25.06.2020 Der Wahnsinn kennt keine Grenze

Vor der Tür steht der Wahnsinn, und keiner wehrt sich

von: GFDK - Marketing News - Gottfried Böhmer

Am 23. Juni hatten wir geschrieben: Afroamerikanische Figuren verschwinden aus der Werbung. Der Lebensmittelkonzern Mars verkündet den Abschied von Uncle Ben und Aunt Jemima, wie wir sie kennen.

Die Rassismusdebatte stellt die Welt auf den Kopf

Dazu hatten wir angemerkt; „Ich habe zunehmend den Eindruck, dass die ganze Gesellschaft allmählich funktioniert wie eine einzige große Erziehungsanstalt. Angefangen beim Essen, Trinken, Rauchen, bei unerwünschter und unerwünschter Art der Fortbewegung bis hin zu erwünschtem und unerwünschtem Denken.“ (Monika Maron; in Sprachnachrichten Nr. 82, S. 3)

Jetzt zieht Nestlé nach

Umbenennung: Nestlé streicht "Red Skins" und "Chicos Lollies"

Der Schweizer Lebensmittelkonzern teilte am Dienstag (23.6.) mit, dass es die in Australien etablierten Marken "Red Skins" und "Chicos Lollies" künftig so nicht weiter geben wird, da sie sich rassistischer Stereotype bedienen. "Diese Namen haben einen Unterton, der nicht mit Nestlés Werten übereinstimmt, welcher auf Respekt basiert", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Das Ziel sei eine möglichst schnelle Umbenennung der beiden Marken.

Auf den Packungen der "Chicos Lollies" war bis vor einigen Jahren ein dunkelhäutiges Baby zu sehen. Die "Red Skins"-Verpackung zeigte einen indigenen Amerikaner mit traditionellem Kopfschmuck.

„Der Wahnsinn steht nicht vor der Tür, er ist schon da“ schreibt Henryk M. Broder auf WELT-Online

Alles soll anders werden: keine Autos mehr, kein Fleisch, kein biologisches Geschlecht, keine Polizei und keine Kant-Denkmäler. Ist das jetzt fortschrittlich – oder einfach hysterisch?

Broder weiter: Es gab noch nie eine Gesellschaft, die dermaßen permissiv und zugleich repressiv gewesen wäre. Alles geht, solange es mit dem Zeitgeist kompatibel ist. Nicht einmal die Kirchen haben es gewagt, Bedenken gegen das Konzept der „Ehe für alle“ anzumelden, eher würden sie jeden Mann und jede Frau exkommunizieren, der/die nicht an den menschengemachten Klimawandel glaubt.

Die geschlechtliche Zugehörigkeit ist nur ein „soziales Konstrukt“, man/frau kann sie sich aussuchen und auch nach Belieben wechseln. Die Befreiung aus den Zwängen einer Moral, die keine Rücksicht auf menschliche Nöte und Bedürfnisse nahm, hat zu einer Moral geführt, die ebenso zwanghaft die „Selbstverwirklichung“ zum Prinzip erklärt.

Der Wahnsinn geht noch weiter

Die Brauerei Mohrenbräu hat schon einen heftigen Shitstorm hinter sich, weshalb das Unternehmen jetzt seine Kanäle in den sozialen Medien eingestellt hat. Es wurde zudem auf Instagram und Facebook folgende Stellungnahme veröffentlicht:

"Wir kennen selbstverständlich diese Diskussion und verstehen, dass unser Logo manche Menschen irritiert. Die Mohrenbrauerei steht für Toleranz und lehnt Rassismus ganz entschieden ab.

Gerade weil in einer solchen Diskussion manchmal die Wogen hochgehen, braucht es einen sachlichen, respektvollen und wertschätzenden Dialog. Dieser scheint aktuell nicht mehr möglich zu sein, deswegen sehen uns gezwungen, unseren Kanal vorübergehend stillzulegen."

Die Schokoladenmarke Sarotti bekommt es auch auf die Ohren. Das Männchen mit Pluderhose, Schnabelschuhen und Tablett wird wohl bald verschwinden. Auch die "Mohrenkopf"-Debatte hat hohe Wellen geschlagen. Das Schweizer Handelsunternehmen Migros hat die Marke Dubler aus seinen Regalen entfernt.

Die Berliner Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek, fordert die Abschaffung der Mohrenstraße und regt stattdessen eine Erinnerung an den getöteten George Floyd an. Und Weltweit stürzen "Black Lives Matter"-Aktivisten die Denkmäler "historischer Rassisten".

Und das auch noch

Der Konsumgüterkonzern Unilever möchte seiner Gesichtscreme Fair & Lovely angesichts der weltweiten Rassismusdebatte einen anderen Namen geben. Die Hautpflegeprodukte sollten künftig ein vielfältigeres Schönheitsideal mit sämtlichen Hautfarben ansprechen, so das Unternehmen.

Begriffe wie "weiß", "weiß machend" und "hell" hingegen suggerierten ein einheitliches Schönheitsideal, dass das Unternehmen nicht für richtig halte. Deswegen sollten diese Worte in Werbung, Kommunikation und der Benennung von Unilever-Cremes nicht mehr verwendet werden.

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