Marketing und Werbung - Produkte und Köpfe

19.07.2019 Markentreue nimmt ab

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Das waren heute nur einige Themen aus der Marketing Sicht. Apple will eigene Podcasts produzieren, Vodafone startet 5G in Deutschland und Google Maps zeigt künftig Fahrradverleihstationen mit der Anzahl der verfügbaren Räder in Echtzeit. Lidl provoziert Edeka, Rewe und Co. mit frecher Markenkampagne, dem Journalismus fehlt es an Diversity und Google kuscht (möglicherweise) vor einem Wirt aus Bayern.

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing bei W&V, macht sich Sorgen um die Markentreue der Deutschen.

Lieber Herr Böhmer,

wir sind ein Volk von Fremdgehern geworden. Immer mehr Frauen und Männer greifen zu neuen Produkten, wenn sie im Supermarkt einkaufen. Eine aktuelle Studie von Nielsen dokumentiert eine Entwicklung, die sehr gefährlich ist für Marken. „Der Faktor Neu ist attraktiv und wird immer mehr selbst zur Marke“, sagt Fred Hogen, Handelsexperte bei Nielsen Deutschland.

Eine Analyse dazu, die Erklärung, warum Stammkunden so wichtig sind sowie Handlungsempfehlungen liefern wir übrigens auch in der aktuellen W&V.

Wo wir gerade beim Fremdgehen sind: Frauenstimmen in Werbespots schwanken häufig zwischen normalem Reden und lustvollem Stöhnen. Selbst wenn das inhaltlich gar nicht passt. Soll schließlich sexy klingen, damit verkauft wird.

Die Deutsche Bahn hält dagegen. Sie bringt einen Mann. „Bitte bleiben Sie ruhig“, sediert der 45-jährige Hesse Heiko Grauel die Menschenmassen auf den 5.700 Bahnhöfen Deutschlands.

Grauel ist der neue Ansager der Deutschen Bahn . "Wir suchten nach einer professionellen Stimme, die verständlich und sympathisch klingt", sagt Daniel Labahn, der Leiter des Projekts Reisendeninformation bei den Personenbahnhöfen.

Wer ab und zu Bahn fährt, weiß: Es ist eine sehr gute Entscheidung, eine angenehme, tiefe, souverän klingende, verständliche Stimme ins Chaos zu senden.

Die einen regen an, die anderen regen ab. Und das ist gut so.

Einen aufregenden Abend wünscht

Ihr Rolf Schröter

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18.07.2019 Projekt Lunar Quattro 50

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, berichtet über eine mißglückte Mondlandung.

Lieber Herr Böhmer,

wenn gestern am Abend das Naturschauspiel der partiellen Mondfinsternis über Deutschland zu bewundern war, dann werden von Ingolstadt aus wohl ein paar Menschen mit besonders traurigen Augen nach oben geschaut haben.

Bei Audi hatte man sich vorgenommen, mit dem Projekt Lunar Quattro 50 Jahre nach der Apollo-Mission auf dem Mond zu landen. Der schöne Traum dürfte allerdings geplatzt sein, ohne dass der Autobauer selbst etwas dafür kann.

Denn die Berliner Raumfahrtfirma Part Time Scientists (PTS), mit der Audi zusammenarbeitet, hat Insolvenz angemeldet. Wenn es denn stimmt, dass geteiltes Leid halbes Leid ist, dann können sich die verhinderten Mondfahrer bei Audi vielleicht ein wenig damit trösten, dass mit Vodafone auch ein zweites renommiertes Unternehmen betroffen ist und den Traum vom Mond erstmal ad acta legen muss.

Wesentlich erdverbundener, aber dennoch ambitioniert zeigt sich dagegen Samsung. Dort hat man sich zum Ziel gesetzt, als Hersteller von Haushaltsgroßgeräten in der Zielgruppe der Millennials zu punkten.

Als Partner wurde der Social-Publisher Visual Statements ausgewählt - ziemlich logisch, den VS hat eine sehr große Stärke ja genau in dieser Zielgruppe. Die erste Bilanz der längerfristig angelegten Zusammenarbeit fällt entsprechend positiv aus.

