Marketing und Werbung - Produkte und Köpfe

26.02.2019 Der Hamburger Händler Otto

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, lobt den Händler Otto, Matthias von Bechtolsheim, Guido Heffels und Andreas Mengele die den Weg frei machen für eine neue Generation.

Lieber Herr Böhmer,

Gegensätze ziehen sich manchmal nicht nur an, sie passen sogar blenden zueinander. Der Hamburger Händler Otto ist beispielsweise das, was man mit Fug und Recht als deutsches Traditionsunternehmen bezeichnen kann.

Gleichzeitig kann Otto aber inzwischen für sich in Anspruch nehmen, so eine Art Marktführer in Transformation zu sein. Mit einer Mischung aus Mut, Ideenreichtum und Entschlossenheit hat sich das Traditionshaus auf den Weg in die Zukunft gemacht und lässt gleichzeitig keinen Zweifel daran, dass Veränderung ein dauerhafter Prozess ist.

Für Veränderung haben sich auch die Gründer von Heimat entschieden. Das Triumvirat aus Matthias von Bechtolsheim, Guido Heffels und Andreas Mengele zieht sich aus dem aktiven Tagesgeschäft zurück , will das Ruder nach 20 Jahren einer neuen Generation überlassen.

Ganz von Bord gehen die drei Herren aber nicht, sie wollen stattdessen "die Marken Heimat und TBWA frei von deren täglicher operativen Führung weiterentwickeln".

An einem Tag wie heute darf natürlich die Oscar-Verleihung nicht außen vor bleiben. Noch dazu, wenn mit Birkenstock ein deutscher Schuhhersteller einen Auftritt bei der Gala hatte, mit dem wohl die Wenigsten rechneten.

Gegensätze passen eben manchmal richtig gut zusammen.

Einen schönen Abend wünscht

Holger Schellkopf

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23.02.2019 eine fröhliche Party

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

So begann der Tag: YouTube dreht pädophilen Video-Uploadern den Geldhahn zu. YouTube reagiert auf ein Problem mit pädophilen Nutzern und schaltet Werbung im Umfeld von Millionen Videos ab. Große Marken wie Disney und Nestlé stoppten zuvor Werbung, weil sie fürchteten, damit sexualisierte Kinder-Videos zu fördern.

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V hatte schöneres zu berichten. Der Deutsche Mediapreis 2019 stand heute im Mittelpunkt.

Lieber Herr Böhmer,

glückliche Gewinnerinnen und Gewinner, eine fröhliche Party und sogar ein doppelter Ude: der Deutsche Mediapreis 2019 hatte alles, was man für so eine Preisverleihung braucht. 120 Kampagnen wurden für den Deutschen Mediapreis 2019 eingereicht, sieben Media-Strategien sowie 22 Media-Ideen.

Für ganz besondere Momente sorgten dabei die Media Youngsters mit ihren wirklich beeindruckenden Leistungen und gleich in mehrfacher Hinsicht die Media-Persönlichkeit des Jahres, Susanne Kunz.

Laudator Paul Remitz, Deutschlandchef der Omnicom Media Group und Jury-Mitglied des Mediapreises, zeichnete bei seiner Rede mit Respekt, Humor und Emotion ein stimmiges Bild der Media-Chefin von Procter & Gamble. Eine Laudatio, die auch bei der Preisträgerin selbst Wirkung hinterließ. Alles in allem war es eben doch der Abend der Gewinner.

Nicht wirklich als Gewinner dürften sich dagegen die Produktverantwortlichen bei Nike gefühlt haben. Der gebrochene Schuh und das verletzte Knie eines Basketball-Nachwuchsstars werden für den Sportriesen ziemlich teuer. Der Aktienkurs gab im frühen Handel um 1,2 Prozent nach. Das Unternehmen verlor mehr als 1 Milliarde Dollar an Wert. Ziemlich unerfreulicher Ausrutscher.

