Marketing und Werbung - Produkte und Köpfe

01.04.2018 warum jetzt plötzlich dieser Aufschrei?

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Rolf Schröter Ressortleiter Marketing bei W&V schrieb mir zu den "Online Marketing Rockstars" geschrieben, und findet den Begriff "Rockstars" schon peinlich genug. Schröter meint. Als der Begriff "Online Marketing Rockstars" geboren wurde, war das vornehmliche Ziel bestimmt nicht, intelligent zu wirken. Da wird er wohl Recht haben.

Nun schreibt mir Jochen Kalka Chefredakteur von W&V. Erste Marken wollen Facebook die rote Karte zeigen. Ich glaube, das ist nur ein Sturm im Wasserglass.

Lieber Herr Böhmer,

mal ehrlich, aber das wusste doch schon Ihr Arzt oder Apotheker, warum jetzt plötzlich dieser Aufschrei? Was ist daran denn wirklich neu, an dieser hochgespielten Facebook-Affäre mit Cambridge Analytica. Alles, was jetzt hochkocht, hat deren bisheriger CEO Alexander Nix schon in aller Öffentlichkeit gesagt, etwa bei der OMR (Online Marketing Rockstars) – vor einem Jahr, wie die gedruckte Ausgabe von W&V am Montag zeigen wird.

Dass jetzt erste Marken Facebook die rote Karte zeigen, das ist neu. Ein großer Werbungtreibender wie die Commerzbank argumentiert mit Brand Safetyness und Datensicherheit. Absolut verständlich. Und doch darf man überrascht sein.

Das ist alles bekannt

Denn das, was Facebook liefert, ist bekannt. Seit Jahren bekannt. Die Ware, der Wert, die Wirkung. Im Guten wie im Bösen. Dass vor einem Jahr mal die Reichweite von gewissen Zielgruppen als größer dargestellt wurde, als es in den jeweiligen Ländern – auch Deutschland – Einwohner gibt, ist das Eine.

Dass Facebook für Fake und Hass missbraucht wird und als psychologische Waffe eingesetzt wird, ist das Andere. Das ist bedauerlich, aber ebenfalls bekannt.

Facebook versteckt sich an dieser Stelle nicht, aber auch Cambridge Analytica spielt das umstrittene Tun völlig frei und unverkrampft in der Öffentlichkeit. Was nicht heißt, dass man das gut finden muss.

Natürlich können Marken Facebook für ihre Zwecke nutzen, müssen sich aber ihrer Verantwortung bewusst sein, der Risiken und der Nebenwirkungen. Vielleicht sollten Marken doch mal ihren Arzt oder Apotheker fragen.

Ihnen ein schönes Wochenende.

Jochen Kalka

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25.03.2018 "Online Marketing Rockstars"

Marketing News - W&V Rolf Schröter

Zuletzt hat mich Rolf Schlöter darüber informiert, dass Joko Winterscheidt ein Magazin für junge Leser herrausbringt. Na ja, schrieb er, innen locken schon mal unter anderem kiffende Nonnen und Joko im Puppenpuff. Und rein äußerlich sieht man Joko seine eigene Zeitschrift verbrennen, um sich damit eine Zigarette anzuzünden.

Rolf Schröter Ressortleiter Marketing bei W&V schreibt mir zu den "Online Marketing Rockstars"

Lieber Herr Böhmer,

der Begriff "Rockstars" ist schon peinlich genug. Aber dass sich alberne Reklameheinis als 'Online Marketing Rockstars' bezeichnen, ist nicht nur grottenalbern, sondern auch kotzscheißdumm."

Diese LeserIn-Zuschrift hat mich erheitert und überrascht. Ihre authentische Wut bricht in eine sprachliche Blüte, die einen feinen Humorgeschmack verbreitet.

Und überrascht hat sie mich, weil ich mir bis dato noch gar keine Gedanken über den Begriff "Online Marketing Rockstars" gemacht hatte. (So abgebrüht bin ich schon.)

Aber, liebe Leserin, resp. Leser: Als der Begriff "Online Marketing Rockstars" geboren wurde, war das vornehmliche Ziel bestimmt nicht, intelligent zu wirken. Sondern Aufmerksamkeit und Interesse zu erregen. Hat ja auch funktioniert! Sogar Mirko Kaminski ist dort und stellt die richtigen Fragen. Zum Beispiel: Trinkt der Kollege Algorithmus eigentlich Alkohol?

