Marketing und Werbung - Produkte und Köpfe

06.10.2020 Nachhaltigkeitsbewegung trotz Corona

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, macht sich einige Gedanken über Nachhaltigkeit, Konsum und Werbung. Passt das überhaupt zusammen?

Lieber Herr Böhmer,

Konsum und Nachhaltigkeit passen nicht wirklich gut zusammen. In diesem Dilemma steckt unsere gesamte Branche. Mehr Kaufen bedeutet mehr Umweltverschmutzung. Und Werbung, die den Konsum ankurbelt, macht alles nur noch schlimmer.

Hart ausgedrückt.

Deshalb ist Werbung für nachhaltige Produkte immer ein Drahtseilakt und immer shitstormgefährdet. Aus dem Grund hält Ikea in den neuesten Werbespots für das nachhaltigere Produktsortiment wohl absichtlich den Ball flach.

Im Video für den deutschen Markt fällt der Satz: "Lasst uns nicht so streng mit uns sein." Selbstverständlich will Ikea, dass wir weiterhin guten Gewissens Servierten und Kerzen kaufen.

Im ganz neuen Clip aus Kanada geht es um die kleinen Dinge, die in der Masse eine große Wirkung haben können. Auch mit dieser Botschaft beruhigt Ikea das Gewissen des Kunden, der sich gern den Einkaufswagen vollpackt:

Schließlich mache er mit ein paar nachhaltigeren Kaufentscheidungen hin und wieder bereits einen Unterschied.

Das ist sicherlich ein Anfang. Aber ob wir mit dieser Taktik langfristig die Welt retten? Da bin ich skeptisch.

Einen Aspekt habe ich dennoch besonders positiv wahrgenommen. Die Nachhaltigkeitsbewegung geht trotz Corona weiter. Sie hat mehr Priorität denn je, obwohl Unternehmen gerade viele Probleme meistern müssen.

Wenn auch Sie vor Herausforderungen stehen, haben wir einige Tipps und Strategien für Sie. In unserer morgigen virtuellen Konferenz #MachenWirDasBesteDraus geht es um den Sinn oder Unsinn von Homeoffice in Agenturen, um Gesundheit am Arbeitsplatz, TV-Werbung der Zukunft – und wir wagen eine Prognose für den Einzelhandel 2021. Teilnehmen ist selbstverständlich kostenlos.

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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02.10.2020 PR-strategischer Schachzug

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, spekuliert heute mal über Donald Trump.

Lieber Herr Böhmer,

ist der positive Corona-Test von Donald Trump ein PR-strategischer Schachzug? Diese Frage wirft unser Kolumnist Mike Kleiß auf.

Die Logik dahinter ist bestechend. Trump verfügt mit dem positiven Testergebnis über eine Art Schutzschild. Er erntet Mitgefühl. Trotzdem hat er das Heft des Handelns in der Hand. Und er muss sich nicht stellen, kann aber seine Twitter-Propaganda bis zur Wahl am 3. November dosieren, wie es ihm passt.

Sollte Trump Corona überwinden, stützt das seine Argumentation, die Wirkung des Virus sei harmlos, "wie ein Schnupfen". Sollte der Krankheitsverlauf problematisch verlaufen, wäre er der Präsident, der den weltweit schlimmsten Killer überwunden hat.

Bestattungsunternehmen jedenfalls können die Entwicklung zumindest aus geschäftlicher Perspektive gelassen betrachten. Dass es sogar humorvoll geht, zeigt der digitale Totengräber Mymoria aus Berlin.

Mit den Worten: "Liebe Aluhutträger, Querdenker und Maskenverweigerer: Wir sehen uns" spielt die Firma auf eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung an.

Das sollte sich auch der Deutsche Reiseverband hinter die Ohren schreiben. Der schaltet nämlich derzeit eine Kampagne in Social Media, mit der er gegen die am 15. Oktober in Kraft tretende Quarantäne-Regel der Bundesregierung wettert. Ein absolutes No-go, findet meine Kollegin Lena Herrmann.

So, genug mit Corona! Das Leben hat auch noch andere Herausforderungen parat. Zum Beispiel die Tatsache, dass morgen, Samstag, der 3. Oktober, ein Feiertag ist, nämlich Tag der Deutschen Einheit.