Gemeinsam mehr Sicherheit auf dem ebenfalls ziemlich glatten Parkett des Carsharing-Markets wollen künftig Daimler und BMW. Aus Car2Go und DriveNow wird das gemeinschaftliche Share Now. Von dem neuen "Odd Couple" der Mobilität lässt sich einiges lernen, kommentiert Rolf Schröter - was Partnerschaft in digitalen Zeiten bedeutet.

Im Hause Now gibt es derweil eine recht umfangreiche Familienplanung. Park Now, Charge Now, Reach Now und Free Now sollen Mama und Papa Autobauer in Zukunft viel Freude bereiten. Mal sehen, wie sich der Nachwuchs so entwickelt.

Ein schönes Wochenende wünscht

Holger Schellkopf

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22.02.2019 Back to the Best Brands

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Mein Gott, war das wieder ein Tag: YouTube verliert vorerst Werbung von Disney, Nestlé, Dr. Oetker und dem Videospiel-Macher Epic Games. Die Firmen pausieren ihre Werbespots, weil einem Video-Blogger pädophile Aktivitäten bei der Videoplattform auffielen. Der YouTube-Algorithmus empfahl wohl Videos, die junge Mädchen in sexuellen Posen zeigen.

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing bei W&V hat heute einen ganzen Sack voller Geschichten aus der Marketing-Welt zu erzählen.

Lieber Herr Böhmer,

was für eine Mischung: Der US-Schauspieler Kiefer Sutherland schmettert Country-Musik, der frühere Chef der EU-Kommission und heutige Goldman-Sachs-Berater José Manuel Durão Barroso trägt eine Rede vor und die Ratiopharm-Zwillinge Nina und Julia Meise fotografieren sich selbst.

Und das alles genau dort, wo gerade die wahnsinnig spannende Sicherheitskonferenz zu Ende gegangen ist.

Natürlich haben weder Kiefer noch José und Nina & Julia etwas mit dem eigentlichen Thema des Abends zu tun, nämlich die erfolgreichsten Marken des Jahres zu feiern. Aber die MCs der Best Brands Gala wissen natürlich ganz genau, was eine Veranstaltung zum Fest macht: Prominente, die man trifft und Erlebnisse, die man weitererzählt.

Das ist auch der Grund, warum Lego die Best Product Brand geworden ist. Wegen der "Erlebnis-Stärke der Marke", sagt GfK-Präsident Michael Müller. Indem Lego seine Produkte spielerisch erweitert – zum Beispiel mit entsprechenden Apps – schafft es der dänische Klötzchengießer nicht nur Marktanteile zu holen, sondern auch die Herzen der Kunden zu erobern.

Wo wir gerade beim Thema sind: Die Erlebnis-Spezialisten namens Avantgarde aus München werden für Volkswagen künftig die Fan-Horden bei UEFA und DFB-Turnieren bespielen. Wie genau, habe ich zwar nicht so ganz kapiert. Ist bestimmt auch nicht einfach. Aber es wird sicherlich ein großer Spaß.

Back to the Best Brands

Die beste Unternehmensmarke heißt Adidas. Und was die Franken gerade gebastelt haben, geht auch in die Richtung Event. Adidas hat einen neuen Schuh. Der heißt Ultraboost 19. Das allein ist noch keine Geschichte. Aber: Der Schuh soll für eine neue Ära des Laufens stehen. Hört, hört! Und zwar für "kreativeres, sozialeres und offeneres Laufen".

Was das sein soll? Ein Beispiel: Im Film "The Waste Race" sieht man Läufer, die "Plogging" betreiben. Heißt: Sie sammeln während des Joggens Müll. Aus dem individuell langweiligen Gesundheitslauf wird so ein sympathischer, sinnträchtiger Triumphzug des Guten. Was für ein Erlebnis!

Machen wir doch gleich weiter damit. Gestern Abend feierte unser Verlag den Deutschen Mediapreis 2019. Wo? In den Münchner Kammerspielen. Versprach Erlebnis pur. Nix wie hin.

Wir sehen uns

Einen erlebnisreichen Abend wünscht

Rolf Schröter

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21.02.2019 Der Ausweis-Generator

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Emojis spielen immer öfter eine Rolle in Gerichtsverfahren: Die Zahl der Fälle, in denen Richter deren Bedeutung interpretieren müssen, um über Schuld oder Unschuld entscheiden zu können, ist in den USA rapide gestiegen, teilte mir schon heute Morgen W&V mit. Was soll ich dazu Sagen?

