Marketing und Werbung - Produkte und Köpfe

25.07.2018 Printvermarkter schneiden gut ab

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, hat uns gestern über ganz tolle Neuigkeiten aus der Online-Welt geschrieben. Von fünf bis sechs Tagen auf drei Stunden Lieferzeit, das will Ikea schaffen.

Und die Hamburger Otto-Gründung About You ist zu den Einhörner aufgestiegen, so nennt man Unternehmen oder besser gesagt Start Ups, die einen Wert von über einer Milliarde Dollar geschafft haben. Glückwunsch sagten wir.

Heute schreibt uns Holger Schellkopf, Chefredakteur von W&V, über den Erfolg der Printvermarkter, und das sich Google für das Geschäft mit Außenwerbung interessiert. Holger meint, da geht was.

Lieber Herr Böhmer,

wenn sich plötzlich Giganten wie Google oder noch recht junge Digital-Player wie Netflix sehr intensiv für einen Markt interessieren, dann darf man das durchaus als Botschaft verstehen. Kurz formuliert: Da geht was. Für das weite Feld der Außenwerbung gilt genau diese Feststellung.

Out-of-Home ist ein Wachstumsmarkt, der inzwischen eben auch Player anzieht, die man bisher dort eher nicht vermutet hätte. Umso wichtiger wird es für die etablierten Akteure sein, möglichst wenig Raum für neue Konkurrenten zu lassen.

Unser aktueller Vermarktercheck zeigt: Die Platzhirsche Ströer und Wall sind da ziemlich gut unterwegs, beide machen – man kann es nicht anders -sagen – eine richtig gute Figur.

Gleiches gilt, und das mag für manche etwas überraschend sein, sogar im besonderen Maße für die Vermarkter im Printgeschäft. Insgesamt liefert die Branche in diesem Feld eine mehr als durchschnittliche Leistung ab.

Das mag auch damit zu tun haben, dass gerade die Printvermarkter eben wesentlich intensiver um die Kundschaft kämpfen müssen, als dies in der Vergangenheit der Fall war.

Der Druck von außen hat an dieser Stelle offensichtlich für Qualitätssteigerung gesorgt. Oder, um es mit einem alten Sprichwort zu sagen: Selten ein Schaden ohne Nutzen.

Wobei, es gibt auch Fälle, in denen zumindest auf den ersten Blick nur Schaden und wenig Nutzen zu erkennen ist. Die Sache mit Mesut Özil gehört gewiss in diese Kategorie. Gefühlt gibt es da nur Verlierer: den Fußball, die Fans (besonders die Jungen), den DFB, besonders Özil selbst und natürlich auch die Sponsoren.

Will man denn etwas Positives entdecken, dann ist das vielleicht gerade an dieser Stelle zu sehen. Die Tatsache, dass Adidas sich hinter den Sportler stellt, mit dem man schon den ein oder anderen Euro gemacht, verdient Anerkennung.

Die Tatsache, dass nach Özils Rücktritt nicht nur über das unangebrachte Bildchen mit Erdogan, sondern im besten Fall auch über tiefergehende Probleme diskutiert werden könnte, wäre ebenfalls ein Aspekt für die Nutzen-Seite.

Selbst wenn es, das muss ich an dieser Stelle auch als bekennender Fan des FC Bayern sagen, leider ziemliche Rückschläge in der Qualität der Diskussion gibt.

Gabor Steingart hat in seinem Morning Briefing zu Özil geschrieben. "Mesut Özil verlässt die deutsche Nationalmanschaft, heißt es heute in allen Zeitungen. Aber im Grunde war er schon vorher weg. Er und das Land, das er als Sportler vertrat, hatten sich nichts mehr zu sagen.

Unsere Werte waren nicht seine Werte. Die Werbung für den verkappten Diktator kam bereits einem Abmeldeantrag gleich. Die sportliche Bilanz von Özil bleibt beeindruckend, die kulturelle Bilanz muss uns verstören: Da hat einer das liberale Deutschland erst vertreten – und dann verraten."