Deshalb zum Schluss mein Tipp: Heute noch einkaufen

Ein schönes Wochenende wünscht

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02.10.2020 Tipps zur Digitalen Transformation

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, beschäftigt heute die Digitale Transformation.

Lieber Herr Böhmer,

wir werden in diesem Jahr Zeuge einer mehr oder weniger erzwungenen Highspeed-Transformation. Dies gilt insbesondere für Veranstaltungen, auch und gerade für die die Großveranstaltungen.

Eine DMEXCO@home wäre noch vor einem Jahr undenkbar gewesen, ebenso wie die derzeit laufende rein digitale Bits&Pretzels - ähnliches gilt natürlich für viele unserer Veranstaltungen wie beispielsweise den DMP oder auch die Munich Marketing Week .

Mit Blick auf die Rahmenbedingungen ist dabei erstaunlich viel passiert, sind erstaunlich gute Angebote entstanden. Gleichzeitig ist natürlich auch immer wieder mal etwas schief gegangen.

Das ist zum einen ganz normal und man muss darüber natürlich genauso sprechen wie über die Sachen, die funktioniert haben. Schließlich sind wir alle Lernende.

Im Umgang mit Kritik  zeigt sich häufig auch die wahre Qualität. Während die einen jede Art von konstruktiv verstandener kritischer Anmerkung quasi als Majestätsbeleidigung auffassen und beleidigt zurückweisen, gehen die anderen offensiv und transparent mit Schwierigkeiten um, freuen sich sogar über entsprechende Anregungen.

Ein Befund, der sich wohl auf alle Branchen übertragen lässt - denn jede Branche ist bekanntermaßen von der Transformation betroffen.

Vielleicht sollten wir uns einfach nochmal ins Bewusstsein rufen, was Christian Wochagg von der Berliner Agentur Gerhard so erklärt: Digitale Transformation besteht zu 50 Prozent aus Strategie, zu 50 Prozent aus Trial & Error.

Trial and error wohlgemerkt. Der Aspekt Fehler ist dabei zwangsläufig eingepreist und natürlich provoziert das auch Kritik. Damit positiv umzugehen ist eine Aufgabe, die wir alle meistern müssen.

Schönen Abend noch.

Holger Schellkopf

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02.10.2020 Weiterentwicklung der Wiedervereinigung

GFDK - Markeing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, erzählt uns heute etwas über die Wiedervereinigung von Deutschland.

Lieber Herr Böhmer,

haben Sie gewusst, dass kein einziges Dax-30-Unternehmen seinen Stammsitz in Ostdeutschland hat? Dass nur 1,7 Prozent der Spitzenpositionen in Politik oder Wirtschaft von Ostdeutschen besetzt werden?

Wir haben viel aufzuholen. Weil die Weiterentwicklung der Wiedervereinigung an vielen Stellen stockt, wirbt Coca-Cola nun für die Weiter-Vereinigung. Gute Idee. Wir alle sollten mitmachen.

Ich frage mich nur, warum die Out-of-Home-Motive nur in den Fokusregionen Bonn, Brandenburg, Berlin und Dresden hängen. Etwa weil es den Menschen in den anderen Teilen Deutschlands egal ist?

Oder weil gerade die Bonner, Brandenburger, Berliner und Dresdner darauf hingewiesen werden müssen? Wenn Weitervereinigung, dann doch bitte in ganz Deutschland.

Aber vorerst am besten nur mit Abstand oder gleich virtuell. Eben von den vier Wänden aus, die wir uns in den letzten Monaten so schön eingerichtet haben.

Es ist keine Überraschung, dass Ikea in der Krise von dem Trend profitiert, dass das eigene Zuhause für die Menschen wichtiger wird. Überraschend ist dennoch, dass selbst die Schweden Herausforderungen identifiziert haben, die sie jetzt angehen wollen. Welche das sind, erzählt Marketingchef Heiko Klauer im Interview.

Ich möchte allerdings noch mal betonen, dass Ikea auf hohem Niveau kritisiert. Denn laut einer aktuellen Studie ist Ikea das mit großem Abstand beliebteste Möbelhaus in Deutschland.

Das Unternehmen macht es genau richtig. Gerade wenn es gut läuft, sollte man in die Zukunft investieren. Die nächste Krise kommt bestimmt.

