Marketing und Werbung - Produkte und Köpfe

01.04.2021 in Echtzeit Schicht einer Pflegekraft

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Chefredakteur bei W&V, berichtet über einen Mega-Erfolg von ProSieben.

Lieber Herr Böhmer,

“nicht selbstverständlich”: ProSieben sendet – ohne Werbeunterbrechung – bis in den frühen Donnerstagmorgen aus dem Alltag einer Pflegekraft in Deutschland.

Die Wirkung war sensationell:  

Die Netto-Reichweite liegt bei 5,84 Millionen Menschen. Das sind außerordentliche 17,2 Prozent bei den 14- bis 39-jährigen und 12,2 Prozent bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern.

Die sozialen Netzwerke glühen. Innerhalb weniger Minuten schießt der Hashtag #NichtSelbstverständlich auf Platz 1 der Twitter-Trends in Deutschland und springt in der Nacht über die Marke von 39.000 Tweets.   

Die Sondersendung “widerspricht genau genommen jeder Regel des Fernsehens”, sagt Klaas-Heufer-Umlauf, der die Aktion mit seinem Kompagnon Joko Winterscheidt initiiert hat.   

Relevanz bring Erfolg. Und: Wenn du das Richtige tun willst, musst du vielleicht sogar Regeln brechen.   

Eine Regel gebrochen hat auch Google. Die Amerikaner verzichten in diesem Jahr auf April-Scherze . Heute ist nämlich der 1. April. Und Gründonnerstag, kurz vor Karfreitag.

Aber bevor ich uns jetzt allen Frohe Ostern wünsche, hier noch eine Perspektive für nach Ostern:  

Am Dienstag, den 6. April um 17:00 Uhr lohnt es sich, bei uns reinzuschauen. Dann findet unser Chefredaktions-Talk statt. Diesmal geht es um die Wirkung von Sound.

Zu Gast sind Spotify-Chef Michael Krause, McCann-CCO Götz Ulmer, der Soundexperte Michele Arnese und der Clubhouse-Moderator Ralf Leister.   

Wer zuschauen möchte: Es ist kostenlos. Und so viel kann ich schon versprechen: Es wird hart und musikalisch.  

So, jetzt aber: Frohe Ostern!  

Rolf Schröter

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01.04.2021 Aldi Nord und Süd

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, ist heute etwas mürrisch.

Lieber Herr Böhmer,

die Geschäftsführung von Aldi Nord und Süd gemeinsam vors Mikrofon zu bekommen, das wäre vor drei Jahren noch undenkbar gewesen.

Dabei ist es eine Binse, wenn Lars Klein, einer der Geschäftsführer bei Aldi Süd, sagt: “Wir beobachten, dass unsere Kunden oftmals nicht zwischen Aldi Nord und Aldi Süd differenzieren, sondern Aldi als eine Marke wahrnehmen."

Für diese Erkenntnis hätten sie auch Lieschen und Thomas Müller in der Kassenschlange fragen können.  

Umso sinnvoller ist der Plan, die Markenwahrnehmung gemeinsam zu stärken, die Zusammenarbeit zu intensivieren und Synergien zu nutzen.

Längst gibt es mit McCann eine gemeinsame Leadagentur. Auch wenn die aktuelle Frühjahrskampagne überraschenderweise von Zum goldenen Hirschen kommt.

Wie es zu dieser Konstellation kam und wie die Media- oder die E-Commerce-Pläne aussehen – das erzählen Klein und seine Kollegin Sabine Zantis von Aldi Nord im W&V-Exklusiv-Interview.   Onlinehandel ist auch für Smart ein relevantes Thema.

Der Automobilchen-Bauer vergibt den Digitaletat an Accenture Interactive. Auf der To-Do-Liste steht neben E-Commerce auch Marketing-Automatisierung, CRM und Kundendaten.  

Bei Daten gilt meist: mehr ist mehr. Schließlich gibt es im digitalen Raum kaum Grenzen. Knappheit ist dort ein ganz neues Konzept.

