Marketing und Werbung - Produkte und Köpfe

07.10.2016 der tag ist gerettet

GFDK - Redaktion

Was passiert, wenn das Herrchen dem Hundchen den Rücken kehrt? Ein neugieriger Hundebesitzer wollte mehr wissen. Der findige Hundebesitzer eines netten Stafford Terriers installierte kurzerhand eine Kamera im Zimmer, um zu herauszufinden, ob der gefolgsame Hund sich an das ausbesprochene Verbot, die gute Schlafcouch nicht zu bespringen, hält.

Herrchen aus dem Haus - Hund freut sich

Was dann passiert, treibt uns die Tränen in die Augen....schaut es Euch selbst an. Wieviel Spass es bereitet, Verbote zu ignorieren, beweist dieser Hund. Was sagt uns das? Es kann sogar wahre Glücksmomente in uns auslösen. Let´s party.

Viel Spass beim anschauen wünschen Euch die Freunde der Künste

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09.08.2016 Debatte über Gleichberechtigung

GFDK - Gottfried Böhmer

Kevin Roberts war bis zum 1. August 2016 so was wie eine Legende in der Werbebrance. Seit 1997 stand er an der Spitze von  Saatchi & Saatchi Worldwide. In einer Branche wo heuern und feuern an der Tagesordnung ist, wenn nur der kleinste Erfolg ausbleibt, kann man tatsächlich bei Roberts von einer Legende sprechen.

Nun verliert einer der bekanntesten Werber der Welt seinen Job. Als Grund werden umstrittene Äußerungen des Agenturchefs zum Thema Gleichstellung von Frauen in Werbeagenturen angegeben. In einem Interview mit dem "Business Insider UK"  sagte er.

Sexistische Sprüche?

"Viele Frauen wollen im Job gar nicht aufsteigen und Karriere machen. Es mangelt ihnen nämlich schlicht an "vertikalen Ambitionen": Sie wollen keine Führungspositionen. Sie wollen einfach nur gute Arbeit machen und glücklich sein." Was ist daran falsch fragen wir uns. Viele Frauen haben tatsächlich keine Lust täglich 13 und mehr Stunden im Büro zu verbringen und auch noch die Wochenenden durch zuarbeiten.

Debatte über Gleichberechtigung sei längst "vorbei"

Auch sagte er "Er selbst habe freilich keine Zeit, um Gleichstellungsfragen zu erörtern. In der Werbebranche gebe es aber ohnehin keine sexuelle Diskriminierung. Denn: Bei Saatchi & Saatchi sei die Mehrzahl der Mitarbeiter weiblich." Auch an dieser Aussage gibt es nichts zu bemängeln. Als Saatchi & Saatchi-Chairman hat man ganz gewiss sehr viele wichtigere Aufgaben als sich permanent mit einem Thema zu beschäftigen, das schon lange abgegriffen ist.

"Die Debatte über Gleichberechtigung sei längst "vorbei" und er vertrödele in seiner Agentur "keine Zeit" mehr mit diesem Thema. Die Welt sei voll von Integration, Kollaboration, Zusammenarbeit und Kreativität - dies werde auch in der Agenturgruppe deutlich."

Haben die noch alle Tassen im Stübchen

Diese Aussagen sollen nach Auffassung der Publicis-Holding, zu der Saatchi & Saatchi gehört schon sexistisch sein. Da packt man sich doch an den Kopf.

Der politisch korrekte Zeitgeist hat zugeschlagen

Die Publicis-Holding, zu der Saatchi & Saatchi gehört, reagierte wie im Irrenhaus. In einer Stellungnahme heißt es, "die Gruppe verfolge eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Verhaltensweisen und/oder Äußerungen, die dem Motto "Vive la différence" zuwiderlaufen. Die Themen Vielfalt und Inklusion seien für die Gruppe nicht verhandelbar".

Ein Armutszeugnis der Werbebranche

Ist die Werbebranche wirklich frauenfreundlich? Die Zahlen der Association of Accredited Advertising Agents (4A) sprechen eine andere Sprache, wie der "kontakter" meldet. "Demnach wurde mehr als jede zweite Frau, die in der Werbebranche arbeitet, mindestens einmal in ihrem Arbeitsleben Opfer sexueller Belästigungen.

Ein Drittel glaubt, dass ihnen aufgrund ihres Geschlechts Aufgaben nicht zugeteilt wurden oder sie in Entscheidungen nicht miteinbezogen wurden. Auch an weiblichen Vorbildern oder Mentoren fehlt es allen Ortens: 70 Prozent der jüngeren Mitarbeiterinnen gaben an, noch nie mit einer weiblichen Kreativdirektorin zusammengearbeitet zu haben".

Kevin Roberts hat sich wie folgt geäusert:

“Fail Fast, Fix Fast, Learn Fast” is a leadership maxim I advocate.

When discussing with Business Insider evolving career priorities and new ways of work/life integration, I failed exceptionally fast.

My miscommunication on a number of points has caused upset and offense, and for this I am sorry.

I have inadvertently embarrassed Saatchi & Saatchi and Publicis Groupe, two companies I love and have been devoted to for almost 20 years.

