10.04.2020 Außenwerbung kann erfolgreich sein

Warsteiner, in der Coronakrise auf frischer Tat ertappt

von: GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Eine wichtige Meldung vorweg: Die Kommunikationsbranche  und Agenturen sind in der Coronakrise bedroht. 50 Prozent aller Aufträge und Projekte sind weggebrochen. Jetzt reicht's. Die Verbände der Kommunikationsbranche wehren sich gegen die Zustände, die in der Coronakrise die Existenz besonders ihrer Mitglieder bedrohen.

Dazu haben ADC, BVDW, CMF, DPRG, FAMAB, GPRA, GWA und OMG die so genannte Verbandsallianz gegründet, die GPRA-Chairman Uwe Kohrs und Lutz Meyer, Inhaber von Lutz Meyer & Company, koordinieren.

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat aber auch schönes zu berichten.

Lieber Herr Böhmer,

auf frischer Tat ertappt. Wer in diesen Tagen die Werbung von Warsteiner sieht, dürfte sich direkt angesprochen fühlen. Denn die Biermarke nutzt die Außenwerbeflächen in den Innenstädten besonders clever. Wie bitte, Außenwerbung? Jetzt, wo wir doch zu Hause bleiben sollen?

So ist es. Denn genau daran erinnern uns die Plakate: "Diese Werbung solltest Du gar nicht sehen! " steht drauf. Stimmt, da war doch was.

Eine Bierflasche mit Glas ist auch noch zu sehen – jetzt, wo die Aufmerksamkeit schon mal da ist. Dieses Augenzwinkern kann sich das Unternehmen nicht verkneifen.

Warsteiner hat alles richtig gemacht. Die Sauerländer haben Plakatflächen in dieser Zeit bestmöglich eingesetzt. Vermutlich sind die Werbeträger gerade besonders günstig zu buchen.

Sie haben sich für die gute Sache stark gemacht – und zwar, wie es sich für ein Freizeitprodukt gehört, nicht zu militant. Und sie bringen die Marke durch die aufmerksamkeitsstarke Idee ins Gespräch, denn wirklich jeder fühlt sich angesprochen.

Die Kampagne zeigt, was Außenwerbung kann. Und warum sie zurecht die am schnellsten wachsende Werbegattung ist.

Was das starke Wachstum ermöglicht, obwohl die Anzahl der Außenwerbeträger von Jahr zu Jahr sinkt, lesen Sie in unserer Analyse auf W&V Plus.

Auch Adidas hat seine Sache gut gemacht und versöhnt sich wieder mit den Kunden. Das PR-Desaster, weil der Hersteller seine Dienstleister und Vermieter nicht zahlen wollte, endete in einem Shitstorm.

Doch Adidas wendet das Blatt: Die Herzogenauracher entschuldigten  sich nicht nur und beteuerten, alles fristgerecht zu zahlen. Sie starten jetzt auch eine versöhnliche Kampagne mit dem Hashtag #hometeam.

Die thematisiert nicht die Krise selbst, sondern Stars und Sportler und was die zurzeit zu Hause so anstellen. Als wollte Adidas die Fans fragen: "Ist wieder alles gut zwischen uns?"

Einen friedlichen Abend wünscht

Verena Gründel

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