Es ist das Konzept von NFT, dem Non fungible Token, einer nicht vervielfältigbaren digitalen Datei. Gerade diese Knappheit birgt enormes Potenzial.

Nicht nur für Jack Dorsey, der seinen ersten Tweet als NFT versteigerte, oder für Investoren. Sondern auch für Marketer. Wie, das lesen Sie im Interview mit dem Krypto-Experten Sven Wagenknecht.  

Einen schönen Abend wünscht  

Verena Gründel

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31.03.2021 666 Paar “Satan-Schuhe”

GFDK - Marketing News W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Chefredakteur bei W&V, berichtet über Ärger bei Nike.

Lieber Herr Böhmer,

Satan tritt in der Karwoche auf. Das zieht.

Die Künstler des US-Kollektivs MSCHF werden sich diabolisch gefreut haben, als Nike gerichtlich gegen ihren customized Sneaker vorgegangen ist. 

Das Nike-Modell von MSCHF ist mit Symbolen schwarzer Magie optimiert, mit einem Bibelzitat geschmückt und mit echtem Blut aufgewertet.

Die 666 Paar “Satan-Schuhe” zum Preis von je 1.018 Dollar waren binnen einer Minute ausverkauft. Ein Paar jedoch hielten die Kunstverhökerer zurück und verlosten es.

Wer die schwarzen Dinger gewinnen wollte, musste sich mit einem Tweet registrieren. Hoffnung gegen Reichweite – eine teuflisch gute Idee.  

Nike findet, die Aktion habe dem eigenen Firmenwert “erheblichen Schaden” zugefügt. Ach, was sollen sie auch sonst sagen. Mitleid ist jedenfalls nicht angebracht.

Erstens profitiert Nike auch von dem Spektakel. Und zweitens haben sie es sich selbst zuzuschreiben.

2019 kooperierte der Sportartikelriese mit MSCHF und brachte die “Jesus Shoes MSCHF x INRI Nike Air Max 97” auf den Markt.   

Apokalyptische Verse sind beliebt. Der Game-of-Thrones-Ideengeber George R. Martin kassiert vom TV-Network HBO einen zweistelligen Millionen-Dollar-Betrag.

Dafür muss er sich fünf Jahre lang noch mehr blutig-böse Szenarien ausdenken. Im April beginnen die Dreharbeiten für ein Vorgeplänkel namens “House of the Dragon”.   

Schönen Abend noch   

Rolf Schröter

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30.03.2021 vor Zuckermangel warnen?

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, weiß nicht ob sie Lachen oder Heulen soll.

Lieber Herr Böhmer,

der deutsche Beamten-Bürokratie-Vorschriften-Apparat zeigt sich mal wieder von seiner besten Seite. Nein, ich meine nicht die Impfstrategie.

Auch der Getränkehersteller Lemonaid bekommt den Wahnsinn gerade voll ab. Erinnern Sie sich noch an den Aufschrei, als die Drinks nicht mehr Limonade heißen durften, weil zu wenig Zucker drin ist?

Jetzt hat die Lebensmittelbuch-Kommission eine Lösung für das Problem: Lemonaid soll einfach mit einem Hinweis auf den Flaschen warnen, dass weniger Zucker als üblich enthalten ist.

Werfen Sie auch gerade einen Blick in den Kalender? Das können Sie sich sparen, der 1. April ist erst in drei Tagen.

Diese Nachricht ist bitterer, oder besser, süßer Ernst.  

Ferrero dagegen ist ein Vorzeigelebensmittelhersteller. Über zu wenig Zucker konnten sich die Behörden zumindest nie beschweren.

Auch nicht über zu wenig Palmöl – wenn ich das einwerfen darf. Aber darum soll es nicht gehen. Ferrero pitcht .

Die Italiener schreiben offenbar einen Media-Etat für weltweit rund 100 Märkte aus. Schon wieder.  

Wenn Sie immer noch nicht genug Süßes haben, dann kommen hier noch News von Toffifee. Die Pralinen soll man, wenn es nach Storck geht, nun auf Snapchat fangen.