Wobei: Wenn der Kollege ein echter Rockstar ist, dann kennt der wahrscheinlich noch ganz andere Stöffchen …

An alle, die in Hamburg sind: Rock on! Details bitte unter #OMR18

… und dem Rest noch einen heiteren Abend voller Überraschungen!

Das wünscht

Rolf Schröter

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21.03.2018 kiffende Nonnen und Joko im Puppenpuff

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Holger Schellkopf Chefredakteur von W&V hat mir zuletzt zum deutschen Medienpreis 2018 geschrieben, und wie es um die Tradition bestellt ist. Richtig verstandene Tradition braucht Veränderung, braucht Weiterentwicklung, war seine Meinung. Dem konnten wir nur zustimmen.

Nun schreibt mir Rolf Schröter Ressortleiter Marketing bei W&V

Lieber Herr Böhmer,

sie sollten sich „in einer coolen, sitzenden Pose“ fotografieren. Die jungen Frauen erhielten recht klar umrissene Vorgaben, wie sie den „Muse X Strap“ von Puma zu inszenieren hatten.

Ja, wie brieft man eigentlich Influencer? Hier liefert W&V-Redakteurin Verena Gründel eine Gebrauchsanweisung für angeheuerte Social-Media-Werbefiguren.

Eine gute Werbefigur in eigener Sache macht derweil Joko Winterscheidt. Mit 671.000 Followern allein auf Instagram ist der TV-Entertainer selbst ein starker Influencer. Und ab dem 22. März liefert er auch noch gedruckte Reportagen. Wohlgemerkt: In einem Magazin! Und auch noch für junge Leser!!

Wie das funktioniert? Na ja, innen locken schon mal unter anderem kiffende Nonnen und Joko im Puppenpuff. Und rein äußerlich sieht man Joko seine eigene Zeitschrift verbrennen, um sich damit eine Zigarette anzuzünden.

Das ist Wahnsinn. Also sinnvoll.

Uns allen einen tollen Abend

Rolf Schröter

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18.03.2018 20 Jahre Deutscher Mediapreis

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Wie man viel Geld in Branding und Werbung verbrennt, hat mir zuletzt Frank Zimmer Redaktionsleiter Online bei W&V geschrieben. Dass der mit großem Aufwand entwickelte Auftritt von Innogy bald schon wieder Geschichte ist. Aberwitzige Summen wurden in Branding und Werbung investiert, aber ohne Erfolg.

Holger Schellkopf Chefredakteur von W&V schreibt mir nun zu dem deutschen Medienpreis 2018, und wie es um die Tradition bestellt ist.

Lieber Herr Böhmer,

wenn von Tradition die Rede ist, wird das häufig gleichgesetzt mit sturem Beharren auf dem Bestehenden; Tradition scheint fast der Antipode von Erneuerung zu sein. Dabei stimmt genau das Gegenteil. Richtig verstandene Tradition braucht Veränderung, braucht Weiterentwicklung, moderne Interpretation, sonst wird sie ein aus der Zeit gefallenes Museumsstück.

20 Jahre Deutscher Mediapreis

Der Deutsche Mediapreis, 2018 immerhin in 20. Auflage, lieferte einige gute Beispiele von richtig verstandener Tradition. Der DMP selbst gehört dazu, mit neuer Location, neuen Kategorien, neuen Ansätzen. Vor allem aber gilt das für die Media-Persönlichkeit des Jahres, für Julia Jäkel.

Sie zeigt an der Spitze von Gruner + Jahr, wie Tradition verstanden werden muss, will man nicht am Ende mit einem Museumsstück dastehen. Ohne echten Wandel und stete Erneuerung kann die Tradition eines solchen Hauses nicht weiterleben.

Wandel und Erneuerung sind Prädikate, die auch gut zur Marke LEAD aus dem Hause W&V passen. Zu Jahresbeginn mit lead-digital.de neu gestartet, gibt es die neue LEAD ab 21. 3. auch gedruckt.

Eine recht schöne Tradition ist hierzulande das Wochenende. Hier hat sich auch schon eine Menge geändert, es lässt sich zumeist aber gut zur eigenen Erneuerung nutzen.

