Marketing und Werbung - Produkte und Köpfe

26.10.2018 Kein Schwein feiert gern allein

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V steht genau wie wir auf geile Partys, aber nur wenn die Gästeliste stimmt. Die Telekom rüstet auf und verspricht eine Mega-Party für die Massen. Die Massen erreicht auch schon lange Ikea, wie uns die Erfolgsgeschichte zeigt. Ikea wächst mit E-Commerce, ohne die klassischen Kanäle zu vernachlässigen.

Lieber Herr Böhmer,

wann ist eine Party eine geile Party? Eine Party ist dann eine geile Party, wenn man auf die Party MUSS, weil nicht nur die Kumpels, sondern auch VIPs auf der Party sind. Beim Blick auf die brechend volle Tanzfläche der Party würden Kartellrechts-Nerds von „Netzwerkeffekten“ sprechen.

Die Party der Telekom hieß bisher „Entertain TV“ und dümpelte so vor sich hin. Jetzt soll es eine geile Party werden. Telekom goes streaming. Wie?

ARD und ZDF liefern Stoff ohne Sperrstunde

Erstens: Die Location wird aufgepeppt. Auf dem Klingelschild steht jetzt nicht mehr „Entertain TV“, sondern „Magenta TV“. Klingt schon mal hotter. Und die Benutzeroberfläche wird geschmeidiger.

Zweitens: Der Türsteher verschwindet. Aus dem gemütlichen Kundenclub für Telekom-Klienten soll eine Mega-Party für die Massen entstehen. Denn: Kein Schwein feiert gern allein.

Drittens: Die VIPs tanzen vor Ort. ARD und ZDF liefern Stoff, inklusiv „Tatorte“ – und zwar ohne Sperrstunde. Heißt: Anders als in deren eigenen Mediatheken ohne zeitliche Begrenzung. Auch NBC Universal wird sich übrigens auf der Telekom-Partyplattform tummeln.

Viertens: Der Gastgeber gibt selbst den großen Gatsby. Die Telekom schickt Eigenproduktionen und Prominente wie Christoph Maria Herbst ins Geschehen.

Fünftens: Wenn man von Typen wie Christian Ulmen und Fahri Yardim auf die Party geladen wird – kann man da Nein sagen? 15 Spots mit den beiden Tatort-Kommissaren bitten zum Tanz.

Die deutsche Plattform-Masche als Antidot gegen Amazon, Netflix & Co. – das ist das große Thema auf den Medientagen, die gerade in München stattfinden.

Auf Netzwerkeffekte durch eine Plattform-Strategie hofft übrigens auch Verimi. Damit möglichst viele Menschen ihre Daten nicht in die USA verschenken, sondern von einem deutschen Login-Parkplatz aus das Internet erkunden, hat die Identitätsplattform eine Kampagne von Serviceplan Corporate Reputation gestartet.

Wär doch blöd, wenn wir die Amerikaner allein feiern ließen.

Einen schönen Abend wünscht

Ihr Rolf Schröter

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25.10.2018 Ikeas Erfolgsgeschichte

GFDk - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, hat eine Erfolgsgeschichte zu vermelden. Gestern hatte Frank Zimmer noch schlecht Nachrichten, zumindest für die Medien-Brance. Die Print-Partys sind lange vorbei, und die Auflagen sinken weiter, hieß es.

Lieber Herr Böhmer,

man soll nie "nie" sagen, schon gar nicht, wenn es um Digitalisierung geht. Aber bisher ist der Möbelbranche erspart geblieben, was anderswo Buchhändler, Warenhäuser und Modegeschäfte unter die Räder bringt: Der neue große Online-Player, der sich im Markt breitmacht und den Wettbewerb dominiert.

Sicher, es gibt Home24 und Westwing. Aber noch nichts vom Amazon- oder Zalando-Kaliber.


Ein Grund dafür ist Ikea, in den 70er und 80er Jahren selbst ein Veränderer und Zerstörer in der Welt der Schrankwände und Auslegeware. Wir haben neulich schon darüber berichtet, wie gut der Konzern Customer Centriciy kann. Ikea machte  erstmals mehr als fünf Milliarden Euro Umsatz in Deutschland.

