Marketing und Werbung - Produkte und Köpfe

13.11.2020 der härteste Podcast der Welt

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, hat heute viel Kritik im Koffer.

Lieber Herr Böhmer,

offen, konkret, direkt und transparent – so hätten wir es doch irgendwie alle gerne. Vor allem, wenn es um Kritik geht. Ein neuer Podcast ist jetzt in so ziemlich alle Punkten das genaue Gegenteil – na ja gut: immerhin mangelnde Direktheit ist "Kreatiefschläge" nicht zu unterstellen.

Der laut Selbstbeschreibung „härteste Podcast der Welt“  wird angeblich von zwei hoch dekorierten Kreativen gemacht. Angeblich, weil sich diese bis dato nicht zu erkennen geben.

Sie müssten (angeblich) sonst berufliche Nachteile fürchten, heißt es zur Begründung. Hm. Da tauchen viele Fragen auf. Ist das vielleicht nicht nur eine billige Ausrede, um sich nicht mit den Opfern der Kritik auseinandersetzen zu müssen?

Warum macht man so etwas, wenn man nicht dazu steht? Oder ist es vielleicht nur ein Marketing-Gag für den Podcast. Zumindest letzteres würde funktionieren.

Allerdings gibt es nicht wenige Menschen, die in dem Ding nach aktuellem Wissensstand eher die Zusammenfassung dessen sehen, was man an der Branche nicht unbedingt mögen muss. Lassen wir uns mal überraschen.

Apropos Überraschung bzw. keine Überraschung: bei WPP wird weiter aufgeräumt. Seit gut zwei Jahren führt die britische Werbeholding WPP verschiedene Töchter unter einem gemeinsamen Dach zusammen.

Jetzt folgt mit Grey und AKQA der nächste Schritt. Beide Agenturen fusionieren zur AKQA Group.

Wie schön, dass es auch herzerwärmende Geschichten gibt. Die Weihnachtskampagne für die Toniebox ist ein schönes Beispiel. Die Geschichte: Wenn die große Schwester mal traurig ist, heitert sie der kleine Bruder wieder auf. So soll es in der Familie ja auch sein.

Einen schönen Abend

Ihr Holger Schellkopf

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12.11.2020

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat heute was zum Lachen.

Lieber Herr Böhmer,

feine Persiflage oder eiskalte Berechnung? Wahrscheinlich beides.

Aldi erzählt eine Weihnachtsgeschichte, in der eine Karotte ihren beschwerlichen Weg nach Hause findet, mit Hilfe eines Igels und Santa Claus.

Dieser Gaga-Plot wird gekrönt durch die unerträglich niedlichen Stimmchen von Karotte und Igel; das Musikstück "He’s a Pirate" aus dem Kinofilm "Pirates of the Caribbean" erzeugt Drama; und Santa Claus wird verkörpert von dem Oscar-Preisträger Jim Broadbent, dessen Filmografie mindestens so lang ist wie der Wunschzettel meines minderjährigen Sohns (und der ist laaaang).

Dieser Weihnachtsspot wirkt wie ein Cocktail aus Strohrum, Red Bull und Malt Whisky: passt überhaupt nicht zusammen, ist aber krass, süß und wohlig.

Selbst die Erklärung des verantwortlichen Mixers klingt verrückt. Sean McGinty, seines Zeichens Marketingdirektor bei Aldi UK, bezeichnet die Rückkehr der Karotte namens Kevin als "eine Erleichterung für viele". Hat der sie noch alle?

Ich behaupte: So was kann nur aus Großbritannien kommen. Dieses Land, in dem der Premierminister eine Frisur zur Schau stellt, die nicht mal Catweazle hinbekommen hat, wird ein Humorverständnis gepflegt, das zwischen Genie und Wahnsinn oszilliert.

Die Agentur McCann UK inszeniert nun schon im fünften Jahr Spots rund um die Karotte Kevin. Und das wird bestimmt auch ewig so weitergehen – wie mit dem Brexit.

Einen besinnlichen Abend wünscht

Rolf Schröter

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12.11.2020 Großartige Menschen nutzen einen Mac

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, meit das sich Tim Cook zu Recht feiert.

Lieber Herr Böhmer,

im Tiefstapeln ist Tim Cook nicht besonders gut. "Dies ist ein historischer Tag für den Mac", verkündete er auf der gestrigen Apple-Keynote.

Während die bahnbrechenden Neuerungen der vergangenen Jahre immer irgendetwas mit iPhone, iPad, der Watch oder einer neuen Plattform zu tun hatten, kümmert sich der Konzern jetzt wieder um sein ältestes Produkt, das in der Wahrnehmung eher nebenher lief: um den Mac.