In diesem Sinne: ein erfolgreiches Wochenende wünscht

Holger Schellkopf

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16.03.2018 Sinnsucher gefunden

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Frank Zimmer Redaktionsleiter Online bei W&V hat mir wieder etwas mitzuteilen. Bertelsmann erschließt einen weiteren Vertriebsweg für ausgewählte Autoren der Buchsparte Random House: "Sinnsucher", ein Portal für digitale Lebenshilfe.

Super genau das brauche ich auch, da ich mich schon seit etlichen Jahren in einer Lebenskriese befinde. Ob mir der "Sinnsucher" Frank Behrendt den Weg aus der Finsternis aufzeigt werde ich einmal probieren. Für 59 Euro kann ich ja nicht viel falsch machen.

Zuletzt hat mir Holger Schellkopf Chefredakteur von W&V  zu der South by SouthWest, dem Digitalfestival in Austin geschrieben , wo Tech auf Marketing und auf Entertainment trifft.


Nun schreibt Herr Zimmer - Lieber Herr Böhmer,

Sie werden hier selten lesen, dass der Aufbau einer Marke nicht lohnt, aber jetzt ist es wieder einmal soweit. Wie es aussieht, ist der mit großem Aufwand entwickelte Auftritt von Innogy bald schon wieder Geschichte. Keine 2 Jahre ist es her, dass RWE das neue Unternehmen in den Markt brachte. Heute weiß man schon nicht mehr genau warum, denn ein Deal mit dem Konkurrenten E.ON macht alles anders.

Ausgerechnet E.ON. Erinnern Sie sich? Im Jahr 2000 pumpte der damals neu formierte Energiekonzern aberwitzige Summen in Branding und Werbung, ohne dass sich die Marktanteile signifikant ändern wollten.

Eigentlich sollte man so einen Markenhype unterstützen, denn jeder von uns hat etwas davon: Marketer, Kreative, Mediaplaner, Vermarkter, Medienleute. Aber auch die fettesten Markenkampagnen machen keinen Spaß mehr, wenn Konsumenten sie irgendwann nicht mehr ernst nehmen.

Ihnen einen schönen Abend.

Frank Zimmer

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14.03.2018 Texas ist weit weg und die Reise teuer

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf Chefredakteur von W&V schreibt mir zu der South by SouthWest dem Digitalfestival in Austin.

Guten Abend aus München -  obwohl momentan wohl eher ein Howdy angebracht wäre.

Schließlich treibt sich aktuell mindestens jeder Zweite, der auch nur irgendwie was mit Digital am Hut hat, auf der SXSW in Austin/Texas herum. Dass einem die Buchstabenreihenfolge inzwischen recht problemlos über die Lippen kommt, spricht dafür, dass die South by SouthWest tatsächlich auch hierzulande eine feste Größe geworden ist.

Und muss man auch wirklich sagen, dass die South by - wie der geneigte Routinier das Ding gerne mal verkürzt nennt, um den Insider-Status zu präsentieren - jenseits von Bällebad-Klimbim und Heldenverehrung der Sorte „Unseren täglichen Musk gibt uns heute“ vielleicht der beste Seismograph für die digitalen Entwicklungen der näheren Zukunft ist, den man finden kann.

Tech trifft auf Marketing trifft auf Entertainment und das Ganze in sehr groß - 70.000 Besucher und 2000 Sessions sind da nur zwei markante Eckpunkte. Erfreulich: immer mehr Deutsche haben das Spektakel für sich entdeckt, ein German House gibt es nicht nur bei den Olympischen Spielen, sondern auch bei der SXSW.

Und ganz egal, wie durchgedreht manches rüberkommt, man kann es nicht oft genug sagen: Listen and learn ist die beste Methode, um sich weiterzuentwickeln, um vorbereitet zu sein.

Gleichzeitig ist Texas aber weit, die Reise teuer, man hat auch andere Termine, kurz: es kann halt nicht jeder hin. Für diese Fälle haben wir vorgesorgt. Unser Liveblog verschafft dauerhaft einen Eindruck von den wichtigsten Nachrichten, dazu gibt es Bewegtbild mit deutschen Stimmen. Auf diese Weise können wir alle irgendwie dabei sein beim Digitalfestival in Austin. Und das ist ja auch schon mal was.

