Marketing und Werbung - Produkte und Köpfe

07.05.2019 Muttertags-Skandal von Edeka

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, berichtet heute über einen Aufreger des tages. Edeka zahlt einen hohen Preis für Aufmerksamkeit. Der Spot zum Muttertag hat nicht vielen gefallen.

Lieber Herr Böhmer,

manchmal kann die Welt recht einfach sein. Man muss nur die richtigen Knöpfe drücken und schon läuft die Maschine. Wie das richtig geht, zeigen Jung von Matt und Edeka jetzt mit ihrem Spot zum Muttertag. So schnell konnte der Clip gar nicht gesendet werden, wie sich die Welle der Empörung erhob.

Immerhin fas 400.000 Aufrufe, das werden locker noch über eine halbe Millionen. Oh ja, heute sind es schon 540.000, und mit Facebook zusammen sogar schon 1,5 Millionen.

"Danke Mama, dass du nicht Papa bist"?

Edekas Statement "Mit dem Film möchten wir Väter keinesfalls schlecht darstellen, sondern etwas überspitzt und auf humorvolle Art und Weise allen Müttern anlässlich des Muttertags Danke sagen" zeugt relativ deutlich, dass man durchaus mit Aufregung kalkuliert hat.

Ob die berechtigt ist? In diesem Fall wohl Geschmackssache und deshalb auch eine diffizile Angelegenheit. Vielleicht sollten wir manchmal auch einfach etwas souveräner sein.

Die Leute sind sauer und finden den Werbefilm respektlos. "Griff ins Klo" und "Männerhass" urteilt das Publikum, und rufen zum Edeka-Boykott auf. Ein weiterer schreibt: ALDI, LIDL & Co sagen Danke für die Selbstdemontage, weiter so. Und der war lustig: Kann es sein das Edeka und die SPD die gleiche PR Abteilung haben?

Und politisch wurde es auch noch: Lustig, dass in allen Werbungen schwarze Männer mit weißen Frauen an der Seite gezeigt werden, aber wenn es darum geht, Männer im schlechten Licht dastehen zu lassen, dann sind die Männer plötzlich alle weiß und so genannte "Vielfalt" spielt keine Rolle mehr.

Heute legte W&V nach: Wie aus dem Edeka-Spot ein Treffer hätte werden können

Wesentlich erfreulicher sollte da eine andere Premiere ausfallen: Die Munich Marketing Week holt vom 4. bis 6. Juni zum ersten Mal die Welt des Marketing nach München.

Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm von Customer Experience über Marketing Technology bis Voice mit hochkarätigen Speakern an drei Kongresstagen mit drei Abendveranstaltungen. Und ja, es handelt sich hier um einen Hinweis in eigener Sache.

Einen schönen Abend wünscht,

Holger Schellkopf

Chefredakteur Digital

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05.05.2019 große neue Datenallianz

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Was gibt es neues? Facebook sperrt ultrarechte Kommentatoren aus den USA. Jung von Matt eröffnet einen Sport-Ableger in Berlin. Starbucks erwägt, demnächst auch Sushi zu verkaufen. Das Peng Kollektiv wehrt sich gegen Kritik an seinem Aufruf zur Sabotage. Coca Cola bringt Spezialdrinks zum Mischen auf den Markt. Und: Wie ein Aldi in Berlin-Kreuzberg zum Symbol gegen Gentrifizierung wurde.

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V, schreibt mir, das sich in Deutschland eine große neue Datenallianz bildet.

Lieber Herr Böhmer,

klar, wir kennen das aus dem Biologieunterricht: Je unterschiedlicher die Gentöpfe sind, aus denen wir frische Babys kneten, desto besser ist das Entwicklungspotenzial. So ähnlich wirkt auf den ersten Blick das Joint Venture, das ein Außenwerber mit einem Versandhändler nun eingeht.

Aber logisch, Ströer und die Otto Group Media verfolgen in großen Teilen das gleiche Interesse, mitunter die gleichen Zielgruppen. OS Data Solutions heißt deren Baby, das nun in die Welt gesetzt wurde und sich um Werbevermarktung und Targeting kümmern soll.

Na ja, ganz neu ist diese Verbindung nicht – vor zwei Jahren starteten Ströer und Otto eine lockere Liaison, das daraus entstandene Kind jedenfalls ist mehr als ein Liebeszeichen. Es ist möglicherweise eine, wie Torsten Ahlers als Otto-Group-Media-Chef sagt, „Alternative zu US-amerikanischen Konkurrenten“.