In diesem Sinne einen diskussionsreichen Abend.

Holger Schellkopf

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24.07.2018 Ikea bietet Amazon die Stirn

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Jochen Kalka meinte, das die Zeit der Sprachassistenen noch kommen wird, auch wenn es noch nicht danach aussieht. Aber 80 Prozent der deutschen Internetnutzer fangen mit Sprachassistenten (noch) nichts an, sagen die Marktforscher.

Kampfansage an Amazon

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, hat ganz tolle Neuigkeiten aus der Online-Welt für uns. Von fünf bis sechs Tagen auf drei Stunden Lieferzeit, das will Ikea schaffen. Wir sagen, Hut ab und sind gespannt, ob das gelingen wird.

Die Hamburger Otto-Gründung About You ist zu den Einhörner aufgestigen, so nennt man Unternehmen, oder besser gesagt Start Ups, die einen Wert von über einer Milliarde Dollar geschafft haben. Glückwunsch.

Lieber Herr Böhmer,

Amazon ist nicht alles. Der Konzern mag so groß und so mächtig geworden sein, dass er in den USA die Hälfte des Online-Handels kontrolliert. Aber der Wettbewerb wehrt sich mit Ideen und Innovationen, und das ist eine gute Nachricht für uns alle. Ikea arbeitet daran, in nur 3 Stunden liefern zu können und die Hamburger Otto-Gründung About You ist gerade in die "Unicorn"-Liga aufgestiegen.

Die Otto-Group-Tochter sammelt in einer aktuellen Finanzierungsrunde rund 300 Millionen US-Dollar Kapital ein und wird damit zum, na was? Also zum nicht börsennotierten Startup mit einer Bewertung von mehr als einer Milliarde Dollar. About You ist eines der wenigen deutschen Jungunternehmen überhaupt, die es jemals in den Kreis der Einhörner geschafft haben.

Nichts gegen Amazon. Meinetwegen kann es gar nicht genug Amazons geben. Amerikanische, europäische, chinesische, weltweite. Je mehr fairer Wettbewerb, umso besser.

Uns allen gute Einkäufe und einen schönen Abend.

Frank Zimmer

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23.07.2018 Weißt du, was endgeil wäre

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Google muss 4,3 Milliarden Euro Strafe zahlen. Oh je. Oder: Jawohl. Oder: Was soll´s? Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V, meinte das die Strafe von 4,3 Milliarden Euro für Google wohl ein Nasenwasser ist. Die Muttergesellschaft von Google und weiteren Unternehmen hat 2017 über 110,8 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht.

Nun meint Jochen Kalka, das die Zeit der Sprachassistenen noch kommen wird, auch wenn es noch nicht danach aussieht.

Lieber Herr Böhmer,

da verschlägt es einem doch die Sprache: 80 Prozent der deutschen Internetnutzer fangen mit Sprachassistenten (noch) nichts an, sagen Marktforscher. Schweigen. Was bringt mir das?, Was soll das?, Wieso das Ganze?, Fragen über Fragen, Zweifel über Zweifel, willkommen in Deutschland.

Natürlich liegt bei den Sprachassistenten noch einiges im Argen. Bestseller-Autor Frank Schätzing sagte jüngst im W&V-Interview: „Solange Sprachsysteme ´Onion rings´ mit „Zwiebel ruft an“ übersetzen, kann ich darauf verzichten.“

Doch natürlich sieht ein Schätzing, „wie radikal sich die Spracherkennung verbessert“ und ist überzeugt, dass in wenigen Jahren Computer den Turing-Test bestehen.

Vor allem junge Menschen nutzen Sprachassistenten. Längst auch zur Botschaftsübermittlung, statt lästiger WhatsApp-Messages zu schicken. Sagte neulich ein Pubertier: „Weißt du, was endgeil wäre?

