24.09.2018 Rügen des Deutschen Werberats

Sexistische Werbung, Rügen haben lange Beine

von: GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V schrieb mir zuletzt: Erst hieß es: Die beiden Sesamstraße-Kerle sind schwul. Das enthüllte der Serien-Autor Mark Saltzman, um anschließend einen Rückzieher zu machen.

Nun schreibt mir Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V das Werbung immer noch oftmals sexistisch ist.

Lieber Herr Böhmer,

Rügen haben lange Beine. Diese Headline ist fast exakt 25 Jahre alt. Es war das erste Mal, dass ich über die Rügen des Deutschen Werberats schrieb. Was sich seither verändert hat? Nicht wirklich viel.

Vor allem sexistische Werbung wird nach wie vor praktiziert und vom Werberat gerügt. Immerhin: Öffentlich beanstandet werden mussten nur noch 7 Unternehmen.

Sortiert man die herabwürdigenden und rücksichtslosen Werbemaßnahmen nach Bundesländern, ergibt sich folgendes Bild: Drei Rügen gingen nach NRW, zwei nach Sachsen und je eine nach Hessen und Bayern. Besonders grauenhaft war diesmal die Darstellung eines sich erhängenden Menschen.

Unternehmen und Agenturen, die Kommunikationsmaßnahmen durchführen, müssen sich mehr ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst werden. Dass heute immer noch so fahrlässig und oft auch degradierend kommuniziert wird, mag ein Rätsel sein.

Doch momentan zeigt ja ausgerechnet die Politik, wie leicht Kommunikation entgleist. Werteverständnis, Respekt und Toleranz müssen Basis jeglicher Kommunikationsarbeiter sein. Ob in der Werbung oder in der Politik.

Jochen Kalka

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