Marketing und Werbung - Produkte und Köpfe

06.02.2018 Wohnen bei Aldi

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur von W&V, hat mir geschrieben und dieses mal ist es sogar besonders lustig. Aldi, Boris Becker und die B&B Holels sind diese Woche dran, nachdem er mir erst letzte Woche über Facebook und Mark Zuckerberg berichtet hat, der auf Facebook zweifelhafte oder falsche Berichte mit Warnhinweisen versehen will.

Lieber Herr Böhmer,

Einkaufen beim Geschäft um die Ecke - für die meisten Menschen eine durchaus charmante Vorstellung. Man spart sich Zeit und Weg, bleibt in der vertrauten Umgebung. Klingt nach dem berühmten Laden der noch berühmteren Tante Emma, die aber aus diversen Gründen längst flächendeckend verrentet ist.

Ausgerechnet ein Unternehmen, das den Ruhestand ganzer Heerscharen von Tante Emmas deutlich beschleunigt hat, belebt jetzt das Konzept auf ganz eigene Art wieder.

Tante Emma heißt jetzt Aldi und bietet nicht nur das Geschäft um die Ecke, sondern sozusagen die Ecke gleich mit dazu. Wohnen bei Aldi soll zumindest in Berlin schon recht bald möglich sein. Natürlich leben die potentiellen Einkäufer nicht direkt im Supermarkt, sondern in Wohnungen, die Aldi direkt über den Märkten zur Miete anbietet. Man bringt also nicht mehr die Produkte zum Kunden, sondern den Kunden zum Produkt.

B&B gleich Boris Becker?

Irgendwie kommt halt doch zusammen, was zusammengehört. Noch ein Beispiel gefällig? Boris Becker macht jetzt Werbung für die B&B-Hotels. Das passt schon allein aus Namensgründen wie die Faust aufs Auge - vielleicht sollte man später mal eine Umfrage machen, wie viele Leute glauben, dass die Hotels nach Boris benannt wurden oder ihm sogar gehören.

Letzteres würde allerdings der Idee des durchaus charmanten Spots entgegenstehen, in dem sich Becker sehenswert selbstironisch mit den Schlagzeilen rund um seine (vermeintlichen?) Geldprobleme beschäftigt. Zumindest ein Dach über dem Kopf und ein warmes Bettchen sollte dem Tennis-Helden damit auch in Zukunft gewiss sein.

Ein Dach und ein warmes Bettchen haben sich im übertragenen Sinne auch die Macher von Visual Statements gesucht. Das Medienunternehmen (so das Selbstverständnis) erreicht nach eigenen Angaben mit seinem Content gut 50 Prozent der deutschen Millennials.

Dafür hat man sich, um im Bild zu bleiben, kein eigenes Haus gebaut, sondern sich die entsprechenden Räume angemietet - bei den großen Social Networks. Das macht manches einfacher, sorgt aber auch für eine gewisse Abhängigkeit.

Die Angst, dass man beispielsweise von Facebook quasi wegen Eigenbedarf unsanft vor die Tür gesetzt wird, hält sich aber auch in turbulenteren Tagen wie diesen in sehr übersichtlichen Grenzen - ein gutes Verhältnis zum Vermieter kann eben nie schaden.

Ihnen einen schönen Abend - daheim oder anderswo

Holger Schellkopf

Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere Rubrik - Marketing News

mehr

04.02.2018 schlaflose Nächte

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing bei W&V, fragt mich ob ich fit bin in Sachen E-Privacy? Dazu ein ganz klares Nöö. Ich habe dazu natürlich sehr viel gelesen, schlauer bin ich aber nicht geworden, und wie ich das alles bis Mai 2018 umsetzen soll, weiß ich auch noch nicht. Ich vermute nur, dass es sehr teuer wird, die EU-Richtlinie zu erfüllen und mir noch einige schlaflose Nächte bevorstehen.

Lieber Herr Böhmer,

ist IHR Unternehmen fit in Sachen E-Privacy?

Über zwei Drittel der W&V-Leser geben zu: Nein. Tatsache ist: Viele Unternehmen haben noch keine konkreten Maßnahmen getroffen, um ab dem 25. Mai einen rechtskonformen Datenschutz zu haben. Dann greift die Datenschutzgrundverordnung – auch wenn die (parallel geplante) E-Privacy-Verordnung sich verspäten sollte.

