im Netz war. Ich persönlich kannte das Unternehmen zuvor gar nicht.”

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