Ein Sprachassistent, mit dem man in Echtzeit Nachrichten hin und herschicken könnte.“ Nur zur Info: Das Ding ist gerade erfunden worden. Es heißt: Telefon.

Uns allen einen schönen Abend und ein entspanntes Wochenende,

Jochen Kalka

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21.07.2018 Ein Nasenwasser für Google

GFDK - Reden ist Silber - W&V Jochen Kalka

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, schrieb mir zuletzt zu der neusten Entwicklung bei Opel. Der Autobauer will in Zukunft mit Design, und nicht mehr mit Werbekampagnen im Mittelpunkt stehen. Das wäre keine schlechte Idee, meint Frank Zimmer. Nachhaltigkeit, Wiedererkennbarkeit und Einzigartigkeit sid besser als jedes TV-Bombardement mit Jürgen Klopp.

Jochen Kalka,  Chefredakteur von W&V, meint das die Strafe von 4,3 Milliarden Euro für Google wohl ein Nasenwasser ist.

Lieber Herr Böhmer,

Sie haben es gehört, gelesen, gesehen: Google muss 4,3 Milliarden Euro Strafe zahlen. Oh je. Oder: Jawohl. Oder: Was soll´s? Dramatik pur: Es geht um das Android-Verfahren, also um den Vorwurf, Google würde seine marktbeherrschende Position missbrauchen, es geht um dieses ominöse Paket, das aus elf Apps besteht, Bla-Bla-Bla, am besten, man lese es in unserem Artikel nach.

Anmerkung: Im Jahr 2017 erzielte Alphabet, das Internetunternehmen, welches seit Oktober 2015 die Muttergesellschaft von Google und weiteren Unternehmen ist, einen Umsatz von über 110,8 Milliarden US-Dollar.

Nur ein Eiterpickel

Ja und? Was ändert sich jetzt mit dieser Strafe, die von der Größe her einem Strafzettel wegen falschen Parkens entspricht? Wird Mister Google jetzt beim Papst um eine Audienz bitten oder eine Beichte ablegen? Ach herrje.

Das, was hier so böse bestraft wird, ist doch nur eine Randerscheinung. Ein kleiner Eiterpickel in der Visage. Vor Aufregung. Weil die EU-Kommission so böse ist. Moment mal, wer war doch gleich der Böse?

Ihnen einen schönen Abend

Jochen Kalka

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17.07.2018 Marketing Club Düsseldorf

GFDK - Marketing News - Jörg Schwarz

Nach dem überwältigenden Erfolg der Veranstaltung im vergangenen Jahr hatte der Marketing Club Düsseldorf zum „Speed-Dating reloaded“ mit Barbecue in den Golfpark Meerbusch eingeladen.

Vor idyllischer Kulisse diskutierten mehr als 50 Experten so brisante Themen wie u.a. „Brauchen wir noch Kreativität im Marketing?“, „Agenturlandschaft im Wandel“ und  „Digitale Transformation“.

Nach der offiziellen Eröffnung durch den Präsidenten des Marketing Clubs Düsseldorf, Dirk Krüssenberg, ging’s direkt los: An fünf moderierten „Themen-Tischen“ sprachen Experten mit Experten. 

„Wird der Stellenwert der Kreativität im Zeitalter von Big Data sinken?“, hieß die provokante Frage am Tisch von Rolf Schrickel, Inhaber der Kreativagentur BUTTER mit Standorten in Düsseldorf und Berlin, und Phillip Böndel, dort verantwortlich für digitale Beratung.

Sie verwiesen auf den zunehmenden Einfluss von intelligenten Daten auf die aktuellen Marketingprozesse und erklärten gleichzeitig, dass Big Data zumindest  derzeit keineswegs die menschliche Kreativität ersetzen können.

Einen Tisch weiter informierte Markenberater und Publizist Ingo Kabutz detailliert und kenntnisreich  über Transformationen im Agenturbusiness. Hätte vor wenigen Jahren noch eine Kampagne für Printmedien und TV ausgereicht, um eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen, so sei es heute notwendig, die Konsumenten  auch über soziale Netzwerke anzusprechen:

„Das Spielfeld ist größer geworden!“, konstatierte Kabutz.