Schau mer mal

Ein schönes Wochenende wünscht,

Jochen Kalka
Chefredakteur

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04.05.2019 Marketing-Meinung

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Der Tag in Kürze: Die Einigung mit Apple bringt Qualcomm wohl Milliarden. Diesel launcht ein Neymar-Parfum. Maybelline scheint im Social Web ein Verlierer zu sein. Ein Schuhhersteller will mit Gewürzen die Sehnsucht nach fernen Ländern wecken.

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V meint, Marketer müssen innovative Ideen verfolgen, wenn sie erfolgreich bleiben wollen.

Lieber Herr Böhmer,

ist doch ganz einfach: Man kralle sich ein paar Influencer, versorge sie mit Lidschatten und Lippenstift – und fertig ist das Marketinggedicht. So einfach mögen es sich immer wieder Markenartikler vorstellen, die nach ihren eigenen Vorstellungen „ultramodern“ ihren Job machen wollen, ohne von der Zielgruppe auszugehen.

Der sensible Umgang mit Influencern ist vor allem in der Beauty-Branche relevant. Hier kann man schnell Reichweite aufbauen und mutmaßlich kostengünstig Käuferinnen erobern, so die weitläufige Marketing-Meinung, doch man kann sich auch sehr schnell sehr viel kaputtbeeinflussen lassen.

Maybelline und BH Cosmetics haben zuletzt sehr viel falsch gemacht, wie eine Auswertung von VICO Research & Consulting ergibt , einem Anbieter von Social-Media-Monitoring- und Analysen. Mit ein Grund: Influencer vermissen die „Maybelline Makeup School mit Boris Entrup“, eine einst kluge Vernetzungsidee mit dem TV-Format „Germany´s Next Topmodel“.

Heißt: Es reicht nicht, irgendwelche Influencer aus dem billigen Internet-Regal zu greifen, um sie für sich bloggen zu lassen. Marketer müssen innovative Ideen verfolgen, im Idealfall durch ein ausgeklügeltes System mehrerer Medienkanäle. Sie müssen sich überlegen, welche Influencer am besten zu ihren Marken und Ideen passen. Einige Influencer sind selbst voller Ideen, die Markenartikler auch aufgreifen können.

Wichtig ist bei Influencer-Marketing eines: Dass Marketer ihre Marketingwerte nicht aus der Hand geben, sondern dass sie die Kontrolle selbst behalten!

Schönen Abend

Jochen Kalka

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01.05.2019 Durchschnittsgehälter

GFDK - Marketing News

Online-Jobplattform StepStone analysiert Durchschnittsgehälter von Fach- und Führungskräften in PR und Marketing. Höchster Verdienst lockt in Hessen und Bayern, vergleichsweise wenig gibt es in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Chemie- und erdölverarbeitende Industrie zahlt die besten Gehälter.

Düsseldorf, 30. April 2019. PR- und Marketing-Fachkräfte verdienen im Schnitt rund 56.800 Euro pro Jahr. Doch die Gehälter unterscheiden sich innerhalb der Berufsgruppe je nach Arbeitsort um bis zu 60 Prozent:

Während in Hessen im Durchschnitt über 63.400 Euro Bruttojahresgehalt bezahlt werden, verdienen Fachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern nur rund 36.200 Euro. Das geht aus dem aktuellen StepStone Gehaltsreport 2019 hervor, für den die Online-Jobplattform Brutto-Gehaltsangaben von rund 85.000 Fach- und Führungskräften ausgewertet hat.

Neben den hessischen Fachkräften verdienen Marketing-Angestellte in Bayern (60.700 Euro) und Baden-Württemberg (58.800 Euro) am meisten. Am unteren Ende des Rankings finden sich neben Mecklenburg-Vorpommern noch Thüringen (41.000 Euro) und Sachsen (40.800 Euro).

Im Schnitt verdienen PR- und Marketing-Mitarbeiter in den neuen Bundesländern 42.100 Euro und somit rund 27 Prozent weniger als ihre Kollegen in den alten Ländern (55.000 Euro).

Gender-Pay-Gap im Marketing unter Durchschnittswert

Gleichzeitig zeigt die Auswertung auch, dass die Gehaltslücke zwischen den Geschlechtern im Marketing-Bereich etwas unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Das Statistische Bundesamt bezifferte den Gender-Pay-Gap zuletzt noch mit gut 21 Prozent - die Marketing-Branche liegt gut einen Prozentpunkt unter diesem Mittelwert.