Meine Kollegin Belinda Duvinage hat sich nicht nur die Zahlen genauer angeschaut, sondern in ihrer Geschichte sogar exklusiv einen Spot verpackt, den es eigentlich erst ab morgen zu sehen gibt. Reinschauen lohnt sich.

Einen schönen Abend mit Blick auf den Mond wünscht

Holger Schellkopf

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16.07.2019 Wir sagen: Danke und alles Gute

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, berichtet heute über einen weiteren Abgang bei W&V.

Nachdem der langjährige Online-Chef der W&V Frank Zimmer Anfang des Jahres W&V verlassen hat, geht nun auch  Dr. Jochen Kalka, der langjährige Chefredakteur von "W&V", "Kontakter", "Lead" und deren Online-Auftritten.

Lieber Herr Böhmer,

es gehört zu den beliebtesten Fehlern nicht nur unserer Branche, sich viel zu viel mit sich selbst zu beschäftigen. Es gibt aber auch Tage, an denen genau das gut, richtig und wichtig ist. Für W&V ist heute so ein Tag. Jochen Kalka und der Verlag Werben & Verkaufen trennen sich in freundschaftlichem Einvernehmen.

Und nach Jahrzehnten als Chefredakteur hier im Haus hat uns Jochen einen wichtigen Satz mit auf den Weg gegeben: "Ich glaube an die Menschen bei W&V und wünsche dem Verlag weiterhin das Beste!" Wir sagen: Danke und alles Gute für all die Dinge, die du jetzt vorhast.

Die Menschen werden auch in Zukunft die wesentliche Rolle bei W&V spielen, mit Verena Gründel, Stefan Lara Torres und Rolf Schröter tun dies drei von ihnen künftig als Mitglieder der Chefredaktion. Darüber freue ich mich auch persönlich sehr.

Jetzt aber genug von uns, Neuigkeiten gibt es schließlich an allen Ecken und Ende der Branche. Zum Beispiel bei Serviceplan. Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres wird aus der GmbH & Co. KG die Serviceplan Group SE & Co. KG -  und es wird ein prominent besetzter Aufsichtsrat installiert, dem auch die langjährige RTL-Chefin und ehemalige Bertelsmann-Vorständin Anke Schäferkordt angehört.

Immer für etwas Neues zu haben ist man auch bei Aldi, wenn auch diesmal nicht wirklich als First Mover. Bisher haben sich die Discounter Lidl und Netto im Hype um den trendigsten Veggie-Burger ein Wettrennen geliefert. Jetzt steigt Aldi ein:

Ab 5. August gibt es bei Aldi Süd den veganen Wonder Burger . Und zwar nicht als kurzfristiges Aktionsangebot, sondern als dauerhafte Erweiterung des Sortiments.

Viele Grüße

Holger Schellkopf

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16.07.2019 Serviceplan in New York

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, lobt den Mut von Serviceplan.

Lieber Herr Böhmer,


"If you can make it there you can make it everywhere"  - an diese Textzeilen wird man bei Serviceplan in den vergangenen Monaten wohl öfter gedacht haben. Der Sprung nach New York, das "House of Communication" an der Madison Avenue, beides ist in der Branche mit viel Aufmerksamkeit beobachtet worden.

Dabei blieb natürlich auch nicht verborgen, dass der Mut der Münchner zumindest in der ersten Zeit nicht wirklich mit dem gewünschten Erfolg belohnt wurde. Die Gründe dafür sind vielfältig und erst jetzt kommt das eigentlich Besondere an dem US-Engagement zum Vorschein.

Serviceplan versucht nämlich nicht, Schönwetter vorzuspielen, sondern räumt ganz transparent ein, dass man bisher nicht da sei, wo man hingewollt habe. Statt rumzujammern und Ausreden zu suchen, haben die Bayern in New York den Rücken gerade gemacht und versuchen ihr Glück im nächsten Anlauf. Bei so viel Entschlossenheit liegt der Verdacht nahe: "they can make it there".

