Marketing und Werbung - Produkte und Köpfe

08.04.2020 Überleben in der Coronakrise

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, heute mit positiven Nachrichten aus der Marketing-Welt.

Lieber Herr Böhmer,

die Werbung hat von heute auf morgen ihre Gestalt verändert.

Apple produziert Gesichtsschutz für medizinisches Personal, Volkswagen stellt Autos für Gesundheitseinrichtungen zur Verfügung (und startet parallel eine Kampagne, die zu Respekt gegenüber Paketdienstleistern aufruft), Firmen verändern ihre Logos, um zu Social Distancing aufzurufen.

All diese Aktionen sind auch Werbung. Sie bringen Aufmerksamkeit in der öffentlichen Wahrnehmung und gleichzeitig Sympathie.

Wichtig ist, auch in einer Rezessionsphase im Gespräch zu bleiben – also zu agieren, statt nur zu reagieren, wie BWL-Professor Jan Lies sagt. Wer einfach nur nicht wirbt, geht ein großes Risiko ein.

Kunal Gupta, CEO der amerikanischen Branded-Content-Plattform Polar, hat sich vergangene Rezessionsphasen angeschaut und erklärt in einem Beitrag auf Linkedin, welche Auswirkungen Budgetreduktionen auf die Geschäftsentwicklungen von Unternehmen hatten.

Kurz gefasst: Wer jetzt nicht wirbt, schadet seiner Marke langfristig. Nun bietet sich die Gelegenheit für kreative Partnerschaften mit Publishern, meint Gupta.

Natürlich schreibt Gupta auch im eigenen Interesse. Aber es ist logisch: Informationen und Aktionen, die hilfreich sind für Konsumenten, sind momentan die beste Werbung für die Marke.

Viele Menschen sind jetzt in Kurzarbeit. Die IUBH Internationale Hochschule hat für sie ein Angebotspaket geschnürt. Wer in Kurzarbeit ist und einen Arbeitsausfall von 50 Prozent oder mehr hat, kann für bis zu sechs Monate kostenlos im Fernstudium der privaten Hochschule studieren.

Die Krise wird nicht ewig dauern. Wer sich jetzt hilfsbereit gezeigt hat, wird davon langfristig profitieren.

Einen schönen Abend noch

Rolf Schröter

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08.04.2020 Coronakrise: Wer jetzt wirbt

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, erzählt mir welche Marken in der Coronakrise noch Werben.

Lieber Herr Böhmer,

Ostern steht vor der Tür - und es wird eine andere Art von Ostern sein in diesem Jahr. Urlaubsreisen sind längst gecancelt und auch mit dem Familienbesuch sieht es nicht gut aus.

"Ostern wird anders als sonst" stellt auch Edeka in einem aktuellen Spot fest und rät in einem Werbespot den Kunden, das Osterfeuer an den eigenen Herd zu verlegen. Die Marke gibt außerdem gemeinsam mit Influencern Koch-Nachhilfe.

Edeka gehört also zu denen, die auch in dieser Zeit weiter werben. Zahlreiche Unternehmen fahren zwar gerade ihre Etats zurück. Aber es gibt auch viele Marken, die kreativ dagegenhalten und die Coronakrise thematisieren. Wir zeigen hierzu die werbestärksten Top 30-Motive.

Vorsicht ist allerdings für Werbungtreibende geboten, sie sollten das Thema Virus nicht überstrapazieren. Die Akzeptanz dafür sinkt, sagt zumindest die Neuauflage der Appinio-Studie zum Thema.

Ganz sicher nicht schaden kann aber, öfter mal Danke zu sagen. Gerade an die, deren Arbeit aktuell noch etwas härter ist als ohnehin schon. Volkswagen tut dies auf Initiative von Chief Marketing Officer Jochen Sengpiehl und sagt mit einem Spot Danke an Pflegepersonal und Ärzte.

Dem kann man sich nur anschließen. Bleiben Sie gesund.

Viele Grüße

Holger Schellkopf

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07.04.2020 Ein Dankeschön an alle

GFDK - Marketing News

Seit Unternehmensgründung ist Verantwortung einer der wichtigsten Markenwerte von fritz-kola. Diesem Wertegrundsatz bleibt der Hamburger Getränkehersteller gerade in Zeiten von Corona treu und unterstützt gezielt Kulturschaffende sowie medizinisches Personal.