Allerdings macht dies immer noch einen Unterschied von fast 13.000 Euro im Jahr aus. So verdienen Männer knapp 64.000 Euro, Frauen hingegen rund 51.000 Euro. Eine Ursache hierfür ist die Tatsache, dass im Marketing im Schnitt mehr Männer in Führungspositionen arbeiten als Frauen.

In diesen Branchen verdienen PR- und Marketingfachkräfte am meisten

Die von StepStone erhobenen Daten legen nahe, dass sich ein Studium im Marketing deutlich rechnet, denn Akademiker verdienen mit über 60.000 Euro Bruttojahresgehalt fast 22 Prozent mehr als ihre Kollegen ohne Studium (49.500 Euro).

Besonders gut verdienen Marketingfachkräfte in der chemie- und erdölverarbeitenden Industrie (78.600 Euro). Dahinter folgen Banken (74.900 Euro) und die Automobilbranche (71.700 Euro).

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01.05.2019 Im Bereich Marketing und PR

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, meint das aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit keine zweierlei Gehälter zu zahlen sind. Ist aber leider immer noch die Regel.

Lieber Herr Böhmer,

gute Leute zu finden, wird über alle Branchen hinweg nicht einfacher. Was kann da helfen? Kreativität beim Recruiting kann zumindest nicht schaden. Die Lufthansa-Logistik macht gerade vor, wie das gehen kann und hat dafür den Techno-Dance-Klopper "I like to move it" ausgegraben. Das Lied muss man nicht mögen, die Kampagne ist aber trotzdem ein Hit.

Was kann da helfen, Teil 2: Es geht ganz sicher auch um profane Dinge wie Geld. Stepstone hat die Gehälter im Bereich Marketing und PR unter die Lupe genommen: Die Auswertung zeigt große Unterschiede je nach Bundesland und Branche - ein Thema ist leider auch immer noch der Gender-Pay-Gap.

Eine Ursache hierfür ist auch, dass im Marketing im Schnitt mehr Männer in Führungspositionen arbeiten. Das macht die Sache aber nicht besser.

Unterschiedliche Gehälter aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit sind schlichtweg inakzeptabel und müssen endlich der Vergangenheit angehören. Fair geht vor, möchte man da am liebsten einen alten Slogan aus der Sportwelt in die Welt schreien.

Genau um diese Sportwelt im allgemeinen und das Marketing im besonderen drehte sich auch die Premiere des W&V Sportmarketing Summit, bei dem wirklich spannende Menschen zu hören und zu sehen waren. Beides lässt sich zumindest teilweise durch unseren NewsBlog nachholen.

Einen sportlichen Abend wünscht,

Holger Schellkopf
Chefredakteur Digital

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30.04.2019 Frederick Lau ist einzigartig

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Das wichtigste vorweg: Amazon feuert Mitarbeiter per Software automatisch, Deutsche sind heiß auf E-Bikes und ein Fußballprofi wirbt in herzerwärmender Manier für Jobs in der Altenpflege.

Abmahner aus Berlin sind gescheitert. Fußballer-Frau und Instagram-Berühmtheit Cathy Hummels geht als Siegerin vom Platz, oder besser, Sie hat vor Gericht gewonnen. Das Landgericht München gab der Instagrammerin Recht und wies Schleichwerbevorwürfe zurück.

Rolf Schröter, Ressortleiter Marketing bei W&V, findet Verlierer ganz klasse.

Lieber Herr Böhmer,

die Stimme von Frederick Lau ist einzigartig, rau, grundgenervt, nölig. Der Grimme-Preisträger und zweifache Gewinner des Deutschen Filmpreises ist somit das perfekte Voice-Over für die Aquarius-Kampagne von Coca-Cola.

Aquarius: „Das Getränk für Verlierer.“ Kein Scherz, das ist tatsächlich der Claim. Klar, es geht darum, dass wir alle ständig Wasser und Mineralien verlieren. Aber die Doppeldeutigkeit funktioniert nur mit einer Stimme wie der von Frederick Lau. Wer den Film „Neue Vahr Süd“ gesehen hat, versteht.

Darin spielt Lau einen Verlierertypen, der ständig eins drauf bekommt, sich selbst treu bleibt und schließlich als Held da steht.