Den Osterhasen für dieses Game gibt niemand Geringeres als Bugs Bunny. Das Gute an den digitalen Pralinen:

Man kann ihnen weder Diabetesgefahr noch Zuckermangel vorwerfen.  

Einen schönen Abend wünscht  

Verena Gründel

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27.03.2021 in Flaschen pinkeln

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, kann es auch kaum glauben, das Mitarbeiter von Amazon keine Zeit zum Pinkeln haben.

Lieber Herr Böhmer,

Amazon hat ein Problem mit dem Pinkeln. Nicht weil es brennt oder nur tröpfelt – dagegen gäbe es im Sortiment sicher ein Heilmittel.

Sondern weil manche Mitarbeiter wohl so unter Zeitdruck stehen, dass sie es nicht mehr aufs Klo schaffen und sich stattdessen mit Flaschen behelfen. Kein Scherz.

Das Internet ist in Aufregung angesichts dieses Vorwurfs, der von mehreren Seiten bestätigt wurde.  

Der Peegate kann Amazon sicherlich nichts anhaben – sagt mir meine Erfahrung.

Als hätte der Konzern den Shitstorm erwartet, launcht er zeitgleich ein Produkt, für das viele eingefleischte TKKG-Fans ihn sehr sehr lieben werden: ein neues Hörspiel rund um Gabi, Tarzan, Karl und Klößchen auf Amazon Music.

Das Beste daran: Als Mitmach-Game geht es im Anschluss auf Whatsapp und Twitch weiter. Kann man dem Onlinehändler da noch böse sein? Das dürfen Sie selbst entscheiden.  

Kurz vor dem Wochenende habe ich eine weitere Kindheitserinnerung für Sie: Die Sesamstraße wird noch bunter.

Erstmals gibt es auch dunkelhäutige Figuren, die über Rassismus aufklären sollen. Das ist erstaunlich.

Schließlich findet man dort seit jeher jede erdenkliche Fellfarbe. Nur Dunkelbraun oder Schwarz fehlten bisher. Es wurde also unbedingt Zeit.  

Ein schönes Wochenende wünscht  

Verena Gründel

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27.03.2021 Merkel hat alles richtige gemacht?

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Chefredakteur bei W&V, meint Angela Merkel hätte alles richtig gemacht.

Lieber Herr Böhmer,

sie dürfen beide erst mal weitermachen: Angela Merkel und Julian Reichelt. Beide sind heftiger Kritik ausgesetzt. Und beide gehen völlig anders damit um.  

Die Bundeskanzlerin hat bei den Corona-Maßnahmen über die Stränge geschlagen. Sie hat eingesehen, dass das ein Fehler war und öffentlich dafür um Entschuldigung gebeten.

Damit hat sie Souveränität und Stärke bewiesen.  

Dem Bild-Chefredakteur wird Machtmissbrauch vorgeworfen. Eine interne Untersuchung bei Axel Springer stellt nun “Fehler in der Amts- und Personalführung fest, die nicht strafrechtlicher Natur sind".

Doch Worte der Entschuldigung hört man von Reichelt nicht. Er bleibt zwar Chefredakteur. Aber ihm wird eine Frau an die Seite gegeben.

Alexandra Würzbach wird gleichberechtigte Vorsitzende der Bild-Chefredaktionen.  

Ich finde, man kann aus diesen Fällen ganz gut erkennen, wie man sich verhalten sollte.  

Einen schönen Abend noch wünscht  

Rolf Schröter

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26.03.2021 Preisschock für Apple Fans

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, berichtet über einen Preisschock wegen Apples AR-Brille bei den Apple-Fans.

Lieber Herr Böhmer,

unter Stress sinkt die Qualität kreativer Arbeitsleistungen. Das Gehirn schaltet auf Überlebensmodus.

Das Stresshormon Cortisol übernimmt und blockiert die Fähigkeit der kreativ-schöpferischen Lösungsfindung.

Deshalb rechnet die Konstanzer Agentur W3 nun nicht mehr nach Stunden ab. Sie verkauft individuelle Zufriedenheits-Flatrates.