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07.03.2018 Das saublöde Getue der Marken

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Zuletzt hatte Frank Zimmer Redaktionsleiter Online bei W&V gute Nachrichten. SAP will neue Wege im Personalmarketing gehen, schrieb er mir. Das könnte auch ein Vorbild für andere Unternehmen sein. 22.000 Mitarbeiter dürfen Zuhause arbeiten.

Am Ziel vorbei und dämlich

Nun meldet sich Jochen Kalka der Chefredakteur von W&V zu Wort und wird sehr deutlich über Marken, Werbern und Maketern. Stellen sie sich einmal vor, dass ein Putzmittelhersteller damit wirbt, die Frauenrechte zu vertreten.

Oder ein Staubsaugerhersteller macht sich für die Gleichberechtigung stark, und wirft sich in den Staub. Und um das zu krönen werben die damit am Weltfrauentag. Ha Ha, am Ziel vorbei geschossen, würde ich sagen, und dämlich wäre es auch.

Lieber Herr Böhmer,

so kann es nicht weitergehen, ich muss es rauslassen, auch wenn ich damit von aller Welt missverstanden werde: Das saublöde Getue der Marken rund um den Weltfrauentag am 8. März ist halte ich nicht mehr aus.

Rossmann und die Rossfrauen

Angefangen von der wirklich dämlichen Rossmann-Aktion, kurzzeitig zu Rossfrau zu mutieren, bis hin zum Trockenshampoo "Batiste", das datengetrieben gesellschaftspolitisch sein will. Mit Hilfe eines Algorithmus identifiziert die Agentur Cheil Posts auf Twitter, die unterschiedliche Formen der Diskriminierung von Frauen aufnehmen. Wääääh!

Mal ehrlich, ist den Werber und Marketern, ganz gleich ob Frau oder Mann, eigentlich noch zu helfen? Ist ihnen bewusst, was sie damit NICHT tun? Ist ihnen klar, dass sie an den eigentlichen Problemen vorbeikreieren?

Dass sie mit Rossfrau und pseudo-gesellschaftlichen Algorithmen dazu beitragen, Frauen zu diskriminieren, weil sie den Kampf der Gleichberechtigung ins Lächerliche ziehen?

Als wären Frauen lebensuntüchtige Kreaturen, wird in der Werbung so etwas wie „Schluss mit Selbstzweifeln“ (Batiste) gefordert oder, wie der erste Douglas-Spot von Tina Müller : „Wir glauben, dass Frauen am schönsten sind, wenn sie das Selbstvertrauen haben, zu sein und zu tun, was sie wollen.“ Bin ich denn der Einzige, dem es dabei gruselt?

Keine Kohle bekommen, aber dafür schön, dank Douglas

Dabei liegen die wahren Probleme, mit denen Frauen tagtäglich zu kämpfen haben, so nahe. Etwa in der Lohntüte. WPP hat in einer internen Studie das Pay Gap zwischen Mann und Frau untersucht . Bei JWT in UK liegt der Unterschied bei 44,7 Prozent – bei gleicher Arbeit. Aber Hauptsache, die Frauen bei JWT sind schön, dank Douglas?

Hochachtung vor den Pinkstinks, die gemeinsam mit dem Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA einen Positivpreis für Werbung vergeben. Sexistische und diskriminierende Werbung anzukreiden sei das eine, zu ermutigen, den richtigen Weg zu gehen, der andere. Na also, geht doch.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend.

Jochen Kalka

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07.03.2018 neue Wege im Personalmarketing

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Rolf Schröter, der Ressortleiter Marketing bei W&V, schrieb mir zuletzt, dass BMW jetzt nicht nur Autos verkauft, nee die machen jetzt auf Journalismus, besser gesagt sie wollen Geschichten produzieren, Content und Medienanbieter werden. Das habe ich mal stark in Frage gestellt, die sollten es dabei belassen, Autos zu bauen. BMW.com ist frisch, schön, schnell, einfach und belanglos, war die Meinung von Rolf Schröter

Nun schreibt mir Frank Zimmer Redaktionsleiter Online bei W&V, dass SAP neue Wege im Personalmarketing gehen will. Das könnte auch ein Vorbild für andere Unternehmen sein. 22.000 Mitarbeiter dürfen Zuhause arbeiten.