Ein Dankeschön an alle, die überragende Arbeit leisten

Unermüdlich sind Krankenpfleger*Innen sowie Ärzt*Innen für diejenigen im Einsatz, die besonders stark vom Coronavirus betroffen sind und medizinische Hilfe benötigen.

Um ihnen ein kleines Dankeschön zukommen zu lassen, hat fritz-kulturgüter bisher insgesamt 20 Paletten fritz-kola und fritz-kola ohne Zucker an knapp 15 Kliniken in Deutschland geliefert.

Darunter waren unter anderem das UKE Hamburg, die Charité Berlin, die Unikliniken in Erlangen, Düsseldorf, Mainz, Freiburg und Ulm.

Die Getränkeübergabe an das UKE in Hamburg erfolgte persönlich durch fritz-kola Geschäftsführer Mirco Wolf Wiegert an Oliver Bahls (Leiter Health Kitchen, UKE). Im Universitätsklinikum Eppendorf werden die Getränke auf ca. 100 Abteilungen verteilt.

Anstoßen, virtuell vor dem Rechner

Bleiben Tanzflächen und Sitzplätze leer, stellt das Betreiber von Kultureinrichtungen vor riesige Probleme – denn ihre Fixkosten pausieren nicht. Damit nach der Krise niemand vor geschlossenen Clubtüren steht, leistet fritz-kola einen Beitrag zum Erhalt der kulturellen Vielfalt.

Unter dem Motto „couch-kulturrettung“ hat der Hamburger Getränkehersteller auf der eigenen Website eine Übersicht von verschiedenste (Spenden-)Streams geschaffen. Wer möchte kann sich hier ein Stückchen Club-Atmosphäre auf der eigenen Couch zaubern.

Durch den Kauf von virtuellen Tickets oder Merchandise wird der Club finanziell unterstützt und die Belastung der Corona-Krise etwas gemindert.

Bereits auf der fritz-kola-Website zu finden sind: „united we stream“ von der Berliner Clubszene, der TV noir Wohnzimmerstream“, „dringeblieben“ der Solidaritätspakt zum Erhalt der Kölner Kulturlandschaft“, „#kulturretter“ und „holzmarkt“.

Zusätzlich stellt fritz-kola Kulturschaffenden seine Reichweite zur Verfügung, indem der Getränkehersteller über die eigenen Social Media Kanäle auf Aktionen und Streams aufmerksam macht.

Wer selbst eine kulturrettende Maßnahme oder eine tolle Initiative gesehen hat, kann außerdem eine Nachricht mit dem Betreff „couchkultur“ an info@fritz-kola.com senden. fritz-kola prüft dann, ob und wie die Initiative unterstützt werden kann.

Unterstützung für Hamburger Nicht-Festival und „kochen für Helden“

In seiner Heimatstadt unterstützt fritz-kola weitere Initiativen: Zu Gunsten der privaten Hamburger Theater- und Musikbühnen, der Hamburger Filmwirtschaft und der Hamburger Clubkultur, veranstaltet der MenscHHamburg e.V. ein Solidaritäts-Nicht-Festival unter dem Namen „Keiner Kommt (alle machen mit)“.

Zur Unterstützung verlost fritz-kola diverse VIP Tickets und stellt fritz-kola und fritz-limo zur Verfügung. Zusätzlich stellt der Getränkehersteller bei der Aktion „Kochen für Helden“, bei der Gastronomen unter anderem für Pfleger*Innen, Ärzt*Innen und Kassierer*Innen kochen, zu jedem Gericht ein Getränk.

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05.04.2020 für die Zeit nach der Coronakrise

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat heute nicht nur schlechte Nachrichten aus der Werbewelt.

Lieber Herr Böhmer,

es fühlt sich an wie Krieg. Sir Martin Sorrell findet deutliche Worte für die Coronakrise. Es sei mit nichts Dagewesenem zu vergleichen, sagt der Mann, der immerhin schon 75 Jahre auf dem Buckel hat. Das zweite Quartal schreibt er für die Werbebranche komplett ab, bergauf gehe es erst im vierten Viertel.

Er persönlich ist – wie nicht anders zu erwarten – gut aufgestellt. Seine Firma S4 hat genügend zu tun und im Homeoffice sei er ohnehin produktiver. Die Rezession mit durchlaufenden Werbekampagnen zu überbrücken, hält er übrigens für Quatsch.