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, hat da eine bessere Geschichte für mich. Ich kann jetzt EU Bürger werden, jawoll.

Lieber Herr Böhmer,

eine Geschichte voller Kreativität, die richtige Idee, eine Botschaft, intelligente Umsetzung - das ist es ja, wonach viele suchen - häufig vergebens. Dabei kann gerade eine im Grunde recht simple Idee ziemlich genial sein. Ein gleich in mehrfacher Bedeutung Bilderbuch-Beispiel dafür ist #Europa22.

Mit dem Ausweis-Generator einer österreichischen Band - eben Bilderbuch - kann sich jeder Nutzer ganz unbürokratisch zum EU-Bürger machen - die Aktion kommt gut an und feiert in den sozialen Netzwerken große Erfolge.

Auch eine ganze Reihe von Promis haben sich bereits den imaginären Europapass besorgt.

Dahinter steckt auch mehr als eine schöne Idee zur EU-Wahl. Experten sehen hier einen Fall von Content Marketing nach allen Regeln der Kunst.

Wesentlich weniger Freude macht ein anderes Thema in Sachen Europa. Es sieht alles danach aus, als würden wir auf einen harten Brexit zurasen. Höchste Zeit, um ein paar Vorbereitungen zu treffen. Gerade für die Werbe- und Marketingbranche spielt London ja bisher eine wichtige Rolle.

Umso wichtiger ist ein klarer Blick auf Konsequenzen des Brexit und mögliche Gegenmaßnahmen für Unternehmen und Agenturen.

Einen Abend voller Einheit wünscht Ihr

Holger Schellkopf

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20.02.2019 Veränderungen sind nichts Negatives

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V schreibt mir heute, das bei ProSiebenSat.1 Sabine Eckhardt, Vorstand Vertrieb & Marketing, und Jan Kemper, Group CFO & Vorstand Commerce den Laden verlassen.

Dem Manager Magazin zufolge soll ein Streit unter den Topmanagern Auslöser für die weiteren Ausstiege und Umbauten im Führungsteam sein. Produktionsvorstand Jan Frouman, geht auch, und COO Christof Wahl hatte schon im Juli vergangenem Jahr die Segel gestrichen. Der letzte Mohikaner an Bord ist Conrad Albert.

Lieber Herr Böhmer,

Veränderungen per se sind nichts Negatives, im Gegenteil. Als die RTL-Gruppe jüngst täglich live aus dem Personalkarussell des Top-Managements berichtete, fühlte sich das nach Aufbruch an, nach Anpacken, nach einem Plan, nämlich der mutigen Gestaltung des Übermorgens.

Anders wirkt es momentan beim Unterföhringer Wettbewerber ProSiebenSat.1. Dort sieht es nach einem großen Kommen und Gehen aus. Und nach Säulen:

Die "bisherigen Geschäftssäulen", so Vorstand Max Conze, sollen in einer "effizienten Holdingstruktur" geführt werden, von einer "Drei-Säulen-Struktur" wird gesprochen, während eine "tragende Säule von ProSiebenSat.1", nämlich Vermarktungsvorstand Sabine Eckhardt ebenso wie Finanzvorstand Jan Kemper das Unternehmen verlassen. Natürlich „im besten Einvernehmen“.

Die vielen Säulen erinnern in unfreiwilliger Komik an einen billigen Sparwitz: Wie nennt der Schwabe Schweine, die sich schnell drehen? Wirbelsäule.

In der Hoffnung, dass es sich bei ProSiebenSat.1 nicht um einen Sparwitz handelt, wünsche ich einen schönen Abend.

Ihr Jochen Kalka

PS: Ach ja, da hätte ich für den Abend noch einen Literaturtipp: Social Media im Rechts-Check, ein nigelnagelneuer W&V-Report, der alles Juristische rund um Social Media weiß.