I have expressed my regret and apology to the companies for the furor my remarks and language stimulated, and I extend this to colleagues, staff and clients.

So that we can all move forward, I am bringing forward my May 1, 2017, retirement from the company, and will leave the Groupe on September 1, 2016.

There is a lot of learning to reflect on, and within the thousands of tweets, comments and articles there are many powerful and passionate contributions on the changing nature of the workplace, the work we do, what success really looks like, and what companies must do to provide women and men the optimal frameworks in which to flourish.

I believe that new thinking, frameworks and measures are needed to make more rapid progress on diversity in all its forms, in all professions and occupations. Hopefully, the focus on this serious and complex issue will gather momentum.Kevin Roberts
“Fail Fast, Fix Fast, Learn Fast” is a leadership maxim I advocate.

When discussing with Business Insider evolving career priorities and new ways of work/life integration, I failed exceptionally fast.

My miscommunication on a number of points has caused upset and offense, and for this I am sorry.

I have inadvertently embarrassed Saatchi & Saatchi and Publicis Groupe, two companies I love and have been devoted to for almost 20 years.

I have expressed my regret and apology to the companies for the furor my remarks and language stimulated, and I extend this to colleagues, staff and clients.

So that we can all move forward, I am bringing forward my May 1, 2017, retirement from the company, and will leave the Groupe on September 1, 2016.

There is a lot of learning to reflect on, and within the thousands of tweets, comments and articles there are many powerful and passionate contributions on the changing nature of the workplace, the work we do, what success really looks like, and what companies must do to provide women and men the optimal frameworks in which to flourish.

I believe that new thinking, frameworks and measures are needed to make more rapid progress on diversity in all its forms, in all professions and occupations. Hopefully, the focus on this serious and complex issue will gather momentum.

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Gottfried Böhmer ist seit 1997 künstlerischer Direktor der Gesellschaft Freunde der Künste und Redaktionsleiter der GFDK.

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25.06.2016 Verarscht euch nicht selbst!

GFDK - Redaktion

Jung-von-Matt-Vorstand Thomas Strerath und Amir Kassaei kritisieren mit harten Worten das Werbefestival in Cannes. Wir sagen mal so: Da wird wohl was dran sein.

Cannes sei zu "einem Technologie- und Marketing-Festival verkommen", in dem Kreativität für den Kunden kaum noch eine Rolle spiele: "90 bis 95 Prozent der Auszeichnungen sind für dieses Festival und für die Jury-Räume gemacht", meint der weltweite Kreativchef von DDB im Interview mit W&V-Videoblogger Mirko Kaminski. Kassaei in Cannes wörtlich: "Es ist mir scheißegal, was hier passiert".

"Verarscht euch nicht selbst!"

Amir Kassaei gilt als bekanntester Werber Deutschlands. Im Interview mit W&V gab sich der bekennende Workaholic ungewöhnlich selbstkritisch und nachdenklich. "Lernt aus unseren Fehlern" sagte der Endvierziger mit Blick auf den Agenturnachwuchs. Seine eigene Generation habe viele Jahre lang "sehr gut in einer Scheinwelt gelebt".

Das sei heute nicht mehr möglich, denn Kreativität verlange "Wahrhaftigkeit, Substanz, Konsequenz". Sein Rat an junge Werber: "Verarscht euch nicht selbst!"

Thomas Strerath hatte zuvor gesagt: "Cannes macht mich sehr wütend"

Die Präsenz der großen Konzerne wertet Cannes auf? Nicht das Festival, sondern höchstens die Bankkonten der Veranstalter, findet Thomas Strerath. Der Jung-von-Matt-Vorstand ärgert sich im Interview mit W&V-Videoblogger Mirko Kaminski über die Dominanz des großen Geldes und die Degradierung von Kreativen zu "Pausenclowns".

* Mirko Kaminski ist Gründer und Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Achtung. Der frühere Radiojournalist ist bei großen Kreativ-Festivals und Digitalkonferenzen regelmäßig als Video-Blogger für W&V im Einsatz. 2013 gehörte er der Cannes-Jury an.

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11.12.2015

GFDK - Alice von Schroeder

Ethic-Food statt Weihnachtsgans? Meditatives Singen statt "Oh Tannenbaum"? Umweltbewusst und nachhaltig statt verschwenderisch? Spontane Einladungen über Facebook in die neue AIRBNB Wohnung inklusive Gruppen-Selfie auf Instagram?

Wie halten es die "Millennials" mit Heiligabend?

Eine aktuelle Studie zeigt die Einstellungen der Teens, Twens und Babyboomer zu diesem Thema. Diesen und anderen Fragen gehen die Trendforscher der frisch gegründeten Agentur RedRabbitInnovations aus Hamburg auf den Grund. Gerade für Marketer liefern die Hanseaten entscheidende Informationen, um Produkte nicht am Markt vorbei zu platzieren.