Schreckensszenarien auch bei der GFDK

Dieses ergänzende Gesetzeswerk wiederum ist offenbar der Grund, warum sich manches Unternehmen in einer Art Schockstarre befindet. Allein der Begriff E-Privacy scheint Angstgefühle auszulösen. Kein Wunder. Manche Verbände haben wahre Schreckensszenarien verbreitet.

Lassen wir die Konjunktive beiseite. Insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen ist es jetzt wichtig, ruhig zu bleiben, sachlich zu prüfen und sinnvoll zu handeln.

Für alle, die sich ohnmächtig fühlen, oder glauben, sie seien zu spät dran – oder sogar den Wunsch verspüren, einfach gar nichts zu tun, antwortet der externe Datenschutzbeauftrage Dr. Nils Christian Haag mit einfachen Worten auf die drängendsten Fragen. Und räumt dabei gleich mit einem weit verbreiteten Missverständnis auf: „Do not track“ heißt nämlich nicht „Bitte keine Werbung“.

Wer noch tiefer einsteigen möchte, für den bietet W&V übrigens auch ein Seminar zum Thema „Online Marketing & Recht“ am 12.03 in München.

Ihnen noch einen angenehmen Abend.

Rolf Schröter

Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere Rubrik - Marketing News

mehr

29.01.2018 Marketing im Dschungelcamp

GFDK - Marketing News

Marketing in eigener Sache - Einige Kandidaten des Dschungelcamps wollen ihre Teilnahmen dazu nutzen, um auch nach der Sendung mediale Aufmerksamkeit zu genießen. Dafür ist eine Präsenz in den sozialen Medien unerlässlich.

Deshalb hat Deutschlands führendes Unternehmen für Social Media-Monitoring und -Analysen, VICO Research & Consulting (www.vico-research.com), analysiert, welche Teilnehmer während der ersten Woche das höchste Fanwachstum auf Facebook und Instagram verzeichnen konnten. Das Ergebnis: Matthias Mangiapane konnte anteilig am meisten Follower in den sozialen Medien gewinnen.

Bislang musste Matthias Mangiapane die meisten Dschungprüfungen aller Kandidaten absolvieren. Die dadurch gewonnene Sendezeit wusste er zu nutzen und davon profitieren auch seine Kanäle in den sozialen Medien. Bisher verzeichnete er auf Facebook und Instagram die höchsten Fan-Wachstumsraten aller Dschungelcamp-Teilnehmer. Auf Facebook konnte er seine Fangemeinde anteilig um mehr als 33 Prozent erweitern, auf Instagram sogar um fast 65 Prozent.

Ansgar Brinkmann: Ehemaliger Fußballer ist bei den Fans beliebt

Ebenfalls viele neue Fans gewann zudem der ehemalige Fußballprofi Ansgar Brinkmann. Er erreichte auf Instagram mit einem Fan-Zuwachs von mehr als 43 Prozent das zweithöchste Wachstum aller Kandidaten, auf Facebook verzeichnete er mit etwa 14 Prozent das dritthöchste Fanwachstum.

Hier generierte neben Matthias Mangiapane auch die Ex-Bachelorkandidatin Kattia Vides anteilig mehr Follower mit einer Zuwachsrate von knapp 20 Prozent.

Zwar erreichte Tina York auf Instagram sogar ein Wachstum von 100 Prozent, das liegt aber daran, dass ihr Manager ihren offiziellen Account erst während ihrer Teilnahme erstellte. Seitdem brachte er fast  300 Leute dazu, auf den Folgen-Button zu klicken.

Absolute Zahlen: In dieser Statistik liegen Jenny Frankhauser und David Friedrich vorn

In absoluten Zahlen profitierte Daniela Katzenbergers Halbschwester Jenny Frankhauser auf Facebook mit einem Zuwachs von fast 6.000 neuen Fans am meisten. Da sie aber zuvor bereits über eine Fanbase von mehr als 125.000 Followern verfügte, macht das nur ein Wachstum von knapp 4,6 Prozent aus.