Behind the Mac

Die Neuerungen sind wirklich die Aufmerksamkeit und das oben genannte Zitat wert. Denn Apple integriert ab sofort eigene Chips in den Mac, statt wie bisher solche von Intel.

Das klingt wie technischer Schnickschnack. Ist es aber nicht. Denn die neuen Geräte laufen um ein Vielfaches schneller als der Marktstandard, sie brauchen keine Ventilatoren, sind deutlich kleiner – und werden damit dem iPhone oder iPad immer ähnlicher.

Nun können Entwickler sogar iPhone-Apps auf die Macs bringen. Das bietet die Chance für ganz neue Funktionen, die mit der alten Architektur nicht möglich waren.

Ach, und ganz nebenbei dürften die Produktionskosten für Apple sinken und damit die Margen in die Höhe schnellen – während sich der Kunde freut, dass der UVP derselbe bleibt. Das hat Apple clever gemacht, das müssen auch Nicht-Fans zugeben.

Der passende Werbespot feiert die Mac-Gemeinde. Gehören Sie auch dazu? Sind auch Sie der eine "bestimmte Typ Mensch"? Geben Sie es zu, der Spot macht Sie insgeheim ein bisschen stolz .

Denn Sie bewegen etwas auf der Welt, Sie warten nicht darauf, dass Gutes passiert, sondern packen selbst an. Alle anderen unter Ihnen rollen vermutlich die Augen oder ärgern sich heimlich über das hohe Ross, auf dem Cook thront.

Apple polarisiert. Auch in der Werbung.

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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11.11.2020 man braucht Taschentücher

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, dreht sich alles schon um Weihnachten.

Lieber Herr Böhmer,

haben Sie die Taschentücher schon bereitgelegt? Es geht mit großen Schritten auf Weihnachten zu und so wird die Werbung traditionell rührselig. Auf dem heutigen Weihnachtsspot-Programm stehen Zalando, Disney und Coca-Cola:

Der Onlinehändler stellt die Frage, die wohl vielen angesichts der Kontaktbeschränkungen im Kopf rumgeistert: Wann werden wir uns wieder umarmen? Ein Akt, der bisher oftmals beiläufig passierte, fehlt vielen. Mindestens nach diesem Spot wollen wir alle wieder drücken und knuddeln. Die Marke selbst bleibt im Hintergrund.

Tränenfaktor: ***

Unfreiwilliger Humor: *

Bei Disney wird die Familie zum größten Geschenk. Der animierte Kurzfilm erzählt die Geschichte einer Großmutter, ihrer Enkelin und ihren Familientraditionen, in deren Leben nicht nur die Familie, sondern selbstverständlich auch eine Micky Maus eine wichtige Rolle spielt.

Tränenfaktor: *****

Unfreiwilliger Humor: **

Auch im Spot von Coca-Cola geht es um das Beisammensein der Familie an Weihnachten. Dafür dreht der Film so viele absurde Kapriolen, dass man ihn kaum für erst nehmen kann. Am Ende rettet der Coca-Cola-Truck das Fest.

Happy End. Doch es steckt unterschwellig noch eine zweite, deutlich erfrischendere Botschaft in dem Spot: Reibt euch nicht für ein vermeintlich perfektes Weihnachten auf, sondern konzentriert euch auf das Wesentliche.

Tränenfaktor: ****

Unfreiwilliger Humor: ****

Mein persönlicher Tipp des Tages ist Zalando. Welcher ist Ihr Favorit?

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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07.11.2020 Kreativagentur gesucht

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, hat heute etwas über die Deutsche Bahn zu erzählen.

Lieber Herr Böhmer,

der Bahn sagt man ja gerne nach, sie hätte es nicht so mit dem Timing – also zumindest, wenn es um die Züge geht. Gestern am Abend hat die Deutsche Bahn allerdings besonderes Gespür für Pünktlichkeit beweisen.

Pünktlich zum Feierabend sorgte nämlich die Nachricht vom Pitch um die komplette Kreativleistung bundesweit für Puls bei Agenturmacher:innen.

Jürgen Kornmann, verantwortlich für Marketing und PR bei der Bahn, ist der Pitchmaster und ihm geht es nicht nur um Etatvergabe.

Er will ein neues Agenturmodell für das Unternehmen. Kornmann will die gesamte Kommunikation neu aufstellen und die Marke stringenter positionieren. Was dahinter steckt, erklärt er im Interview mit meiner Kollegin Verena Gründel.

So oder so ist der Bahn-Pitch ein gutes Signal in nicht ganz so einfachen Zeiten. Der Blick geht nach vorne, man ist bereit für Neues, bereit für Veränderung.

