Marketing und Werbung - Produkte und Köpfe

20.01.2018 bäumchen rüttel dich und schüttel dich

GFDK - Marketing News - Gottfried Böhmer

Bei Thjnk ist es weiter sehr ungemütlich und die personellen Querelen nehmen kein Ende. Die Gruppe bleibt dennoch auf Erfolgskurs Der Krieg um die besten Köpfe geht also auch 2018 weiter. 2012 formierte Karen Heumann zusammen mit André Kemper, Michael Trautmann und Armin Jochum die Agentur Thjnk. Armin Jochum war wie Karen Heumann bis 2011 Vorstandsmitglied bei Jung von Matt.

Im September 2013 wechselte dann noch der Top-Stratege von Jung von Matt Michael von Bach die Fronten und ging als Geschäftsführer Strategie zur Thjnk-Gruppe.

André Kemper der Mitgründer der Agentur Kempertrautmann ist dann schnell wieder ausgestiegen, und der Finanz- und Planningchef Geschäftsführer Wulf-Peter Kemper, Bruder von André Kemper ging 2013 im Streit.

Nun verliert die Agentur Thjnk zwei weitere ihrer Geschäftsführer am Hauptsitz Hamburg. Co-Kreativchefin Bettina Olf und Co-Beratungschef Lars Trzebiatowsky haben das Handtuch geworfen. Anke Peters, Michael Ohanian und Gerrit Zinke machen als Geschäftsführer in Hamburg weiter wie Horizont berichtete.

Bettina Olf hat demnach schon etwas Neues gefunden. Sie fängt wohl im März bei einer Agentur der WPP-Holding an. Erst im Oktober 2017 hatte außerdem Patrick Hammer die Geschäftsführung von Thjnk in Hamburg verlassen. Er ging zu BBDO in Hamburg. Lars Trzebiatowsky soll angeblich noch auf der Suche nach neuen Aufgaben sein.

Die Fresssucht von WPP-Boss Martin Sorrell

WPP übernimmt Thjnk: "Es geht kein einziger von der Fahne" hatte noch im Juli 2017 www.wiwo.de getitelt. Nach Informationen von HORIZONT Online wird Thjnk direkt an WPP berichten und nicht an eine der WPP-Netzwerk-Agenturen angebunden. WPP besitzt in Deutschland schon die Agenturmarken Ogilvy, JWT, Young & Rubicam, Grey, Group M und Scholz & Friends, die zusammen 1.3 Milliarden Dollar Umsatz machen.

Es ist wohl nur eine Frage der Zeit wann sich Sorrel noch weitere Innhaber geführte Agenturen in Deutschland unter den Nagel reißt. Schauen wir mal was aus Jung von Matt wird.

Thjnk ist mitlerweile eine Agenturgruppe, und in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, München, New York und Zürich vertreten. Allein in Hamburg arbeiten fast 100 Mitarbeiter. Weltweit sind es über 400.

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17.01.2018 Neugründung Crazyredwool

GFDK -Marketing News- W&V Frank Zimmer

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online bei W&V hat mir wieder geschrieben, und ich muß zugeben das mich seine Kommentare immer sehr erfreuen. Ich warte schon regelrecht darauf. Dieses mal geht es um Pressemitteilungen in eigener Sache. Auch die GFDK-Redaktion bekommt täglich bis zu 100 dieser Mails.

Lieber Herr Böhmer,

in der W&V Redaktion erreichen uns öfters Pressemitteilungen oder privatere Mails nach diesem Muster:

Der "erfahrene" Agentur-Manager XY teilt mit, dass er nach seinem wichtigen Job bei .....(hier bitte den Namen einer Network-Agentur einsetzen) .... noch einmal mit "etwas ganz Neuem durchstarten möchte". Meistens mit einer "Agentur ganz neuen Stils" oder einen "Startup, dass bewusst keine Agentur sein will", auf jeden Fall aber mit einem "Netzwerk", das "flexibel" je nach Bedarf und Kundenwunsch "maßgeschneiderte Lösungen" und so weiter.

Ich frage mich, wo im Internet der Generator für diese Art von Pressemitteilungen zu finden ist.

