03.10.2018 07:10 Frank Thelen hat Recht

Buchverlage, keine Ahnung von Marketing und zahlen wollen sie nichts

Frank Thelen hat Recht das Marketing der Buchverlage ist grottenschlecht

Frank Thelen hat Recht das Marketing der Buchverlage ist grottenschlecht. Frank Thelen auf dem Cover der aktuellen W&V.

Von: GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V schreibt mir, dass der Investor Frank Thelen sehr unzufrieden ist mit dem Marketing der Buchverlage. Was Herr Thelen aber anscheinend nicht weiß, die Buchverlage wollen für Marketing auch kein Geld ausgeben.

Davon kann die GFDK ein Lied singen. In den vergangenen Jahren wurden auf GFDK.de mehrere tausend Bücher kostenlos für die Verlage publiziert. Als es darum ging auch einmal etwas dafür zu bezahlen, hieß es immer, dafür hätten sie kein Geld. Na ja, und wir haben seit dem auch keine Zeit und Muse, weiterhin kostenlos zu arbeiten.

Lieber Herr Böhmer, Liebe Leserin, lieber Leser,

ein Buch "ist für mich ein Produkt, das eine Experience bietet", sagt Star-Investor Frank Thelen im W&V-Interview. "Ich kann ein Buch herausragend gestalten und konzipieren", so Thelen, "aber bei dem, was die Verlage machen, schlafen mir die Füße ein". Den Buchverlagen hierzulande fehle Mut und Leidenschaft. Die Verlage hierzulande seien „dermaßen verknöchert, das ist unfassbar“, schimpft Frank Thelen.

Frank Thelen "Mir schlafen die Füße ein"

Eine Buchautorin sagt mir im privaten Gespräch: Der Frank Thelen hat Recht

Am 10. Oktober beginnt die Frankfurter Buchmesse. In den Tagen davor sieht man wieder Anzeigen für Bücher in Zeitungen, die immer gleich funktionieren: Foto des Autors, Buchcover, Kritikerlob. Das muss reichen, damit gekauft wird. Tut es das?

Vielleicht brauchen wir eine Debatte darüber, wie es mit dem Kulturgut Buch weitergehen soll. Denn tatsächlich schrumpft das Geschäft. Und nur damit anzukommen, dass die Digitalisierung Schuld sei, ist zu kurz gesprungen.

Wenn Frank Thelen Leidenschaft und überraschende Ideen vermisst, dann könnte da tatsächlich was dran sein.

Überrascht hat mich übrigens auch die Idee von Urban Outfitters, wie man sich dieses Jahr an Halloween verkleiden sollte, um möglichst gruselig rüberzukommen: Als Influencer.

Einen schönen Abend wünscht

Rolf Schröter

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