16.02.2021 umstrittenes Werbeverbot

Keine Werbung für Non-Food-Produkte? Noch alle Tassen im Schrank?

von: GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, im Saarland soll ab 22. Februar ein Werbeverbot für Artikel "außerhalb des täglichen Bedarfs" in Kraft treten. Die Maßnahme, die Supermärkte und Discounter betrifft, sieht Strafen bis zu 10.000 Euro vor.

Lieber Herr Böhmer,

das Saarland plant ein Werbeverbot für Artikel, die nicht zum täglichen Bedarf gezählt werden. Daran gibt es heftige Kritik.

Eine freiwillige Selbstverpflichtung, nicht für Non-Food-Produkte zu werben, habe nicht funktioniert, kritisiert die Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger.  

Die aktuelle Sieben-Tages-Inzidenz im Saarland lag gestern bei 71,9. Bundesweit liegt sie aktuell bei 58,9.  Noch ist das Werbeverbot nicht endgültig beschlossen – das soll morgen, am 16. Februar, geschehen.

Wie die Händler darauf reagieren und ob die Maßnahme überhaupt rechtlich Bestand hätte, ist offen. Allein die Definition des “täglichen Bedarfs” ist nicht klar.

Sind beispielsweise Kaffeetassen oder -löffel Dinge des alltäglichen Bedarfs? Ist es ein Badezusatz?   Die Politik handelt womöglich aus ehrenwerten Motiven:

Gesundheitsschutz, Solidaritätsgedanke. Aber gut gedacht ist nicht gut gemacht. Man hört jetzt schon den Amtsschimmel wiehern. Was fehlt, sind nicht Verbote, sondern Perspektiven.  

Einen schönen Abend noch wünscht  

Rolf Schröter

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