Auf den ersten flüchtigen Blick sah auch die Geschichte von Stephan Ganser nach PR-Story aus. Aber gut, dass sich mein Kollege Conrad Breyer intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. Denn wie es scheint, wird die Idee der virtuellen Agentur gerade zur Branchen-Realität.

Und sie ist nur eine von vielen Herausforderungen für die uns bekannte Agenturwelt. Wir werden am Thema dranbleiben.

Ihnen einen schönen Abend. Und falls Sie Stephan Ganser heißen,  wünsche ich Ihnen einen guten Start und viel Erfolg mit Ihrer Neugründung Crazyredwool.

Frank Zimmer

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15.01.2018 Karriere bei SAP

GFDK - Marketing News

Seit dem 1. Januar 2018 leitet Kerstin Köder das Marketing für die SAP Deutschland SE & Co. KG und die Region Mittel- und Osteuropa. Köder trägt damit die Verantwortung für das Marketing der SAP in Deutschland, Mittel- und Osteuropa sowie der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten.

Köder kommt von der freenet Group mit Hauptsitz in Büdelsdorf bei Hamburg. Dort verantwortete sie seit 2010 das Marketing und seit 2016 zusätzlich die B2C-Sparte freenet TV von Media Broadcast, dem größten deutschen Dienstleister für Bild- und Tonübertragung.

Vorher leitete Kerstin Köder das Kundenbestandsmanagement und Direktmarketing zunächst für die Marke debitel in Stuttgart, später auch für Talkline und mobilcom, zuletzt für alle drei Marken der freenet Group in Kiel.

Kerstin Köder verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in unterschiedlichen Leitungsfunktionen in Marketing, CRM, Vertrieb, Customer Care sowie im Produkt- und Offer-Management in Handel, Telekommunikation und TV.

Kerstin Köder gewann diverse Wettbewerbe und erhielt Auszeichnungen wie den deutschen CRM-Award in Gold sowie den POS-Marketing-Award und den Deutschen Design-Award für das neue mobilcom-debitel Digital Lifestyle Store-Konzept.

Sie studierte an der Hochschule für Wirtschaft in Pforzheim Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Marketing, Absatzlehre und International Business sowie an der School of Business der University of Louisville, USA.

Dank vom Freenet-CEO Christoph Vilanek

"Kerstin Köder ist ein perfektes Beispiel dafür, dass wir gute Mitarbeiter in unseren Reihen haben, die sich bei uns zu Spitzenkräften entwickeln und dadurch natürlich auch außerhalb Begehrlichkeiten wecken. Wir wünschen ihr weiterhin beruflichen Erfolg und privates Glück und sind dankbar für die vielen Jahre der gemeinsamen Arbeit bei der Freenet Group", so Freenet-CEO Christoph Vilanek.

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10.12.2017 digitale Zirkus schlicht zu teuer

W&V - Jochen Kalka

Der Chefredakteur von W&V Jochen Kalka hat mir zum Wochenschluß ein paar Worte geschrieben.

Er lässt nicht locker. Und das als größter Werbungtreibender der Welt: Marc Pritchard provoziert als Marketingchef von Procter & Gamble einmal mehr die digitalen Medien. Dabei geht es um nichts Geringeres als um die Wirkung des Werbekanals.

Nachdem P&G seinen Werbeetat für digitale Kanäle um 100 Millionen Dollar reduziert hatte, gab es laut Pritchard "keinen Rückgang im Absatz, bei keiner unserer Marken."

Ein harter Vorwurf, den Pritchard heute im "Handelsblatt" wiederholt. Doch wie bei einem Politiker ist das gesprochene Wort eines so mächtigen Marketers nicht unbedingt wörtlich zu nehmen. Hinter seiner Aussage steckt viel mehr:

Erstens, dass ihm der digitale Zirkus schlicht zu teuer ist und er mit seiner Kritik diesen Kanal madig machen möchte.

Zweitens, dass er damit den Druck erhöhen will, mehr Transparenz und mehr Standards im Online-Werbegeschäft durchzusetzen, wie er längst schon über den US-Dienst "Business Insider" verlauten ließ.

Drittens, um seine Mediaagenturen zu besseren Leistungswerten zu zwingen.