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19.02.2019 Eiersalat bei True-Fruits

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Politisch-Korrekt ist True-Fruits noch nie gewessen und wollen es auch nicht werden. Gestern haben wir noch berichtet, Provokation gehört zum Geschäft von True Fruits. Die Aufregung, die doppeldeutigen Slogans wie "Oralverzehr – schneller kommst Du nicht zum Samengenuss" haben wir alle noch in bester Erinnerung.

Aufreger ist nun eine alte Kampagne aus 2017, die in Österreich lief: Mit Slogans wie "Schwarz schafft es selten über die Grenze" oder "Noch mehr Flaschen aus dem Ausland". Das wurde jetzt als rassistisch angeprangert. Nun kommt die neuste Provokation von True-Fruits, und die liefert der Chef selbst. Der neuste Aufreger:

Der große Eiersalat von True-Fruits

Für den "Eier aus Stahl"-Award ließ True-Fruits-Chef Marco Knauf einen Abdruck seiner Eier in Edelstahl gießen, na und? Der Award soll Unternehmer auszeichnen, die unbequem sind und sich gegen Widerstände durchsetzen. Unternehmen, die so sind, wie True Fruits, so Marco Knauf.

Der erste Preisträger ist das Unternehmen Sodastream, dem Marco Knauf zum Kampf gegen die Plastik-Lobby gratuliert. Und nun melden sich alle "Daueraufgeregten" wieder zu Wort. Die Eier von Marco Knauf gefallen nicht allen, aber egal für True Fruits gab es massenweise kostenlose PR. Ziel erreicht.

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing bei W&V sieht das kritisch.

Lieber Herr Böhmer,

die sozialen Medien sind voller Hass und böser Gefühle. Sie sind auch voller Liebe und Harmonie. Alles Weitere dazwischen fällt nicht weiter auf.

Wer aber anfängt, mit der dunklen Seite der Macht zu spielen, um daraus Profit zu schlagen, gerät in Gefahr. So wie True Fruits. Teile des Publikums weigern sich, den Sarkasmus der Bonner Smoothie-Fabrik als gut gemeinten Humor zu identifizieren; sie reagieren empört.

Das wiederum empört die „wahren Früchte“. Die Folge: Ein destruktives Ping-Pong-Spiel um die Deutungshoheit.

Nur: Bei diesem Spiel kann niemand gewinnen. Erst recht nicht True Fruits. Warum, erklärt Manuela Pauker in einem Kommentar auf W&V+.

Einen harmonischen Abend wünscht

Ihr Rolf Schröter

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15.02.2019 Provokation ist bestandteil der Marke

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Provokation gehört zum Geschäft von True Fruits. Die Aufregung, die doppeldeutigen Slogans wie "Oralverzehr – schneller kommst Du nicht zum Samengenuss" haben wir alle noch in bester Erinnerung.

Aufreger ist nun eine alte Kampagne, aus 2017 die in Österreich lief: Mit Slogans wie Schwarz, "Schafft es selten über die Grenze" oder "Noch mehr Flaschen aus dem Ausland".

Das wird jetzt als rassistisch angeprangert, und True Fruits wehrt sich und zwar mit einem Posting. "Ja, wir sind diskriminierend", leiten die Saftmacher ihre Erklärung ein. "Man wirft uns Rassismus, Sexismus oder gar Förderung von 'Rape Culture' vor".

Wir sind das regelmäßige Lamento einiger Zwangsempörer gewöhnt und entschuldigen uns bei allen, die davon ebenfalls zu recht gelangweilt sind." Das gab dann noch mehr Ärger.

Mit unserem Smoothie white in der schwarzen Pulle haben wir in der Vergangenheit viel Ärger gehabt. Er ist das schwarze bzw. weiße (?) Schaf der Familie. Seinetwegen haben wir uns oft schwarz ääähh weiß geärgert. Und auch jetzt wirft man uns wieder Rassismus vor.

Uns gehen die ständigen Fehlinterpretationen auf die Nerven. Wir nehmen ihn nur deswegen aus dem Sortiment. Wirklich nur deswegen. Jetzt habt ihr es schwarz auf weiß.

