Marketing und Werbung - Produkte und Köpfe

09.11.2018 #Männertage-Kampagne

GFDK - Marketing News - Gottfried Böhmer

Media-Markt braucht dringend Erfolg, aber wie macht man das, wenn die Umsätze im Sinkflug sind? Man braucht eine Kampagne, die für Aufregung sorgt. Und was eignet sich heutzutage besser als die hysterischen MeToo Akteure, man muß sie nur in Bewegung bringen, um reichlich Aufmerksamkeit zu bekommen. Ein Shitstorm mußte also her, und der ließ nicht lange auf sich warten.

Mit MeToo zu neuen Ufern

Zum Weltmännertag am 3. November thematisierte Media-Markt die "Männertage", mit der aktuellen Kampagne #Männertage. Die Kampagnenidee der Münchner Agentur Zum Roten Hirschen in Zusammenarbeit mit Denkwerk hatte einen vollen Erfolg, da hat man tatsächlich nachgedacht.

Wie erwartet reagierten viele Internetnutzer, vor allem auf das Motiv mit Sophia Thomalla:

"An diesen Tagen streichelt er alles was Knöpfe hat", sagt die Schauspielerin auf dem Motiv, das sie mit einem knappen Blüschen zeigt, das vor der Brust gerade so von einem Knopf zusammengehalten wird. Viele Social-Media-Nutzer reagierten umgehend erbost und empört.

Komplett humorbefreit

Der Mitbegründerin und Deutschlanddirektorin des Centre for Feminist Foreign PolicyKristin Lunz kam die Kotze hoch, und auch die Journalistin Silke Burmester, die für den "Spiegel" und "TAZ" schreibt, eine bekennende Feministin und Nazi-Jägerin, und meldete sich umgehend zu Wort.

Die @mediamarktde Kampagne #männertage soll "dem Händler wieder ein virales Gesprächsthema in der Öffentlichkeit bescheren" Klappt prima bei der sexismuskackscheiße á la 70er-Jahre der Agentur "Zum Roten Hirschen"

Danke MeToo

Die Stuttgarter Nachrichten meldeten, das  bereits mehrere Beschwerden wegen des Motivs beim Deutschen Werberat vorliegen würden. Damit hat es Media-Markt geschafft, man ist nach der langen Sommerdürre wieder im Gespräch, dank MeToo.

Das passt diese Meldung so gar nicht ins Bild: Die Unternehmensberatung McKinsey, der Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA) und die Agentur BBDO legen pünktlich zur Effie-Preisverleihung die Studie "Die wahren Werbetreiber: Kreativität schlägt Krawall" vor. Emotionaler Krawall schadet der Marke, heißt es. Das gilt wohl nicht immer.

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08.11.2018 Weihnachtszeit im Handel

GFDK - Marketing News W&V Jochen Kalka

Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V schreibt mir, was sich Lidl und Penny zu Weihnachten ausgedacht haben, um die Kundschaft zu locken. Gestern war ich noch auf der Suche nach einem Zitat für Frank Zimmer, leider ohne Erfolg. Gesucht wurde der Urheber des Zitates: Agenturen sind wie Küchenschaben im Atomkrieg.

Lieber Herr Böhmer,

ja ist denn heut schon Weihnachten? Das fragte Fußballaballa Franz Beckenbauer 1998 im Werbespot für E-Plus. Diese Frage stellen jetzt wieder Unternehmen, die in ihren Werbemaßnahmen den Werbewert der Vorweihnachtszeit zelebrieren.

Nach dem legendären Edeka-Spot mit dem Opa (#heimkommen) aus dem Jahr 2015, der als Viral einen gigantischen Hype ausgelöst hatte, suchen mehr und mehr Unternehmen ihr Heil in solchen Aktionen.

Zur Erinnerung: Der todgeglaubte Opa aus der Feder von Jung von Matt brachte es damals binnen 24 Stunden allein bei Facebook auf fünf Millionen Abrufe, plus 1,2 Millionen auf Youtube.