Viertens, dass er auch die anderen Medien wachrüttelt, um sie zu klaren Wirkungsnachweisen zu bewegen.

Fünftens, weil er damit schlicht das Reduzieren von Media-Millionen legitimiert, auch im eigenen Konzern.

Die Digitalzunft jedenfalls muss die Kritik mehr als ernst nehmen und aus ihrem arroganten Narzissmus erwachen. Hinzu kommt, dass kriminell anmutende Mechanismen wie Zauberclicks oder Sichtbarkeits- und Erscheinungswunder ausgerechnet Reichweitenmarktschreier nicht in den Griff bekommen.

Was gab es in der Historie - zurecht! - Aufschreie, wenn mal ein klassisches Medium fehlerhafte Leistungsnachweise an die Öffentlichkeit brachte. Wenn aber ein Digitalmedium – wie im Frühjahr Facebook – in gewissen Zielgruppen mehr Menschen in etlichen Ländern als eigene Reichweite kommuniziert, als es staatlich registrierte Einwohner gibt, bleibt der Aufschrei verhalten.

Insofern muss es viel mehr Marc Pritchards auf dieser Welt geben, die den Mut haben, heftige Kritik zu äußern. Hierzulande sind sie jedenfalls noch viel zu leise.

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28.11.2017 Keine Schnäppchen am Black Friday

GFDK - Marketing-Redaktion

Keine Schnäppchen bei den Top-Marken. Wer nach besonderen Angeboten von Top-Marken am Black Friday suchte, wurde leider enttäuscht. Wer nach einem Trenchscout von Burberry Ausschau hielt oder sich für Schuhe von Galizio Torresi interessierte, ist wohl leer ausgegangen. Auch die Portale für Luxus-Uhren wollten den Rabatthungrigen keine Angebote machen.

Die GFDK-Marketing-Redaktion hat über zwanzig grosse Online-Händler und deren Preisgestaltung während des Wochenendes beobachtet und konnte keine Schnäppchen für Luxusmarken und hochwertige Artikel finden.

Rabatte wirken wie starke Drogen

Fazit: Die Top-Marken halten sich aus der Rabattschlacht und dem Rabattmarathon raus und haben nichts zu verschenken, hier haben die Schnäppchenjäger das Nachsehen. Alles was gut und teuer ist, bleibt auch teuer. Einzig Elektronik und Haushaltswaren wurden verramscht, aber auch hier galt, das nur jedes zweite getestete Angebot wirklich ein Schnäppchen war.

Eine US-amerikanische Erfindung zur Geschäftsbelebung

Keine Schnäppchen bei dm. Einzig die Drogeriemarktkette dm hält sich aus der Rabattschlacht raus und bleibt ihrer Dauerniedrigpreispolitik treu. Das Unternehmen spendet fünf Prozent des Tagesumsatzes am 24. November an verschiedene Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche. Die Ladenpreise für die Kunden werden dabei nicht verändert.

Nur die Elektronik-Hersteller und Händler hauen ihre Produkte raus

Der Black Friday war auch dieses Jahr wieder das Shopping-Event des Jahres in Europa und den USA. Doch welche Marken und Produkte waren im Netz eigentlich besonders gefragt?

Um diese Frage zu beantworten, hat das führende deutsche Unternehmen im Bereich Social Media-Monitoring und -Analysen, VICO Research & Consulting (www.vico-research.com), über 100.000 deutschsprachige Social-Web-Beiträge untersucht. Die Ergebnisse: Hierzulande war Samsung die gefragteste Marke, während die Playstation 4 das beliebteste Produkt war.

Schnäppchentag Black Friday

Insgesamt wurde die Kommunikation rund um den Black Friday von Beiträgen über Elektronik-Produkte und deren Hersteller dominiert. Besonders gefragt war Samsung. In rund 4.000 Beiträgen befassten sich die Nutzer mit dem südkoreanische Konzern.

Damit war Samsung am Black Friday die am meisten diskutierte Marke im Netz. Auf dem zweiten Platz folgt Apple, das in rund 2.300 Social Web-Beiträgen erwähnt wurde, Platz drei sichert sich überraschenderweise der Audiosystem-Hersteller Tonies, der sich komplett auf Geräte für Kinder spezialisiert hat.