Ähnliche Aussagen lassen sich auch zum Fanwachstum von David Friedrich treffen, der auf Instagram mit über 16.000 neuen Fans die meisten Menschen für sich begeistern konnte, relativ betrachtet mit einer Wachstumsrate von knapp 5,6 Prozent jedoch den zweitschlechtesten Wert aller Teilnehmer erzielte.

Daniele Negroni: Ex-DSDS-Kandidat verliert Fans auf Facebook

Dass die Teilnahme im Dschungelcamp nicht automatisch neue Follower generiert, zeigt zudem das Beispiel von Daniele Negroni. Zwar erreichte der Ex-DSDS-Kandidat auf Instagram ein Fan-Wachstum von über 7 Prozent, auf Facebook hingegen verlor er mehr als 200 Fans.

Marc Trömel, Geschäftsführer von VICO, kommentiert die Analyse:

“Die sozialen Medien bieten sowohl für Unternehmen als auch Prominente eine gute Möglichkeit, um den eigenen Anhängern auf Augenhöhe zu begegnen und im Gespräch zu bleiben. Gerade für die Dschungelcamp-Teilnehmer können ihre Social Media-Kanäle daher zu einem wichtigen Instrument mit Blick auf ihre berufliche Zukunft werden.

Direkte Aussagen zu dem Erfolg im Camp lassen sich aus den Fan-Wachstumsraten jedoch nicht treffen. So wurde Sandra Steffl von den Anrufern als erste Kandidatin direkt aus dem Camp gewählt, obwohl sie während unserer Analyse durchschnittliche Fan-Wachstumsraten verzeichnen konnte.”

Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere Rubrik - Marketing News

mehr

29.01.2018 Neues von Facebook

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Facebook will mehr Beiträge von Freunden und Familie im Newsfeed, dafür weniger von Unternehmen, Prominenten, Medien und politischen Gruppen anzeigen, teilte Zuckerberg erst kürzlich mit.

Dass es ihm ausschließlich nur um seine Gewinne geht, hat er lieber verschwiegen, wie es Marco Saal so schön auf den Punkt gebracht hat. Nun sollen wir auf Facebook zweifelhafte oder falsche Berichte mit Warnhinweisen versehen, wir spielen dann mal Polizei auf Facebook.

Nutzer von Facebook sollen Polizei spielen

Um die Ausbreitung gefälschter Nachrichten zu stoppen, setzt Facebook künftig auch auf die Dienste seiner eigenen Nutzer. "Als Teil unserer laufenden "Qualitätsüberprüfungen" werden wir die Leute nun fragen, ob sie eine Nachrichtenquelle kennen - und wenn ja, ob sie ihr vertrauen", erklärte Gründer und Chef Mark Zuckerberg in einem Posting. Die Änderung würde auf die Wünsche von Nutzern zurück gehen. Na ja, wer will das überprüfen?

Nun habe ich wieder Post von W&V bekommen. Nachdem mir schon Jochen Kalka Chefredakteur von W&V, Rolf Schröter, der Ressortleiter Marketing von W&V, und der Redaktionsleiter Online von W&V, Frank Zimmer geschrieben haben, ist es diesmal der Chefredakteur Holger Schellkopf.

Lieber Herr Böhmer,

man kann es nicht anders sagen: Facebook hält die Branche in diesem noch recht jungen Jahr bereits ganz schön auf Trab. Erst die heiß diskutierte Änderung des Newsfeeds beim Flaggschiff des Konzerns, jetzt die Business-Offensive in Sachen WhatsApp. Nein, langweilig wird es nicht.

Es ist auch alles andere als langweilig, sich mit Facebooks Europa-Chef Martin Ott zu unterhalten. Ott, auch direkt für das Deutschland-Geschäft verantwortlich, ist ein in jeder Hinsicht angenehmer Gesprächspartner: freundlich, interessiert und am Ende des Tages dann auch ziemlich klar in der Ansage.

So erklärt er im W&V-Interview, dass die Neuerung des Newsfeeds eine Reaktion von Facebook auf die Anforderungen der Nutzer sei - und ja, sie könne dafür sorgen, dass sich die Reichweite und Interaktionen von Seiten verringern. Ott hat für Marken und Medien aber auch eine klare Empfehlung.