Ziemlich sicher wird man dabei auch nicht am ein oder anderen Pitch vorbeikommen. Eine bei den Agenturen immer ungeliebtere Disziplin. Im Streitgespräch zwischen Kundin Antje Neubauer und Agenturchefin Larissa Pohl geht es heute um Pitchalternativen: es ist der alte Konflikt Wettbewerb versus Workshops.

Noch mal zurück nach Amerika, diesmal nach Kalifornien, Menlo Park um genauer zu sein. Von dort aus verkündet Facebook gerade im Tagesrhythmus Neuerungen. Gestern ging es um die Erklärung, warum wer bestimmte Werbung zu sehen bekommt.

Heute geht es um neue Monetarisierungsfeatures. Gar nicht so leicht, da immer auf dem Laufenden zu bleiben - gut, dass es dafür unseren Blog zum Thema gibt.

Holger Schellkopf

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12.07.2019 waren Sie schon mal in Baden-Württemberg

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, schreibt mir, die Influencerin Anastasia Karanikolaou macht, ohne es zu wissen, Werbung für Baden-Württemberg. Die Freundin von Kylie Jenner, posiert im Bikini an einer Strandbar und auf dem Foto ist ein Kleiner Aufkleber zu sehen. Das Internet war begeistert.

Lieber Herr Böhmer,

irgendwie haben die in BaWü ein echtes Händchen für Eigenwerbung. "Alles außer Hochdeutsch" ist längst zum Allgemeingut geworden - und jetzt kommen sie mit einem Aufkleber groß raus . Einem Aufkleber? Ja, einem kleinen gelben Aufkleber, auf dem "Nett hier. Aber waren Sie schon mal in Baden-Württemberg?" zu lesen steht.

Der Slogan ist obendrein alles andere als neu, aber zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle sorgt er eben doch für Aufruhr. Und die Marke Baden-Württemberg bekommt neue Power.

So (vermeintlich) einfach wie bei der Sache mit dem Aufkleber geht es aber natürlich nicht immer. Starke Marken brauchen gute Führung. Markenmodelle können dabei wirklich hilfreich sein, wenn man sie denn richtig nutzt.

Welche Methode aber auch immer verwendet wird, eines ist klar: Die Zeiten sind vorbei, in denen Marken danach beurteilt wurden, was sie versprechen. Brands werden heute daran gemessen, was sie leisten, welches Gefühl sie vermitteln.

Experience ist die Währung. Das kann man betrauern oder gut finden, ändern wird man es nicht. Deshalb gilt, was mein Kollege Markus Weber in seinem Kommentar auf den Punkt bringt: Hört endlich auf zu jammern. Tut lieber was.

Gilt übrigens nicht nur für Marken. Würde wahrscheinlich sogar für einen guten Aufkleber taugen.

Einen schönen Abend wünscht

Holger Schellkopf

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11.07.2019 Der Gesundheitsvorsorge-Spezialist medisana

GFDK - Marketing News

Der Gesundheitsvorsorge-Spezialist medisana GmbH hat mit dem Start-Up temi ein Joint Venture, „meditemi“ mit Sitz in Hongkong, gegründet. Die medisana GmbH ist eine Tochtergesellschaft der chinesischen Ogawa Smart Healthcare Technology Group Co. Ltd., einer der weltweit führenden Hersteller für Gesundheits- und Massageprodukte.

Ziel ist es, unter dem Dach der Marke medisana einen intelligenten Home-Care-Robot in Europa und später auch in den USA und Asien mit Fokus auf Pflege und Gesundheit einzuführen.

Das Start-Up temi wurde bereits im Rahmen der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas und Shanghai mit ihrem Personal Robot temi als „Best robot of CES 2019“ ausgezeichnet. Die CES zählt mit weit über 100.000 Besuchern zu den größten Elektronik-Messen der Welt.

Die medisana GmbH wird den Home-Care-Robot unter dem Namen medisana temi zuerst in Deutschland einführen. Der medisana temi ist ein Roboter, der Gesundheitsmonitoring, Gesundheitsprävention und mehr Unabhängigkeit in die eigenen vier Wände bringt. Via Sprachsteuerung und Touch Display ist seine Bedienbarkeit intuitiv und selbsterklärend.

