05.08.2021 Nobeljuwelier kommt in nöten

Wer nur die jüngere Zielgruppe anspricht, kann seine Kunden loswerden

von: GFDK - Marketing News - W&V Manuela Pauker

Manuela Pauker, Redakteurin bei W&V, weißt darauf hin, das man die ältere Generation nicht vor den Kopf stoßen sollte, sonst verliert man seine Kundschaft.

Lieber Herr Böhmer,

wenn sich Unternehmen mit langjähriger Stammkundschaft verjüngen wollen, ist das nicht immer einfach. Sie begeben sich damit auf eine Gratwanderung, bei der sie auch mal ins Straucheln geraten können. So wie der Juwelier Tiffany:  

Das Unternehmen will mit der neuen Image-Kampagne "Not your mother's Tiffany" eigentlich eine jüngere Zielgruppe ansprechen. Viele der – meist älteren – Stammkundinnen fühlen sich von der Kampagne allerdings vor den Kopf gestoßen und wollen das Geschäft künftig meiden.

So kann man Kunden auch loswerden.  

Geschickter macht das Hugo Boss: Der Modekonzern verpasst seinen beiden Tochtermarken Hugo und Boss einen „komplett neuen Look and Feel“. Die Premiummarke Boss soll lifestyliger werden, Hugo jünger.   

Eine deutliche Trennung, die aber niemanden vergrätzt. Und vielleicht entdecken manche der jüngeren Kunden ja sogar die Lieblingsmarke ihrer Eltern neu.  

Zwei Lieblingsmarken der ganz jungen Zielgruppe versuchen sich übrigens auch an Innovationen:

Ahoj Brause hat jetzt prickelnde Waffeln im Angebot. Präsentiert werden sie von Allround-Künstler und Entertainer Friedrich Liechtenstein, der das Gebäck in einem Pseudo-Gottesdienst zelebriert.   

Dazu kann man zur Feier des Tages ja gleich noch die Ikea-Kerze mit Fleischbällchen-Duft entzünden.  

Einen schönen Abend noch wünscht

Manuela Pauker

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