Trend 1: "Selbstgemacht" lautet das Motto der Geschenke-Saison 2015! Immerhin rund die Hälfte der Befragten gibt an, dass sie lieber selbstgestrickte Socken oder Bruchschokolade aus der örtlichen Manufaktur verschenken, als auf Geschenke von der Stange zurückzugreifen. Über die Möglichkeit, Präsente in Ruhe online auszusuchen und zu erwerben, freuen sich vor allem die Millennials (45,8 %). Paradox dabei: Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein wird in den anderen Monaten des Jahres gepredigt - Weihnachten wird schön verpackt und festlich dekoriert.

Trend 2: Unter dem Tannenbaum bleibt man analog - digitale Spielereien, Facebook und Co haben Pause.

Trend 3: Auch das Party-Volk unter den Befragten mag es traditionell! Weihnachten mit Freunden auszugehen, um den Feiertag ohne Zwänge zu genießen, lehnen 74,5 Prozent der Befragten ab. Weltoffenheit und Social-Networking steht erst nach den Feiertagen wieder auf dem Programm.

Trend 4: Am Fest der Nächstenliebe bleibt man lieber unter sich. Der Gedanke an Weihnachten Menschen zu besuchen oder einzuladen, die es schwer haben, stößt bei der Umfrage bei 73,7 Prozent auf Ablehnung. Befragt wurden 1.200 Menschen in Deutschland ab 18 Jahren - darunter die sogenannten Millennials (18- bis 29-Jährigen) sowie die Generation der Babyboomer (50 Jahre +). Dabei sind es überraschenderweise die 18- bis 29-Jährigen, die sich mehrheitlich (56,8 Prozent Zustimmung) nach einem unverfälschten Weihnachten sehnen. Mit dem Gedanken, zeitgemäßere Rituale für das Fest aller Feste zu entwickeln, können sich nur knapp 18 aller Befragten anfreunden.

Weihnachten - Romantik und Konsum

"Zu Hause" oder zumindest in "privater Umgebung" feiern über 96 Prozent der für viele Marketing-Verantwortlichen interessanten Zielgruppe der Millennials. 52,1 Prozent von ihnen verbringen den Heiligabend mit mindestens sechs Personen, überwiegend (89,58 %) im Kreise der Familie.

Die Romantik und der Konsum stehen Weihnachten allerdings über der kulinarischen Tradition: Zum Must-have gehören bei den Millennials ganz klar der geschmückte Weihnachtsbaum (67,7%), selbstgebackene Plätzchen (65,6%) sowie Geschenke (64,6%). Der Weihnachtsbraten oder die Weihnachtsgans sind dann eher für die sogenannten Babyboomer von Bedeutung (39,4%).

Auf die Ruhe nach dem Sturm freuen sich dann am Ende rund 33 Prozent aller Befragten: Familie ist zwar schön, aber nach dem Fest soll aber wieder Ruhe einkehren.

Auf dem Weg zum erfolgreichen Produktlaunch unterstützt RedRabbitInnovations Firmen von umfangreichen Trend- und Marktforschungen und Strategieberatung über die Ideen-, Design- und Neuproduktentwicklung bis hin zur Evaluierung. Dabei kooperieren sie weltweit im Verbund mit knapp zwei Dutzend Innovations- und Trendforschungsagenturen und können über ihre internationalen Instituts- und Sample-Partner auf 4 Millionen aktive Probanden in 33 Ländern zugreifen. Die Bündelung der Kompetenzen bei RedRabbitInnovations schafft vor allem einen klaren, wichtigen Zeitvorteil - in nur 4-6 Wochen können valide Ergebnisse und klare Lösungsstrategien geliefert werden

Die Studie selbst steht unter http://red-rabbit.de/x-mas/ zum Download bereit.

Kontakt: Red Rabbit Innovations GmbH Jochen Matzer Gurlittstrasse 40, 20099 Hamburg, DE

 

 
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31.10.2015 Oase Wohnzimmer

GFDK - Sandra Lades

Nürnberg - Couch und Fernseher stehen bei fast allen Wohnzimmern im Mittelpunkt. Doch gibt es auch Unterschiede. In seiner Studie hat der GfK Verein drei Wohntypen identifiziert: älter-traditionell, jung-pragmatisch, und gehoben-stilvoll.

Studie der Gfk

Der GfK Verein fragte nicht nur danach, wie das deutsche Wohnzimmer eingerichtet ist. Die Nürnberger Forscher untersuchten auch, welche Faktoren die Wohnzimmergestaltung beeinflussen.

Ein Dach über dem Kopf zu haben ist ein menschliches Grundbedürfnisse. In der modernen Konsumgesellschaft sind Wohnung und Einrichtung außerdem Ausdruck eines bestimmten Lebensstils. Das trifft besonders auf das Wohnzimmer zu. "Das typisch deutsche Wohnzimmer gibt es nicht, dafür sind die Unterschiede in den Lebenswelten zu groß", fasst Ronald Frank, Leiter Studien beim GfK Verein zusammen.

Was charakterisiert die Wohnzimmer in Deutschland?

Wie sind sie eingerichtet und welchen Aktivitäten wird dort nachgegangen? Diese Fragen untersuchte der GfK Verein in einer kombinierten qualitativen und quantitativen Untersuchung. "Durch eine Verdichtung beider Studien haben sich für uns am Ende drei grundlegend verschiedene Wohntypen herauskristallisiert", so Frank.