Tonies wurde in knapp 1.600 aller von VICO Research & Consulting untersuchten Beiträge erwähnt und damit etwa genauso oft wie Sony. Auf dem fünften Platz der meistdiskutierten Black Friday-Marken landet das Unternehmen Philips, das in diesem Zusammenhang in etwa 1.400 Beiträgen diskutiert wurde.

Beliebte Produkte: Playstation 4 hängt alle ab

Auch die rund um den Black Friday meistdiskutierten Produkte stammen aus dem Elektronik-Bereich. Vor allem für Sonys Playstation 4 interessierten sich sehr viele Social Web-Nutzer. Die Spielekonsole wurde in rund 5.400 Black Friday-Beiträgen erwähnt und sichert sich in diesem Ranking eindeutig den ersten Platz vor Microsofts Konkurrenzangebot, der X-Box One und Samsungs Galaxy A5.

Beide Produkte wurden in jeweils knapp 1.400 Beiträgen diskutiert. Amazons smarter Lautsprecher Echo rangiert mit 1.300 Black Friday-Erwähnungen auf Platz vier, auf Platz fünf ist Samsung mit dem Galaxy S8 (900 Beiträge) noch einmal vertreten.

Die meiste Kommunikation zum Thema Black Friday erfolgte auf Twitter, wo 30,7 Prozent aller Black Friday-Beiträge von VICO Research & Consulting erfasst wurden. 20,9 Prozent der Kommunikation erfolgte auf Bewertungsportalen, insbesondere auf dem Schnäppchen-Portal MyDealz, 12,6 Prozent auf sozialen Netzwerken wie Facebook, 10,4 Prozent auf News-Portalen und 9,6 Prozent auf Bild-Portalen wie Instagram.

Die restliche von VICO erfasste Web-Kommunikation fand auf Blogs, Foren sowie Q&A- und Video-Portalen statt.

Kommunikation überwiegend neutral

Die Stimmung im Netz war in Bezug auf den Black Friday insgesamt überwiegend neutral. 78,7 Prozent der erfassten Beiträge waren nicht wertend - der Großteil der Kommunikation bestand aus Hinweisen auf besondere Angebote. Positive Wertungen fanden sich in 17 Prozent der Beiträge, in denen sich Nutzer zu ihren bereits getätigten oder anstehenden Einkäufen äußerten.

In den 4,3 Prozent negativ bewerteten Beiträgen kritisierten die Social Web-Nutzer vor allem die Sale-Kultur und die damit einhergehende “Amerikanisierung” Deutschlands. Einige zweifelten zudem an der Echtheit der angepriesenen Angebote.

Marc Trömel, Geschäftsführer von VICO Research & Consulting, äußert sich zu der Analyse:

“Auch in Deutschland ist der Black Friday mittlerweile voll angekommen und stellt insbesondere für viele Online-Händler den umsatzstärksten Tag des Jahres dar. Auffällig ist natürlich, dass Elektronik-Hersteller und -Produkte am Black Friday mit Abstand am gefragtesten sind.

Überraschend ist, dass der auf Audiogeräte für Kinder spezialisierte Anbieter Tonies am Black Friday eine der am nachgefragtesten Marken im Netz war. Ich persönlich kannte das Unternehmen zuvor gar nicht.”

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28.11.2017 Markenkooperation von Heineken

GFDK- Marketing Redaktion

Im Jahr 2013 sahen sich die Produzenten des 24. James-Bond-Films („Spectre“) mit einer schwierigen Entscheidung konfrontiert und mussten sich die Frage stellen: Ist ein cooles Bier dem Mr. Cool würdig?

Hat es hat sich ausgeschüttelt?

Um die Rechnungen des teuersten Bond-Films aller Zeiten bezahlen zu können, planten die Produzenten Produktplatzierungen - keine ungewöhnliche Situation an und für sich - da große Unternehmen bereit waren, Millionen zu zahlen, um das große Bond-Publikum anzusprechen und neben den enormen Kosten auch Unterstützung bei der Filmbewerbung zu bekommen.