Beifall für den Mut von Coca-Cola für diesen Spot der Agentur Primo aus Barcelona - aber vor allem auch für die hervorragende Stimm-Besetzung in der deutschsprachigen Adaption von Plantage iX aus Berlin.

Schönen Abend noch

Rolf Schröter

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28.04.2019 Trolle zeigen kein Gesicht

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V regt sich heute mal richtig auf. Dabei sollte er doch Wissen, das die Bevormunder und Verbieter, vorzugsweise aus Berlin kommen. Also, nichts neues.

Lieber Herr Böhmer,

Peng! Erwischt? Da ruft eine selbst ernannte Künstlergruppe zur Sabotage auf. Verlangt allen Ernstes, dass frustrierte Werbergeschöpfe vertrauliches Werbematerial leaken? Wie doof kann man sein? Wie weltfremd, wie kriminell? Oder ist die Aktion nur ein Fake von Titanic? Alles andere wäre eine Überraschung.

Die Idee der selbst ernannten Adblockers, so ich sie richtig interpretiere, ist per se nicht zu verurteilen, denn es geht um die Stärkung der ethischen Verantwortung in der Werbeindustrie. An dieser Front kämpfen neben uns Fachmedien übrigens auch Verbände, indem sie etwa Code of Conducts einführen. Wichtigste Instanz ist hier aber der Deutsche Werberat.

Im vergangenen Jahr hat der Deutsche Werberat 702 Werbemaßnahmen überprüft. Rund 90 Prozent aller Unternehmen stoppten oder änderten ihre Werbung, nachdem sie der Werberat beanstandet hatte. Unter Chefin Julia Busse funktioniert das Gremium absolut perfekt. Anonyme Beschwerden bearbeitet der Deutsche Werberat nicht. Trolle zeigen kein Gesicht.

Schade, dass die Adblockers nicht seriös gegen Kampagnen vorgehen, die ihren ethischen Vorstellungen nicht entsprechen. Das wäre gut, richtig und wichtig. Dann könnte deutlich mehr bewegt werden. Als Titanic-Aktion allerdings wären die Adblockers ein echter Coup, ein Denkanstoß!

Mit diesem Gedanken wünschen wir ein frohes und ausnahmsweise hoffentlich regenreiches Wochenende.

Jochen Kalka

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26.04.2019 Food-Trends fast verpasst

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Heute ging es um folgende Themen: McDonalds bringt veganen Burger raus, Vans-Ankündigung bringt Harry-Potter-Aficionados zum Strahlen und der AfD droht Ärger mit Ferrero - wegen Schokohasen. Das ist aber halb so wild. Guido Reil, der NRW-Politiker hatte am Osterwochenende im Wahlkampf fleißig blaue Schokohasen der Marke "Kinder" verteilt (Modell: Harry Hase).  Ferrero hat das nicht gefallen.

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V, entpuppt sich als Burger Fan.

Lieber Herr Böhmer,

wahrscheinlich wurden nie zuvor mehr Burger reingehauen, als momentan. An jeder Ecke entstehen neue Burgerläden, ganze Ketten sogar wie Hans im Glück mit inzwischen 120 Mio Euro Umsatz.

Gerade Nobelburger sind ein Trend, den ausgerechnet die Macher von Big Macs und Whopper erfolgreich verpennt haben. Und doch steigen auch deren Umsätze seit fünf Jahren auf die Rekordsumme von rund 4,5 Milliarden Euro Umsatz allein in Deutschland.

Klar gab es hie und da Anläufe, etwa mit dem gefühlten Bio-Fleisch-Schlamassel oder mit dem Angus-Tier in der Semmel. Aber bei Mäkki und Börgi hat man zu oft das Gefühl, dass deren Chefs, auch im Marketing, am wahren Leben vorbeiwursteln und ihre eigenen Läden wohl nie betreten.

Als professioneller Besserwisser fallen einem Fastfoodmitesser wie mir endlos Vorschläge ein, etwa die Möglichkeit, sich vor dem Essen kostenlos die Hände waschen zu dürfen, was nicht überall möglich ist. Igitt.

Wer als Kunde mit der Hoffnung in einen dieser Fast-Essen-Läden geht, hier würden Food-Trends erhört, wurde bislang meist enttäuscht. Jetzt aber wagt sich McDonald's überraschend mutig aus der Ecke und serviert einen Vegan-Burger.