Das sieht Vaude offenbar anders. Die Outdoormarke startet im April eine europaweite Kampagne, die bis in den Dezember laufen soll. Es geht um Branding und Abverkauf – und darum, für die Zeit nach der Coronakrise vorzusorgen.

Deshalb hat Vaude neben Marke und Produkten auch die Händler vor Ort in die Kreationen integriert. Mutig mutig, könnte man meinen. Optimistisch und solidarisch trifft es aber eher.

Laut einer aktuellen Studie macht Vaude sogar alles richtig. Die besagt nämlich, dass die TKP-Preise gerade in den Keller fallen. Die perfekte Zeit für Branding ist also genau jetzt.

Effizienter kann man kaum werben. Wer dagegen bis nach der Krise wartet, muss sich auf stark steigende Preise einstellen.

Die Studie besagt übrigens noch eines: Jeder zweite will nach dem Shutdown den eigenen Lebensstil umstellen und achtsamer leben als zuvor. Schöner Vorsatz! Aber Sie und ich wissen, wie das mit Vorsätzen so ist.

Also nutzen Sie lieber jetzt das sonnige Wochenende mit der Familie im Garten oder bei einem Spaziergang. Genießen Sie die Ruhe, so lang sie anhält. Sehen Sie das Positive. Von Event zu Event hetzen, werden Sie wieder früh genug.

Ein schönes und gesundes Wochenende wünscht

Verena Gründel

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03.04.2020 Das Geschäft bricht ein

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, hat heute weniger gute Nachrichten. Zu den Branchen, die besonders hart von der Coronakrise getroffen werden, gehören auch Medienunternehmen. Vor allem der Werbemarkt ist regelrecht eingebrochen. Nun wird gespart, Kurzarbeit und Entlassungen stehen an.

Auch die Funke Mediengruppe (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) und die Südwestdeutsche Medienholding SWMH (Süddeutsche Zeitung, Stuttgarter Zeitung) haben bereits Kurzarbeit angemeldet, und weitere werden Folgen.

Lieber Herr Böhmer,

plötzlich ist alles ganz anders. Die Coronavirus-Krise hat unser aller Leben mächtig durcheinandergeworfen. Eigentlich hätten unsere Abonnenten in diesen Tagen ihre nagelneue gedruckte W&V erhalten - zumeist direkt an ihren Arbeitsplatz.

Es dürfte die erste gedruckte W&V sein, die quasi komplett im Homeoffice gemacht wurde. Ich finde, es ist eine sehr gute W&V geworden.

Wenn wir gerade alle im Home Office sitzen, das Heft aber im Büro landet, wie soll es denn dann gelesen werden? Auch dafür gibt es eine, genau genommen sogar zwei Lösungen.

Allen Abonnenten der Print-Ausgabe stehen nach Registrierung auch das E-Paper und unser digitales Abo-Angebot W&V+ (hier gibt es die Geschichten aus dem Heft als aufbereitete Einzelartikel) kostenfrei zur Verfügung.

Fragen dazu gern jederzeit an support@wuv.de  - natürlich gibt es auch für Nicht-Abonnenten die aktuelle Ausgabe (wie jedes andere Einzelheft) in digitaler Variante, aus gegebenem Anlass mit einem besonderen Angebot.

Überhaupt: In den vergangenen Wochen hat sich gezeigt, welche Kraft, welche Ideen eine solche Krise auslösen kann, wenn man es denn wirklich will. 

Wir haben in kürzester Zeit eine virtuelle Konferenz entwickelt, bei der alle wichtigen Fragen zu Covid-19 und den Folgen für Marken und Marketing beantwortet werden.

Am 6. April wird es bereits die zweite Ausgabe dieser Konferenz geben. Der Termin für Volume 3 steht übrigens mit dem 20. April auch schon fest.

An anderer Stelle hinterlässt die Coronavirus-Krise noch deutlichere Spuren. Die deutsche Agenturen beenden frühzeitig die Award-Saison.

Einer Initiative aus Hamburg folgend reichen dieses Jahr viele Agenturen nicht mehr bei Kreativfestivals ein. Das Virus gebe keinen Anlass zum Feiern. Und die Betroffenen wollen erstmal Jobs und Geschäft sichern.

Das klingt nachvollziehbar.