Ein kühles blondes Heineken oder einen Martini

Die Entscheidung fiel als Heineken 100-Millionen-Dollar-Angebot auf die Produzenten zukam. Der Deal: Die Firma würde den Film und ihr Bier mit einer riesigen Werbekampagne cross promoten, und das Bier würde im Film als Getränk „platziert“. Unglücklicherweise hatte Bond bereits im vorherigen Film „Skyfall“ eine Gegenreaktion seiner Fans erfahren müssen, weil sein Lieblingsmartini gegen ein Heineken ausgetauscht wurde.

Mit seinem Aussehen, seinem Selbstvertrauen, seinem Geschmack und seiner Kühnheit war Bond bekannt für seine eigene Art von Coolness - und seinen berühmten „Signature Drink“. Würde die Partnerschaft zwischen den beiden globalen Marken den Coolness-Faktor von Bond verringern?

Eine riskante Partnerschaft für Bond oder Heineken?

Selbst eine Marke, die so etabliert und beliebt ist wie James Bond, ist vor einer unvereinbaren Partnerschaft nicht sicher, die ihr Markenimage und ihre Wahrnehmung beeinträchtigen könnte. Das Bond-Franchise, das die Risiken und Vorteile einer Verbindung mit einem niederländischen Bier bewertet, könnte eine neue Theorie zur Coolness als Leitfaden verwendet haben.

Diese nutzt drei Eigenschaften, die für die Gestaltung und Aufrechterhaltung von Coolness entscheidend sind: Autonomie (das Gefühl der Unabhängigkeit und der Rebellion, das die Menschen dazu bringt Dinge als cool anzusehen), Einstellung (die Haltung und Überzeugung ohne Anstrengung cool zu sein) und Authentizität.

Die Produzenten überlegten zunächst, ob Heineken zu Bonds Autonomiebild passt, das sich auf Konformitätslosigkeit, Unkonventionalität, Rebellion, Individualität und Unabhängigkeit bezieht. Zweitens ist Bond authentisch.

Wenn ein Martini Teil seiner Authentizität ist, könnten die Zuschauer eine Partnerschaft mit Heineken als unaufrichtig oder sogar als Fälschung ansehen. Andererseits ist die Zusammenarbeit mit Bond eine großartige Gelegenheit für Heineken, um im Bier viel schneller und einfacher die Coolness zu etablieren.

Eine riskante Partnerschaft, die sehr sorgfältig und programmatisch durchgeführt werden musste mit Authentizität als Schlüssel. Die ephemere Idee, cool zu sein, ist sowohl für persönliche als auch für professionelle Marken in der Unterhaltungsindustrie und darüber hinaus von entscheidender Bedeutung. Es ist ein Kunstwerk und Wissenschaft, um diese zu entwerfen und aufrechtzuerhalten.

Der Artikel basiert auf dem Fall Von Heineken mit Liebe: James Bond Produktförderung (Darden Business Publishing), von Lalin Anik und Johnny Miles (MBA '17).

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19.11.2017 das wirkliche Weihnachten

W&V - Rolf Schröter

Rolf Schröter, der Ressortleiter Marketing von W&V, hat mir ein paar nette Worte zu Weihnachten und den Nebenwirkungen geschrieben. Nun ja, Weihnachten kann grausam sein.

Lieber Herr Böhmer,

woher John McClane die Kraft nimmt, all die Schweinebacken abzumurksen? Erstens: Er ist Profi. Zweitens: Die Familie! Der Held aus „Stirb langsam“ will schließlich seine Frau befreien und gemeinsam mit seiner Familie Weihnachten feiern.

Woher Jürgen Vogel die Kraft nimmt, diese winzige Marke Karlswrong so groß aussehen zu lassen? Erstens: Er ist Profi. Zweitens: Die Familie! Der Schauspieler hat einen Sohn namens Giacomo. Er ist der Freund von Leoni Lencinas. Die junge Berlinerin wiederum hat das Label Karlswrong gegründet. Und sie hat sicherlich kein Problem gehabt, Giacomos Papa vor die Kamera zu bewegen.

Jedenfalls: Den von Wolffpack Vision produzierten Film sollte man gesehen haben. Es lohnt sich.

Im Gegensatz zu den Weihnachtsfilmen unserer Food-Discounter.