Von älter-traditionell bis jung-pragmatisch

Den größten Anteil macht mit 40 Prozent der "älter-traditionelle" Typ aus. Das Wohnzimmer ist in diesen Haushalten durchschnittlich 22 Quadratmeter groß und klar auf das Wohnen ausgerichtet. Typische Einrichtungsmerkmale sind eine Strukturtapete in Beige, Teppichboden, Vorhänge und ein braunes Stoffsofa mit passendem Sessel. In so eingerichteten Wohnzimmern leben eher ältere Personen und Familien mit geringem Einkommen.

Der zweite Wohntyp lässt sich als "jung-pragmatisch" charakterisieren: Rund 30 Prozent der Haushalte gehören laut Studie des GfK Vereins zu dieser Gruppe. Ihr Wohnzimmer ist im Durchschnitt 23 qm groß. Es muss variabel sein, um neben dem Wohnen auch Raum zum Essen oder Arbeiten zu bieten. Diese Haushalte mögen es modern: Weiße Raufasertapete für die Wände, weiß lackierte Türen und eine Wohnlandschaft in Grautönen nehmen Spitzenplätze ein.

Ein weiteres Drittel der Haushalte lebt in "gehoben-stilvollen" Wohnzimmern. 62 Prozent dieses Wohntyps leben im eigenen Haus. Diese rund zwölf Millionen Haushalte sind für die Einrichtungsbranche besonders interessant: Sie haben nicht nur ein 30 Quadratmeter großes Wohn- und Esszimmer - 38 Prozent verfügen auch über ein Haushalts-Nettoeinkommen von mindestens 3.000 Euro im Monat.

Wohnzimmer als Rückzugsort

Weitere Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht und kultureller Hintergrund sorgen für sehr unterschiedliche Einrichtungsstile. Das belegt die im Anschluss an die quantitative Erhebung durchgeführte qualitative Untersuchung. Eines eint die Befragten jedoch: Alle sehen im Wohnzimmer einen individuell gestaltbaren Raum und Ort des gemütlichen Beisammenseins.

"Wohnzimmer bedeutet, Zeit für sich selbst und für die Familie oder den Partner zu haben", beschreibt Studienleiter Ronald Frank. Wohnzimmer sind in Deutschland im Schnitt 25 qm groß. Das Herzstück ist die Couch: Drei von vier Haushalten haben sich mit einem Sofa eingerichtet, meist in dezenten Farben gehalten. Dort sitzt man zusammen, redet miteinander, telefoniert, spielt, schaut fern oder surft im Internet. Die Couch ist fast immer auf das TV-Gerät ausgerichtet - Fernsehen ist nach wie vor die Hauptbeschäftigung im Wohnzimmer. Doch liegen bei vielen Laptop oder Tablet griffbereit. Handy oder Smartphone hat die Mehrheit sowieso fast immer in Reichweite.

Der aktuelle Wohntrend in Deutschland ist klar, leicht und luftig

Die Wohnzimmerwände sind bei 53 Prozent überwiegend in Weiß gestrichen. Sideboards, kombiniert mit Vitrinen, finden sich in mehr als der Hälfte der Wohnzimmer. Die traditionelle Schrankwand schätzen hingegen nur noch 28 Prozent der Befragten. Bei den Zuständigkeiten für die Einrichtung herrscht in vielen Wohnzimmer noch immer eine klare Rollenverteilung: Die Frauen sind für Details und Dekoration zuständig. Geht es um größere Anschaffungen, haben meist die Männer das Sagen.

Zur Studie

Mit einer Kombination aus quantitativen und qualitativen Methoden wurde untersucht, wie Wohnzimmer in Deutschland eingerichtet sind und welche Bedeutung dieser Raum hat. Im Herbst 2014 gaben in einer repräsentativen Erhebung 2.000 Männer und Frauen ab 14 Jahren Auskunft zu ihrer Wohnzimmereinrichtung, der technische Ausstattung sowie der baulichen Gegebenheiten. Ergänzend erfolgte eine ethnografische Erforschung von 30 Wohnzimmern aus neun verschiedenen Lebenswelten. Gegenstand der qualitativen Interviews war die Bedeutung der Einrichtungsgegenstände im Wohnzimmer sowie der Motive, die hinter einer bestimmten Einrichtung stehen.