Bleiben Sie gesund

Holger Schellkopf

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02.04.2020 wer macht das beste in der krise

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet über mutige und zaudernde Unternehmen.

Lieber Herr Böhmer,

die Marketingwelt spaltet sich in drei Lager:

Die einen verfallen in Schockstarre und frieren alle Aktivitäten ein. Dazu gehört die Mietwohnungsplattform Airbnb. Sie ist nach Coca-Cola der nächste Konzern, der seine Werbung komplett aussetzt.

Auf Werberseite gehört auch WPP dazu. Die Agenturgruppe kündigt einen knallharten Sparkurs an, der alle Töchter betrifft. Irgendwie kann man auch Adidas dazuzählen.

Die Herzogenauracher setzen zwar nicht das Marketing aus. Sie stoppen die Zahlungen an Vermieter und Dienstleister – was auch im weitesten Sinne wie Marketing wirkt, nur wie wahnsinnig schlechtes.

Die zweite Gruppe ist die der Helfenden. Bestes Beispiel: Burger King. Der Fastfood-Riese hilft nicht nur Aldi, indem er seine Burgerbrater Regale einräumen lässt.

Er verschenkt jetzt auch Menüs an alle, die an der Coronafront für Deutschland kämpfen, an Krankenpflegende, Sanitäter und Ärzte.

Der GWA unterstützt nun auch Nicht-Mitglieder mit Rechtsberatung und Hilfspaketen. Und Brooks bietet allen Stationärhändlern kostenloses Dropshipping an.

Gruppe drei sind die, die das Beste draus machen und in die Marketing-Offensive gehen: Die Reiseplattform Skyscanner platziert in einem rührenden Clip den Hashtag #WeWill und meint damit:

Wir werden wieder reisen, die Welt sehen, es überstehen. Penny bedankt sich fest ebenso emotional bei allen Eltern, die zu Hause die Stellung halten.

Hashtag #erstmalzuhause. #Togetherathome heißt es in der Ikea-Kampagne – dort ist Spaß angesagt. Bei Gaffel und Jack Daniel‘s trinkt man mit Abstand (das beste Bier – und vermutlich auch den besten Whiskey), allerdings ohne Hashtag.

Apropos Hashtag: News gibt es auch von #MachenWirDasBesteDraus. Am kommenden Montag startet unsere zweite virtuelle Konferenz: Das Coronavirus und den Folgen statt – was man jetzt wissen muss. Die Teilnahme ist wie gehabt kostenlos. Wir freuen uns auf Sie.

Einen schönen Abend

Verena Gründel

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02.04.2020 #WirBleibenZuhause

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet über eine Hilfe für Jens Spahn, von ungewohnter Seite. Auf herrlich knarzigem Deutsch sagt Rock-Legende Alice Cooper: "Ich bleib zuhause"

Lieber Herr Böhmer,

kein Aprilscherz: Alice Cooper unterstützt das Bundesgesundheitsministerium. Genauer gesagt: die Kampagne #WirBleibenZuhause.

Dass selbst internationale Künstler wie der US-Amerikaner Alice Cooper und die Britin Bonnie Tyler honorarfrei bei einer Aktion einer langweiligen deutschen Behörde mitmachen, zeigt:

Grenzen sind jetzt nicht wichtig. Wichtig sind Kooperationen, die einem gemeinsamen Ziel gelten: Gesundheit möglichst umfassend zu sichern und Freiheit möglichst bald wiederzuerlangen.

Dass Adidas sich nun für sein Verhalten entschuldigt, war alternativlos. Erstaunlich, dass dieses Debakel für die Marke einem Weltkonzern überhaupt passieren konnte.

Nicht nur Adidas, sondern fast alle Unternehmen haben durch die Pandemie gravierende Umsatzausfälle und damit das große Problem mangelnder Liquidität. Egoismus hilft nicht weiter. Aber gleichzeitig besteht jetzt die Chance mit hilfreichen und sinnvollen Maßnahmen auf sich aufmerksam zu machen und als Marke zu punkten.

Die Menschen sind zwar zurzeit in sehr eingeschränkter Form Konsument*innen. Aber sie registrieren sehr wohl, wer sich wie verhält. Die Märkte werden sich verändern und auch die Marktanteile. Jetzt ist die Zeit, zu handeln.

Einen schönen Abend noch.