Dass es funktioniert, zeigen die heute veröffentlichten Geschäftszahlen. Ikea wächst mit E-Commerce, ohne die klassischen Kanäle zu vernachlässigen. 100 Millionen Menschen besuchen in Europa jährlich die Möbelhäuser. Wenn das keine Abstimmung mit den Füßen ist.

Erzeugnisse der hauseigenen Großküchen sind auch ein Ikea Erfolg

„Wir sehen sehr deutlich, dass sich die Erwartungen und das Einkaufsverhalten der Kunden verändert haben und sich weiter ändern werden“, sagte Ikeas Deutschland-Chef Dennis Balslev. Dabei spiele Service wie Küchenmontage eine wichtige Rolle, aber die Erreichbarkeit der Geschäfte bleibe auch in Zeiten der Digitalisierung ebenfalls entscheidend.

Das hat Frank Zimmer auch noch zu berichten: kennen Sie Merkle? Was wie ein mittelständischer Maschinenbauer aus Reutlingen klingt, ist einer der interessantesten Agenturen Amerikas. Merkle gehört zum Dentsu-Aegis-Network, beschäftigt weltweit rund 5500 Mitarbeiter und ist eine Macht im CRM-Markt.

Ab sofort gehört auch die Schweizer Digitalagentur Namics dazu , und damit hat Merkle auch im deutschen Markt mehr als nur den Fuß in der Tür.

Merkle ist nicht halb so sexy wie Jung von Matt, picht aber um die größeren Etats. Den schwäbischen Namen werden wir uns merken müssen.

Herzliche Grüße aus München,

Frank Zimmer

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23.10.2018 Eine Analyse von IVW

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V schreibt mir, das es mit Print weiter bergab geht. Das ist aber nicht weiter schlimm, da die Leute heute lieber Online Lesen. Schimmer fanden wir, das man mit primitiv gestalteten Erklärfilmchen Erfolg im Internet haben kann.

Lieber Herr Böhmer, Liebe Leserin, lieber Leser,

noch vor 20 Jahren war die vierteljährliche Print-IVW ein bundesweiter Feiertag der Medienbranche. Jeder Verlag überbot sich mit Rekordmeldungen, faxte Jubel-Mitteilungen und feierte immer höhere Auflagen- und Abo-Zahlen.

Das ist vorbei. Heute sind viele Medienhäuser auffällig still, wenn ihre Daten veröffentlicht werden. Nach der langen Print-Party gilt schon Stagnation als Erfolg.

Trotzdem lohnt es sich auch heute noch, die IVW zu analysieren. Vielleicht sogar noch mehr als früher.

Es gibt kaum eine bessere Methode, um Trends zu erkennen, Stimmungen im Lesermarkt zu spüren und aus Gewinn und Verlust zu lernen. Meine Kollegin Petra Schwegler hat sich für Sie in die aktuellen Zahlen vertieft und 4 Thesen formuliert .

Nur soviel: Die Auflagen der deutschen Printtitel sinken weiter. Egal, ob Tageszeitungen oder Zeitschriften – die IVW setzt vor vielen Titeln ein Minus, die Gattungen verlieren.

Das ist nach Meinung der GFDK Redaktion aber kein Beinbruch. Während die Printtitel von 42 Millionen Menschen, also knapp 60 Prozent, gelesen werden, nutzen 47,2 Millionen (67,1 Prozent) die mehr als mehr als 600 journalistischen Digitalangebote der Zeitungsverlage.

Herzliche Grüße aus München,

Frank Zimmer

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20.10.2018 die neue TV Welt

GFDK - Marketing News - Jochen Kalka

Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V, schreibt mir heute, wie man mit Streamingangeboten Erfolg hat, auch wenn sie Primitiv gestaltetet sind. Das ist wohl die neue TV-Welt.

Lieber Herr Böhmer,

natürlich schauen sie noch fern, junge Menschen. Allerdings stürzen sich ihre Augen immer mehr auf Streamingangebote, auf Netflix und YouTube. Wie stark Streaming-Anbieter ihre Position in Deutschland gestärkt haben, zeigt eine Studie des britischen Marktforschungsinstituts Ampere Analysis, wie W&V-Kollegin Katrin Otto zusammengefasst hat.