Lieber Herr Böhmer,

nicht nur Personalchefs kennen das Wort "Scheinselbstständigkeit". Der Begriff ist mit Recht negativ besetzt, denn er bezeichnet einen Job-Status, der eigentlich nur Nachteile mit sich bringt: Die Unsicherheit der Freelaancer-Existenz und die Unfreiheit der Festanstellung. Das Modell ist aus gutem Grund illegal.

Vielleicht sollten Unternehmen öfters über das genaue Gegenteil von "Scheinselbstständigkeit" nachdenken. Über Mitarbeiter, denen ihr Job nur Vorteile statt Nachteile bringt. "Scheinangestellte" klingt verrückt, trifft es aber eigentlich ganz gut.

Menschen also, die zwar vertraglich in ihre Organisation eingebunden sind, aber so frei und so unbürokratisch wie möglich für sie arbeiten können. In gegenseitigem Interesse, denn zufriedene Mitarbeiter sind meistens auch loyale, gute und produktive Mitarbeiter.

Das wird nicht auf Kommando und nie ohne Reibereien funktionieren. Aber bei Microsoft scheint es ganz gut zu laufen. Und bei SAP traut man sich jetzt auch: 22.000 Mitarbeiter in Deutschland müssen dort keine Präsenzzeiten mehr absitzen, sondern können eigenverantwortlich über ihren Arbeitsort bestimmen.

Die These ist nicht sehr originell, aber im Personalmarketing wird trotzdem der mit dem intelligenteren Angebot gewinnen. Vorausgesetzt, er verkauft nicht nur heiße New-Work-Luft, sondern ein real funktionierendes Job-Modell, von dem beide Seiten profitieren.

Ihnen ein schönes Wochenende.

Frank Zimmer

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04.03.2018 Mein Schwein pfeift aus allen löchern

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Jochen Kalka, der Chefredakteur von W&V, schrieb wie man mit Humor Mitarbeiter sucht, und das Frauen nur eine Chance haben mehr Geld zu verdienen, in dem sie Karriere machen müssen. Eine PR-Agentur aus München suchte einen PR-Fuzzi oder eine PR-Trulla, mit chilligen Lebenslauf und Erfahrung mit üblen Kantinen.

BMW als Medienanbieter, kann das gut gehen?

Rolf Schröter, der Ressortleiter Marketing bei W&V, schreibt mir, dass BMW jetzt nicht nur Autos verkauft, nee die machen jetzt auf Journalismus, besser gesagt sie wollen Geschichten produzieren, Content und Medienanbieter werden.

Ob die BMW-Publisher etwas taugen, wage ich mal zu bezweifeln. Der Content soll nach dem Motto produziert werden, was gerade so in den Netzwerken gehypt wird, auf diesen Zug springen die BMW Publisher auf, produzieren in Windeseile einen Artikel, um Klicks zu generieren. So sollen "relevante Inhalte" geschaffen werden. Ich sage mal besser nichts dazu, außer das mein Schwein pfeift.

Lieber Herr Böhmer,

BMW wird menschlicher. Ein Klick auf BMW.com – und man steht nicht mehr am Empfangstresen im Vorraum der Konzernzentrale. Sondern vor einer reizvoll-bunten Kiosk-Auslage. Ein riesiger Unterschied.

Die neue, von Jung von Matt geschmiedete Markenhomepage ist so herrlich frisch wie ein Pfefferminzbonbon. Die weiß-blaue Marke macht ein eindeutiges Angebot: Redaktionell kuratierte Stories statt biederer Informationsmitteilung.

Aber eigentlich sind es gar nicht so sehr die häppchenartigen Inhalte, die den Leser mitnehmen. Sondern die Technik, die so viel besser ist als vieles, was ins Netz geschoben wird. BMWs neue Seite ist mobile first konzipiert. Mit den Google-Techniken AMP und PWA.

AMP (Accelerated Mobile Pages) heißt: Die Ladezeiten liegen unter zwei Sekunden. Zack! Die Inhalte sind da. Das ist unglaublich angenehm, wenn man unterwegs dynamisch scannt. PWA ist die Abkürzung für Progressive Web Apps.

Das bedeutet eine Nutzerführung wie bei Snapchat Discover oder in Social Media Timelines. Mit bildschirmfüllenden Videos und klarer Anmutung.