„Marketing-Automation“, eine software-gestützte Methode, die mit Nutzerprofilen von Internet-Usern arbeitet, war das spannende Thema am nächsten Tisch - moderiert von Professorin Dr. Marion Halfmann, Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Weiterbildung  an der Hochschule Rhein-Waal in Kleve. Auch hier wurde kontrovers diskutiert.

„Bei unserer Veranstaltung ging es vor allem darum, sich kennen zu lernen,  in entspannter Atmosphäre Fachwissen und Gedanken auszutauschen sowie aktuelle Entwicklungen des Marketing zu erörtern“, resümierte erfreut und zufrieden Stephan Rahn Kommunikationschef 3M und Vorstand Kommunikation beim Marketing Club Düsseldorf und Moderator des Abends.

Der Marketing Club Düsseldorf ist mit über 700 Mitgliedern das Begegnungsforum für Führungskräfte, Marketing-Spezialisten, Young Professionals, Wissenschaftler und Studierende. Der 1954 gegründete Club bietet neben seinem Netzwerk zahlreiche Vorträge, Podiumsdiskussionen, Unternehmensbesuche.

Dabei wurde die jährlich stattfindende „Night of Creativity Düsseldorf“ zum richtungsweisenden Event der Branche.

Im Deutschen Marketing Verband e.V, dem Dachverband des Marketing Clubs Düsseldorf, sind bundesweit über 14.000 Mitglieder organisiert.

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16.07.2018 Fokus auf das Wesentliche

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Gestern schreibt mir Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V, dass viele Medienmenschen den Wert ihrer Marke und die Markenkraft wohl unterschätzen. Es gibt aber auch, wie wir wissen, Marketer, die den Wert ihrer Marke überschätzen. Das beste Beispiel lieferte EDEKA ab.

Allen ernstes haben die geglaubt, sie könnten Billig-Fleisch, mit einem Tierschutzlabel verkaufen, und der Verbraucher würde das hinnehmen. Der Schuß ging nach hinten los. Hier hat die Markenkraft in den Markensaft geschossen.

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, schreibt mir zu der neusten Entwicklung bei Opel. Citroen versucht ja, statt gute Autos zu bauen, es lieber mit Brillen, damit das Kind nicht mehr kotzen muß. Opel will sich neu erfinden.

Lieber Herr Böhmer,

über Opel ist schon alles gesagt worden. Die goldenen Jahre in den 50er und 60ern, der Abstieg, der kommunikative Tiefpunkt mit "Sonderaktionen" à la "Opel Corsa Steffi Graf" und schließlich der Hype um "Umparken im Kopf", der eher in der Marketing-Filterblase und auf Award-Bühnen als am Point of Sale zu spüren war.

"New Germanness" die Adjektive "mutig" und "klar"

Jetzt schlägt Opel ein neues Kapitel auf. Diesmal steht nicht die Werbekampagne im Mittelpunkt, sondern das Design. Das ist keine schlechte Idee. Design kann besser als jedes TV-Bombardement mit Jürgen Klopp und Bettina Zimmermann vermitteln, wofür eine starke Marke steht: Nachhaltigkeit, Wiedererkennbarkeit, Einzigartigkeit.

Vielleicht kann Opel irgendwann mehr erzählen als 30-Sekunden-Episoden über verlorene Autoschlüssel. Eine richtige Erfolgsgeschichte zum Beispiel. Ich würde es der Marke und ihren Mitarbeitern wünschen.

Frank Zimmer

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15.07.2018 Kroaten sind Titel-tauglich

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, schrieb mir zu der neusten Entwicklung bei Opel. Er wünscht sich eine richtige Erfolgsgeschichte für den Autobauer aus Deutschland. Jetzt schlägt Opel ein neues Kapitel auf. Diesmal steht nicht die Werbekampagne im Mittelpunkt, sondern das Design. Prima, sagen wir, von der GFDK Redaktion.