Und W&V-Kollegin Ulrike App hat recherchiert: Inzwischen sind es zwei YouTube-Kanäle aus Deutschland, die mehr als sieben Millionen Abonnenten zählen: Der Kanal „Kurzgesagt – in a Nutshell“ und „Freekickerz“.

Das Konzept von „Kurzgesagt – in a Nutshell“ ist beeindruckend. Welcher Senderchef einer TV-Anstalt hätte gedacht, dass es funktionieren könnte, wenn man relativ primitiv gestaltete Erklärfilmchen produziert.

Echt jetzt? Ein Wissenskanal mit Themen aus der Physik, Biologie, Philosophie und Technik, bis hin zur Weltraumforschung? Ja, How-to funktioniert momentan. Highlight mit 17 Millionen Abrufen ist ausgerechnet „Sucht“, das uns die Unabhängigkeit von Drogen erklärt.

Und W&V erklärt am Montag in der gedruckten Ausgabe, wie sich das TV-Verhalten der jungen Menschen wirklich entwickelt. Mit guten und mit schlechten Zeiten.

Schönes Wochenende.

Jochen Kalka

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18.10.2018 tote Leben länger

GFDK - Marketing News -W&V Jochen Kalka

Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V glaubt, dass es um die Zukunft von CSU-Parteichef Horst Seehofer düster aussieht, und es für ihn bergab geht. Darauf kann ich nur sagen, Tote leben länger.

Das die Vorstände von Mediamarkt - Saturn ihren Hut nehmen müssen, lag am Umsatz der Unternehmen, und der ging tatsächlich bergab. Die mauen Begründungsversuche des Vorstandes konnten wohl nicht überzeugen.

Lieber Herr Böhmer,

wenn aus der gefühlten Wahrheit Realität wird: Mediamarkt hat das Print-Budget dramatisch gekürzt: In den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 32 auf 25 Millionen Euro, Saturn von 27 Millionen auf 13 Millionen mehr als halbiert. Peng, gedisst.

Insgesamt aber bewegen sich die Werbeetats in etwa auf Vorjahresniveau, Saturn hat ihn sogar etwas erhöht. Das bestätigt uns Ebiquity in einer Auswertung, die das Institut exklusiv für W&V gemacht hat. Jedenfalls geht es mit den beiden Ceconomy-Marken momentan bergab.

So wie es auch für Horst Seehofer bergab geht. Augenzwinkernd beweist Autovermieter Sixt einmal mehr, wie Werbung schnell und aktuell reagieren kann: Mit Seehofer geht es demnach bergab. „Mit günstigen SUVs von Sixt bergauf“. Großartige Aktion.

Jochen Kalka

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17.10.2018 Die Köpfe rollen

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, schreibt mir, dass die mauen Begründungsversuche für die schlechten Umsätze, die von den Media-Markt-Saturn-Oberen via Deutschlandfunk kommuniziert wurden, ihre Köpfe nicht retten werden. Die gesamte Führung muß ihren Hut nehmen.

Der heiße Sommer soll Schuld gewesen sein

Lieber Herr Böhmer,

beliebig, kein Gespür für die Kundschaft und ohne Orientierung: Was die früheren Volks-Elektronikmärkte Media-Markt und Saturn zuletzt abgeliefert haben, erinnert ein bisschen an die alten Volksparteien in Bayern und dem Rest der Republik.

W&V-Chefredakteur Jochen Kalka erklärt, was in der Holding Ceconomy schief gelaufen ist und warum dort die Führung ausgetauscht wurde.

Ganz schlimm ist es, wenn es die Entlassung des Chefs auch nicht mehr weiterhilft. Man kennt das vom Hamburger Sportverein und von der SPD. Hoffen wir, dass alle drei wieder in die Spur kommen.

Herzliche Grüße aus München,

Frank Zimmer

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16.10.2018 Social-Media-Größen

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V schreibt mir wie man vom Influencer zum Unternehmer wird.