Im Moment kämpfen wir alle aber noch mit der aktuellen. Tipps, Strategien und Inspiration, wie Sie die Krise meistern und sich erfolgreich für die Zukunft aufstellen, bekommen Sie bei unserer virtuellen Konferenz #MachenWirDasBesteDraus, die am kommenden Dienstag schon zum neunten Mal kostenlos stattfindet. Ich bin auch wieder dabei und freue mich auf Sie.

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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30.09.2020 Ist Apple ein übler Straßenräuber?

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Zuerst kommen wir einmal zu ganz schlechten Nachrichten des Tages: Die Corona-Krise hat das Unterhaltungsimperium Disney hart getroffen. Vergnügungsparks, Ferienressorts, Fanartikel und Kreuzfahrten wurden von den Menschen nicht mehr nachgefragt. Das Resultat bekommen die Mitarbeiter zu spüren. 28.000 Mitarbeiter verlieren ihren Job, berichtet heute W&V.

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, schreibt uns etwas über einen Straßenräuber.

Lieber Herr Böhmer,

klingt total nett: Apple verzichtet wegen Corona auf 30 Prozent Provision. Firmen wie Airbnb und Facebook müssen vorübergehend nicht löhnen, damit deren Kleinkunden über mobile Apps kostenpflichtige Online-Veranstaltungen und Kurse anbieten können.

Nur zur Erinnerung: Der amerikanische Abgeordnete David Cicilline hatte die 30-Prozent-Politik von Apple als "Straßenraub" bezeichnet. Übrigens: Google nimmt auch 30 Prozent Provision und verzichtet – anders als Apple – nicht darauf.

Sollte man einen Straßenräuber feiern, wenn er vorübergehend darauf verzichtet, die Ärmsten seiner Opfer abzuziehen?

Nur so nebenbei: Laut der Initiative Lobbycontrol wenden Google, Microsoft, Facebook, Apple und Amazon insgesamt 21 Millionen Euro für Lobbyarbeit auf. Das ist deutlich mehr als zum Beispiel die Autobauer VW, Daimler, BMW, Renault, Ford, Fiat Chrysler und Peugeot, die zusammen auf rund acht Millionen Euro kommen.

Vielleicht liegt die Spendierfreudigkeit in Sachen politischer Beratung daran, dass in Brüssel gerade am Digitale-Dienste-Gesetz gebastelt wird, das einen europäischen Ansatz zur Regulierung der großen Plattformen liefern soll.

Handeln Firmen aus Altruismus oder Berechnung? Urteilen Sie selbst.

Einen schönen Abend wünscht

Rolf Schröter

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29.09.2020 Scholz & Friends gewinnt Pitch

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, meint man kann nicht immer gewinnen.

Lieber Herr Böhmer,

die Ergebnisse der großen Pitches kullern aktuell herein, wie die vom Baum fallenden Kastanien. Jüngster Verkündungstermin war jetzt bei McDonald's.

Da hatte am Ende eines prominent besetzten Wettbewerbes die Truppe von Scholz&Friends die Nase vorne und setzte sich auch gegen den letzten verbliebenen Konkurrenten Serviceplan durch.

Für die Münchner zwar eine Bestätigung, so weit gekommen zu sein. Aber bei Pitches gilt halt doch: the winner takes it all.

Eine andere Vorgehensweise empfiehlt sich für Marken bei der Verteilung ihrer Werbegelder. Glaubt man einer aktuellen Studie von Kantar dann stehen die Aktivitäten der Marketer sogar im Widerspruch zu Verbraucherpräferenzen.

Die würden Werbung auf Offline-Kanälen als hochwertiger, vertrauenswürdiger, weniger aufdringlich als digitale Kanäle. Interessanter Aspekt: Kinowerbung, Gesponserte Veranstaltungen, Werbung in Zeitschriften sowie die Digitale Außenwerbung sind demnach hoch im Kurs.

Die Stärke des einen hat allerdings auch mit der Schwäche des anderen zu tun. So scheint das Gefühl des übermäßigen Targetings nicht gerade förderlich für die Akzeptanz der digitalen Kanäle. Listen and learn möchte man da in Branche rufen.

Gleichzeitig, zur Einordnung der Studienergebnisse, wachsen die ohnehin großen Digitalplayer immer weiter. Das hat natürlich auch mit Angeboten zu tun, denen die Verbraucher nicht widerstehen können.