Lidl hat die Vorweihnachtszeit für sich schon 2017 neu definiert. Damals bereits mit der Agentur Überground. Hier wurde geweihnachtet ohne Blockflöte, dafür wurde geheadbangt, geschunkelt, gerauft.

Heute kommuniziert Lidl die werbliche Christmas-Offensive mit einem Film, der in 19 Ländern ausgestrahlt wird, abermals ausgeheckt von Überground. Diesmal mit der Mahnung: „Weihnachten ist das Fest der Liebe. Vermasseln wir es nicht.“

"Wir haben erkannt, dass der Wunsch nach einem perfekten, harmonischen Weihnachtsfest für großen Druck bei unseren Kunden sorgt. Deswegen möchten wir unseren Kunden als Partner begegnen, der ihnen ein entspanntes Weihnachten ermöglicht, damit sie sich auf das konzentrieren können, was wirklich zählt: die Familie", so Martin Alles, Leiter Marketing International der Lidl Stiftung.

Wie Penny Weihnachten feiert, mit einem sehr emotionalen Spot von Serviceplan, haben wir schon gestern auf wuv.de gezeigt. Nämlich, wie eine alleinerziehende Mutter auch ohne Geld festlich feiern kann. Motto: „Weihnachten braucht nicht viel. Nur Liebe.“ Penny tischt in seinem Weihnachtsspot 2018 optisch, musikalisch und erzählerisch den Zuschauern das ganz große Gefühlskino auf. Also: wir von GFDK finden es gelungen.

In diesem Sinne: Schönen Abend

Jochen Kalka

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07.11.2018 Urheber eines Zitates

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V bringt mich heute mal zum lachen. Ich habe nach seiner Aufforderung, den Urheber eines Zitates zu suchen, damit umgehend begonnen. Die Suche begann bei "Küchenscharbe" und "Atomkrieg".

Immerhin, die Morgenpost stellte mal die Frage "überleben Kakerlaken wirklich einen Atomkrieg?" Selbst Google, die Maschine, die sonst alles weiß, konnte mir bei der Suche nicht helfen, ich bin nicht fündig geworden.

Aber um was geht es?

Thomas Strerath hatte gestern den Niedergang der Agenturen prophezeit, dem hat heute Mirko Kaminski von "Achtung"deutlich widersprochen.

Lieber Herr Böhmer,

vielleicht können Sie mir weiterhelfen. Ich suche den Urheber des Zitats "Agenturen sind wie Küchenschaben im Atomkrieg". Der Vergleich mit Insekten klingt geschmacklos, aber es ist wohl als Kompliment gemeint.

Die große Zeit der Agenturen beginnt gerade erst?

Genauer: Ein Lob auf die Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft einer Branche, deren Kreativiät stärker als jede Krise ist.

Der schon mehrmals gehörte Atom-Satz fiel mir wieder ein, als Achtung-Chef Mirko Kaminski heute mit demonstrativem Optimismus auf das Untergangsszenario von Thomas Strerath reagierte.

Sein Argument: Agenturen leben davon, Chancen zu erkennen, Probleme zu lösen und Schwierigkeiten zu überwinden. Sie werden das auch in Zukunft tun. Kaminskis offenen Brief können Sie hier lesen.

Und wenn Sie wissen, wer als erster den drastischen Atom-Vergleich gebracht hat: Schicken Sie mir einfach eine Mail. Es würde mich wirklich interessieren.

Vielen Dank und herzliche Grüße,

Frank Zimmer

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06.11.2018 der Niedergang der Agenturen

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing von W&V, macht mich auf einen Gastbeitrag von Thomas Strerath aufmerksam. Strerath rechnet nach der Übernahme von Kolle Rebbe durch Accenture knallhart mit der Agentur-Branche ab.

Der Kampf der Agenturen gegen ihren Niedergang ist nicht zu gewinnen, schrieb er. Anders als wir, sieht er nicht nur das Ende der Inhabergeführten Agenturen, nein er prophezeit auch das Ende der grossen Werbeholdings.

Gestern hatten wir noch geschrieben - Ob wir diese Übernahme gut finden? Ein ganz klares NEIN. Inhabergeführte Agenturen sind leider am aussterben.

