19.03.2019 Steuer die für Werbemaßnahmen

Unternehmen, Mittelständler und Unschuldige müsse keine Quellensteuer zahlen

von: GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

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Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V hat einen Grund zur Freude für die Werbetreibenden.

Lieber Herr Böhmer,

eigentlich ein Grund zur Freude. Aber nur eigentlich. Nämlich, dass die Quellensteuer, die Werbekunden hätten abdrücken müssen, vom Tisch ist. Eine Steuer, die für bis zu sieben Jahre nachgezahlt hätte werden müssen. Eine Steuer in Höhe von 15 Prozent. Eine Steuer, die für Werbemaßnahmen gegolten hätte, die man via einem dieser Internetgiganten wie Google oder Facebook geschaltet hat.

Also, keine Steuer, ist doch gut. Finden alle, ganz gleich, ob BVDW, ZAW, YX-Weh, alle. Sie haben ja auch alle recht, wenn man so will.

Wenn man anders will, kann man es auch anders sehen, nämlich so: Und wieder sind die Internetgiganten gut davongekommen. Neulich schon ist die Einführung einer Online-Werbesteuer für Digitalkonzerne wie Google und Facebook gescheitert.

Mit der Verhinderung der Quellensteuer ist das nette Damoklesschwertle auch weg. Denn eigentlich wäre es Sache der Internetgiganten gewesen, diese 15 Prozent zu berappen.

Doch da die Zahlungsmoral, sorry für das Wort Moral im Kontext der Internetriesen, doch da die Zahlungsmoral jener Giganten nicht sonderlich ausgeprägt ist (denkt man etwa an andere Steuerforderungen), hätte, na wer wohl, die Party bezahlen müssen? Richtig: werbungtreibende Unternehmen, Mittelständler, Unschuldige.

Insofern also doch gut, dass diese Quellensteuerfantasie vom Tisch ist.

Guten Abend

Jochen Kalka

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