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V, hat viel Verständnis dafür, das die Kroaten die isotonische Sponsorenplörre der FIFA nicht saufen wollten, und wünscht der Mannschaft viel Erfolg im Endspiel.

Lieber Herr Böhmer,

Glückwunsch, Kroatien - Ihr habt es bis ins Finale der Fußballweltmeisterschaft gebracht. Und das bei diesem harten Gegner. Nein, ich meine nicht England, diese fairste Mannschaft, die man sich nur vorstellen kann. Ich meine die FIFA.

Die Disziplinarkommission des Weltverbands hat die Kroaten bestraft, weil Spieler „nicht autorisierte Produkte“ benutzt hatten. Sprich: Sie hatten offenbar keinen Bock, die isotonische Sponsorenplörre zu saufen. Hut ab, Kroatien. 60.500 Euro für ein paar nicht konsumierte Erfrischungsgetränke. Wer da die Contenance behält, ist Titel-tauglich.

Aber es hat ja nicht nur Kroatien getroffen. Auch England und Uruguay müssen ebenfalls zehntausende Euro lockermachen. Weil sie falsche Socken getragen haben. Ja: falsche Socken!!! Bei Uruguay war es übrigens nur ein einzelner Spieler, der sich mit verbotenem Wadenschmuck zierte.

Typisch FIFA, typisch Schweiz? Dann schauen wir mal, was hierzulande gerade passiert. Der Noch-Generalsponsor Mercedes-Benz wirbt mit fünf Nationalspielern. Auf dem Plakat sind die Bayern-Profis Joshua Kimmich und Jérôme Boateng zu sehen.

Das verhagelt dem FC Bayern sein Weißbier. Nach dem Verständnis der Münchner verstößt das gegen die 2017 vereinbarten "Leitlinien zur Verwendung von Persönlichkeitsrechten und anderer Rechte der A-Nationalspieler". Unsere Spezialistin Ulrike App erklärt’s gerne.

Es ist nämlich genau geregelt, wie viele Nationalkicker für die Commerzbank, Adidas oder Bitburger auflaufen dürfen.

Hab ich Lust, dafür Verständnis aufzubringen? Nö. Stattdessen frage ich mich, was das überhaupt noch ist: die „Deutsche Fußball-Nationalmannschaft“. Pardon: „La Mannschaft“. Früher, da war ich mit heißem Herzen bei diesem Team. Heute macht es mir gar nicht so viel aus, dass wir früh ausgeschieden sind.

Ich freue mich einfach für diese Asterix-und-Obelix-ähnlichen Kroaten. Trinken einfach ihre eigene Cervisia, diese Ostgoten - Auf ins Finale.

Wir Nicht-Fußballnationalspieler können uns ja kleinere Ziele setzen:

Auf in den Feierabend. Bei Teutates

Rolf Schröter

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15.07.2018 Der Zorn der Verbraucher

GFDk - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Gestern noch schrieb mir Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, dass Marken sich an gesellschaftspolitischen Trend orientieren. Was dabei raus kommt, sieht man bei Citroen: "Kind muss nicht mehr kotzen - dank der Brille." Dabei sollte Citroen doch einfach nur Autos bauen, wenn es geht bessere, meinten wir.

Nun schreibt mir Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V, dass viele Medienmenschen den Wert ihrer Marke und die Markenkraft wohl unterschätzen. Es gibt aber auch, wie wir wissen, Marketer, die den Wert ihrer Marke überschätzen. Das beste Beispiel lieferte EDEKA ab.

Allen ernstes haben die geglaubt, sie könnten Billig-Fleisch mit einem Tierschutzlabel verkaufen, und der Verbraucher würde das hinnehmen. Der Schuß ging nach hinten los. Hier hat die Markenkraft in den Markensaft geschossen.

