16.10.2019 Nachhaltigkeits-Kampf der Discounter

Edeka, Kaufland, Aldi und Netto überbieten sich mit Ökomeldungen

von: GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet über einen Wettbewerb der besonderen Art. Alles Öko oder was?

Lieber Herr Böhmer,

die deutschen Supermärkte befinden sich im Nachhaltigkeits-Kampf: Edeka startet eine Biomarkt-Kette. Kaufland kooperiert mit der Foodsharing-App Too Good To Go. Und Aldi hat schon acht Millionen Gelbe Säcke voll Plastik gespart – alles Meldungen aus den vergangenen sechs Tagen.

Nun kommt heute die Nachricht: Netto reduziert Plastikverpackungen um frisches Obst und Gemüse. Damit das bei den ganzen Ökomeldungen nicht untergeht, bewirbt der Discounter die Aktion mit: na mit was? Genau, mit nackten Menschen. Wie man das halt so tut, wenn man besonders viel Aufmerksamkeit will.

Klar, jedes bisschen Plastikmüll, das wir einsparen, ist gut. Je mehr desto besser. Aber lohnt sich denn der ganze Werbewirbel drum herum überhaupt? Wissen die Kunden das Engagement zu schätzen?

Jein. Etwa ein Drittel ist tatsächlich bereit, für nachhaltige Produkte mehr Geld auszugeben. Viele andere aber greifen dafür nicht tiefer in die Tasche. Je höher der sozialökonomische Status, desto wichtiger ist Nachhaltigkeit beim Einkauf.

Diese und mehr Zahlen zum grünen Konsumentenverhalten haben wir auf W&V+ für Sie gesammelt. Interessant ist übrigens, dass die Ökoentwicklung die Do-it-Yourself-Branche befeuert. Upcyceln statt wegwerfen, lautet der Trend.

Einen wunderschönen Abend wünscht

Verena Gründel

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