Marketing und Werbung - Produkte und Köpfe

03.04.2020 Das Geschäft bricht ein

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, hat heute weniger gute Nachrichten. Zu den Branchen, die besonders hart von der Coronakrise getroffen werden, gehören auch Medienunternehmen. Vor allem der Werbemarkt ist regelrecht eingebrochen. Nun wird gespart, Kurzarbeit und Entlassungen stehen an.

Auch die Funke Mediengruppe (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) und die Südwestdeutsche Medienholding SWMH (Süddeutsche Zeitung, Stuttgarter Zeitung) haben bereits Kurzarbeit angemeldet, und weitere werden Folgen.

Lieber Herr Böhmer,

plötzlich ist alles ganz anders. Die Coronavirus-Krise hat unser aller Leben mächtig durcheinandergeworfen. Eigentlich hätten unsere Abonnenten in diesen Tagen ihre nagelneue gedruckte W&V erhalten - zumeist direkt an ihren Arbeitsplatz.

Es dürfte die erste gedruckte W&V sein, die quasi komplett im Homeoffice gemacht wurde. Ich finde, es ist eine sehr gute W&V geworden.

Wenn wir gerade alle im Home Office sitzen, das Heft aber im Büro landet, wie soll es denn dann gelesen werden? Auch dafür gibt es eine, genau genommen sogar zwei Lösungen.

Allen Abonnenten der Print-Ausgabe stehen nach Registrierung auch das E-Paper und unser digitales Abo-Angebot W&V+ (hier gibt es die Geschichten aus dem Heft als aufbereitete Einzelartikel) kostenfrei zur Verfügung.

Fragen dazu gern jederzeit an support@wuv.de  - natürlich gibt es auch für Nicht-Abonnenten die aktuelle Ausgabe (wie jedes andere Einzelheft) in digitaler Variante, aus gegebenem Anlass mit einem besonderen Angebot.

Überhaupt: In den vergangenen Wochen hat sich gezeigt, welche Kraft, welche Ideen eine solche Krise auslösen kann, wenn man es denn wirklich will. 

Wir haben in kürzester Zeit eine virtuelle Konferenz entwickelt, bei der alle wichtigen Fragen zu Covid-19 und den Folgen für Marken und Marketing beantwortet werden.

Am 6. April wird es bereits die zweite Ausgabe dieser Konferenz geben. Der Termin für Volume 3 steht übrigens mit dem 20. April auch schon fest.

An anderer Stelle hinterlässt die Coronavirus-Krise noch deutlichere Spuren. Die deutsche Agenturen beenden frühzeitig die Award-Saison.

Einer Initiative aus Hamburg folgend reichen dieses Jahr viele Agenturen nicht mehr bei Kreativfestivals ein. Das Virus gebe keinen Anlass zum Feiern. Und die Betroffenen wollen erstmal Jobs und Geschäft sichern.

Das klingt nachvollziehbar.

Bleiben Sie gesund

Holger Schellkopf

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02.04.2020 wer macht das beste in der krise

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet über mutige und zaudernde Unternehmen.

Lieber Herr Böhmer,

die Marketingwelt spaltet sich in drei Lager:

Die einen verfallen in Schockstarre und frieren alle Aktivitäten ein. Dazu gehört die Mietwohnungsplattform Airbnb. Sie ist nach Coca-Cola der nächste Konzern, der seine Werbung komplett aussetzt.

Auf Werberseite gehört auch WPP dazu. Die Agenturgruppe kündigt einen knallharten Sparkurs an, der alle Töchter betrifft. Irgendwie kann man auch Adidas dazuzählen.

Die Herzogenauracher setzen zwar nicht das Marketing aus. Sie stoppen die Zahlungen an Vermieter und Dienstleister – was auch im weitesten Sinne wie Marketing wirkt, nur wie wahnsinnig schlechtes.

Die zweite Gruppe ist die der Helfenden. Bestes Beispiel: Burger King. Der Fastfood-Riese hilft nicht nur Aldi, indem er seine Burgerbrater Regale einräumen lässt.

Er verschenkt jetzt auch Menüs an alle, die an der Coronafront für Deutschland kämpfen, an Krankenpflegende, Sanitäter und Ärzte.