Auf Anfrage gab es dieses Produkt bereits, kein Witz, in einigen Filialen. Allerdings nur unter der Ladentheke, wobei Ketchup und bis zu drei Gurkenscheiben zwischen die trockenen Brötchenhälften geklebt wurden – zum Preis eines Hamburgers. Das Beweisfoto liegt der W&V-Redaktion vor.

Nun freuen wir uns auf viele vegane Geschmacksernüchterungen und wünschen einen guten Abend

Jochen Kalka

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25.04.2019

GFDK - Marketing News - W&V Jochen Kalka

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V scheint heute sehr aufgeregt zu sein. Der Grund, der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer. Nur - Wehret den Anfängen - Sonst: gute Nacht, halte ich für übertrieben.

Lieber Herr Böhmer,

Tübingen war schon immer eine etwas andere Stadt. Auf der einen Seite schart die Universität seit mehr als 500 Jahren eine Elite um sich, auf der anderen Seite quetschten Weingärtner, die sogenannten Gogen, sparsamen Saft aus den Trauben. Der sei so sauer und ungenießbar gewesen, wie die Leute dort, so die Legende.

Längst wird dort kein Wein mehr angebaut, einige Mitbürger schwäbeln inzwischen fast schon verständlich und verhalten sich durchaus liebenswert, nur einer scheint im Mittelalter zurückgeblieben, ausgerechnet der Herr Oberbürgermeister.

Aus Tübinger Sicht ist Boris Erasmus Palmer ein Neigschmeckter, ein Migrant, da er im 60 Kilometer entfernten Waiblingen auf die Welt kam. So aber sehen es die Tübinger freilich nicht, allein schon, da Migrant auch dort nicht negativ konnotiert wird.

Sein Vater, der so genannte Remstalrebell Helmut Palmer, hatte es nicht immer leicht, gerade während der Zeit des Nationalsozialismus, als uneheliches Kind eines jüdischen Metzgers. Was wurde er in seiner Kindheit und Jugend angefeindet, mit Parolen wie "Hier sind Juden unerwünscht".

Was aber hat der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer daraus gelernt? Aus der ureigensten Geschichte des ureigensten Vaters? Wohl nicht gerade Respekt vor Mitmenschen aus anderen Kulturkreisen?

Es ist aufs Härteste zu verurteilen, was sich Palmer mit seiner Kritik an der Werbung für die Deutsche Bahn da erlaubt. Das ist nicht hinnehmbar. Das ist peinlich und würdelos, das ist unterste Schublade und zugleich Rückenwind für rechtsgesinnte, fremdenfeindliche Genossen.

Wehret den Anfängen

Sonst: gute Nacht

Ihr Jochen Kalka

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25.04.2019 alles mit britischen Humor

GFDK - Marketing -News - W&V Jochen Kalka

Samsung streicht den Verkaufsstart seines Falt-Smartphones kurzfristig, der Bierkonsum der Deutschen ist 2018 weiter gestiegen und ein Influencer kam kürzlich nicht kostenlos in eine Discothek und legte sich hinterher mit deren Besitzer an.

Jochen Kalka, Chefredakteur bei W&V, liebt den britischen Humor, und freut sich das Kreation endlich wieder unterhaltender wird.

Lieber Herr Böhmer,

jetzt kann der Brexit kommen. Bisher dachten wir, wir hätten dann nichts mehr zu lachen. Denn was ist die EU ohne britischen Humor?

Nein, natürlich lieben wir die Briten, ihr Essen weniger, ihren Witz dafür umso mehr, und natürlich wollen wir sie weiterhin in der EU sehen. Aber. Genau, es gibt ein Aber. Und dieses Aber sagt, dass es mit dem britischen Humor auch hierzulande immer besser klappt. Zumindest in der Werbung.

Heute ist so ein Tag, an dem sich zeigt, dass Kreation endlich wieder unterhaltender wird, lustiger, dass Kreation sich und ihre Produkte nicht so ernst nimmt.

Ganz gleich, ob Daimler sich als attraktiver Arbeitgeber inszeniert (etwa mit einem smarten Badeenten-Gesundheitsassistenten), ob sich Aldi turboschnell in Zeitlupe ans Angrillen wagt oder ob Lidl die unfreiwillig komische Pop-Ikone Dieter Bohlen auf Wasser laufen lässt. Äh, sorry, das wäre lustig.

Denn, ja, der Clip für Bohlens Stand Up Paddling-Versuch ist nicht lustig. Very unbritish sozusagen.

Jochen Kalka

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