Lieber Herr Böhmer,

irgendwie peinlich. Und schade. Dass viele Medienmenschen immer noch nicht um den Wert ihrer Marken wissen, Markenkraft ihrer Medien nutzen oder gar über diverse Medienkanäle stärken. Längst geht es nicht mehr darum, mit einem Printprodukt, einem TV-Format oder einem Online-Auftritt direkt 1:1 Gewinn zu erzielen.

So haben vielleicht Verleger und Manager im vergangenen Jahrhundert gedacht – und so denken noch einzelne dieser Spezies heute.

Heute muss von der Kraft der aufgebauten Marken profitiert werden. Geschäftsmodelle müssen an die Medienmarken angedockt werden. Ganz gleich, ob in Form von Events, Büchern, Spielen oder gar ganz neuen Ideen, etwa Testaten.

Eine starke Marke hat der Sender Vox aufgebaut: Die Höhle der Löwen. Dass Gruner + Jahr nun ein Magazin dazu starten will, erhöht das Vermarktungspotenzial. Und zwar für Sender wie Verlag, die ja beide zu Mama Bertelsmann gehören.

Was genau hinter dem Konzept steckt, hat unsere W&V-Kollegin Manuela Pauker skizziert.

Und was gab es noch? - Der Zorn der Verbraucher

Edeka verkauft Hähnchenschenkel für 15 Cent pro 100 Gramm

Über Edeka brauste zu Recht ein Shitstorm durch die sozialen Medien, weil die Einzelhandelskette im Wochenangebot das Fleisch zu billig angeboten hat. Selbst eine Auszeichnung des Fleisches durch die "Initiative Tierwohl" konnte Edeka nicht vor dem Zorn der Kunden schützen.

Auf Facebook schrieb ein Nutzer

Zu Ihrem Montagsknüller für diese Woche:

Ihr Montagsknüller ist wirklich ein Knüller. Aber ein abscheulicher, abstoßender und unfassbarer.

Dass Sie Fleisch, welches von einem fühlenden Lebewesen stammt, für so einen Preis verschachern, ist eigentlich schon unsagbar traurig und derart herabwürdigend (nicht nur für das Tier), aber dass Sie es dann noch mit dem einem "Tierwohllabel" auszeichen, ist wirklich der Gipfel der Geschmacklosigkeit.

Somit suggerieren Sie den Verbrauchern sogar noch, dass diese etwas Gutes tun, wenn sie dieses Billig-Fleisch kaufen. Damit unterstützen Sie, dass die Menschen immer mehr den Bezug zu dem was sie dort auf dem Teller haben und es vor allem nicht mehr schätzen.

Wie soll der Verbraucher sich bewusst werden, dass es ein lebendes Tier war, welches aufgezogen und versorgt werden musste, wenn Sie es für einen Preis von 0,15 cent / 100 Gramm verkaufen? Sogar eine billige qualitativ schlechte Tafel Schokolade kostet mehr das 3-fache!

Auch ein "frisches Hähnchen" für EUR 3,33 ist ein Schlag ins Gesicht, für alle empathischen Menschen, die sich für unsere sogenannten "Nutz"tiere sorgen und einsetzen. Dazu muss man noch nicht einmal Vegetarier sein, dass sowas weh tut.

Es dürfte sich auch bis zu Ihnen herumgesprochen haben, welche schrecklichen Zustände in der Massentierhaltung herrschen. Wie erbärmlich diese 745 Mio. Tieren leben und sterben, jedes Jahr in Deutschland. Daher bin ich sehr empört, dass Sie diese Zustände noch fördern, indem Sie solche Angebote machen.

Ich kann Sie nur bitten, dieses bei Ihren künftigen Aktionsplanungen zu berücksichten.

Soweit dazu: Ein Kg Hähnschenschenkel für 1.50 Euro mit dem Tierschutzlabel zu bewerben, das ist der Hammer der Woche.


Ich wünsche Ihnen angenehme Lektüre.