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, verteidigt die Social-Media-Plattformen, und hält nichs von dem erhobenem Zeigefinger. Recht hat er.

Lieber Herr Böhmer,

Social-Media-Plattformen werden ja mit Vorliebe und erhobenem Zeigefinger erwähnt, wenn mal wieder irgendjemand auf unerfreuliche Weise die Möglichkeiten dieses Kanals missbraucht. Viel zu kurz kommen zu meist die positiven Seiten.

Dazu gehören eine ganze Reihe von Spendenaktionen, die Privatmenschen oft Adhoc oder auch anlässlich irgendeines Jahrestages (und sei es der eigene Geburtstag) ins Leben rufen und damit schlichtweg Gutes tun.

Die Polizei München hat sich bereits in der Vergangenheit einen guten Namen in Sachen Social Media gemacht. Aktuell setzt die Behörde noch einen drauf und hat mit der Warnung vor einer richtig miesen Betrügermasche einen gediegenen Viralhit gelandet. Mehr als 300 Fälle von falschen Polizisten habe es innerhalb von drei Tagen in München gegeben, sagt der Polizeisprecher.

Apropos guten Namen gemacht. Das ist meist ja eher ein erfreulicher Umstand. Bestenfalls wird ein Markenname sogar zum Begriff für eine ganze Gattung . Nutella oder Tempo gehört genauso dazu wie die Benutzung einer Suchmaschine aka googlen. Bestenfalls? Nicht immer, so eine Art von Prägung kann auch ein Problem werden und im Zweifel gar dem Wettbewerb nutzen, wenn man nicht aufpasst.

Aber noch einmal zurück zum Thema Social Media. Da liefert sich TrueFruits gerade eine sehens- und lesenswerte Auseinandersetzung mit den Kritikern. Egal, zu welcher Fraktion man bei dem Streit gehört (bei uns gibt es auch eine Abstimmung zum Thema!), eine Art Lehrstück ist die Sache in jedem Fall.

In diesem Sinne ein schönes Wochenende,

Ihr Holger Schellkopf

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15.02.2019 Hungerlöhne

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

So fing der Tag an: Wir gießen heute morgen Hennessy-Cognac (oder lieber Jägermeister?) in den Zahnputzbecher, posieren dann mit Monstern für ein Selfie und schauen anschließend mieses Kinderfernsehen. Ach ja, und dm verliert den Prozess gegen Alnatura und muß 2. Millionen zahlen.

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V, klärt mich auf, was die Leute so verdienen. Dabei frage ich mich, wie kann man in Frankfurt, München, Hamburg oder Düsseldorf von Bruttogehältern von um die 60.000 Euro leben.

Von 60.000 Euro gehen bei einem Ledigen 24.000 Euro Steuern ab, bleiben noch 36.000 für Miete, Auto, Versicherung, Rundfunkgebühren und Telecom, etc. Ich würde sagen, das sind Hungerlöhne und Frauen verdienen auch noch viel schlechter. "In einem Land, in dem ich gut und gerne lebe" ihre CDU.

Lieber Herr Böhmer,

ein Studium rechnet sich – und auch die Tatsache, keine Frau zu sein. Diese traurige Erkenntnis stammt von unserer W&V-Kollegin Anja Janotta, da sie den aktuellen Stepstone Gehaltsreport analysiert hat . Der Gender-Pay-Gap ist nach wie vor eines der größten Probleme unserer Branche:

63.000 Euro kriegt Mann, 51.000 dagegen Frau – so etwas ist diskriminierend und schlicht nicht hinnehmbar. Dennoch wundern wir uns, dass wir ein Nachwuchsproblem haben.

Der Gehaltsreport ist in vielerlei Hinsicht interessant. Wobei die Zahlen zuweilen täuschen können, etwa für einzelne Regionen. Schön, dass man in Bayern mit 61.000 Euro mehr verdient als etwa in Nordrhein-Westfalen (58.000).

Doch wenn man sich die Lebenshaltungskosten und Mietpreise in einem wunderschönen München anschaut, relativieren sich manche Gehälter sehr schnell.