Zum GfK Verein

Der GfK Verein ist eine 1934 gegründete Non-Profit-Organisation zur Förderung der Marktforschung. Er setzt sich aus rund 600 Unternehmen und Einzelpersonen zusammen. Zweck des Vereins ist es, innovative Forschungsmethoden in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen zu entwickeln, die Aus- und Weiterbildung von Marktforschern zu fördern und die für den privaten Konsum grundlegenden Strukturen und Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu verfolgen sowie deren Auswirkungen auf die Verbraucher zu erforschen. Die Studienergebnisse werden den Mitgliedern des Vereins kostenlos zur Verfügung gestellt. Der GfK Verein ist Gesellschafter der GfK SE. Weitere Informationen unter www.gfk-verein.org. Twitter: GfK_Verein facebook: GfK Verein XING: GfK Verein

Pressekontakt:

 

V.i.S.d.P.,  GfK Verein, Presse,  sandra.lades@gfk-verein.org 
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28.03.2015 V+Etikettenaktion

GFDK - Ulrich Biene

Aus Inspiration wird Erlebnis und V+ macht sein Markenversprechen wahr: "Mach Sachen!" - dieser Slogan wird durch die V+Etikettenaktion attraktiv aufgeladen und erlebbar. Denn 2015 winken unvergessliche Gewinne mit zahlreichen Künstlern wie Revolverheld, Frida Gold, Jupiter Jones oder Mark Forster!

Neue Markenimpulse für den erfolgreichen Biermix

V+ startet mit einer fulminanten Etikettenaktion in das neue Jahr! Der Markenslogan "Mach Sachen - Mach hinter jedem Tag ein +", der erst im letzten Jahr mit dem V+Relaunch vorgestellt wurde, wird somit eindrucksvoll und glaubwürdig in Szene gesetzt. Das Topthema der Etikettenaktion 2015, die in Kooperation mit der Musik-Plattform AMPYA umgesetzt wurde, nimmt trendige Musik in den Fokus, den Gewinnern winken einzigartige und vor allem nirgendwo sonst erhältliche Gewinne mit angesagten Musikern und Gruppen aus den deutschen Charts.

"Nach dem gelungenen Marken-Relaunch zünden wir in diesem Jahr die nächste Stufe", ist Herbert Sollich, Marketingdirektor der Brauerei C. & A. VELTINS von der Durchschlagskraft überzeugt. "Mit 'MUSIK HAUTNAH' bringen wir die V+Fans ganz nah an die Musikstars heran".

Kooperation mit Ampya

Über 30 Millionen Etiketten finden seit März ihren Weg auf alle sechs V+Produkte, die dann für hochwertige Kontakte im emotionalen Umfeld der Produktverwendung stehen. Hinzu kommen unübersehbare Hinweise auf den Six-Packs. "Über den Kooperationspartner AMPYA arbeiten wir mit zehn Künstlern zusammen, die in diesem Musiksommer für einmalige Erlebnisse stehen", so Herbert Sollich. Mark Forster lädt zum Go-Kart fahren ein, Revolverheld wird mit V+Fans zu eine Hafenrundfahrt in Hamburg starten, und Maxim wird der persönliche Reisepartner eines Europa-Städtetrips sein. In der Zielgruppe werden diese emotionalen Erlebnisse absolut begehrlich sein: Ein exklusives Konzert mit Jupiter Jones, Juli oder Johannes Oerding, ein einzigartiges BBQ mit DJ Alle Farben, Streetfood mit Culcha Candela, Meet & Greet mit Samu Haber oder Backstage bei Frida Gold - diese coolen Erlebnisse überraschen unter den V+Front-Etiketten und bei der Code-Eingabe auf der Website.

Coole Hauptgewinne und zahlreiche Musik-Downloads

Neben diesen exklusiven Hauptgewinnen, die den V+Genießer in Deutschland schnell zum Musik-VIP werden lassen, locken 100.000 Musik-Downloads. "Mach Sachen" - Mitmachen lohnt sich also auf jeden Fall! Herbert Sollich: "Damit erreichen wir neue Markenaufladung in der trendbewussten Zielgruppe!" Massive Markenpräsenz wird die V+Etikettenaktion begleiten und unterstützen. Neben prominenten Aktions-Störern auf allen V+Sixpacks, V+Einzelflaschen und Aktionsmaterial im Handelsoutlet und in Getränkemärkten steht vor allem ein eigener V+Spot im Fokus.

Markenspot geplant

"Wir werden mit einem Markenspot klar im zielgruppenaffinen Umfeldern präsent sein und dort attraktive TV-Zeiten belegen", beschreibt Herbert Sollich die massive Kampagnenpräsenz. Zwei TV-Spots zeigen die Aktualität der Biermixmarke und weisen gleichzeitig auf die Aktion 2015 hin. Das exklusive Sponsoringkonzept wurde von der Düsseldorfer Agentur Markenloft und der ProSiebenSat.1-Vermarktungstochter SevenOne Media entwickelt und umgesetzt. Neben einer breiten TV-Präsenz, sind digitale Werbeeinbindungen und On the Ground-Aktionen vorgesehen. So wird etwa der Ausschank auf AMPYA-Konzerten von Veltins betrieben und gebrandet.

Ulrich Biene, ulrich.biene@veltins.de

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21.03.2015 neuzugang

GFDK - Redaktion

Nach personellem Querelen stabilisiert sich das Führungsteam der Berliner Agentur Thjnk um Chefin und Gründerin Karen Heumann. Sebastian Hardieck, langjähriger Chef-Kreative der Düsseldorfer Top-Agentur BBDO vervollständigt das Führungsteam bei Thjnk.

