09.01.2021 Kein Mitleid mit Trump

Von Donald Trump ist nichts zu erwarten weder Gefahr noch Geschäft

von: GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, hat wenig Mitleid mit Donald Trump.

Lieber Herr Böhmer,

jetzt darf Donald Trump nicht mal mehr seine Hütchen verkaufen. E-Commerce-Riese Shopify hat es den Social-Media-Plattformen gleich getan und Donald den Laden zugesperrt.

Die Make-America-Great-Again-Shops verstoßen gegen die Richtlinien des Unternehmens, heißt es in der Begründung.

Diese würden es Händlern auf der Plattform verbieten, Organisationen oder Personen zu fördern oder zu unterstützen, die Gewalt befürworten. Grundsätzlich ist das nachvollziehbar, das Mitleid mit Trump hält sich auch in Grenzen.

Richtige Maßnahme, seltsamer Zeitpunkt. Schließlich ist die Erkenntnis hinsichtlich der problematischen Disposition des Noch-Präsidenten nicht übertrieben neu, dazu hätte es den Sturm der MAGA-Horde auf das Kapitol eigentlich nicht mehr gebraucht.

Warum also erst jetzt? Weil klar ist, dass von Trump nichts mehr zu erwarten ist? Weder Gefahr noch Geschäft.

Diese Fragen müssen sich natürlich auch Facebook, Google und Twitter stellen lassen. Im Grunde sogar noch deutlicher.

Schließlich konnten Trump und Kumpane hier über Jahre fast schon ungestört treiben, wozu sie gerade Lust hatten. Immerhin: Dies hat jetzt zumindest vorübergehend ein Ende. Aber auch hier: Warum erst jetzt?

Die Zukunft wird zeigen, was von den Maßnahmen der jüngsten Vergangenheit zu halten ist, welche Lehren wirklich aus den Ereignissen gezogen wurden – das gilt übrigens auch für viele Medien.

Schönes Wochenende!

Holger Schellkopf

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