Der GWA unterstützt nun auch Nicht-Mitglieder mit Rechtsberatung und Hilfspaketen. Und Brooks bietet allen Stationärhändlern kostenloses Dropshipping an.

Gruppe drei sind die, die das Beste draus machen und in die Marketing-Offensive gehen: Die Reiseplattform Skyscanner platziert in einem rührenden Clip den Hashtag #WeWill und meint damit:

Wir werden wieder reisen, die Welt sehen, es überstehen. Penny bedankt sich fest ebenso emotional bei allen Eltern, die zu Hause die Stellung halten.

Hashtag #erstmalzuhause. #Togetherathome heißt es in der Ikea-Kampagne – dort ist Spaß angesagt. Bei Gaffel und Jack Daniel‘s trinkt man mit Abstand (das beste Bier – und vermutlich auch den besten Whiskey), allerdings ohne Hashtag.

Apropos Hashtag: News gibt es auch von #MachenWirDasBesteDraus. Am kommenden Montag startet unsere zweite virtuelle Konferenz: Das Coronavirus und den Folgen statt – was man jetzt wissen muss. Die Teilnahme ist wie gehabt kostenlos. Wir freuen uns auf Sie.

Einen schönen Abend

Verena Gründel

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02.04.2020 #WirBleibenZuhause

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet über eine Hilfe für Jens Spahn, von ungewohnter Seite. Auf herrlich knarzigem Deutsch sagt Rock-Legende Alice Cooper: "Ich bleib zuhause"

Lieber Herr Böhmer,

kein Aprilscherz: Alice Cooper unterstützt das Bundesgesundheitsministerium. Genauer gesagt: die Kampagne #WirBleibenZuhause.

Dass selbst internationale Künstler wie der US-Amerikaner Alice Cooper und die Britin Bonnie Tyler honorarfrei bei einer Aktion einer langweiligen deutschen Behörde mitmachen, zeigt:

Grenzen sind jetzt nicht wichtig. Wichtig sind Kooperationen, die einem gemeinsamen Ziel gelten: Gesundheit möglichst umfassend zu sichern und Freiheit möglichst bald wiederzuerlangen.

Dass Adidas sich nun für sein Verhalten entschuldigt, war alternativlos. Erstaunlich, dass dieses Debakel für die Marke einem Weltkonzern überhaupt passieren konnte.

Nicht nur Adidas, sondern fast alle Unternehmen haben durch die Pandemie gravierende Umsatzausfälle und damit das große Problem mangelnder Liquidität. Egoismus hilft nicht weiter. Aber gleichzeitig besteht jetzt die Chance mit hilfreichen und sinnvollen Maßnahmen auf sich aufmerksam zu machen und als Marke zu punkten.

Die Menschen sind zwar zurzeit in sehr eingeschränkter Form Konsument*innen. Aber sie registrieren sehr wohl, wer sich wie verhält. Die Märkte werden sich verändern und auch die Marktanteile. Jetzt ist die Zeit, zu handeln.

Einen schönen Abend noch.

Rolf Schröter

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31.03.2020 Einstellung der Mietzahlungen

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Marken wie Adidas, Deichmann, H&M oder Media Markt/Saturn haben ihre Mietzahlungen aussetzen, aber das ist nur die Spitze eines Eisberges. Sehr viele Unternemen werden in Zahlungsschwierigkeiten kommen.

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, hat einen anderen Blick auf die Situation als ich.

Lieber Herr Böhmer,

in Zeiten wie diesen kann man sich als Marke hervortun - besonders positiv oder eben auch besonders negativ. Für letztere Variante hat sich zum aktuellen Stand das Spitzenmanagement des Sportartikel-Giganten Adidas entschieden.

Die Einstellung der Mietzahlungen und vielleicht sogar noch mehr die Tatsache, dass offenbar auch Dienstleister - gerade aus dem Agenturbereich - nicht mehr bezahlt werden, all das wird Adidas am Ende mehr kosten, als man mit solchen Maßnahmen sparen kann.

Hinzu kommt, dass auch schon erste Anteilseigner gegen diesen Weg protestieren. Hauptkonkurrent Nike agiert da deutlich geschickter.