Lidl erzählt mir, wie toll es ist, dass ich normal bin. Und Aldi wünscht mir einen attraktiven Kühlschrankinhalt. Würg - Nicht mal Penny ist eine Alternative. Die Rewe-Tochter versucht plump, mit dem Hashtag #zeitsichzuversöhnen auf meine Tränendrüse zu drücken. Autsch.

Bin ich ob des allgegenwärtigen Hasses und der ständigen Reizüberflutung völlig stumpf geworden? Nein. Echte Profis, meine Familie und das wirkliche Weihnachten schaffen es immer noch, mich glücklich zu machen.

Auch Ihnen einen glücklichen Abend.

Rolf Schröter

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11.11.2017 aber ohne Magenbitter

GFDK -Marketing News- W&V Frank Zimmer

Der Redaktionsleiter Online von W&V, Frank Zimmer hat mir ein paar nette Worte gesendet, die ich hier veröffentlichen werde, weil er es auf den Punkt trifft.

Lieber Herr Böhmer,

ein Hamburger Agenturchef bringt ein interessantes Argument in die "Früher-gab-es-hier-ehrliche-Arbeiter-jetzt-gibt-es-Werber-Debatte um Fernet-Branca . Er verstehe gar nicht, sagte er mir gerade bei einem Telefonat, wie man den Begriff "Werber" überhaupt noch ernst nehmen könne: "Das ist doch 90er". Er selbst würde sich niemals angesprochen fühlen, und er kenne auch niemanden, der sich "Werber" nenne.

"Wie nennst Du Dich denn selbst?", fragte ich ihn. "Je nach Zielgruppe", war seine Antwort. "Kommunikationsberater, Unternehmensberater oder einfach "Ich arbeite in einer Agentur".

Vielleicht ist das ein Teil des Problemes heutiger Agenturen und der Branche insgesamt. Wer nicht mit ein und demselben Wort erklären will, was er macht: Wie sollen es alle verstehen?

Und wer mit Berufsbezeichnungen hantiert, die genau so gut ein Wirtschaftsprüfer, ein Handy-Verkäufer oder ein Versicherungsvertreter führen könnte:

Wie stolz ist er auf seine Arbeit, die Werbung?

Die Antwort von Scholz & Friends: "Alkohol ist keine Lösung

Ein Beispiel für die Arbeit guter Werber und die "einzig richtige Reaktion auf Fernet-Branca" ist jedenfalls die in Hamburg plakatierte Antwort von Scholz & Friends: "Alkohol ist keine Lösung / textpraktikum@s-f.com".

Ein Plakat, zwei Zeilen, viele Lacher, noch mehr Aufmerksamkeit. Das bringen nur Werber fertig.

Einen schönen Abend aus München mit oder ohne Magenbitter wünscht Ihnen

Frank Zimmer

Was war passiert? "Früher gab es hier ehrliche Arbeiter. Jetzt gibt es Werber", steht auf einem haushohen Plakat an einer Hamburger Hauswand. Raphael Brinkert von Jung von Matt/Sports war so verärgert über die Kollegen von Pilot aus Hamburg, das er beim Werberat Beschwerde wegen angeblich diskriminierender Werbung erhob. Das war aber ein Eigentor wie sie hier lesen können.

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28.10.2017 Autonomes Fahren kostet Jobs

Gottfried Böhmer

Dass die Digitale Transformation in großen Schritten auf uns zukommt, war im Bundestagswahlkampf für die Parteien kein Thema. Dass gerade hier der soziale Sprengstoff der nahen Zukunft liegt, wollen die Politiker lieber verschweigen.

Diese und andere Fragen hat unser Autor Gottfried Böhmer schon Anfang 2017 gestellt.

"Werden wir von der Digitalisierung bedroht? Läutet die Digitale Transformation das Ende der Wohlfahrts-Arbeits-Gesellschaft ein? Wer hat in Zukunft noch Arbeit und ein Ein-Auskommen? Und was machen dann die Millionen Menschen für die es keine Arbeit mehr gibt?"

Im Güterverkehr und der Logistik - Strasse, Schiene, Luftfahrt werden Millionen Mitarbeiter nicht mehr gebraucht. LKWs fahren ohne Fahrer, Flugzeuge fliegen ohne Piloten und Lagerarbeiter sind vollkommen überflüssig.