Als Innovationsthema hat Facebook den ganzen Bereich Messenger für sich schon lange identifiziert. Nur logisch also, dass es jetzt auch bei WhatsApp daran gehen soll, den Business-Bereich aufzumischen . In einigen Ländern ist WhatsApp-Business jetzt schon verfügbar. Deutschland ist bis dato noch außen vor. Aber sicher auch nur eine Frage der Zeit, bis sich auch dies ändert und Facebook die Branche ein weiteres Mal in Bewegung bringt.

In diesem Sinne ein bewegtes Wochenende wünscht

Holger Schellkopf

Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere Rubrik - Marketing News

P.S.: Martin Ott ist einer der 100 Köpfe 2018 im W&V-Ranking. 100 Menschen aus Marketing, Werbung und Medien, die 2017 Weichen gestellt haben und von denen wir 2018 und in Zukunft noch mehr erwarten dürfen.

mehr

20.01.2018 bäumchen rüttel dich und schüttel dich

GFDK - Marketing News - Gottfried Böhmer

Bei Thjnk ist es weiter sehr ungemütlich und die personellen Querelen nehmen kein Ende. Die Gruppe bleibt dennoch auf Erfolgskurs Der Krieg um die besten Köpfe geht also auch 2018 weiter. 2012 formierte Karen Heumann zusammen mit André Kemper, Michael Trautmann und Armin Jochum die Agentur Thjnk. Armin Jochum war wie Karen Heumann bis 2011 Vorstandsmitglied bei Jung von Matt.

Im September 2013 wechselte dann noch der Top-Stratege von Jung von Matt Michael von Bach die Fronten und ging als Geschäftsführer Strategie zur Thjnk-Gruppe.

André Kemper der Mitgründer der Agentur Kempertrautmann ist dann schnell wieder ausgestiegen, und der Finanz- und Planningchef Geschäftsführer Wulf-Peter Kemper, Bruder von André Kemper ging 2013 im Streit.

Nun verliert die Agentur Thjnk zwei weitere ihrer Geschäftsführer am Hauptsitz Hamburg. Co-Kreativchefin Bettina Olf und Co-Beratungschef Lars Trzebiatowsky haben das Handtuch geworfen. Anke Peters, Michael Ohanian und Gerrit Zinke machen als Geschäftsführer in Hamburg weiter wie Horizont berichtete.

Bettina Olf hat demnach schon etwas Neues gefunden. Sie fängt wohl im März bei einer Agentur der WPP-Holding an. Erst im Oktober 2017 hatte außerdem Patrick Hammer die Geschäftsführung von Thjnk in Hamburg verlassen. Er ging zu BBDO in Hamburg. Lars Trzebiatowsky soll angeblich noch auf der Suche nach neuen Aufgaben sein.

Die Fresssucht von WPP-Boss Martin Sorrell

WPP übernimmt Thjnk: "Es geht kein einziger von der Fahne" hatte noch im Juli 2017 www.wiwo.de getitelt. Nach Informationen von HORIZONT Online wird Thjnk direkt an WPP berichten und nicht an eine der WPP-Netzwerk-Agenturen angebunden. WPP besitzt in Deutschland schon die Agenturmarken Ogilvy, JWT, Young & Rubicam, Grey, Group M und Scholz & Friends, die zusammen 1.3 Milliarden Dollar Umsatz machen.

Es ist wohl nur eine Frage der Zeit wann sich Sorrel noch weitere Innhaber geführte Agenturen in Deutschland unter den Nagel reißt. Schauen wir mal was aus Jung von Matt wird.

Thjnk ist mitlerweile eine Agenturgruppe, und in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, München, New York und Zürich vertreten. Allein in Hamburg arbeiten fast 100 Mitarbeiter. Weltweit sind es über 400.

Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere Rubrik - Marketing News

mehr

17.01.2018 Neugründung Crazyredwool

GFDK -Marketing News- W&V Frank Zimmer

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online bei W&V hat mir wieder geschrieben, und ich muß zugeben das mich seine Kommentare immer sehr erfreuen. Ich warte schon regelrecht darauf. Dieses mal geht es um Pressemitteilungen in eigener Sache. Auch die GFDK-Redaktion bekommt täglich bis zu 100 dieser Mails.