Das läuft für sie total gut, sagt unser Gastautor, alle seien "mega happy".   Ich bin ehrlich gesagt unsicher, ob es wirklich immer funktioniert.

Denn der große Unterschied zur Flatrate bei O2 oder Netflix ist ja, dass menschliche Arbeitszeit nicht so leicht skalierbar ist wie Datenvolumen oder Videostreaming.

Ich befürchte, dass es auf Dauer zu mehr Arbeitszeit für die Kollegen führt. Und dann sind wir doch wieder bei Stunden.  Aber lassen Sie sich selbst überzeugen.  

Wirklich überzeugt hat offensichtlich Jung von Matt Spree – und zwar Bahlsen. Die Agentur hat den Lead der Marken Leibniz und Pick up gewonnen .

Nach Haribo im letzten Jahr. An süßen Trostpflastern für den wieder einkassierten Feiertag an Gründonnerstag  dürfte es dort nicht mangeln.

Kein Trostpflaster braucht hingegen der Handel, der den Kurswechsel heute mit großer Erleichterung begrüßt hat.  

Tim Cook greift den Apple Fans tief in die Tasche

Vielleicht haben die Berliner ein paar Guttis für traurige Apple-Fans übrig. Die mussten nämlich heute erfahren, dass die erwartete AR-Brille des iPhone-Bauers, die angeblich schon nächstes Jahr statt 2023 auf den Markt kommt, wohl zu einem richtig happigen Preis verkauft werden soll.

Die schlechte Nachricht: Early Adopter müssen laut Kuo mit einem Einstiegspreis von etwa 3000 US-Dollar, umgerechnet rund 2500 Euro, rechnen

Zum Glück können Sie jetzt schon mal sparen. Pick up ist diese Woche bei Rossmann im Angebot.  

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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23.03.2021 eine nachhaltige Lovebrand

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, ist begeistert über eine Bank, die auch Pullis verkauft, ärgert sich über Ikea, und Donald Trump.

Lieber Herr Böhmer,

was ist eigentlich eine nachhaltige Lovebrand? Das wurde ich vergangene Woche auf dem Green Marketing Day gefragt.

Heute präsentiere ich Ihnen ein perfektes Beispiel: Die Tomorrow Bank ist eine echte nachhaltige Lieblingsmarke. Warum ich mir so sicher bin?

Weil das Finanzunternehmen so beliebt ist, dass Kunden dafür bezahlen, mit einem Pullover als Werbeträger herumzulaufen.

Oder kennen Sie etwa noch einen Bankinganbieter, der mit Merchandising Geld verdient? Wie es das schafft, erzählt Gründer Jakob Berndt im Interview.

Ikea gilt ebenfalls als Lovebrand. Doch das, was ich mit dem Möbelhändler erlebt habe, hatte wenig mit Liebe zu tun.

Meine Customer Journey war vor allem durch Frust geprägt – um ehrlich zu sein, ist sie das noch immer. Denn auch nach zwei Monaten ist das letzte Teil nicht angekommen.

Sie haben es für heute versprochen – inzwischen ist 17 Uhr...

Donald Trump ist noch frustrierter als ich. Weil ihm sämtliche Social-Media-Netzwerke das Mikrofon abdrehten, will er jetzt seine eigene Plattform starten.

Schon in zwei bis drei Monaten soll sie fertig sein. Ich wundere mich zum einen, dass er nicht früher darauf gekommen ist, denn ich befürchte, das Geschäftsmodell hat Potenzial.

Zum anderen halte ich es für höchst gefährlich, wenn er dort all seine Anhänger vereint, die gemeinsam in ihrer eigenen Verschwörungssuppe schmoren, während niemand mehr die Flagge der Wahrheit hochhält.

Gestern haben wir noch geglaubt, dass die erneute Wahl zum Präsidenten das Schlechteste ist, was passieren könnte. Doch heute bin ich überzeugt: Ein eigenes Trump-Netzwerk ist viel gefährlicher.

Ich wünsche Ihnen trotzdem einen schönen Abend.