Rafael Aviram wurde zum CEO und Präsident von meditemi berufen. Als Vice President Marketing & Innovation der medisana GmbH leitet er nun auch das neue Joint Venture. Der erfahrene Executive Manager bewies bereits in der Vergangenheit sein Gespür für die erfolgreiche Realisierung seiner Visionen.

Rafael Aviram hat in seiner Position als Chief Innovation Officer der Muttergesellschaft Ogawa medisana als exklusiven Distributor für Roboter in Europa ausgewählt, weil er auf die Expertise von medisana im Home-Health-Care-Markt vertraut.

Ulrich Schulze Althoff, Chief Digital Officer bei Medisana in Neuss, wird ihm als Vice President Global Business Development zur Seite stehen.

Ulrich Schulze Althoff gilt als Experte auf dem Gebiet der Digitalisierung des Gesundheitsmarktes und war federführend in der Entwicklung und Einführung der VitaDock+ App von medisana im Jahr 2011, die als einer der ersten Gesundheits-Apps auf dem deutschen Markt gilt, beteiligt.

Rafael Aviram betont: „Wir sind davon überzeugt, dass der Home Care Roboter für uns ein globales Thema ist, insbesondere in den asiatischen Wachstumsmärkten.“ Schulze Althoff ergänzt: „Roboter helfen uns in immer mehr Bereichen des Lebens.

Aus diesem Grund investieren wir in diesen Zukunftsmarkt. Die Medisana VitaDock+ App wird in den Roboter integriert. Dies sehen wir als konsequente Weiterentwicklung, um die Menschen noch besser in der Gesundheitsvorsorge unterstützen zu können.“

medisana stellt den Home-Care-Robot medisana temi zur Internationalen Funkausstellung IFA 2019 im September vor.

Der Home-Care-Robot medisana temi ist aus dem Joint Venture meditemi des Gesundheitsspezialisten medisana und der Firma temi entstanden, einem Robotik-Start-Up mit Sitz in New York. medisana zählt zu den führenden Spezialisten in der Gesundheitsvorsorge.

Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung, Herstellung und Vermarktung von Gesundheitsprodukten für Endverbraucher. temi hat bereits einen Lifestyle-Roboter entwickelt, den das Unternehmen aktuell weltweit anbietet.

Die Firma temi wurde 2016 von CEO Yossi Wolf gegründet. Heute ist temi ein globales Unternehmen mit Niederlassungen in Shenzhen China (Produktion), New York (Marketing & Vertrieb), Tel Aviv (Forschung & Entwicklung) und Singapur.

Namhafte Key Player haben bereits in temi investiert, wie der ehemalige CTO von Alibaba John Wu, Generali Investments und die OGAWA Smart Healthcare Technology Group, einer der weltweit führenden Hersteller von Gesundheits- und Massageprodukten.

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11.07.2019 Erpressung oder Umerziehung

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Das war der Tag: Instagram will gegen Mobbing vorgehen und Hasskommentierern ins Gewissen reden, Rapper Jay-Z steigt ins Cannabis-Business ein und eine US-Influencerin macht versehentlich Werbung für Baden-Württemberg.

OK: aber dafür habe ich kein Verständnis - Einige Agenturen wollen künftig nicht mehr für Unternehmen arbeiten, die fossile Brennstoffe abbauen. Sie unterstützen die Initiative #CreativesForClimate.

Sich selbst "Nachhaltigkeit" auf die Fahne schreiben und so tun, als verstehe man die Generation Z, gleichzeitig aber für Unternehmen arbeiten, die fossile Brennstoffe abbauen – das geht gar nicht.

Sagen rund 20 Agenturen und eine Reihe Werber, die sich verpflichtet haben, künftig nicht mehr an Pitches für derartige Unternehmen teilzunehmen. Das Frage ich mich, soll das eine Erpressung, oder eine Umerziehungs-Maßnahme sein?