Lieber Herr Böhmer,

in der W&V Redaktion erreichen uns öfters Pressemitteilungen oder privatere Mails nach diesem Muster:

Der "erfahrene" Agentur-Manager XY teilt mit, dass er nach seinem wichtigen Job bei .....(hier bitte den Namen einer Network-Agentur einsetzen) .... noch einmal mit "etwas ganz Neuem durchstarten möchte". Meistens mit einer "Agentur ganz neuen Stils" oder einen "Startup, dass bewusst keine Agentur sein will", auf jeden Fall aber mit einem "Netzwerk", das "flexibel" je nach Bedarf und Kundenwunsch "maßgeschneiderte Lösungen" und so weiter.

Ich frage mich, wo im Internet der Generator für diese Art von Pressemitteilungen zu finden ist.

Auf den ersten flüchtigen Blick sah auch die Geschichte von Stephan Ganser nach PR-Story aus. Aber gut, dass sich mein Kollege Conrad Breyer intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. Denn wie es scheint, wird die Idee der virtuellen Agentur gerade zur Branchen-Realität.

Und sie ist nur eine von vielen Herausforderungen für die uns bekannte Agenturwelt. Wir werden am Thema dranbleiben.

Ihnen einen schönen Abend. Und falls Sie Stephan Ganser heißen,  wünsche ich Ihnen einen guten Start und viel Erfolg mit Ihrer Neugründung Crazyredwool.

Frank Zimmer

Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere Rubrik - Marketing News

mehr

15.01.2018 Karriere bei SAP

GFDK - Marketing News

Seit dem 1. Januar 2018 leitet Kerstin Köder das Marketing für die SAP Deutschland SE & Co. KG und die Region Mittel- und Osteuropa. Köder trägt damit die Verantwortung für das Marketing der SAP in Deutschland, Mittel- und Osteuropa sowie der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten.

Köder kommt von der freenet Group mit Hauptsitz in Büdelsdorf bei Hamburg. Dort verantwortete sie seit 2010 das Marketing und seit 2016 zusätzlich die B2C-Sparte freenet TV von Media Broadcast, dem größten deutschen Dienstleister für Bild- und Tonübertragung.

Vorher leitete Kerstin Köder das Kundenbestandsmanagement und Direktmarketing zunächst für die Marke debitel in Stuttgart, später auch für Talkline und mobilcom, zuletzt für alle drei Marken der freenet Group in Kiel.

Kerstin Köder verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in unterschiedlichen Leitungsfunktionen in Marketing, CRM, Vertrieb, Customer Care sowie im Produkt- und Offer-Management in Handel, Telekommunikation und TV.

Kerstin Köder gewann diverse Wettbewerbe und erhielt Auszeichnungen wie den deutschen CRM-Award in Gold sowie den POS-Marketing-Award und den Deutschen Design-Award für das neue mobilcom-debitel Digital Lifestyle Store-Konzept.

Sie studierte an der Hochschule für Wirtschaft in Pforzheim Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Marketing, Absatzlehre und International Business sowie an der School of Business der University of Louisville, USA.

Dank vom Freenet-CEO Christoph Vilanek

"Kerstin Köder ist ein perfektes Beispiel dafür, dass wir gute Mitarbeiter in unseren Reihen haben, die sich bei uns zu Spitzenkräften entwickeln und dadurch natürlich auch außerhalb Begehrlichkeiten wecken. Wir wünschen ihr weiterhin beruflichen Erfolg und privates Glück und sind dankbar für die vielen Jahre der gemeinsamen Arbeit bei der Freenet Group", so Freenet-CEO Christoph Vilanek.

Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere Rubrik - Marketing News



mehr

10.12.2017 digitale Zirkus schlicht zu teuer

W&V - Jochen Kalka

Der Chefredakteur von W&V Jochen Kalka hat mir zum Wochenschluß ein paar Worte geschrieben.