Lieber Herr Böhmer,

was die Bloggerin Farina Opoku meiner Kollegin Manuela Pauker im Interview gesagt hat, ist eigentliche eine Binse: "Instagram ist irgendwann nicht mehr Zeitgeist." Man kann es aber nicht oft genug wiederholen. Wer sich allein auf Social-Media-Plattformen verlässt, ist irgendwann verlassen.

Der gerne verteufelte Algorithmus ist dabei noch das geringste Problem. Er arbeitet wie der Opportunist im analogen Leben - immer an der Seite der Gewinner.

Die eigentliche Gefahr liegt nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche der großen Socials. Niemand weiß, wie lange welche Plattformen noch für welche Zielgruppe relevant ist.

Farina Opoku: "Das Ding ist, dass das Internet eine sehr surreale Blase ist".

Genickbruch im Digital-Universum

Einem Konzern wie Facebook kann das relativ egal sein, so lange er mehrere Netzwerke betreibt und Milliarden von Nutzern nur von einem Facebook-Angebot zum nächsten ziehen. Aber einem Publisher, der sich auf bestimmte Socials fixiert, können größere Verschiebungen im Digital-Universum das Genick brechen.

Farina Opoku hat den clevereren Weg gewählt. Sie nutzt ihre Fanbase im Social Web, um eigene Produkte zu vermarkten und sich unabhänger von Instagram zu machen.

Ich bin sicher, dass wir noch viele Social-Media-Größen sehen werden, die als Influencer anfangen und als Unternehmer aufhören.

Frank Zimmer

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13.10.2018 Ein Auto für Deppen?

GFDK - Marketing News- W&V Frank Zimmer

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, schreibt mir über ein Auto, das für unsere Städte nicht gemacht ist. Ein Luxusvehikel, das mehr als zwei Parkplätze braucht, und das nur die Muttis in Düsseldorf-Oberkassel benötigen, um ihren Nachwuchs in die Schule zu bringen.

Lieber Herr Böhmer,

der delikateste Kommentar zum Weltklimabericht kommt diese Woche von Mercedes. Während Politik und Öffentlichkeit über Erderwärmung und Kohlendioxid diskutieren, feiert Daimler den Zweieinhalb-Tonner "Mercedes G" mit einer Storytelling-Orgie in der finnischen Taiga.

Ein Tierfotograf und ein Filmemacher vermitteln dabei das Gefühl, dass dieses Auto tatsächlich jemand brauchen könnte und dass der Kraftstoffverbrauch von 11,8 Litern Super auf 100 Kilometern ("kombiniert") einem guten Zweck dient.

Die wunderbare Illusion ist das Privileg der Werbung. Damit zu arbeiten ist legitim. Aber es macht in der Praxis fast unmöglich, was in der Theorie so gerne von Marken gefordert wird: "Haltung zu zeigen".

Jetzt bin ich gespannt, wann ich die erste neue G-Klasse in der Münchner Maxvorstadt vor der Grundschule sehe. Ohne Tierfilmer vermutlich, aber mit einem urbanen Elternteil in garantiert tadelloser Haltung.

Herzliche Grüße aus München,

Frank Zimmer

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11.10.2018 Verantwortung der Werbetreibenden

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V liefert mir einmal wieder viele Informationen aus dem Marketing-Leben. Dass sich Werbetreibende iher Verantwortung nicht bewusst sind, ist mal ein neuer Ansatz. Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V, stellt zuletzt noch die Frage, kann man überhaupt noch jemanden Glauben?

Lieber Herr Böhmer,

Werbungtreibende sind sich ihrer Verantwortung oft nicht bewusst. Klar finden sie alle „Brand Safety“ so was von wichtig, doch am Ende werden viel zu viel Euro kurzsichtig in die unergründlichen Schlünde mancher Digitaldrachen gesteckt. Das meint zumindest der VDZ-Chef Stephan Scherzer.

Kurzfristig geht so eine Strategie oft auf, weil dabei meist Gelder gespart werden, bei fahrlässiger Nichtbeachtung der Werbewirkung. Irgendwelche Zahlen aus den Tiefen des Netzes bestätigen womöglich das Tun.

