27.03.2014 Deutscher Werbefilmpreis in Berlin

Die Agentur Heimat heimst den Preis für den besten deutschen Werbefilm 2014 für den Kunden Hornbach ein

von: GFDK - Sandra Ratsch

Die Vergabe des Deutschen Werbefilmpreis in Berlin war ein großes Happening mit mehr als 500 geladenen Gäste, darunter Prominente wie Regisseur und Produzent Carlo Rola, Schauspielerin Dennenesch Zoudé, die Schauspieler Ralph Herforth und Tobias Schenke. Hunderte Werbefilm-Fans verfolgten im legendären Kino International die Verleihung der begehrten Trophäe „Hatto“.

Unter dem Vorsitz von Jurypräsidentin Bettina Olf (thjnk) entschieden die Fachjuroren erst wenige Stunden zuvor endgültig über die Preisträger in insgesamt neun verschiedenen Kategorien wie zum Beispiel „Beste Regie“, „Beste Kamera“, „Beste Visuelle Effekte“ oder „Bestes Art Department“. Die Fachjurys wählten die Sieger aus mehr als 600 Einreichungen aus.

Tony Petersen und Kollegen freuten sich über ein ausverkauftes Haus

Tony Petersen, Vorstandsmitglied der Deutschen Werbefilmakademie, freute sich gleich zu Beginn seiner Eröffnungsrede über die große Resonanz. „Die Bude ist ausverkauft, wer hätte das gedacht. Das hier ist für uns auch ein Neubeginn und wir haben uns gefragt, brauchen wir einen weiteren Award? Und die Antwort war Ja.“, so Petersen weiter. „Wir brauchen ein Schaufenster für unsere Arbeit, um zu zeigen, was wir leisten und ebenso, um uns selbst anzuspornen, mehr Gas zu geben.

Aber wir haben einiges verändert: So haben wir die Einreichungsgebühren abgeschafft und auch ein paar Kategorien. Jeder der gute Arbeit leistet, soll auch was einreichen können.“

Der Preis für die Beste Regie ging an Sebastian Strasse

Los ging die Verleihung mit der Kategorie „Beste Regie“. Laudator Markus Walter bemerkte: „Leider geht es nicht um mich, sondern um die Arbeit von drei wunderbaren Kollegen.“ Und der Gewinner hieß Sebastian Strasser für „Add Power“ (Vodafone), produziert von Radical Media.

Der Preis für das Beste Skript ging an die Kreativen von BBDO

In der Kategorie „Bestes Skript“ waren sich die Juroren um Laudator Matthias Strorath schnell einig: „Dieses Skript ist ‚unverkackbar’.“ Gemeint war die Arbeit von Wolfgang Schneider, David Mously, Ton Hollander und Jan Harbeck (BBDO) für „Smart Offroad“.

Der Preis für die Beste Kamera ging an Peter Matjasko

Sebastian Pfaffenbichler zeichnete die „Beste Kamera“ aus, für ihn „die Königsdisziplin“. Nominiert waren zwei internationale Kampagnen und ein kleinerer, deutscher Film. Peter Matjasko hieß am Ende der stolze Gewinner für seinen Film „Duell“ (Konzerthaus Dortmund).

Dann gab’s ein kurzes Break, in dem der selbsternannte „One-Man-Think-Tank“ Heinz Strunk die Lacher mit seinem satirischen Gastbeitrag ganz klar auf seiner Seite hatte. „Herzlich willkommen auf dem Dampfer der guten Laune“ begrüßte er das Publikum. Er kam schließlich zu dem Fazit des Abends: „Auch Werber sind Menschen und Glück ist positiver Cashflow.“

Den Preis für den Besten Schnitt erhhielt Andreas Bardet

In der Katgeorie „Bester Schnitt“ stellte Laudatorin Elena Bromund-Lustig in ihrer Laudatio fest: „Manchmal ist es genauso wichtig nicht zu schneiden.“ Andreas Bardet überzeugte die Jury am Ende mit seiner Arbeit „Audi Land of Quattro“ (Audi AG).

Als „meist unsichtbarer Helfer für die Hauptrolle“ stellte Laudator Timo von Wittken die drei Nominierten in der Kategorie „Beste Visuelle Effekte“ vor. Sheldon Gardner und James Allen durften sich dann über die Auszeichnung für „Add Power“ (Vodafone) freuen.

Für das „Beste Art Department“ wurde eine Ausnahme gemacht: Es gab nämlich zwei Gewinner. Colin Taplin für „Add Power“ (Vodafone) und Aaron Crothers für „Und jetzt Du!“ (Hornbach) teilten sich das Siegertreppchen. Und Laudatorin Birgit Kniep-Gentis stellte mit Freude fest: „Es braucht nicht unbedingt Millionenbudgets, um zu träumen.“

Weiter ging es mit den Gewinnern für die „Beste Komposition / Bestes Sounddesign“: Den „Hatto“ in dieser Kategorie holte sich Specter Berlin für „Lexus RC“ (Dentsu/LEXUS RC)

Förderpreis für junge Talente von 7.500 € vergeben

Vor allem bedacht auf die Förderung und Fortbildung junger Talente vergab die Deutsche Werbefilmakademie auch einen mit 7.500 Euro dotierten Preis. Gestiftet von der Firma ARRI und überreicht von Wolf Bosse von ARRI Mitte.