Diese Darreichungsform dürfte so manchen Publisher neidisch machen. Allerdings nützt so eine Bühne nur dann, wenn man auch was Starkes auf die Bühne zu stellen hat. Was die Bilder betrifft, muss man nicht diskutieren: Erste Sahne. Und die Themen?

Na ja. BMW ist BMW. Was sonst. Die Bayern sagen zwar, BMW.com sei „mehr als eine weitere Markenplattform mit austauschbaren Corporate Publishing Inhalten“, sondern schaffe für Leser „echten Mehrwert“ und biete „relevante Inhalte“. Aber wie geht das konkret?

Für die Inhalte ist das neu geschaffene „Content Studio“ verantwortlich. Dahinter steht die Spezialagentur Territory. Die Menschen, die dort arbeiten, werden von einem Aufmerksamkeitsprüfstand getrieben.

Relevante“ Inhalte, beziehungsweise solche mit „starker Social Media Dynamik“ werden in einer Echtzeit-Datenanalyse identifiziert. „Passende“ Inhalte können in kürzester Zeit produziert und veröffentlicht werden.

Fazit: BMW.com ist frisch, schön, schnell, einfach – und manchmal belanglos.

Egal. Am Kiosk kauft man ja auch nicht nur schwer Verdauliches in Zeitungen und Zeitschriften, sondern auch einfach Süßkram, der schnell ins Blut geht. Hauptsache, die Kunden sind glücklich.

Ihnen einen schönen Abend.

Rolf Schröter

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02.03.2018 auch Grantler und Taugenichtse sind gefragt

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Gestern schrieb mir Holger Schellkopf der Chefredakteur von W&V über eine App, die es in Null Komma nix von null auf hundert geschaft hat. Die App Vero wird als Anti-Facebook oder Instagram-Killer gehypt. Nun schreibt mir Jochen Kalka der Chefredakteur von W&V, wie man mit Humor Mitarbeiter sucht, und das Frauen nur eine Chance haben mehr Geld zu verdienen, in dem sie Karriere machen müssen.

Lieber Herr Böhmer,

sie haben Erfahrung mit üblen Kantinen, lieben Kollegen aus der Hölle und wollen unsympathische Chefs? Dann bewerben Sie sich bei der PR-Agentur Cocodibu aus München, die einen PR-Fuzzi oder eine PR-Trulla sucht.

Grantler und Taugenichtse werden auch gesucht

Keine Sorge, das sind alles Zitate aus deren Offerte. Ja, dazu gehört schon Mut, doch Aufmerksamkeit ist gewiss, wenn man unkonventionelle Stellenausschreibungen macht. Auch die kleine Firma Kalz aus Eggenfelden wagte es heute, „Grantler und Taugenichtse“ über eine Anzeige in der Passauer Neuen Presse zu suchen.

Weniger zum Lachen ist, wie auch heute noch, im Jahr 2018, Frauen im Marketing ausgebeutet werden. Mehr als zwei Monate lang arbeiten Frauen jedes Jahr durchschnittlich im Marketing, ohne einen Cent dafür zu erhalten.

Gute zwei Monate, legt man das Jahresgehalt der Männer mit 63.000 Euro dem der Frauen mit 51.000 Euro gegenüber . Würden Frauen aus Protest am Weltfrauentag (8. März) diese unbezahlte Arbeit ruhen lassen, könnten sie sich ungefähr bis zum 14. Mai frei nehmen.

Verwunderlich ist, dass wir das einfach so hinnehmen. Nicht nur Frauen, auch Männer. Eigentlich bräuchten wir hier so eine Art Martin Luther King. Einen Menschen, der sich für Gerechtigkeit einsetzt. Komisch:

Würden sich die 20 Prozent Gehaltsunterschied auf Rassen statt auf Frauen beziehen, wäre – zurecht! – der Aufschrei groß. Da es aber „nur“ um die Frau geht, lesen wir diese Statistiken immer, schütteln den Kopf und arbeiten weiter im Marketing.

Frauen bleibt nur eine Chance: Karriere zu machen. Sobald Marketer Personalverantwortung erhalten, springt das Gehalt im Durchschnitt um 31 Prozent. Aber wie stark profitieren Frauen davon?

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Ihr Jochen Kalka

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