Lieber Herr Böhmer,

warum Agenturen keine Zukunft haben?

Erklärt Thomas Strerath in einem Gastbeitrag für W&V. Die Übernahme von Kolle Rebbe durch Accenture ist eine Zäsur, sagt Strerath und umreißt die Lage der Branche wie ein General am Kartentisch.

Wer keine Zeit oder Muße haben sollte, den Gastbeitrag zu lesen, sollte wenigstens diese beiden Sätze mitbekommen haben: „Wo andere vertikale Werbezwergreiche aufgebaut haben, bauen Accenture, IBM und Co. horizontale Lösungen.

Deren permanentes Beteuern, man wolle gar nicht in Konkurrenz zu den Agenturen treten, ist ungefähr so ernst zu nehmen, wie die gleichen Wortlaute der GAFAs.“

Einen schönen Abend wünscht

Rolf Schröter

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04.11.2018 Merz hat für alle etwas

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, schreibt mir ein paar Anregungen zu der Kandidatur von Friedrich Merz, der Parteivorsitzender der CDU und auch Kanzler werden will. Er meint, das könnte die SPD retten.

Lieber Herr Böhmer,

die Marke SPD ist so konturlos geworden, dass nur noch einer ihr Profil schärfen kann: Der politische Gegner. Falls Friedrich Merz CDU-Chef und designierter Kanzlerkandidat wird, sollten die Sozialdemokraten jubeln. Sie können keine bessere Story erzählen als die von der Alternative zum neoliberalen Anwalt der Hochfinanz.

Auch wenn Merz beteuert, Liberale, Konservative und jene, die sich sozialpolitisch engagierten, müssten nebeneinander Platz haben in der Partei. „Die CDU braucht jetzt Aufbruch und Erneuerung“, betonte er, am Mittwoch auf der Pressekonferenz.

Wirtschaftsliberal und sozial, wertkonservativ und modern, national und basisdemokratisch, also genau so wie er selbst, will er die CDU sehen. Das hört sich für uns wie ein Giftpott an, da ist einfach zuviel drin.

Merz hat für alle etwas

„Vor Ihnen steht ein überzeugter Europäer, ein Transatlantiker, ein weltoffener Deutscher“, so Merz. Wir von der GFDK Redaktion trauen diesem Braten nicht so recht über den Weg. Seine Kurzbotschaft: Die Partei steckt in der Krise, er werde die CDU da rausholen: "Wir müssen verstehen, was die Menschen im Land bewegt, und wir dürfen sie nicht mit Floskeln abspeisen."

Wir von der GFDK neigen aber schon zum Fatalismus, Angela Merkel hat so viele Baustellen hinterlassen, das Deutschland einen Mann braucht, der nicht mit Samthandschuhen, sondern mit Hammer und Meißel an die Arbeit geht.

Aus kommunikativer Sicht wäre Merz für die CDU ein noch größerer Gewinn. Der Mann, der Steuererreformen mit Bierdeckeln erklären kann, steht für klare Sprache und unverwechselbare Formulierungen.

Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency Deutschland meint, Friedrich Merz soll den Mitgliedern der CDU erklären, "wie er sich in seinen diversen Funktionen in der Finanzwirtschaft für ein gesellschaftlich verantwortliches Handeln seiner Auftraggeber eingesetzt hat - etwa als Aufsichtsrat der Privatbank HSBC Deutschland, die in Cum-Ex-Geschäfte verwickelt war“

Bei dubiosen Cum-Ex-Steuergeschäften waren durch ein Hin- und Herschieben von Aktien EU-weit Finanzämter getäuscht worden. Sie erstatteten Milliardensummen an Steuern zurück, die nie gezahlt wurden.

Angela Merkel hat diese kommunikative Kraft gefehlt, das gibt auch Axel Wallrabenstein zu. Das Interview mit dem Publicis-Manager, CDU-Influencer und Kanzlerinnen-Fan führten wir kurz bevor Merz an die Öffentlichkeit ging.