Andreas Bruns erhielt den Förderpreis für seinen Film "Save your Skin"

Hier überzeugte Andreas Bruns die Jury mit seinem Film „Save your Skin“ für die Marke LUX. Ihm erschien sein Werk auf dem riesengroßen Screen sehr dunkel. „Aber Hauptsache, alle haben die Seife gesehen, das ist das Wichtigste“, meinte der glückliche Gewinner. Laudator Alex Feil hatte für alle in dieser Kategorie nominierten nur lobende Worte: „Jungs, Ihr könnt Euch sicher sein, dass einige der älteren Herren hier gerne genauso gut wären wie ihr.“ Und auch den Agenturen gab er noch was mit auf den Weg: „Fördert Menschen mit eigener Sichtweise, mit einem Arsch in der Hose.“

Josh Dawson, der Gewinner des Förderpreises 2013, zeigte seinen  fertig produzierten Spot und beeindruckte damit das Fachpublikum ebenso wie schon im vergangenen Herbst mit der Präsentation seiner Idee. Radical Media unterstütze die Produktion. Und es schien, als könne er immer noch nicht fassen, dass er wirklich diesen Preis gewonnen hatte: „I came up with noting to this world. And this price was such a great opportunity!“

Heimat / Czar Film erhielten den Preis für den besten Werbefilm

Höhepunkt des Abends war die Preisvergabe für den besten Werbefilm 2014. Dieser ging an Czar Film für das Werk „Und was bleibt von Dir?“ (Hornbach / Heimat Werbeagentur).

„Wir haben uns gefragt: Kann ein Werbefilm die Kraft haben, Dinge zu verändern?“, würdigte Juryvorsitzende Bettina Olf in ihrer Laudatio die Sieger-Produktion. „Wir haben einen Film ausgezeichnet, der nicht vom Herzen auf die Geldbörse zielt, sondern bei dem am Ende eine Frage steht.“ Den Preis nahm Jan Fincke von Czar Film entgegen.

Abräumer des Abends war Radical Media. Als Produktionsfirma gingen fünf Preise in vier verschiedenen Kategorien an die Berliner: „Beste Regie“, „Beste Kamera“, „Beste Visuelle Effekte“ und gleich zweimal „Bestes Artdepartement“. 

Im Anschluss an die Preisverleihung plauderte die Branche zunächst in der Panorama Bar und ließ den Abend schließlich ein Stockwerk tiefer im Frösi Club mit einer Aftershowparty ausklingen.

 

Weitere Infos unter:

www.deutscher-werbefilmpreis.de

www.deutsche-werbefilmakademie.de

Die Preisträger des Deutschen Werbefilmpreises 2014 im Überblick:

Bester Werbefilm: „Und was bleibt von Dir?“

Kunde/Produkt: Hornbach

Agentur: Heimat Werbeagentur

Produktion: Czar Film

Beste Regie: „Add Power“ / Sebastian Strasser

Kunde/Produkt: Vodafone

Agentur: Jung von Matt / Alster

Produktion: Radical Media

Bestes Skript: „Smart Offroad“ / Wolfgang Schneider, David Mously, Ton Hollander, Jan Harbeck

Kunde/Produkt: Smart

Agentur: BBDO Proximity Berlin

Produktion: Bigfish Filmproduktion

Beste Kamera: „Duell“ / Peter Matjasko

Kunde/Produkt: Konzerthaus Dortmund

Agentur: Jung von Matt / Neue Elbe

Produktion: Radical Media

Bester Schnitt: „Audi Land of Quattro“ / Andreas Bardet

Kunde/Produkt: Audi AG / Audi Quattro

Agentur: thjnk Hamburg

Produktion: Markenfilm

Beste Visuelle Effekte:  „Add Power“ / Sheldon Gardner, James Allen

Kunde/Produkt: Vodafone

Agentur: Jung von Matt / Alster

Produktion: Radical Media

Bestes Art Department (2 Gewinner):

„Add Power“/ Colin Taplin

Kunde/Produkt: Vodafone

Agentur: Jung von Matt / Alster

Produktion: Radical Media

„Und jetzt Du!“/ Aaron Crothers

Kunde/Produkt: Hornbach

Agentur: Heimat Werbeagentur

Produktion: Radical Media

Beste Komposition / Bestes Sounddesign: „Lexus RC“ / Specter Berlin

Kunde/Produkt: Dentsu / LEXUS RC

Agentur: Dentsu / Pict. Inc.

Produktion: Storz & Escherich

Bester Nachwuchswerbefilm: „Save your Skin“ / Andreas Bruns

Kunde/Produkt: LUX

Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg, Saubere Filme

Pressekontakt:

needagency.

Sandra Ratsch

sandra@needberlin.com