Wir stehen am Ende einer ziemlich politischen Woche. Wahlen in den USA, Karikaturenstreit in Frankreich, Zwist über die Corona-Regeln in Deutschland. Passend dazu werfen unsere Streamingtipps einen Blick in die Machtzentren der Welt.

Genau das Richtige, um ein Herbstwochenende inklusive  des vorübergehenden deutschen Lockdown light zu bekämpfen. Schließlich kann uns allen etwas Gelassenheit nicht schaden – besonders nach einer Woche wie dieser.

Schönes Wochenende wünscht

Holger Schellkopf

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07.11.2020 Fake-Wahlergebnisse gestreamt

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet über eine Betrugsmasche auf YouTube zur Präsidentschaft-Wahl in Amerika.

Lieber Herr Böhmer,

diese Betrugsmasche ist neu: Gleich mehrere Youtube-Kanäle haben am US-Wahlabend ordentlich Geld verdient, indem sie Fake-Wahlergebnisse gestreamt haben.

Zehntausende schauten sich die Sendungen an – während sich die Betreiber über Einnahmen von Pre-Roll-Ads freuten. Darunter waren auch große Kanäle, die in den Suchergebnissen zur Wahl sogar über seriöse Medien gelistet wurden.

Der Fall zeigt, wie leicht sich unseriöse Propaganda durch Social Media verbreitet, vor allem wenn diese live gesendet wird. Und Youtube finanziert den Fake unwissentlich sogar. Erst nach Aufforderung löschte die Plattform die Videos.

In Sachen Fake News liegt also noch eine ganze Menge Arbeit vor den Social-Media-Plattformen. Es ist richtig und wichtig, dass wir immer wieder den Finger in die Wunde legen.

Apropos Fake News: Der Wendler scheint nach nur vier Wochen auf Telegram schon genug von der Verschwörungs-Community zu haben und dreht seinem Kanal den Saft ab.

Nachdem er sich vor Kurzem bei RTL entschuldigt hat, möchte ich die Frage in den Raum stellen, ob es vielleicht schon bald die Show "Ein Wendler auf Irrwegen" gibt. Das Happy End wird seine Hochzeit mit Laura sein. Tolle Story!

Zu toll? War die ganze Geschichte vielleicht nur eine einzige Inszenierung eines PR-Profis, um sich noch besser verkaufen zu können? RTL steckt bestimmt auch mit drin. Und Laura sowieso. Da muss ein größerer Plan hinter stecken.

So, genug von meinen Verschwörungsfantasien. Zurück zu ganz bodenständigen Problemen. Zum Beispiel der Frage, warum man Produkte "Leberkäse" nennen darf, während "Tofukäse" verboten ist.

Oder weshalb "Kokosmilch" ok ist, "Hafermilch" aber nicht. Unsere Gastautorin, die Rechtsanwältin Anika Hellmann erklärt, was erlaubt ist und was nicht. Beim Lesen dürfen Sie gern ab und zu den Kopf schütteln.

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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05.11.2020 Die Vergangenheitsform stimmt nicht

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, zeifelt an Vorhersagen, zumindest hält er sie für schwierig.

Lieber Herr Böhmer,

Vorhersagen sind schwer, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Ich weiß nicht mehr, von wem der Spruch stammt, aber es gibt wohl kaum einen Tag, an dem er besser passen würde.

Die Wahl des US-Präsidenten ist irgendwie auch eine Hardcore-Lektion in Sachen VUCA-World. Volatility (Volatilität), Uncertainty (Unsicherheit), Complexity (Komplexität) und Ambiguity (Mehrdeutigkeit) bestimmen unser Leben – auch jenseits der Frage, ob wir Trump weitere vier Jahre als Präsidenten aushalten müssen.

Dabei ist 2020 selbst ohne die Frage nach den künftigen Bewohnern des Weißen Hauses ein stetes Unsicherheitstraining.

Hauptverursacher des Dilemmas war natürlich die Coronapandemie. Problem dabei: Die Vergangenheitsform stimmt nicht, Corona ist weiterhin ein reichlich unerfreulicher Unsicherheitsfaktor und wird das auch bleiben.

Nur um mal das Beispiel Sport zu nehmen: Ob und wie beispielsweise im kommenden Jahr die Fußball-EM oder die Olympischen Spiele über die Bühne gehen können, vermag aktuell noch niemand seriös vorherzusagen.

Andere Dinge sind dagegen wesentlich klarer: Es wird einen US-Präsidenten geben, höchstwahrscheinlich zumindest.