Die Digitalisierung-Automatisierung in der Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe wird in den nächsten 20 Jahren einen Quantensprung machen und Millionen Arbeitsplätze werden verloren gehen.

Die Digitale Transformation fordert ihre Opfer

Der D-Zug mit Atomantrieb ist schneller da als wir uns das vorstellen. In einigen Branchen wird es keine 20 Jahre mehr brauchen, die Nutzfahrzeugbranche wird schon in 10 Jahren soweit sein, das sie fast keine Mitarbeiter mehr brauchen.

Autonomes Fahren braucht keine Mitarbeiter

Die Nutzfahrzeugbranche träumt schon davon keine Mitarbeiter mehr beschäftigen zu müssen, selbstfahrende Autos wecken in der Branche schon kühnste Visionen. Schließlich entfallen im Transportgewerbe fast 50 Prozent der Betriebskosten auf den Mitarbeiter am Steuer an.

Entsprechend eifrig wird daran gearbeitet, sie abzuschaffen, schreibt der "Spiegel". "Brauchen wir noch Fahrer?", fragte Henrik Henriksson, Vorstandschef des schwedischen Lkw-Herstellers Scania, jetzt rhetorisch bei einer Veranstaltung der VW-Nutzfahrzeugsparte in Hamburg.

Ein Fahrzeug fährt voraus, die anderen fahren ohne Fahrer hinterher. Elektronisch aneinander gekoppelte Sattelschlepper brauchen kein Personal, denn nur im Führerhaus des ersten Lasters wird noch ein Mensch sitzen. Der Nutzfahrzeughersteller MAN hat schon ein autonom fahrendes Fahrzeug entwickelt, das schon auf hessischen Autobahnen getestet wird.

Das Zauberwort heißt "Platooning". Das ist der Einstieg in das automatisierte Fahren auf öffentlichen Straßen", sagt Andreas Renschler, Chef der Volkswagen-Sparte Truck & Bus, der unter anderem Nutzfahrzeuge von MAN, Scania und VW angehören. "Der nächste Schritt wird darin bestehen, Lkw-Kolonnenfahrten markenübergreifend zu ermöglichen."

Auch im gesamten öffentlichen Nahverkehr braucht man dann keine Mitarbeiter mehr. Klaus der Busfahrer aus Mainz oder Berlin sollte sich schon rechtzeitig nach einem anderen Job umschauen. Am 25. Oktober 2017 setzt die Deutsche Bahn zum ersten mal einen autonom fahrenden Bus im öffentlichen Personennahverkehr ein.

Weil Roboter Menschen ersetzen und Arbeitsplätze vernichten, droht Deutschland eine „trostlose Zukunft“: So jedenfalls klingt eine neue, düstere Analyse der Deutschen Bank. Wie ausweglos ist das Arbeitsmarkt-Desaster?

 

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27.10.2017 es geht um Strategien

GFDK - Redaktion

Frank Zimmer, Redaktionsleiter Online bei W&V schreibt uns: Das Standard-Argument gegen Content Marketing lautet: Zu teuer. Man muss doppelt und dreifach zahlen, argumentieren klassische Werber gern.

Einmal für die Technik, dann für den Content und zum Schluss noch für die kostenpflichtige Distribution. Da könne man auch gleich eine Anzeige schalten. Thomas Strerath hat im Handelsblatt gerade den Niedergang von Content Marketing angekündigt.

Klassische Werber müssen so argumentieren,  erklärt Karsten Lohmeyer von der Telekom-Agentur The Digitale in unserem heutigen Interview.  Weil sie in Kampagnen denken, nicht in Plattformen. Aber genau darum geht beim Content Marketing.  "Gutes Content Marketing bedeutet Blut, Schweiß und Tränen".

Was sagt es eigentlich über ein Medium aus, wenn es für sich wirbt und Geld dafür ausgibt? Zunächst einmal gar nichts.

Klassische Medienmarken tun das in klassischen Medien seit Jahrzehnten, ohne dass deshalb ihre Relevanz in Frage steht. Warum sollen also neue Medienmarken nicht in digitalen Medien für sich werben dürfen?

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