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V,

Lieber Herr Böhmer,

Eis für alle. Das war eine aufmerksamkeitsstarke Aktion, die Unilever als Recruiting-Gag auf der Fachmesse OMR (Online Marketing Rockstars) im Frühjahr durchgeführt hat. Doch es war mehr als ein Gag, Unilever hat sich bei der jungen Zielgruppe ins Gespräch gebracht, hat Sympathiepunkte gewonnen und sich damit als Arbeitgebermarke frisch positioniert.

Dieses Employer Branding hängt am Ende freilich nicht am Freieis. Die Stärke der Arbeitgebermarke hängt von vielen Faktoren ab, wie eine aktuelle Studie jetzt auftischt.

Ob ein Unternehmen innovative Videogespräche führt, Gamification wagt, mit Virtual Reality hantiert, alles gut, richtig und wichtig. Doch am Ende hängt am meisten davon ab, wie sich die Chefs selbst benehmen, wie sie ihre Marke vertreten, leben und leben lassen.

Einen schönen Abend

Ihr Jochen Kalka

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10.07.2019 Margarine Rama und Ikea

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing bei W&V, berichtet heute über zwei rätselhafte Frauen in der Werbung. Vor lauter Work-Life-Balance vergisst der moderne Mensch, wie wichtig erholsamer Schlaf ist. Das will Ikea jetzt ändern: Mit dieser Kampagne aus dem Reich der Träume.

Lieber Herr Böhmer,

die Margarine Rama hieß ursprünglich Rahma. Das war 1924. Weil aber kein Rahm drin ist, hat man das halt weggelassen. Rama hat also nix mit der hinduistischen Gottheit Rama zu tun. Schmeckt ja auch nicht wirklich göttlich.

Schon damals haben die Namensgeber auch das Rama-Mädchen erschaffen, das man aus heutiger Sicht wohl eher als Rama-Frau bezeichnen müsste.

In der Nachkriegszeit war Rama der Hit auf deutschen Broten und Brötchen. Die Marke hatte eine Bekanntheit von fast hundert Prozent. Irgendwann verschwand die Rama-Frau. Jetzt ist sie wieder da und heißt wieder Rama-Mädchen.

Aber Geschichte wiederholt sich nicht. Das Rama-Mädchen ist zu einem stilisierten Porträtbild geworden. Was geblieben ist: Die Maid ist blond und hat nach wie vor diesen seltsamen Hut auf. Was soll dieser Hut? Ich habe mich das schon immer gefragt.

In der neuen Ikea-Kampagne spielt auch ein Mädchen die Hauptrolle. Es stellt sich mit einem vermutlich Berliner Einschlag als Elfö vor. Optisch ist die Elfe eine Mischung aus Daenerys Targaryen (GoT), Galadriel (Herr der Ringe) und Judith Holofernes. Was soll das?

Egal. Wichtig ist allein die Erkenntnis: Rätselhafte Frauen scheinen in der Werbung einfach zu funktionieren.

Einen schönen Abend wünscht

Rolf Schröter

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09.07.2019 20 bis 25 neue Filialen sind denkbar

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V, hat heute erfreuliches zu berichten.

Lieber Herr Böhmer,

wer hätt au deees denkt?, fragt sich der Schwabe stündlich. Und der Oberschwabe, etwa aus Ravensburg, erst recht. Dort ist der größte deutsche Hersteller von Brettspielen zu Hause, Ravensburger.

Eine Firma, die den Kampf gegen Hirnzersiebelektronik nicht aufgibt und an das haptische Erlebnis glaubt – oft mit klugen Verquickungen technischer Finessen.

Ravensburger, das gerne mal kostenlos ein kleines verloren gegangenes Spiel-Utensil zu ihren Kunden schickt, wie die Printausgabe von W&V in "meinem Markenerlebnis…" berichtete, wagt den nächsten Kampf und plant, eigene Verkaufsräume zu eröffnen, die Spielzimmern ähneln sollen.

Die Marke Ravensburger soll für die Konsumenten erlebbar gemacht werden, heißt es. Gerade, weil es im Spielwarenmarkt ein Händlersterben gibt. Dieses "Jetzt erst recht" ist eine tolle Einstellung, eine gesunde Haltung.