In der digitalen Werbung wird es immer bessere Alternativen für Cookies geben müssen, ziemlich sicher jedenfalls. 5G wird aller Wahrscheinlichkeit nach die mobile Nutzung noch einmal boosten.

All diese Dinge haben auch Konsequenzen für unsere Branche. Wie die konkret aussehen, kann aktuell allerdings nur beschränkt zuverlässig prophezeit werden. Genau hier liegen aber die wesentlichen Anforderungen:

Wir müssen uns endlich daran gewöhnen, ein gehöriges Maß an Unsicherheit auszuhalten. Wir müssen uns so aufstellen, dass wir schnell und effektiv auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren können.

Wir müssen die Veränderung als Chance begreifen. Denn eines lässt sich für die Zukunft ganz sicher sagen: We are still living in a VUCA-World.

Eins ist immerhin sicher: die neue W&V-Ausgabe mit gleich zwei Schwerpunkten – nämlich Prognose und Preis – ist da und für Abonnenten auch dann problemlos verfügbar, falls die aktuell nicht ins Büro können.

Im Abo inklusive ist der Zugriff auf das ePaper und den digitalen Abo-Bereich. Come as u like sozusagen.

Viel Spaß damit wünscht

Holger Schellkopf

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04.11.2020 Weltverschwörer-Abschaum-Clique?

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Heute muß ich Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, ganz klar wiedersprechen. Aus Angst, beim ersten Anzeichen von Kritik sofort als Corona-Leugner, Covidiot oder rechter Verschwörungstheoretiker beschimpft und gebrandmarkt zu werden, geben sich die meisten bei ihren Einlassungen bewusst kompromissbereit, ja geradezu harmlos.

Die Einleitung „Ich bin kein Corona-Leugner/Verschwörungstheoretiker/Verharmloser, wir wissen, das Virus existiert, aber ...“ ist zur Standardfloskel geworden.

Lieber Herr Böhmer,

sind Sie eigentlich auch "Teil der lügenden Weltverschwörer-Abschaum-Clique der satanischen Illuminaten"?

Ich oute mich hiermit, ich gehöre offensichtlich dazu. Sollten auch Sie die Corona-Pandemie nicht infrage stellen, dann Sie wohl ebenfalls. Zumindest wenn man Attila Hildmann fragt.

Als einer der Anführer der Aluhutträger wetterte er mit diesem, nennen wir es mal Kompliment gegen Jan Böhmermann.

Der mischt sich nämlich gerade in den Tiefen von Telegram unter die Verschwörungsgläubigen. Was er vorhat, wissen wir noch nicht, aber wir haben eine Theorie...

Auch der Wendler ist noch recht neu im Verschwörungsgeschichten-Kosmos – doch jetzt will er schon wieder raus. Er sei gar kein Corona-Leugner, beteuert er jetzt auf Instagram.

Und bei RTL will er sich auch entschuldigen . Da hat ihm wohl jemand ordentlich den Kopf gewaschen. Oder hat er einfach nur Angst um seine Karriere?

Nur zu einem steht er: zu seiner Begeisterung für Donald Trump. Die Berliner Verkehrsbetriebe sind sich am heutigen Tag der Wahl noch nicht ganz einig über ihren Favoriten. Sie wünschen den Wahlsieg "beiden", so steht es auf Plakaten. Obwohl ...

Am Tag der US-Wahl bekam ich von den Berliner Verkehrsbetrieben über Social Media folgendes Statement geschickt: „Als öffentliches Unternehmen dürfen wir nicht verraten, wem wir den Wahlsieg gönnen. Deswegen nur so viel: Wir wünschen’s B(e)iden.“

"Politisch war ich damit einverstanden. Aber mich störte der Aktivismus, mit dem suggeriert wurde, die ganze BVG habe dazu eine einheitliche Meinung.

Zum anderen will ich als Steuerzahler und Besitzer einer Monatskarte, dass sich die BVG auf Pünktlichkeit, Sauberkeit und einen ausgeglichenen Etat konzentriert statt auf Wahlempfehlungen", schreibt Rainer Haubrich, Stv. Ressortleiter Meinung von "Welt-Online".

Biden holt sich im letzten Augenblick Verstärkung für seinen Wahlkampf: Eminem singt seinen legendären Song „Lose Yourself“ im aktuellen Wahlkampfspot. Er ist nicht der einzige Künstler, der den Trump-Gegner unterstützt. Ob der Clip fruchtet, sehen wir vielleicht schon morgen.

Es gibt noch einen guten Grund, auf morgen gespannt zu sein. Denn um 14 Uhr startet der zweite Tag der Munich Marketing Week.