Nicht ganz nachzuvollziehen ist allerdings die Doppel-Kreationsspitze. Denn Stefan Schulte ist aktuell Geschäftsführer Kreation bei Thjnk. Sebastian Hardieck soll sich als Kreations-Chef speziell um New Business und die Betreuung der Top-Kunden wie Douglas und Audi kümmern. Armin Jochum und Hardieck kennen sich noch gut aus der alten gemeinsamen BBDO-Zeit. Hardieck, selbst aus Berlin stammend, wollte wohl gerne zurück in die Heimat und Jochum verspricht sich jede Menge Neugeschäft, denn dafür war Hardieck bei BBDO bekannt.

Thjnk formierte sich aus ehemaligen Jung von Matt-Werbern

2012 formierte Karen Heumann zusammen mit André Kemper, Michael Trautmann und Armin Jochum die Agentur Thjnk. Armin Jochum war wie Karen Heumann bis 2011 Vorstandsmitglied bei Jung von Matt. Im September 2013 wechselte dann noch der Top-Stratege von Jung von Matt Michael von Bach die Fronten und ging als Geschäftsführer Strategie zur Thjnk-Gruppe. André Kemper hat sich ja bekanntlich neuen Aufgaben gewidmet, nach einem kurzen Boxenstopp bei Opel, ist er nun von Mercedes-Benz beauftragt eine neue "Stern-Agentur" gemeinsam mit Tonio Kröger bis Sommer 2015 an den Start zu bringen.

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15.03.2015 leseland deutschland

GFDK - Werner Mathes

Die meisten Bundesbürger - nämlich 39 Prozent - lesen bis zu fünf Bücher pro Jahr, 19 Prozent sechs bis zehn, 27 Prozent sogar mehr als zehn. 14 Prozent lesen gar keine Bücher. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin stern zur Leipziger Buchmesse, die am Donnerstag beginnt.

Leseratten sind vor allem Frauen, von denen sich 35 Prozent mehr als zehn Bücher im Jahr vornehmen - unter den Männern finden sich dagegen nur 19 Prozent Vielleser. Während 18 Prozent der männlichen Befragten nie zu einem Buch greifen, geben dies nur elf Prozent der Frauen an.

Ein Drittel der Hauptschulabsolventen lesen gar keine Bücher

Für die deutlichsten Unterschiede sorgt erwartungsgemäß die Bildung. Gar keine Bücher lesen 31 Prozent der Hauptschulabsolventen, mehr als zehn dagegen 36 Prozent der Befragten mit Abitur oder Studium. Immerhin acht Prozent der Deutschen mit Abitur oder Studium schmökern angeblich nie in einem Buch. Mit 47 Prozent überdurchschnittlich vertreten sind ostdeutsche Befragte in der Gruppe, in der bis zu fünf Bücher jährlich gelesen werden.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 5. und 6. März 2015 im Auftrag des Magazins stern 1004 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

Pressekontakt: stern-Redakteur Werner Mathes, mathes.werner@remove-this.stern.de

Welttag des Buches am 23.April 2015

Am 23. April 2015 ist es wieder so weit: Deutschlandweit feiern Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte am UNESCO-Welttag des Buches ein großes Lesefest.

Eine regionale Tradition ist zu einem internationalen Ereignis geworden: 1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“, dem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren. Die UN-Organisation für Kultur und Bildung hat sich dabei von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Über diesen Brauch hinaus hat der 23. April auch aus einem weiteren Grund besondere Bedeutung: Er ist der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.

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05.12.2014 neue besen gesucht

GFDK - Redaktion

Keine frohe Weihnachten für Jung von Matt. Erst kam ihnen der Stern abhanden, jetzt auch noch die Bild. Jung von Matt hat es  innerhalb von kürzester Zeit gleich zweimal getroffen. Erst der Vorzeige-Automobilkunde Mercedes Benz, jetzt auch noch das größte Boulevard-Blatt, die Bild-Zeitung, für die Jung von Matt seit 1994 Kreativ-Kampagnen am Stück präsentiert hat.

So ist die bekannte Kampagne "Bild Dir Deine Meinung" mit zahlreichen Prominenten wie Til Schweiger, Veronika Ferres, Udo Lindenberg, Peter-Scholl-Latour und Sido entstanden. Diese gestalteten die Motive meistens selbst, Udo Lindenberg hat gleich ein Bild gemalt, andere haben sich mit flotten Sprüchen verewigt wie zum Bespiel Fußball-Star Philipp Lahm:

„An BILD und mir kommt keiner vorbei … außer vielleicht Fernando Torres.“ oder auch Ex-Talk-Wettmeister Thomas Gottschalk: „BILD hat mich erst zur Schnecke gemacht und dann zum ‚Titan’! Wer in Deutschland was werden will, muss da durch!“

Bildzeitung sucht nach neuen kreativen Ideen

Die Bildzeitungs-Gruppe sucht nach neuen kreativen Ansätzen und hat seine Altagentur Jung von Matt gar nicht erst zum Pitch eingeladen. Verlagsgeschäftsführerin der Bild-Gruppe Donata Hopfen ist erst im April diesen Jahres von der Digitalsparte des Axel-Springer Verlages an die Spitze der Bild-Zeitung berufen worden.