Verena Gründel 

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20.03.2021 Instagram-Weltrekord für Billie Eilish

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Chefredakteur bei W&V, hat es heute mit den Haaren von Billie Eilish.

Lieber Herr Böhmer,

Instagram will eine Kinder-Version auf den Markt bringen. Dabei sind die Kleinen doch schon längst da. Die Sängerin Billie Eilish hat sich die Haare blond gefärbt.

Und ein Foto davon auf Instagram gepostet. Es dauerte nur sechs Minuten, und das Bild hatte eine Million Likes. Nur Winfried-Kretschmann dessen Lieblingsfarben Grün-Schwarz sind, ist etwas enttäuscht.

Damit hat die 20-Jährige den Weltrekord von Selena Gomez gebrochen. Die Schauspielerin und Ex-Freundin von Justin Bieber brauchte 2018 an ihrem 26. Geburtstag mit einem "Happy Birthday to me" 13 Minuten, also mehr als doppelt so lang.  

Für die älteren Trendchecker gibt’s heute auch was: Der Designer Virgil Abloh reanimiert die Wandanlage der 100 Jahre alten Marke Braun.    

Einen schönen Abend und ein erholsames Wochenende wünscht  

Rolf Schröter

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19.03.2021 worum es bei grüner Kommunikation geht

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, findet nachhaltige Produkte gut, man muß es aber nicht immer betonen, auch im Marketing nicht.

Lieber Herr Böhmer,

“To save the world you have to throw a better party than those destroying it.” Das sagte der Gründer der Tomorrow Bank gestern Abend auf dem Green Marketing Day.

Das Zitat fasst perfekt zusammen, worum es bei grüner Kommunikation geht. Nachhaltige Produkte und ihr Marketing müssen so gut sein, dass man sie auch ohne Weltverbesserer-Ambitionen kaufen möchte.  

Wie die von Einhorn. Die Berliner haben es geschafft, dass ihre Kondome und Menstruationstassen als nachhaltig wahrgenommen werden – ohne, dass es dauernd um Umweltschutz geht.

„Wir müssen nicht fett ‚Bio‘ draufschreiben“, sagt Cordelia Röders-Einhorn, Head of Menstruation, im Interview. Der Spaß in der Kommunikation steht im Vordergrund.

Öko – auch wenn Cordelia das Wort gar nicht gern hört – ist die Basis für alles Handeln. Bei vielen Unternehmen ist das noch nicht so. Trotzdem geben sie sich gern grün.

“Wenn 80 Prozent der Ressourcen in Kommunikation fließen und nur 20 Prozent in Nachhaltigkeit, Entwicklung, Technologie, dann ist das verkehrt", sagt Influencerin Madeleine Alizadeh alias DariaDaria im Gespräch. Besser wäre es genau umgekehrt. Nur dann seien die guten Absichten glaubwürdig. Nur dann besteht keine Greenwashing-Gefahr.

Denn schöne Mode sollte nicht unter hässlichen Bedingungen entstehen, sagte sie uns schon 2019 im Interview. Im Interview  erklärte sie uns, warum und wie wir alle etwas zu einem Wandel in der Modeindustrie beitragen können.Sie hat konventionelle Mode gegen grüne, faire Fashion eingetauscht und ist die bekannteste Fair-Fashion-Influencerin. 

O2 ist so eine Marke, die kaum als besonders nachhaltig wahrgenommen wird. Und das, obwohl der dahintersteckende Konzern als das dritt-nachhaltigste Unternehmen in Deutschland ausgezeichnet wurde.

Die Wahrnehmung will Marketingchef Michael Falkensteiner ändern. Der Markenname und die Assoziation mit Wasser kommen ihm gelegen.

"Der größte CO2-Binder sind die Meere, nicht die Wälder", korrigiert er die landläufigen Vorstellungen. O2, chemisches Zeichen für Sauerstoff, sei das zentrale Element nicht nur in der Marke.

Sondern auch im Wasser – alias H2O.  

Einen feuchtfröhlichen Abend wünscht

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