Unter anderem mit Accenture, SAP, Siemens, Rewe und Payback. Und natürlich mit meinem Kollegen Holger Schellkopf und mir. Alles über Tag 1 können Sie hier im Liveblog nachlesen. Wir freuen uns dann morgen auf Sie.

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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03.11.2020 Bundestagswahlkampf für Scholz und SPD

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet schon einmal über den Wahlkampf für Scholz und die SPD.

Lieber Herr Böhmer,

authentischer geht nicht: „1972 habe ich bei ‚Willy wählen‘ mitgemacht und bin für die SPD auf die Straße gegangen“, sagt Thomas Koch.

Jetzt, 48 Jahre später, ist er ins Kampagnenteam für Olaf Scholz gebeten worden. Der wohl erfahrenste Mediaprofi der Republik ergänzt den Kreis um Raphael Brinkert .

Bis vor kurzem war Thomas Koch noch Mitglied bei den Piraten gewesen. Aber die Beziehung hat nicht gehalten. Er ist zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Von Willy Brandt zu Olaf Scholz.

Nun kämpft er an der Meinungsbildungsfront an der Seite von Laura Galmés Schwarz, Dennis Lück und Nico Lumma unter der Führung des SPD-Generalsekretärs Lars Klingbeil.

Eine unkonventionelle Mischung. Aber schließlich ist die Aufgabe auch Avenger-mäßig schwer: die alten SPD-Wähler:innen halten und junge Menschen mobilisieren.

Das geht nur mit einer klaren Haltung. Raphael Brinkert, der aus einer Bäcker-Familie stammt, hat im Sommer in einem taz-Interview gesagt:

„Wir verzichten gern auf Umsätze und Renditen, die wir mit Tabak- und Rüstungskonzernen oder auch Unternehmen wie Nestlé verdienen könnten.“

Das ist der Spirit, der die SPD wiederbeleben kann

Thomas Koch ist Rocker. Er hört Heavy Metal und macht selbst Musik. Gemeinsam mit Jochen Kalka hat er unter dem Pseudonym „Apello Eleven“ aktuell ein Stück auf Youtube veröffentlicht, das sich mit harten Riffs und expliziter Sprache gegen eine Wiederwahl von Donald Trump als US-Präsident richtet.

Bei alldem geht es letztlich nicht um Politik, Trump, die USA oder Deutschland. Es geht um unsere Werte.

Einen schönen Abend wünscht

Rolf Schröter

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01.11.2020 Die Tech-Giganten

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, meint bei den Suchmaschinen tut sich was.

Lieber Herr Böhmer,

sprechen wir über den Suchmaschinenkonzern Apple.

Nein, ich habe hier nichts durcheinandergeworfen. Offensichtlich bastelt der iPhone-Bauer an einer eigenen Suchmaschine. Wenn wir mal ehrlich sind, ist das längst fällig.

Mit dem Thema Datenschutz versucht sich Tim Cook schon länger von den anderen Tech-Giganten abzusetzen. Dass er gleichzeitig weiterhin Googles Suchmaschine als Standard nutzt, passt da gar nicht ins Bild.

Vielleicht bandelt Apple deswegen schon länger mit der für strengere Datenschutzregeln bekannten Suchmaschine Duckduckgo an. Sie wäre die ideale Basis für eine selbstgebaute Suchsoftware.

Außerdem würde der Hersteller dem Nutzer mit einer Eigenentwicklung beweisen, wie ernst er es mit dem Datenschutzversprechen meint.

Dass die US-Regulierungsbehörden nicht glücklich über die bisherige Apple-Google-Verbindung sind und dass sie gekappt werden könnte, muss Apple ja nicht an die große Glocke hängen.

Die Entwicklung der Suchtechnologie sollte finanziell locker drin sein. Genauso wie eine Übernahme von Duckduckgo.

Allein im dritten Quartal dieses Jahres hat Apple Erlöse in Höhe von 64,7 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Und das, obwohl das iPhone verspätet kam und deshalb weniger Stück verkauft wurden als geplant. Auch die anderen GAFA-Konzerne jubeln angesichts ihrer Rekordeinnahmen.

Die Corona-Krise ist eben nicht für alle schlecht

Auch Lebensmittelhersteller und -händler gehören zu den Profiteuren. Aldi lässt es krachen und eröffnet morgen in Mülheim an der Ruhr die größte Filiale aller Zeiten.

Mit fast 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche ist die etwa doppelt so groß wie eine durchschnittliche Aldi-Filiale. Es gibt sogar einen – wohl vor allem marketingwirksamen – Kräutergarten.

Lust auf einen Samstagsspaziergang im Aldi-Garten?

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

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