Er lässt nicht locker. Und das als größter Werbungtreibender der Welt: Marc Pritchard provoziert als Marketingchef von Procter & Gamble einmal mehr die digitalen Medien. Dabei geht es um nichts Geringeres als um die Wirkung des Werbekanals.

Nachdem P&G seinen Werbeetat für digitale Kanäle um 100 Millionen Dollar reduziert hatte, gab es laut Pritchard "keinen Rückgang im Absatz, bei keiner unserer Marken."

Ein harter Vorwurf, den Pritchard heute im "Handelsblatt" wiederholt. Doch wie bei einem Politiker ist das gesprochene Wort eines so mächtigen Marketers nicht unbedingt wörtlich zu nehmen. Hinter seiner Aussage steckt viel mehr:

Erstens, dass ihm der digitale Zirkus schlicht zu teuer ist und er mit seiner Kritik diesen Kanal madig machen möchte.

Zweitens, dass er damit den Druck erhöhen will, mehr Transparenz und mehr Standards im Online-Werbegeschäft durchzusetzen, wie er längst schon über den US-Dienst "Business Insider" verlauten ließ.

Drittens, um seine Mediaagenturen zu besseren Leistungswerten zu zwingen.

Viertens, dass er auch die anderen Medien wachrüttelt, um sie zu klaren Wirkungsnachweisen zu bewegen.

Fünftens, weil er damit schlicht das Reduzieren von Media-Millionen legitimiert, auch im eigenen Konzern.

Die Digitalzunft jedenfalls muss die Kritik mehr als ernst nehmen und aus ihrem arroganten Narzissmus erwachen. Hinzu kommt, dass kriminell anmutende Mechanismen wie Zauberclicks oder Sichtbarkeits- und Erscheinungswunder ausgerechnet Reichweitenmarktschreier nicht in den Griff bekommen.

Was gab es in der Historie - zurecht! - Aufschreie, wenn mal ein klassisches Medium fehlerhafte Leistungsnachweise an die Öffentlichkeit brachte. Wenn aber ein Digitalmedium – wie im Frühjahr Facebook – in gewissen Zielgruppen mehr Menschen in etlichen Ländern als eigene Reichweite kommuniziert, als es staatlich registrierte Einwohner gibt, bleibt der Aufschrei verhalten.

Insofern muss es viel mehr Marc Pritchards auf dieser Welt geben, die den Mut haben, heftige Kritik zu äußern. Hierzulande sind sie jedenfalls noch viel zu leise.

Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere Rubrik - Marketing News

 

mehr

28.11.2017 Keine Schnäppchen am Black Friday

GFDK - Marketing-Redaktion

Keine Schnäppchen bei den Top-Marken. Wer nach besonderen Angeboten von Top-Marken am Black Friday suchte, wurde leider enttäuscht. Wer nach einem Trenchscout von Burberry Ausschau hielt oder sich für Schuhe von Galizio Torresi interessierte, ist wohl leer ausgegangen. Auch die Portale für Luxus-Uhren wollten den Rabatthungrigen keine Angebote machen.

Die GFDK-Marketing-Redaktion hat über zwanzig grosse Online-Händler und deren Preisgestaltung während des Wochenendes beobachtet und konnte keine Schnäppchen für Luxusmarken und hochwertige Artikel finden.

Rabatte wirken wie starke Drogen

Fazit: Die Top-Marken halten sich aus der Rabattschlacht und dem Rabattmarathon raus und haben nichts zu verschenken, hier haben die Schnäppchenjäger das Nachsehen. Alles was gut und teuer ist, bleibt auch teuer. Einzig Elektronik und Haushaltswaren wurden verramscht, aber auch hier galt, das nur jedes zweite getestete Angebot wirklich ein Schnäppchen war.

Eine US-amerikanische Erfindung zur Geschäftsbelebung

Keine Schnäppchen bei dm. Einzig die Drogeriemarktkette dm hält sich aus der Rabattschlacht raus und bleibt ihrer Dauerniedrigpreispolitik treu. Das Unternehmen spendet fünf Prozent des Tagesumsatzes am 24. November an verschiedene Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche. Die Ladenpreise für die Kunden werden dabei nicht verändert.