Nach dem Motto neue Besen kehren gut, will sie jetzt dem zuletzt von Umsatzeinbußen gebeuteteln Blatt frischen Wind einhauchen, ob das ausreichen wird? In den 80igern hatte die Bildzeitung noch eine Auflage von weit über 5 Millionen Exemplaren. Heute liegt die Auflage nur noch bei knapp 2 Millionen.

Mercedes und der Springer Verlag wollten nicht auf Thomas Strerath warten

Bezeichnend ist, dass weder Mercedes noch der Springer Verlag auf Thomas Strerath warten wollten. Erst Anfang Oktober wurde mit einem Paukenschlag bekannt, dass einer er erfolgreichsten Werber Deutschlands, der CEO von Ogilvy & Mather Thomas Strerath 2015 zu Jung von Matt wechselt.

Für die WPP-Tocher Ogilvy war das ein schwerer Schlag. Strerath wird bei Jung von Matt Vorstand und Gesellschafter. Jung von Matt hatte auch darauf gehofft, dass die Personalie einen Abstrahleffekt auf dem im Oktober gelaufenen Pitch um den Mercedes Etat haben könnte. Diese Erwartung wurde nicht erfüllt.

Schenkt man CEO Peter Figge kein Vertrauen?

Dazu haben wir eine eigene Meinung. Der Springer Verlag war wohl schon länger nicht mehr zufrieden mit seiner Agentur und Mercedes hat dem Braten um die berühmte Personlie wohl nicht getraut. Vielleicht liegt es an dem Jung von Matt CEO Peter Figge, dem man kein Vertrauen mehr schenkt. Thomas Strerath, das steht für uns fest, (wurde 2012 von Horizont zum Agenturmann des Jahres gewählt), übernimmt im kommenden Jahr einen angeschlagenen Agenturriesen. Eine Führungskraft von Jung von Matt brachte das auf den Punkt, was viele denken:

"Das ist ein Knick in der Selbstwahrnehmung"

Zumindest Jung von Matt nimmt es scheinbar gelassen und hat proaktiv der Presse gegenüber die Beendigung der Partnerschaft mit der Bildzeitung mitgeteilt. Die Agentur wird sich jetzt um die digitalen Angebote des Verlages kümmern. Ob das ein guter Tausch war, wird sich zeigen. Auf die neue Agentur und Kampagne bleibt die Redaktion der freunde der künste auf jeden Fall gespannt.

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30.11.2014 Weitere Kriegsschauplätze werden folgen

GFDK - Gottfried Böhmer

Bei André Kemper geht es Schlag auf Schlag. 2012 formierte Karen Heumann zusammen mit André Kemper, Michael Trautmann und Armin Jochum die Agentur Thjnk. Die FAZ schrieb damals von einem "personellen Paukenschlag" und Paukenschlag war wohl noch gelinde ausgedrückt, man sprach schon von einem Krieg der Kreativen. Und dieser Krieg hat gerade einen neuen Höhepunkt erreicht.

Ungewollte Schlagzeilen von André Kemper

Anfang 2014 machte Kemper ungewollt Schlagzeilen, aber diesmal nicht als Werbegrösse aus Hamburg und Entwickler der Kampagne "Geiz ist geil". Vor laufenden Kameras lieferte er sich eine Schlägerei auf dem Opernball in Wien von Gastgeber Richard Lugner. Der Top-Werber aus Hamburg hatte dem bayerischen Unternehmer Ulrich J. Pfaffelhuber einen Faustschlag versetzt, nachdem dieser seinen Freund Johannes B. Kerner provoziert und als “neuen Wulff” beleidigt hatte.

Sogar die Klitschkos sollen von André Kempers rechter Graden beeindruckt gewesen sein. Kemper kommentierte damals kurz: "Das war ein harter Fight, in der Werbebrance wird aber von Haus aus mit harten Bandagen gekämpft und somit wäre das für ihn keine neue Erfahrung".

Wechsel zu Scholz & Friends

Nur wenige Wochen nach dem legendären Boxkampf auf Lugners Opernball lieferte Andre Kemper die nächste Überraschung. Den Vorwand lieferte angeblich Kempers Prügelattake beim Wiener Opernball. In der Branche soll aber, so Insider, schon länger darüber spekuliert worden sein, das Kemper die Segel streicht und zur Konkurenz nach Scholz & Friends wechselt.

Bei thjnk war man von dem Wechsel nicht sehr erfreut. Nach dem Ausscheiden von Kemper wurde dem Mitgründer der Agentur weder gedankt, und in der Pressemeldung von Thjnk, wurde kein Wort der Wertschätzung oder gar beste Zukunfswünsche geäußert. Das sprach für sich und  die Medien schrieben, von einem schmucklosen Ausscheiden. Die eigentlichen Details der Trennung sind bis heute im Hintergrund geblieben.

Im April 2014 war die Katze aus dem Sack

André Kemper startete unter dem Dach der Commarco-Holding eine Agentur für den Autobauer Opel Bezeichnend war, dass an diesem Modell schon seit 2013 gearbeitet wurde, also nur ein Jahr nach Gründung der Agentur thjnk. Das müsste Fragen aufwerfen: André Kemper hatte zuvor acht Jahre sehr erfolgreich die von ihm 2004 mitgegründete Agentur Kemper-Trautmann kreativ geleitet.