Jochen Kalka

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12.07.2018 Citroen sollte lieber bessere Autos bauen

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V, fand die Werbung von Mercedes weitaus besser gelungen als die der Bahn. Da wusste er aber noch nichts von der Brille von Citroen, besser so.

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, schreibt mir nun das Marken sich an gesellschaftspolitischen Trend orientieren. Was dabei raus kommt, sieht man bei Citroen: "Kind muss nicht mehr kotzen - dank der Brille."

Lieber Herr Böhmer,

früher genügte es, wenn Marken einzigartig waren und gute Produkte garantierten. Heute müssen sie dazu auch noch nützlich sein und idealerweise die Welt verbessern. "Useful Brand Experiences" heißt das Buzzword zum gesellschaftspolitischen Trend. Nur so ist das merkwürdige Brillengestell zu verstehen, das Citroen gerade erfunden hat.

Citoen sollte gute Autos bauen und nicht Brillen

Und  mal ehrlich: Die Brille sieht ziemlich bescheuert aus. Aber wenn's hilft...Es sieht aus wie Karneval in Köln (mehr zum Dmexco-Streit lesen Sie hier), soll aber vor Reisekrankheit schützen.

Ich finde es gut, dass Citroen sich mit Brillen nützlich machen will. Noch besser wäre es, wenn diese großartige Marke dahin zurückfinden würde, wofür sie einmal stand: Technologische Extraklasse und epochales Design. Das wäre dann wirklich innovativ und für viele tausend Citroen-Mitarbeiter sicher auch nützlich.

Unter dem Namen Seetroën ist die Brille im Lifestyle-Boutique der Marke vorbestellbar. Dort wird sie für 99 Euro im Rahmen einer Limited Edition angeboten.

Ihnen einen schönen Abend und eine schöne Woche.

Frank Zimmer

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11.07.2018 Natürlich gewinnt der Spot für die C-Klasse

GFDk - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online bei W&V, möchte keine Monokultur ohne Einkaufserlebnis, schrieb er mir. Ich auch nicht. Aber so schilderte das erste Szenario der insgesamt sieben Teile umfassende Zukunftsstudie "2025: Smart Value Networks" ein derartiges "Shopping 4.0"

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V, findet die Werbung von Mercedes weitaus besser gelungen als die der Bahn.
 
Lieber Herr Böhmer,

schon die neuen Kampagnen von Mercedes und der Deutschen Bahn gesehen? Vergleichen wir doch mal: Natürlich gewinnt der Spot für die C-Klasse. Er ist einfach gut. Prominenz, Dynamik, filmische Überraschungseffekte, Musik – alles vom Feinsten. Die Bahn dagegen: Ein Gag, der über 50 Sekunden hinweg durchgekaut wird.

Ja, das ist zwar ein Vergleich wie Äpfel mit Birnen. Denn Mercedes spricht eine überschaubare Elite an, die Bahn dagegen die Gesamtbevölkerung. Da müssen Humor und Botschaft breit wirken. Aber trotzdem hinterlässt die Kreation der Bahn bei mir einen schalen Nachgeschmack; Mercedes nicht.

Und zwar deshalb, weil Mercedes die eigene Kraft betont: „Never stop improving.“ Die Bahn dagegen diskreditiert die Wettbewerbsgattung Flugzeug – beim Thema Beinfreiheit.

Aber wer andere disst, um sich selbst als besser darzustellen, braucht wirklich überzeugende Argumente. Und die sind leider nicht stichhaltig. Wer schon mal in einem vollen ICE saß, weiß: Da ist es auch nicht bequemer als in einem vollen Flugzeug.

Hätte die Bahn auf den lahmen Gag mit den singenden Knien verzichtet, hätte sie sich und uns 40 Sekunden gespart und die Botschaft wäre auch angekommen – mit einem positiven Dreh.

Einen schönen Abend wünscht

Ihr Rolf Schröter

Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere unserer Rubrik Marketing News hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt.


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