Nur die Elektronik-Hersteller und Händler hauen ihre Produkte raus

Der Black Friday war auch dieses Jahr wieder das Shopping-Event des Jahres in Europa und den USA. Doch welche Marken und Produkte waren im Netz eigentlich besonders gefragt?

Um diese Frage zu beantworten, hat das führende deutsche Unternehmen im Bereich Social Media-Monitoring und -Analysen, VICO Research & Consulting (www.vico-research.com), über 100.000 deutschsprachige Social-Web-Beiträge untersucht. Die Ergebnisse: Hierzulande war Samsung die gefragteste Marke, während die Playstation 4 das beliebteste Produkt war.

Schnäppchentag Black Friday

Insgesamt wurde die Kommunikation rund um den Black Friday von Beiträgen über Elektronik-Produkte und deren Hersteller dominiert. Besonders gefragt war Samsung. In rund 4.000 Beiträgen befassten sich die Nutzer mit dem südkoreanische Konzern.

Damit war Samsung am Black Friday die am meisten diskutierte Marke im Netz. Auf dem zweiten Platz folgt Apple, das in rund 2.300 Social Web-Beiträgen erwähnt wurde, Platz drei sichert sich überraschenderweise der Audiosystem-Hersteller Tonies, der sich komplett auf Geräte für Kinder spezialisiert hat.

Tonies wurde in knapp 1.600 aller von VICO Research & Consulting untersuchten Beiträge erwähnt und damit etwa genauso oft wie Sony. Auf dem fünften Platz der meistdiskutierten Black Friday-Marken landet das Unternehmen Philips, das in diesem Zusammenhang in etwa 1.400 Beiträgen diskutiert wurde.

Beliebte Produkte: Playstation 4 hängt alle ab

Auch die rund um den Black Friday meistdiskutierten Produkte stammen aus dem Elektronik-Bereich. Vor allem für Sonys Playstation 4 interessierten sich sehr viele Social Web-Nutzer. Die Spielekonsole wurde in rund 5.400 Black Friday-Beiträgen erwähnt und sichert sich in diesem Ranking eindeutig den ersten Platz vor Microsofts Konkurrenzangebot, der X-Box One und Samsungs Galaxy A5.

Beide Produkte wurden in jeweils knapp 1.400 Beiträgen diskutiert. Amazons smarter Lautsprecher Echo rangiert mit 1.300 Black Friday-Erwähnungen auf Platz vier, auf Platz fünf ist Samsung mit dem Galaxy S8 (900 Beiträge) noch einmal vertreten.

Die meiste Kommunikation zum Thema Black Friday erfolgte auf Twitter, wo 30,7 Prozent aller Black Friday-Beiträge von VICO Research & Consulting erfasst wurden. 20,9 Prozent der Kommunikation erfolgte auf Bewertungsportalen, insbesondere auf dem Schnäppchen-Portal MyDealz, 12,6 Prozent auf sozialen Netzwerken wie Facebook, 10,4 Prozent auf News-Portalen und 9,6 Prozent auf Bild-Portalen wie Instagram.

Die restliche von VICO erfasste Web-Kommunikation fand auf Blogs, Foren sowie Q&A- und Video-Portalen statt.

Kommunikation überwiegend neutral

Die Stimmung im Netz war in Bezug auf den Black Friday insgesamt überwiegend neutral. 78,7 Prozent der erfassten Beiträge waren nicht wertend - der Großteil der Kommunikation bestand aus Hinweisen auf besondere Angebote. Positive Wertungen fanden sich in 17 Prozent der Beiträge, in denen sich Nutzer zu ihren bereits getätigten oder anstehenden Einkäufen äußerten.

In den 4,3 Prozent negativ bewerteten Beiträgen kritisierten die Social Web-Nutzer vor allem die Sale-Kultur und die damit einhergehende “Amerikanisierung” Deutschlands. Einige zweifelten zudem an der Echtheit der angepriesenen Angebote.

Marc Trömel, Geschäftsführer von VICO Research & Consulting, äußert sich zu der Analyse:

“Auch in Deutschland ist der Black Friday mittlerweile voll angekommen und stellt insbesondere für viele Online-Händler den umsatzstärksten Tag des Jahres dar. Auffällig ist natürlich, dass Elektronik-Hersteller und -Produkte am Black Friday mit Abstand am gefragtesten sind.