Also, ab in den Feierabend, Leben genießen

Ihr Jochen Kalka

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15.02.2019 Verpflichtung von Plattformen

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, glaubt auch das die Zensurmaschinen im Internet bald Realität werden. Also, ich glaube nicht das wir von der GFDK, von dem Urheberrecht etws haben, keinen Cent.

Lieber Herr Böhmer,

erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. In Sachen Urheberrecht auf EU-Ebene zum Beispiel. Erst war es da, dann war es scheinbar weg - und jetzt kehrt es mit voller Wucht zurück. Hübsch hin und her.

Gilt übrigens auch für unsere geschätzte Bundesregierung. Die hat im Koalitionsvertrag, sonst von den Verfassern gerne als eine Art temporäre heilige Schrift gehandelt, einen ziemlich eindeutigen Satz stehen.

"Eine Verpflichtung von Plattformen zum Einsatz von Upload-Filtern (...) lehnen wir als unverhältnismäßig ab." Das hat aber niemand daran gehindert, diesen Passus der selbsterwählten pseudoheiligen Schrift zu ignorieren und eine Regelung zu befeuern, die genau solche Filter beeinhaltet. Nun ja, hübsch hin und her halt.

Ganz und gar nicht für hin und her, sondern eher für straight forward ist Thomas Strerath bekannt. Umso gespannter war die Branche, was bei Strerath nach Jung von Matt kommt. Das Ergebnis ist fast ein wenig zu unspektakulär und jetzt auch auf einer niegelnagelneuen Website zu bewundern:

Thomas Strerath führt nun sein eigenes Beratungsbüro. Die CDU, für die er schon bei Jung von Matt gearbeitet hat, bleibt ihm als Kunde erhalten. Vielleicht kriegt er ja hin, dass es dort etwas weniger hin und her ist.

Einen klaren Abend wünscht

Holger Schellkopf

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13.02.2019 Markeninhaber haben keine Wahl

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Heute gab es wahrhaft heiße News. Denn ein deutsches Startup will eine Lifestyle-Marke für Frauen-Pornos aufbauen - und setzt dabei rein auf Kopfkino. Derweil ist in Frankreich eine Facebook-Gruppe aufgeflogen, die Frauen mit pornografischen GIFs belästigte - und man fasst es kaum, wer da so Mitglied war. Seriöseres haben wir aber natürlich auch noch zu bieten.

Gestern hatten wir ja schon eine sehr erfreuliche Nachricht. Marianne Heiß wurde CEO bei BBDO und ist nun Boss einer der größten Network-Agentur der Welt. Heute vermeldet Edelman, das Judy John zur weltweiten Kreativchefin ernannt wurde. Das ist doch mal was, oder.

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing bei W&V hat noch weitere Nachrichten aus der Werbewelt für uns.

Lieber Herr Böhmer,

die klassische Werbung ist tot. Es lebe das Spektakel

Ferrero und Unilever eröffnen in Hamburg einen Store, in dem drei Tage lang alle neuen Kinder-Eis-Sorten vorgestellt werden. Der Modeversender About You veranstaltet zum ersten Mal ein Musikfestival. Und die Drops-Marke Skittles hatte als Super-Bowl-Alternative ein einmaliges Broadway Musical aufgeführt, für das die Süßen sogar Eintritt verlangt haben.

Die Markeninhaber haben keine Wahl, wenn sie ein emotionales Fass aufmachen wollen. Die Leute streamen schließlich immer mehr, statt sich werbegespicktes TV-Programm reinzuziehen. Siehe Martin Scorsese: Das Projekt des amerikanischen Starregisseurs über den ersten Serienmörder Amerikas mit Leo DiCaprio wird zur Serie auf Hulu.

Wenn die Werbebudgets in Events wandern – was folgt daraus für die TV-Sender?

Wenn Ihr mich fragt: Screet. Also eine Mischung aus Screen und Street. Das TV-Programm muss zum Event werden, die Gattungen verschmelzen. Wir dürfen gespannt sein, wann die neuen Formate in dieser Richtung auftauchen werden.

Aber erst mal einen schönen Abend,

Ihr Rolf Schröter

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