05.01.2019 Mit Lemmingen gegen die Wand

Was für eine dunkle Macht? Na, der digitale Wandel halt

von: GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing bei W&V, will uns zum Anfang des Jahres, ein wenig Mut machen. Ob ihm das mit diesen Worten gelungen ist? Entscheiden sie selbst.

Lieber Herr Böhmer,

Menschen legen sich Augenbinden um, irren durch die Gegend, filmen sich dabei und posten das. Verletzen sie sich – umso besser. Das bringt Aufmerksamkeit in den sozialen Medien. „Bird-Box-Challenge“ heißt der Trendtrash, den ein Netflix-Thriller losgetreten hat. In diesem Film leben die Menschen mit Augenbinden, weil der Anblick einer dunklen Macht sie in den Suizid treiben würde.

Da fallen mir doch gleich die sechs Kernthemen von Paulina Habben ein. Paulina ist Head of Digital Culture bei der Berliner Digitalberatung Rckt und hat für uns einen Gastbeitrag geschrieben. Darin geht es insbesondere um nicht vorhandene Führungsqualitäten von Chefs.

Ich lese ihre Zeilen und frage mich, ob manche Chefs nicht einfach einen besseren Weitblick haben. Sie allein wissen, dass der Anblick einer dunklen Macht sie in den Suizid treiben würde. Deshalb verschließen sie ihre Augen und rennen, gemeinsam mit ihren Lemmingen, gegen die Wand.

Was für eine dunkle Macht?  Na, der digitale Wandel halt.

Viel zu defätistisch zum Jahresbeginn? Dann hört halt auf zu lesen und schaut Euch lieber was Buntes an. Zum Beispiel den neuen Apple-Spot. Farbenfrohsinn und Display-Jubel verscheuchen trübe Gedanken.

Ach, Ihr lest immer noch? Dann nehmt dies: Kein Zeichen purer Lebensfreude ist dieser Spot, sondern eher ein lauter Rettungsversuch für das iPhone XR. Das Weihnachtsgeschäft lief nämlich nicht wie erwartet für Cupertino.

Chefkoch Tim sagt, das liegt an den Chinesen. Und ich sage Euch, da braut sich noch mehr zusammen. Im Reich der Mitte wird der digitale Wandel nämlich zentral geführt.

Zum Schluss, ganz am Anfang des Jahres, noch ein paar aufmunternde Worte? Okay:

Was gab es noch: Der US-Digitalkonzern Google hat 2017 19,9 Mrd Euro über eine niederländische Briefkastenfirma ins Steuerparadies Bermudas transferiert. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Dokumente der niederländischen Handelskammer.

Möge die Macht mit Euch sein.

Rolf Schröter

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