Rolf Schröter

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31.03.2020 Einstellung der Mietzahlungen

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Marken wie Adidas, Deichmann, H&M oder Media Markt/Saturn haben ihre Mietzahlungen aussetzen, aber das ist nur die Spitze eines Eisberges. Sehr viele Unternemen werden in Zahlungsschwierigkeiten kommen.

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, hat einen anderen Blick auf die Situation als ich.

Lieber Herr Böhmer,

in Zeiten wie diesen kann man sich als Marke hervortun - besonders positiv oder eben auch besonders negativ. Für letztere Variante hat sich zum aktuellen Stand das Spitzenmanagement des Sportartikel-Giganten Adidas entschieden.

Die Einstellung der Mietzahlungen und vielleicht sogar noch mehr die Tatsache, dass offenbar auch Dienstleister - gerade aus dem Agenturbereich - nicht mehr bezahlt werden, all das wird Adidas am Ende mehr kosten, als man mit solchen Maßnahmen sparen kann.

Hinzu kommt, dass auch schon erste Anteilseigner gegen diesen Weg protestieren. Hauptkonkurrent Nike agiert da deutlich geschickter.

Siemens will sich jedenfalls nicht in die Riege der legalisierten Mietnomaden - zu denen ja auch H&M und Deichmann gehören - einreihen. Siemens-Chef Joe Kaeser machte klar:  "Wir werden unsere Lieferanten bezahlen und erwarten von unseren Kunden auch, dass sie uns bezahlen".

Für Aufsehen sorgt auch Coca-Cola Deutschland. Die Brausebrauer kündigten an, aufgrund der Corona-Krise keine Werbung mehr schalten zu wollen. Begründung:

"Es gibt eine Zeit, in der etwas anderes wichtiger ist". Klingt gut, allerdings könnten wahrscheinlich gerade von der Krise heftig gebeutelte Branchen wie Agenturen oder Medien gerade jetzt Unterstützung brauchen.

Interessanterweise würde sich laut aktueller Umfrage gerade jetzt Werbung auch lohnen. Die Ad Alliance hat das Medien-, Einkaufs- und Freizeitverhalten der Deutschen seit Mitte März abgefragt. Resultat:

Es wird mehr gelesen und Bewegtbild genutzt - und Werbung wahrgenommen.

Bleiben Sie gesund

Ihr Holger Schellkopf

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29.03.2020 es gilt das Verursacherprinzip

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Zuerst kommen wir einmal zu einem Aufreger: H&M, Adidas und Deichmann und viele andere Firmen zahlen für ihre wegen der Coronakrise geschlossenen Shops von April an keine Miete mehr. Und schon melden sich die Maulhelden in Politik und Medien zu Wort. Michael Fabricius, Leitender Redakteur Immobilien bei der "WELT" schrieb "Die Mietaussetzungen von Adidas sind schamlos". Warum??

Und die Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat sich empört über den Stopp von Mietzahlungen für Ladengeschäfte großer Firmen geäußert. „Wenn jetzt finanzstarke Unternehmen einfach ihre Mieten nicht mehr zahlen, ist dies unanständig und nicht akzeptabel“.

Die Kritker haben nur folgendes vergessen, es gilt das Verursacherprinzip. Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten haben den Unternehmen die Läden geschlossen, also haftet der Staat für die Mieten und hat diese zu zahlen, und zwar nicht in Form eines Kredites, den die Unternehmen zurüchzahlen müssten.

Aber es geht ja noch weiter: Die gesamten Frühjahrskollektionen die im März und April verkauft werden, sind für die Unternehmen kaum noch etwas Wert, da im Mai schon die Sommerkollektionen angeliefert und in den Schaufenstern hängen.

Über diesen Schaden haben die Unternehmen noch nicht gesprochen. Im übrigen gilt das Verursacherprinzip auch für Bars, Restaurants, und jeden kleinen Laden der von Staatswesen geschlossen wurden. Auch hier haftet der Staat für die Miete. PS: Man hätte es auch anders machen können, wie ein Blick nach Schweden zeigt.

Und noch etwas: Verfassungsrechtler sehen den demokratischen Rechtsstaat in Gefahr. Sie sorgen sich auch über Maßnahmen, die bisher nur theoretisch geplant waren. Ob eine komplette Stilllegung des wirtschaftlichen Lebens, eine angemessene Maßnahme, seitens der Bundesregierung war, wird von nicht wenigen Staatsrechtlern stark bezweifelt.