Rosenkrieg der Topwerber

2012 gründet er mit Achim Jochum, Karen Heumann und Michael Trautmann die Agentur thjnk, um kurze Zeit später, schon seinen Ausstieg zu planen? Und nun, nur sieben Monate nach seinem Einstieg bei Opel läßt er es nun richtig krachen, der Rosenkrieg der Top Werber erreicht einen neuen Höhepunkt.

Harte Bandagen in der Werbebrance

Tina Müller und die Opel-Agentur Scholz & Friends sind nicht amused. Gerade erst hat sie André Kemper ins Opel-Team geholt. Der wollte seit seinem Ausstieg bei Thjnk keine große Agentur mehr aufbauen noch führen, so hat er unter dem Dach der Scholz & Friends-Holding Commarco die kleine Agentur "ANDRE" Anfang des Jahres gegründet, Kunde Opel.

Da ist Tina Müller wohl Mercedes in die Quere gekommen. Nachdem sich Mercedes in einem Paukenschlag von seiner langjährigen Lead-Agentur Jung von Matt getrennt hat und offiziell noch keine Agentur verpflichtet hat, kommt jetzt raus, dass sich Mercedes die Top-Werber André Kemper und DDB-Deutschlandchef Tonio Kröger schnappt.

Der Vorgang sorgt in der Werbebranche für Aufregung

Kemper und Kröger hatten bereits bei Springer & Jacoby zusammengearbeitet, die in den  90iger als eine der Top-Agenturen in der Branche galt. Auch damals schon hat André Kemper einen Spot für Mercedes entwickelt, der den Stuttgartern wohl nachhaltig in Erinnerung geblieben ist. Was war hieran so besonders?

Legendärer Mercedes Spot von André Kemper

In dem sogenannten Ohrfeigenspot, kommt ein Mann zu spät nach Hause und erklärt seiner verärgerten Gemahlin, dass er eine Panne mit seinem Mercedes gehabt habe. Unvorstellbar für die Stuttgarter Autobauer und eine tolle Werbekampagne damals für Mercedes.

Auch Jung von Matt hat jahrelang einen Top-Job für Mercedes gemacht und wurde immer wieder mit Auszeichnungen überhäuft. Zuletzt räumten sie mit dem legendären "Hühner-Spot" beim D&AD Awards ab. Um für den begehrten Etat Mercedes anzutreten, haben die Top-Werber aus Hamburg damals ihrem Kunden BMW gekündigt, was auch unüblich in der Branche ist.

Mercedes Marke neu positionieren

Zumindest hört man aus den Mercedes-Reihen, dass Mercedes viel mit der Marke in Zukunft vorhabe. Man möchte von dem konservativen Image weg und die Marke fit für die Zukunft machen und wieder als Nummer 1 der Automobilbranche positionieren. Hierbei soll André Kemper und Tonio Kröger eine entscheidene Rolle spielen.

Mercedes-Agentur soll im Sommer 2015 an den Start gehen

Jetzt ersteinmal bleibt abzuwarten wie sich André Kemper aus seiner bestehenden Verpflichtung mit Scholz & Friends und dem Kunden Opel lösen kann, denn Mercedes will bereits für Sommer 2015 die neuen Agentur am Start haben. Die Aussage von Opel-Marketing-Chefin Tina Müller, dass Kempers Vertrag bis April 2016 laufe und sie sich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm freue, läßt schon den nächsten Krieg vermuten. Schließlich war es Tina Müller, die André Kemper zu Opel geholt hat.

Weitere Kriegsschauplätze

Woher André Kemper und Tonio Kröger auf die Schnelle die mehr als 100 Mitarbeiter für die neue Mercedes-Agentur rekrutieren wollen, die für einen Etat dieser Größenordnung (100 Millionen Euro) benötigt werden, steht auch noch in den Sternen. Hier drohen den anderen Agenturen weitere Kriegsschauplätze, da Kemper & Co mit Sicherheit mit fetten Gagen die Top-Werber der Konkurrenz abwerben wollen.

Auch bezeichnend ist, dass der Pitch um den Mercedes-Etat, an dem die Agenturen Jung von Matt, BBDO und Heimat teilgenommen haben, mehr oder weniger wohl eine Augenwischerei war, um die Compliance-Richtlinien zu erfüllen. Wahrscheinlich war es nie vorgesehen, die Agenturen zum Zug kommen zu lassen. Der Deal mit Kemper und Kröger dürfte von langer Hand vorbereitet worden sein.

Schwacher Trost für Jung von Matt

Der "Kontakter" hatte es bereits vorab berichtet, nun wurde es offizielle Bestätigung. Jung von Matt/Neckar betreut künftig als Leadagentur die Marketingkommunikation des Energieversorgers EnBW Energie Baden Württemberg AG.

Wir, von der Redaktion freunde der künste bleiben gespannt und werden weiter über den Werbe-Krimi berichten.

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