Amazon ist darin (und in einigen anderen Dingen) absoluter Großmeister. Wer wissen will, wie so etwas geht, der sollte sich der 13. Oktober merken. Dann ist Prime Day. Ein Spektakel, selbst wenn man nichts kaufen will.

Schönen Abend noch

Holger Schellkopf

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28.09.2020 Vertrauen ist ein wertvolles Gut

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, meint  Vertrauen ist ein wertvolles Gut, vor allem für Marken, nur das geht bei vielen verloren.

Lieber Herr Böhmer,

3,1 Milliarden Euro pro Jahr geben die Deutschen für Produkte aus, die sie nur gekauft haben, weil falsche oder veraltete Informationen im Netz sie dazu verleiteten. Das zeigt eine Studie von Yext.

Nennt man so was nicht auch Betrug? Zumindest erzeugen die Falschinformationen eine ganze Menge unzufriedener Kunden, die vermutlich nicht noch mal kaufen werden.

Während Marken auf der einen Seite über Purpose und Lovebrand-Strategien diskutieren, bescheißen sie (manche) auf der anderen Seite ihre Kunden? Das geht nicht. Vertrauen ist doch die wichtigste Grundlage für die Kundenbeziehung.

Nur weil Ben & Jerry's großes Vertrauen der Kundschaft genießt, sind Kampagnen wie die neueste, "#LeaveNoOneBehind – Moria eiskalt evakuieren", glaubwürdig.

Mit ihr wendet sich der Eishersteller an die Politik und fordert sie auf, die Menschen in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln in Sicherheit zu bringen.

Und sie nimmt sogar die Kunden in die Pflicht: Die sollen über ein Social Action Tool auf der Webseite Nachrichten an die Politiker im Bundestag und in den Länderparlamenten schicken.

Eine mutige Aktion der Marke, die sich seit Jahren für Umweltschutz und soziale Themen einsetzt. So geht Haltung. Wem’s nicht gefällt, der darf gern ein anderes Eis essen.

Verena Gründel

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25.09.2020 DMEXCO ohne Messehalle

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, berichtet über die digitale DMEXCO 2020.

Lieber Herr Böhmer,

es war ein Tag der Premieren: die erste digitale DMEXCO ist ein wichtiges Signal für die Branche, die erste W&V-Masterclass genau dort war für uns durchaus besonders.

Aber zunächst mal zur DMEXCO selbst. Wie ist es eigentlich so, ohne echte Messehalle? Nun, eine Sache haben die DMEXCO-Macher wunderbar ins Digitale übersetzt.

Ich zumindest fühlte mich heute am Morgen genauso lost wie sonst in den Messehallen. Wo war jetzt gleich wieder was? Wer spricht dann in welchem Raum?

Kommt einem alles irgendwie bekannt vor. Positiv dabei: Taschenkontrolle, Einlassgedränge und nicht scanbare Tickets fallen ebenso weg wie die unverschämt überhöhten Zimmerpreise in den Kölner Hotels.

Insgesamt kann man den Machern um Dominik Matyka absolut Respekt zollen. Sie haben eine beeindruckende Aufgabe wirklich gut gemeistert.

Wer den Überblick bei der DMEXCO behalten will, der ist natürlich bei uns gut aufgehoben. Der W&V-Newsblog ist garantiert für Sie da.

Apropos Lob. Darüber haben wir uns heute auch gefreut. Zusammen mit Verena Gründel und Rolf Schröter durfte ich die erste W&V-Masterclass bei der DMEXCO bestreiten.

"PR-Strategien: So schaffen Marken es in die Medien" war unser Thema, natürlich mit besonderem Fokus auf die  W&V-Plattformen. Offen gestanden wussten wir nicht wirklich, ob sich jemand dafür interessiert.

Die Zahl der Teilnehmer*innen, die vielen tollen Fragen und Anregungen im begleitenden Chat haben uns aber gezeigt: So etwas sollten wir bei Gelegenheit wieder machen.

Wer die Session verpasst hat und neugierig geworden ist, findet eine Aufnahme davon auf der DMEXCO-Seite.

Einmal mehr bleibt die Erkenntnis, dass dieses 2020 eben ein spezielles Jahr ist, in dem viele Weichen gestellt werden. Deshalb würden wir es gerne genauer wissen.