Und sollte Ravensburger damit Erfolg haben, wäre das wieder ein Grund für den Satz: "Wer hätt au dees denkt?"

Schönen Abend

Ihr Jochen Kalka

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07.07.2019 Carola Rackete ist keine Heldin

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Ich bin ja mit Jochen Kalka  in der Regel einer Meinung. Nur hier muß ich ihm widersprechen. Carola Rackete hat italienisches und internationales Recht gebrochen, und das hat mit "Haltung" auch wenig zu tun. Und wo kämen wir hin, wenn jeder wie es ihm passt, das Recht in die eigene Hand nimmt?

Überall prangt das Gesicht von Carola Rackete, in den Zeitungen, im Fernsehen, im Internet. Von einem auf den anderen Tag ist sie weltberühmt geworden, und das war vieleicht auch ein Ziel. Ein bundesrepublikanische Wohlstandskind schlägt über die Strenge, und zeigt uns wie gut sie ist.

Eines vorweg: Carola Rackete ist auch keine Heldin. Ein Held bin ich vielleicht, wenn ich unter Einsatz meines Lebens ein anderes Leben rette, aber auch das war hier nicht der Fall.

Die moralische Hybris wird orchestriert von der deutschen Politik - vom Außenminister bis zum Bundespräsidenten. Die NZZ hat in einem  Kommentar zu Recht die sofortige einseitige Einmischung deutscher Politiker und Medienleute kritisiert.

Für Straftaten darf es auch für weiße deutsche reiche Frauen keinen Bonus geben. Und noch etwas, Journalisten sind nicht dafür da, anderen ihre Meinung zu diktieren.

Zwei Drittel der Bürger sagen, man müsse sehr aufpassen, zu welchen Themen man sich öffentlich äußere. Dazu gehören eindeutig die Flüchtlingsfrage und Muslime und der Islam, aber auch bei Themen wie Homosexualität, Patriotismus und Gendersprache müsse man vorsichtig sein schrieb Andrea Seibel in ihrem Artikel, "Bei der Meinungsfreiheit droht ein Sozialismus light" auf "Welt-Online". So wie es aussieht ist es um die Meinungsfreiheit schlecht bestellt.

Angelica G. schreibt dazu einen Kommentar auf "Welt-Online"

Als „weiße Deutsche, die in einem reichen Land mit dem richtigen Pass“ geboren worden sei, habe sie die moralische Verpflichtung, denjenigen zu helfen, die nicht die gleichen Möglichkeiten wie sie gehabt hätten.
Oh da gibt es viele Verpflichtungen, die nicht im Licht der Öffentlichkeit ständen.

Sie könnte in der Organisation "die Arche" mitarbeiten und armen Kindern Wertschätzung und Vertrauen schenken, sie bei ihren Hausaufgaben betreuen, ihre Freizeitaktivitäten zur Gewaltfreiheit inspirieren, dafür mitsorgen, dass diese Kinder und Jugendlichen wenigstens eine ordentliche Malhzeit am Tag bekommen.

Sie könnte mit den "Tafeln" Lebensmittel retten und damit Menschen helfen, die sich im Geschäft diese Lebensmittel nicht leisten können.

Sie könnte in der noch von Bernd Eichinger gegründeten Organisation "ARTISTS FOR KIDS" für in Not geratene Kinder und Jugendliche engagieren, und für sie nicht nur in akuten Krisen da sein, sondern  auch mithelfen, für sie  längerfristige Hilfsprogramme zu entwickeln, die den Kindern und Jugendlichen einen guten Schulabschluss, eine erfolgreiche Berufsausbildung und ein selbstständiges Leben ermöglichen.  Und so weiter und so weiter.


Es gibt wirklich tausend Möglichkeiten, dass sich eine weiße Deutsche in einem "reichen" Land, in dem es viel Armut gibt, ihre  moralische Verpflichtung umsetzt, damit andere wenigestens ähnliche Möglichkeiten haben, wie sie.

Dazu benötigt man keine abenteuerlichen Aktionen auf dem Mittelmeer, die den Geschmack der egoistischen Selbstinszenierung und der Beihilfe zur garantierten Weiter- Existenz von Schlepperbanden besitzen.