Herzliche Grüße aus München,

Frank Zimmer

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04.11.2018 Rückzug der Verlage

GFDK - Marketing News W&V

Die Ankündigung ("Horizont") der vier großen Printtitel Focus, Stern, Spiegel und Zeit, ab 2019 bei der IVW keine heftbezogenen Auflagen mehr zu melden, hat zwei Tage gehalten. Werbekunden und Agenturen reagierten ziemlich sauer und sprachen klare Warnungen aus.

"Ein Rückzug der Verlage aus dieser unabhängigen Auflagenprüfung führt zu Intransparenz und ist für die werbenden Unternehmen nicht hinnehmbar, meinte Joachim Schütz, Geschäftsführer der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM).

Spiegel, Stern, Zeit und Focus zogen umgehend den Schwanz ein. Ok, wir von der GFDK können es ja noch verstehen, es macht einfach keinen Spaß, von Quartal zu Quartal seit Jahren sinkende Auflagen melden zu müssen.

Lieber Herr Böhmer,

was für ein Hin und Her. Erst verkünden Spiegel, Stern, Zeit und Focus, dass sie künftig keine heftbezogenen Auflagen an die IVW mehr melden wollen. Und nur wenige Tage später, nach massiver und erwartbarer Kritik der Werbeverbände, folgt die totale Kehrtwende.

Und die war offenbar noch nicht mal mit allen Beteiligten abgesprochen. Focus-Haus Burda zeigt sich zumindest überrascht vom Rückzug der anderen drei Verlage. "Wir werden die Suppe nicht allein auslöffeln", so Focus-Chef Burkhard Graßmann und nennt die Diskussion "hysterisch".

Sehr souverän wirkt das nicht. Burda hat nun Gesprächsbedarf. Und diese Chance sollte von Verlagen und Werbekunden ergriffen werden. Denn offensichtlich liegt in der Zusammenarbeit einiges im Argen.  

Auch bei Google liegt vieles im Argen. Weshalb heute 1500 Google-Mitarbeiterinnen ihre Arbeit niederlegten - wegen Ungleichbehandlung und Sexismus. Man kann nur hoffen, dass Google ihre Sorgen ernst nimmt.  

Einen schönen Abend wünscht

das W&V-Feiertagsteam

Frauke Schobelt, Anja Janotta, Ulrike App

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04.11.2018 spektakuläre Übernahme

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur von W&V, schreibt zu der Übernahme von Kolle Rebbe durch die Unternehmens-Beratung Accenture. Ob wir diese Übernahme gut finden? Ein ganz klares NEIN. Inhaber geführte Agenturen sind leider am aussterben.

Diese Inhaber, auch Menschen genannt, haben mit viel Kreativität, Arbeit und guten Ideen den Werbemarkt und ihre Kunden, jahrzehntelang beflügelt. Ich könnte hier noch weitere hundert Argumente aufführen, warum ich das nicht gut finde.

Nur ein Beispiel: Die Inhaber hatten oftmals ein sehr persöhnliches Verhältnis zu ihren Mitarbeitern, das ist in grossen Gessellschaften wohl kaum der Fall.

Nun bleiben nur noch die letzten Mohikaner, Jung von Matt, Serviceplan, Grabarz & Partner und Fischer-Appelt übrig. Aber wie lange noch? Und warum sollte ich das gut finden? Die großen internationalen Werbenetzwerke kaufen sich alles zusammen was nicht niet und nagelfest ist.

Lieber Herr Böhmer,

das war dann doch ein heftiger Bang, so kurz vor dem Wochenende: Kolle Rebbe ist künftig Teil von Accenture Interactive, soll den kreativen Teil der Gruppe stärken.

Nach Mackevision und Designaffairs bereits die dritte und ganz sicher spektakulärste Übernahme durch Accenture in diesem Jahr. In der Gesamtbetrachtung spielt dabei natürlich gleich in mehrfacher Hinsicht eine wesentliche Rolle, dass im Jahr vorher Sinner Schrader unter das Dach von Accenture geschlüpft ist.

