24.03.2020 Nachrichten über Promis

Kevin Spacey ist wieder da, und Madonna ist ein Quarantäne-Opfer

von: GFDK - Marketing News -W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat heute einige Nachrichten über Promis. Madonna inszeniert sich als Quarantäne-Opfer, in der Badewanne sitzend, philosophiert Sie über das Coronavirus, aber das kommt nicht gut an. Ihre Botschaft stößt auf wenig Gegenliebe.

Lieber Herr Böhmer,

ist es okay, dass die Bits & Pretzels-Gründer den Schauspieler Kevin Spacey zu einem virtuellen Frühstück einladen?

Gegen Spacey hatte es vor drei Jahren im Zuge der #Metoo-Debatte Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegeben. Seitdem wird der 60-jährige Oscar-Preisträger gemieden. Rollenangebote und Einladungen bleiben aus.

Nun reichen ihm die Bits & Pretzels-Veranstalter Andi Bruckschlögl, Bernd Storm van’s Gravesande und Felix Haas die Hand. Spacey soll am 29. März bei einem virtuellen Gründerfrühstück der Bits & Pretzels eine Rede halten. Thema:

Wie man mit ungewohnten Situationen und Unsicherheiten umgeht – vor allem, wenn sich die Umstände plötzlich und drastisch ändern.

Nach Bekanntwerden der Anschuldigungen hatten sich die Münchner Gründer 2017 von Kevin Spacey als Botschafter ihrer Veranstaltung getrennt.

Nun sagen sie, man wolle die Entscheidung über alle Anschuldigungen den Gerichten überlassen. Gegen Spacey laufe derzeit nach ihrem Wissen keine einzige Anklage.

Es ist jedenfalls mutig von den Bits & Pretzels-Gründern, Spacey auf die virtuelle Bühne zu holen. Denn sie müssen mit deutlicher Ablehnung rechnen. Und es ist clever, denn sie erhalten dadurch sehr viel Aufmerksamkeit.

Aber ist es moralisch in Ordnung? Ich finde, es gilt hier zweierlei: Erstens: Im Zweifelsfall für den Angeklagten. Es gilt die Unschuldsvermutung. Spacey ist kein verurteilter Straftäter. Seine Schuld zu beurteilen ist tatsächlich Sache der Justiz.

Zweitens: Jeder Mensch sollte die Möglichkeit erhalten, sich zu rehabilitieren. Bei dem geplanten Frühstück geht es um ein Thema, zu dem er sicherlich sachlich Interessantes beizutragen hat. Das scheint keine Reinwasch-Aktion für eventuelles Fehlverhalten zu werden.

Ich finde es okay, wenn Kevin Spacey an dem Gründerfrühstück teilnimmt.

Einen schönen Abend ohne Corona wünscht

Rolf Schröter

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