Und Papperlapapp schreibt:

Der Frau gehts einfach zu gut. Müsste sie ernsthaft für Ihren Lebensunterhalt aufkommen und müsste sich Gedanken darüber machen ob irgendwann die Rente reicht und das möglichst zu einer Zeit in der man noch was hat von der Rente, dann würde die sich nicht so profilieren wollen vor lauter Langeweile.


Dieses Phänomen ist tatsächlich darauf zurückzuführen, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird, die einen sich den Kopf zerbrechen wo sie Suppe kriegen, die anderen so gesättigt sind, dass man sich Abenteuer suchen muss und Lebensinhalt.


Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V,

Lieber Herr Böhmer,

sie gewinnt an Relevanz, endlich. Ja, sie ist wichtiger denn je, für jeden einzelnen Menschen, aber auch für jede Marke: Haltung. Gerade, wenn es um menschenverachtende Strömungen geht, wenn es jemand wagt, eine Frau zu kritisieren, weil sie sich bei der Rettung von Menschenleben nicht an eine rote Ampel gehalten hat.

Respekt vor dem Modelabel Human Blood, auch heute noch eine der meistgeklickten Meldungen. Die Marke beendete die Kooperation mit Sheepworld, weil deren Chef gegen die Rettung von Mitmenschen hetzte.

Anmerkung der Redaktion

"Auf der Internet-Seite der SHEEPWORLD AG kann man dazu lesen: "Die Kooperation zwischen der SHEEPWORLD AG und der HUMAN BLOOD LTD. Wurde am 03.07.2019 mit sofortiger Wirkung durch die HUMAN BLOOD LTD. medienwirksam beendet.

Als Anlass zur Beendigung wurde eine private Meinungsäußerung des Vorstandsvorsitzenden der SHEEPWORLD AG, Tobias Hiltl, auf seinem privaten Facebook-Account genommen.

Es handelt sich um die privaten Meinungsäußerungen von Tobias Hiltl und nicht um eine Position der SHEEPWORLD AG. Wir stehen für Fairness und Vielfalt und lassen uns keinem politischen Lager zuordnen." Tobias Hiltl hatte Carola Rackete als  "Schlepperin und Menschenhändlerin" bezeichnet.

Vieleicht sollte man hier noch anmerken, das die SHEEPWORLD AG für regionale Vereine und soziale Einrichtungen Geld spendet."

Jochen Kalka: Haltung ist es, was Marken zeigen sollten, was aber gerade auch Journalisten vorleben müssen. Ja, wir Journalisten müssen in unserer Berichterstattung neutral sein, aber über das Vorgehen einer Frau wie Carola Rackete kann man nicht diskutieren, sie ist eine Heldin, die Menschen vor dem Tod bewahrt, während die anderen einfach nur zuschauen, wie Kinder, Männer, Frauen jämmerlich ertrinken.

Anmerkung der Redaktion: Gegenüber "Onetz" (Amberger Zeitung) sagte "Sheepworld"-Gründer Hiltl, er sei weder Rassist oder Hetzer, noch ein Anhänger der AfD. Auf das Statement von "Human Blood" reagierte er dem Bericht zufolge mit den Worten:

"Das ist mal echt konsequent. Gratuliere euch so konsequent andere Meinungen zu diskreditierten" Und weiter: "Scheinbar passt auch eine andere, realistische Meinung nicht zu Euch, sprich alles außerhalb einer linken Meinung wird niedergetrampelt und vernichtet.  So läuft das hier scheinbar. - Naja, ist halt so im linksgrünen Millieu - Toleranz gilt nur in eine Richtung."

Einer, der stets Haltung gezeigt hat, ist leider gestorben: Michael Jürgs, ein großer Journalist. Ein Vorbild, wenn es um Meinung ging. Ein Mann, der keine Angst hatte, anzuecken. Er kämpfte an der Tastatur stets für das Gute. Mit Michael Jürgs ist auch ein Stück Haltung gestorben.

Arbeiten wir daran, dass die Haltung mit uns allen weiterlebt.

Schönes Wochenende

Jochen Kalka

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