Zum einen, da bereits vor Kolle Rebbe eine deutsche Vorzeige-Agentur diesen Schritt gegangen ist. Zum anderen, weil Matthias Schrader im ganzen Konstrukt einen ganz zentralen Part einnimmt.

Mit ihm hatte dem Vernehmen nach bereits Co-Gründer Stefan Kolle vor seinem überraschenden Tod die Möglichkeiten einer Übernahme erörtert. Der in der Branche äußerst geschätzte Schrader steht außerdem nun an der Spitze von Accenture Interactive in der DACH-Region.

Sicher kein unwesentlicher Punkt bei der Entscheidung. Die Führungsmannschaft von Kolle Rebbe scheint mit dem Schritt zumindest einverstanden, nach Stand der Dinge bleibt sie geschlossen an Bord. Ein gutes Zeichen.

Keine Übernahme, aber eine umfangreiche strategische Partnerschaft haben zwei prominente Marken aus der Medien-Branche gestartet.

Das Technologieunternehmen Taboola und der digitale Teil der Bild-Gruppe wollen zusammen durch Produktinnovationen für Steigerung bei Engagement, Umsatz sowie Reichweite sorgen und obendrein das Open Web im Wettbewerb gegen die GAFA-Dominanz stärken.

Klingt ziemlich ambitioniert und könnte im besten Fall auch anderen Publishern nutzen. Zumindest ist das erklärter Wille des Partner-Duos. Lassen wir uns überraschen.

Ein schönes Wochenende wünscht Ihr

Holger Schellkopf

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02.11.2018 Marketing-Ausgaben

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur von W&V schreibt mir, dass es um Umsatz und Gewinn bei Trivago nicht mehr zum besten steht. Darum will man an den Werbekosten sparen, um wieder in den Gewinn zu kommen.

Dazu kann ich nur sagen, das ist Bullshit oder auch Quatsch, Schwachsinn, Blödsinn. Na ja, auch Zalando glaubt ja, das man mit Stellenstreichungen im Marketing Erfolg haben kann.

Lieber Herr Böhmer,

in dieser von Feiertagen geradezu zerklüfteten Woche, Stichwort Nord-Süd-Gefälle, macht besonders eine eher seltene Spezies von sich reden, Sammelbegriff: erfolgreiche deutsche Internet-StartUps. Ja, natürlich: Erfolg ist immer irgendwie auch eine Definitionsfrage.

Dementsprechend volatil sind beispielsweise die Nachrichten von Trivago. Das Hotelvergleichsportal eröffnete jüngst eine nigelnagelneue Firmenzentrale, die natürlich nicht Zentrale sondern Campus heißt. Ein beeindruckendes Ding für rund 2000 Mitarbeiter, ohne Zweifel.

Gleichzeitig ist es sicher ziemlich schlau, den Menschen ein möglichst angenehmes Arbeitsumfeld zu bieten - eine Investition, die sich langfristig auszahlt. Kurzfristig machen genau diese Zahlen Trivago aber nicht so wahnsinnig viel Freude.

Im vergangenen Jahr kam es auf einen Gesamtumsatz von mehr als einer Milliarde Euro, der nun auf 748 Millionen Euro geschrumpft ist.

Sinkender Umsatz und fehlender Gewinn haben das Management bewogen, die Marketing-Ausgaben stark zu kürzen - das wird zwar weiterhin negativ auf den Umsatz durchschlagen, insgesamt soll der Sparkurs das Unternehmen aber wieder deutlich auf die Gewinnspur bringen.

Mal sehen, ob dieser Plan so aufgeht

Neuigkeiten gibt es auch von Zalando, noch so ein Mitglied der oben genannten Spezies. Aus dem ehemaligen Vermarkter Zalando Media Solutions ist Zalando Marketing Services geworden. Geändert hat sich aber nicht nur der Name, sondern auch der Auftrag. Die neue ZMS ist laut Managing Director Andreas Antrup eine waschechte Fullservice-Agentur.