Werbechancen werden nicht genutzt

Doch Werbungtreibende begehen dabei gleich mehrere Fehler: Erstens bietet das Internet ganz andere Werbechancen, die meist überhaupt noch nicht genutzt werden. Meist greifen Online-Werbemaßnahmen selbst heute noch NACH einem Kaufakt, was Verbraucher tierisch nervt, wo doch längst VOR einer Entscheidung Werbemaßnahmen gerade online greifen könnten.

Zweitens tragen Werbungtreibende massiv zur Stärkung der Demokratie bei. Das ist ihnen oft nicht bewusst. Sie müssen die Kraft klassischer Medien erhalten, weil unabhängige Medien die wichtigste Säule der Demokratie sind. Am Ende der Kette profitieren Unternehmen durch freies Handeln am meisten davon.

Drittens gehen Werbungtreibende meist davon aus, dass Kunden keine Werbung mögen. Das ist eine der schlimmsten Fehleinschätzungen, weil Marketer oft schlicht einen üblen Job machen.

Denn Kunden hassen nur schlechte Werbung. Kunden wollen informiert werden, Kunden kaufen Zeitungen und Magazine auch wegen der Werbung. Eine Bild-Zeitung wird nachweislich auch wegen der Schweinebauchanzeigen der Aldis und Lidls gekauft.

Heißt: Je mehr Werbungtreibende in klassische Medien investieren, desto stärker sind sie. Eine anzeigenfreie Instyle oder Vogue würde nicht annähernd so viele Leserinnen finden, wie eine durch Werbesujets inspirierende Ausgabe.

Die Organisation der Werbungtreibenden im Markenverband, OWM, unternimmt stets mutige Anläufe, um auf all diese Missverständnisse hinzuweisen. Dagegen scheint der Mediaagenturverband OMG momentan selbstverliebt besoffen unter Palmen zu träumen.

Der Verlegerverband VDZ jedenfalls hat eine sehr gute Studie aufgelegt, zum Thema Brand Safety, die sich jeder Werbungtreibende anschauen sollte. Entweder in der aktuellen Ausgabe der W&V. Oder, zur Einstimmung, kann man auch das Interview mit VDZ-Chef Stephan Scherzer lesen.

Jochen Kalka

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11.10.2018 Billiger als die Mutter

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V, schreibt mir zu einigen Gruselgeschichten über Jürgen Drews, Xavier Naidoo und Dieter Bohlen. Na ja, gruseln tue ich mich ja gerne.

Lieber Herr Böhmer,

billig muss nicht schlecht sein.

Wenn Jürgen Drews das moralische Gewissen des Nachtkönigs aus der HBO-Serie „Game of Thrones“ spielt, dann ist das vor allem eins: komplett abgefahren. Der viereinhalbminütige Film mit den beiden Gruselhelden aus Nord und Süd ist wahnsinnig witzig. Und billig.

Nur zwei Produktionstage auf Mallorca brauchte die Produktionstochter der Agentur Dojo mit dem passenden Namen „Pretty Ugly“.

Zu sehen ist das Duo aus weißem Wanderer und gebräuntem Sänger nur Online. Ist schließlich billiger als TV. Und man erreicht die jungen Menschen trotzdem gut. Treiben sich ja eh im Netz rum. So verjüngt man die Zielgruppe.

Billiger als die Mutter

Ach ja: Wer hinter dem Horror auf der Partyinsel steckt? Nexible. Das ist die Online-Autoversicherungsmarke der Ergo-Gruppe. Die ist auch billiger als ihre Mutter.

Ins semantische Feld der Begriffe „billig“ und „Gruselhelden“ passt auch gut die Meldung von RTL. In der Jury der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ wird im kommenden Jahr Xavier Naidoo neben Dieter Bohlen Platz nehmen.

Xavier und Dieter wollen schon seit Jahren etwas gemeinsam machen, sagt Xavier, „leider hat es zeitlich bisher nicht geklappt“. Ja. Leider.

Am Ende werden die Paare noch in der ARD-Quiz-Show „Wer weiß denn sowas?“ ihr Unwesen treiben. Jürgen Drews plus Nachtkönig versus Xavier Naidoo plus Dieter Bohlen. Muss nicht schlecht sein.

Einen klasse Abend wünscht

Rolf Schröter

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