W&V startet gemeinsam mit DVJ Insights die erste deutsche Brand Growth Survey. Im Fokus der Befragung stehen Themen wie Marketingstrategie, Positionierung, Markenbildung und Wachstumsstrategien.

Die wichtigsten Ergebnisse werden bei der Munich Marketing Week vorgestellt, die in diesem Jahr vom 03. bis 05. November ebenfalls digital stattfindet.

Unter allen Umfrageteilnehmern verlosen wir zehn Tickets für die Munich Marketing Week. Die Teilnahme lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht. Hier geht es zur Umfrage.

Schönen Abend noch.

Holger Schellkopf

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23.09.2020 Die wütende Botschaft

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, meint Patagonia hätte eine Mission. Das hatte Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, letzte Woche noch eine ganz andere Meinung dazu.

Lieber Herr Böhmer,

es ist die vielleicht kleinste und unauffälligste Werbung überhaupt: "Vote the assholes out" steht in winzigen schnörkellosen Buchstaben auf den Etiketten ausgewählter Kleidungsstücke von Patagonia.

Wer die Botschaft lesen will, muss die Etiketten sogar erst umklappen. Und trotzdem sind sie ein Marketingcoup, eine große Idee.

Denn sie sprechen eine Wahlempfehlung aus, die Patagonias Mission konsequent weiterführt. Der Kunde soll sich am Wahltag für eine bessere, sozialere und nachhaltigere Welt entscheiden. Und gegen Donald Trump.

Einer anderen Marke könnte man Populismus oder Greenwashing vorwerfen. Nicht aber Patagonia. Das Unternehmen engagiert sich seit Jahren für den Klimaschutz, spendet beispielsweise ein Prozent seines Umsatzes an Umweltorganisationen.

Man kauft der Marke die textilgewordene Wut auf Politiker wie Trump ab, findet mein Kollege Maximilian Flaig.

Derselben Meinung ist unsere Gastautorin Katrin Seegers. Ihr zufolge ist Patagonia mit dieser wütenden Botschaft ein Vorbild für agile Markenführung. Denn die darf ruhig mal schockieren.

Wie jede Marke ein bisschen wie das Vorbild Patagonia werden kann, erklärt sie in drei Schritten . Aber Vorsicht, die sind nichts für Unentschlossene. Denn für Haltung braucht es Authentizität und Mut.

Mut beweist auch der Möbelhersteller Hartmann. In der Rolle des David legt er sich mit niemand Geringerem als Goliath Ikea an. Jeder Slogan der neuen Kampagne ist ein Seitenhieb in Richtung Schweden.

Nicht nur die Worte sind clever ausgewählt, auch die Mediakanäle passen perfekt zur Botschaft. Ob Ikea wohl schon an einem lustigen Konter arbeitet? Die Chance können sie sich eigentlich nicht entgehen lassen.

Schönen Abend

Verena Gründel

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22.09.2020 Funktechnik Sidewalk von Amazon

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, erzählt mir wie ich meinen Mops Adele finden kann, wenn er mir entlaufen ist.

Lieber Herr Böhmer,

entlaufene Heimtiere wird es nicht mehr geben, wenn Amazon seine neue Funktechnik „Sidewalk “ flächendeckend ausgerollt hat.

Ein Anwendungsbeispiel: Fifi trägt einen kleinen Plastikdongle am Halsband. Verlässt Fifi seine von Frauchen/Herrchen festgelegte Reichweite, petzt der Dongle. Die virtuelle Hundeleine besteht aus einer permanenten, niedrigen Bluetooth-Frequenz.

Das Hunde-Beispiel stammt von Amazon selbst. Es heißt „Fetch “, was man frei mit „Herpfeifen“ übersetzen könnte. Sidewalk verbindet auch vorhandene Alexa-Körper aka Echo untereinander, und zwar unabhängig vom WLAN.

Damit kann man nicht nur Überwachungskameras effizienter spähen lassen, man kann auch die ganze Nachbarschaft vernetzen wie noch nie.

Schöne neue Welt

Übrigens, wo wir gerade bei Amazon sind: W&V veranstaltet am 5. Oktober ein Seminar zum Thema Amazon Advertising. Relevanter geht nicht.

Schönen Abend

Rolf Schröter

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