Zalando und Marketing, da war doch was? Genau, vor ein paar Monaten machte das Unternehmen mit der Ankündigung von massiven Stellenstreichungen im Marketing-Bereich und dem Weg hin zu automatisierten Lösungen eine ganze Handvoll Schlagzeilen. Die Neuausrichtung der ZMS darf wohl durchaus als Teil dieser Gesamtstrategie verstanden werden.

In diesem Sinne einen schönen Rest-Feiertag an alle, die schon dran waren und einen schönen Feiertag, an alle die am Donnerstag dran waren - nicht zu vergessen ein herzliches Sorry an alle, die komplett leer ausgegangen sind.

Ihr Holger Schellkopf

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01.11.2018 smarte Heldentaten

GFDK - Marketing News - W&V Frank Zimmer

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online von W&V, ist etwas überrascht von der aktuellen Innogy-Kampagne, die von der Agentur Scholz & Friends, mit viel Humor umgesetzt wurde. Ein Lebenszeichen von Innogy:

Lieber Herr Böhmer,

erinnern Sie sich noch an die Geburt der Marke E.on? Kurz nach der Jahrtausendwende pumpte der zusammenfusionierte neue Energiekonzern unglaubliche Summen in den Werbemarkt, um Kunden zum Wechseln zu überreden. Der Bau eines neuen Atomkraftwerks hätte nicht viel billiger und effektiver sein können.

Das Motto "Erlebe, was dein Zuhause kann"

Die aktuelle Innogy-Kampagne von Scholz & Friends wird deutlich günstiger sein als der damalige E.on-Rausch, aber ein bisschen wundern darf man sich trotzdem.

Innogy, eine Ausgründung der RWE, soll demnächst an E.on übergehen, und niemand weiß so recht, was dann mit der Marke passiert und wie das Unternehmen aufgestellt wird. In dieser Situation eine breite Kampagne zu schalten, ist ungewöhnlich.

Innogy-Kunden sind die verschlungenen Kommunikationswege ihres Energieversorgers allerdings gewöhnt. Einer von ihnen erzählte mir neulich, dass Innogy in seiner Kleinstadt bald besonders schnelles Internet anbiete.

Der Mann ist seit Jahrzehnten Kunde, schon von RWE-Zeiten her. Innogy kennt seinen Namen und seine Adresse. Angeboten hat man ihm das neue Produkt trotzdem nicht. Er erfuhr davon zufällig aus einem Anzeigenblatt, das eine Pressemitteilung von Innogy abgedruckt hatte.

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27.10.2018 so sehen Sieger aus

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Jochen Kalka, Chefredakteur von W&V, schreibt mir, dass es doch noch Hoffnung gibt für die Print-Medien. Der Bayerische Printpreis 2018 soll uns das zeigen.

Lieber Herr Böhmer,

geht doch - Die Sieger beweisen, wie man Jugend erreicht und junge Familien. In Straubing und München wird nicht gemosert, da wird mutig gehandelt. Der Bayerische Printpreis hat gestern Gewinner gekürt, über die man in ganz Deutschland sprechen wird.

Ja, in ganz Deutschland, denn der Name des Preises täuscht, sind doch Einreichungen aus dem ganzen Land zugelassen.

Georg Wilhelm Friedrich Hegel „Nichts Großes in der Welt geschieht ohne Leidenschaft“

Beweis Nummer eins: Die Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung hat für junge Menschen die Medienmarke „Freistunde“ erfunden. Mit etlichen Ideen, gedrucktem Werk und digitaler Finesse haben sie diese begehrte Zielgruppe erreicht. Als Zeitungshaus.

Alle Gewinner kommen aus Bayern

Beweis Nummer zwei: Die Süddeutsche Zeitung, ein wunderbarer Verlag, zu dem auch W&V gehört, hat mit der Doppelzeitschrift „SZ Familie“ bewiesen, wie kreativ Papier sein kann, wenn es Kinderhänden überlassen wird – und wie man währenddessen Eltern mit klugen Informationen ruhigstellen kann.

Beweis Nummer drei und vier finden Sie im Artikel zum Printpreis. Komisch: Sämtliche Gewinner kamen am Ende doch aus Bayern. Geht doch.

Jochen Kalka

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