Überraschend ist, dass der auf Audiogeräte für Kinder spezialisierte Anbieter Tonies am Black Friday eine der am nachgefragtesten Marken im Netz war. Ich persönlich kannte das Unternehmen zuvor gar nicht.”

Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere Rubrik - Marketing News

mehr

28.11.2017 Markenkooperation von Heineken

GFDK- Marketing Redaktion

Im Jahr 2013 sahen sich die Produzenten des 24. James-Bond-Films („Spectre“) mit einer schwierigen Entscheidung konfrontiert und mussten sich die Frage stellen: Ist ein cooles Bier dem Mr. Cool würdig?

Hat es hat sich ausgeschüttelt?

Um die Rechnungen des teuersten Bond-Films aller Zeiten bezahlen zu können, planten die Produzenten Produktplatzierungen - keine ungewöhnliche Situation an und für sich - da große Unternehmen bereit waren, Millionen zu zahlen, um das große Bond-Publikum anzusprechen und neben den enormen Kosten auch Unterstützung bei der Filmbewerbung zu bekommen.

Ein kühles blondes Heineken oder einen Martini

Die Entscheidung fiel als Heineken 100-Millionen-Dollar-Angebot auf die Produzenten zukam. Der Deal: Die Firma würde den Film und ihr Bier mit einer riesigen Werbekampagne cross promoten, und das Bier würde im Film als Getränk „platziert“. Unglücklicherweise hatte Bond bereits im vorherigen Film „Skyfall“ eine Gegenreaktion seiner Fans erfahren müssen, weil sein Lieblingsmartini gegen ein Heineken ausgetauscht wurde.

Mit seinem Aussehen, seinem Selbstvertrauen, seinem Geschmack und seiner Kühnheit war Bond bekannt für seine eigene Art von Coolness - und seinen berühmten „Signature Drink“. Würde die Partnerschaft zwischen den beiden globalen Marken den Coolness-Faktor von Bond verringern?

Eine riskante Partnerschaft für Bond oder Heineken?

Selbst eine Marke, die so etabliert und beliebt ist wie James Bond, ist vor einer unvereinbaren Partnerschaft nicht sicher, die ihr Markenimage und ihre Wahrnehmung beeinträchtigen könnte. Das Bond-Franchise, das die Risiken und Vorteile einer Verbindung mit einem niederländischen Bier bewertet, könnte eine neue Theorie zur Coolness als Leitfaden verwendet haben.

Diese nutzt drei Eigenschaften, die für die Gestaltung und Aufrechterhaltung von Coolness entscheidend sind: Autonomie (das Gefühl der Unabhängigkeit und der Rebellion, das die Menschen dazu bringt Dinge als cool anzusehen), Einstellung (die Haltung und Überzeugung ohne Anstrengung cool zu sein) und Authentizität.

Die Produzenten überlegten zunächst, ob Heineken zu Bonds Autonomiebild passt, das sich auf Konformitätslosigkeit, Unkonventionalität, Rebellion, Individualität und Unabhängigkeit bezieht. Zweitens ist Bond authentisch.

Wenn ein Martini Teil seiner Authentizität ist, könnten die Zuschauer eine Partnerschaft mit Heineken als unaufrichtig oder sogar als Fälschung ansehen. Andererseits ist die Zusammenarbeit mit Bond eine großartige Gelegenheit für Heineken, um im Bier viel schneller und einfacher die Coolness zu etablieren.

Eine riskante Partnerschaft, die sehr sorgfältig und programmatisch durchgeführt werden musste mit Authentizität als Schlüssel. Die ephemere Idee, cool zu sein, ist sowohl für persönliche als auch für professionelle Marken in der Unterhaltungsindustrie und darüber hinaus von entscheidender Bedeutung. Es ist ein Kunstwerk und Wissenschaft, um diese zu entwerfen und aufrechtzuerhalten.

Der Artikel basiert auf dem Fall Von Heineken mit Liebe: James Bond Produktförderung (Darden Business Publishing), von Lalin Anik und Johnny Miles (MBA '17).

Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere Rubrik - Marketing News

 

mehr
Treffer: 754