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat aber auch gute Nachrichten.

Lieber Herr Böhmer,

Bosch hat einen Covid-19-Schnelltest entwickelt. In weniger als zweieinhalb Stunden weiß man Bescheid, ob man das Virus in sich trägt oder nicht.

BMW startet eine Doku-Kurzfilmreihe und kooperiert dafür mit CNN.

Beide Meldungen, Bosch und BMW, stoßen heute auf großes Interesse. Im Fall von Bosch geht es um eine Information darüber, wie wir gemeinsam leben können. Im Fall von BMW geht es um Unterhaltung und darüber, wie wir künftig gemeinsam leben wollen. Wir jonglieren zwischen Existenzangst und Lebenslust.

Der Tod ist uns in den vergangenen Tagen nähergekommen. Das hat uns ein großes Stück Freiheit genommen. Wir kämpfen täglich darum, nicht auch die Freude am Leben zu verlieren.

Aber lassen wir mal die Angst vorm Tod beiseite. "Freude" ist der Markenkern von BMW. Dass die Münchner jetzt eine Doku-Filmserie über außergewöhnliche Persönlichkeiten und deren besondere Lebenswerke bringen, passt in die Zeit. Der Screen ist schließlich für uns alle zurzeit die Tür zum Leben.

Bloß: Wie stößt man überhaupt auf dieses neue Format, diese Mischform aus Markenbotschaft und seriöser Unterhaltung? Natürlich auf der Markenwebsite von BMW. Aber das reicht nicht.

BMW braucht für die Verteilung des Contents darüber hinaus ein Wirtstier. Das ist CNN International. Die Nachrichtenmarke teilt das Material auf ihren TV-, digitalen und sozialen Plattformen sowie über Great Big Story.

Great Big Story ist eine Tochter von CNN. Das viereinhalb Jahre junge Unternehmen produziert und vertreibt Mikrodokumentationen und Kurzfilme.

Vom Prinzip her funktioniert das ähnlich wie die Arbeit der  Looping Group für Mercedes: In diesen Contentboutiquen entsteht eine Mischform aus Brand Content und klassischem Journalismus.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Einen schönen Abend noch!

Rolf Schröter

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28.03.2020 Home United und Unicorns of Love

GFDK - Marketing News

Top-Zugang für die Task-Force des #loggedinfestival. Medienmanager Zeljko Karajica schließt sich der digitalen Bewegung an und steht den Initiatoren von Home United und Unicorns of Love mit sofortiger Wirkung als Berater zur Seite.

Karajica, langjähriges Mitglied der Geschäftsführung bei ProSiebenSat1, hatte im Februar seinen Posten auf eigenen Wunsch verlassen.

„Als mir die Idee vorgestellt wurde, hat es mich direkt gepackt. Mir gefällt, mit welcher Begeisterung und welchem Engagement die Initiatoren losgelegt haben. Sie glauben an ihre Vision – und das völlig zurecht“, sagt Karajica.

„Was in einer Woche bereits auf die Beine gestellt wurde, ist beeindruckend. Die ersten Formate sind entwickelt, wurden über die Kanäle ausgespielt und haben das Potenzial, die Menschen international zu unterhalten.“

Sebastian Lampe, Head of Esport bei Home United, freut sich über den prominenten Mitstreiter: „Zeljko Karajica gehört zu den erfolgreichsten Medienmanagern des Landes.

Dass er sich unserer Bewegung zu diesem frühen Zeitpunkt anschließt, sein Knowhow und sein Netzwerk einbringt, ist nicht nur ein Riesengewinn für unser kleines Team, sondern auch ein wichtiges Signal, dass wir dem richtigen Impuls gefolgt sind.“

Doch was steckt eigentlich hinter dem #loggedinfestival? „Wir bieten eine Plattform, auf der sich die Menschen in der Corona-Krise trotz sozialer Distanzierung treffen, miteinander spielen und Spaß haben können.

Auf unseren Kanälen werden wir in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten verschiedene Formate entwickeln, um in dieser für uns alle herausfordernden Zeit mit Esport und Gaming für Unterhaltung und ein Gemeinschaftsgefühl zu sorgen.

Dabei werden uns auch viele Prominente aus verschiedenen Bereichen unterstützen“, sagt Matthias Linnenbrügger, Head of Communications von Mit-Initiator Home United.

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