Siemens will sich jedenfalls nicht in die Riege der legalisierten Mietnomaden - zu denen ja auch H&M und Deichmann gehören - einreihen. Siemens-Chef Joe Kaeser machte klar:  "Wir werden unsere Lieferanten bezahlen und erwarten von unseren Kunden auch, dass sie uns bezahlen".

Für Aufsehen sorgt auch Coca-Cola Deutschland. Die Brausebrauer kündigten an, aufgrund der Corona-Krise keine Werbung mehr schalten zu wollen. Begründung:

"Es gibt eine Zeit, in der etwas anderes wichtiger ist". Klingt gut, allerdings könnten wahrscheinlich gerade von der Krise heftig gebeutelte Branchen wie Agenturen oder Medien gerade jetzt Unterstützung brauchen.

Interessanterweise würde sich laut aktueller Umfrage gerade jetzt Werbung auch lohnen. Die Ad Alliance hat das Medien-, Einkaufs- und Freizeitverhalten der Deutschen seit Mitte März abgefragt. Resultat:

Es wird mehr gelesen und Bewegtbild genutzt - und Werbung wahrgenommen.

Bleiben Sie gesund

Ihr Holger Schellkopf

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29.03.2020 es gilt das Verursacherprinzip

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Zuerst kommen wir einmal zu einem Aufreger: H&M, Adidas und Deichmann und viele andere Firmen zahlen für ihre wegen der Coronakrise geschlossenen Shops von April an keine Miete mehr. Und schon melden sich die Maulhelden in Politik und Medien zu Wort. Michael Fabricius, Leitender Redakteur Immobilien bei der "WELT" schrieb "Die Mietaussetzungen von Adidas sind schamlos". Warum??

Und die Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat sich empört über den Stopp von Mietzahlungen für Ladengeschäfte großer Firmen geäußert. „Wenn jetzt finanzstarke Unternehmen einfach ihre Mieten nicht mehr zahlen, ist dies unanständig und nicht akzeptabel“.

Die Kritker haben nur folgendes vergessen, es gilt das Verursacherprinzip. Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten haben den Unternehmen die Läden geschlossen, also haftet der Staat für die Mieten und hat diese zu zahlen, und zwar nicht in Form eines Kredites, den die Unternehmen zurüchzahlen müssten.

Aber es geht ja noch weiter: Die gesamten Frühjahrskollektionen die im März und April verkauft werden, sind für die Unternehmen kaum noch etwas Wert, da im Mai schon die Sommerkollektionen angeliefert und in den Schaufenstern hängen.

Über diesen Schaden haben die Unternehmen noch nicht gesprochen. Im übrigen gilt das Verursacherprinzip auch für Bars, Restaurants, und jeden kleinen Laden der von Staatswesen geschlossen wurden. Auch hier haftet der Staat für die Miete. PS: Man hätte es auch anders machen können, wie ein Blick nach Schweden zeigt.

Und noch etwas: Verfassungsrechtler sehen den demokratischen Rechtsstaat in Gefahr. Sie sorgen sich auch über Maßnahmen, die bisher nur theoretisch geplant waren. Ob eine komplette Stilllegung des wirtschaftlichen Lebens, eine angemessene Maßnahme, seitens der Bundesregierung war, wird von nicht wenigen Staatsrechtlern stark bezweifelt.

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat aber auch gute Nachrichten.

Lieber Herr Böhmer,

Bosch hat einen Covid-19-Schnelltest entwickelt. In weniger als zweieinhalb Stunden weiß man Bescheid, ob man das Virus in sich trägt oder nicht.

BMW startet eine Doku-Kurzfilmreihe und kooperiert dafür mit CNN.

Beide Meldungen, Bosch und BMW, stoßen heute auf großes Interesse. Im Fall von Bosch geht es um eine Information darüber, wie wir gemeinsam leben können. Im Fall von BMW geht es um Unterhaltung und darüber, wie wir künftig gemeinsam leben wollen. Wir jonglieren zwischen Existenzangst und Lebenslust.

Der Tod ist uns in den vergangenen Tagen nähergekommen. Das hat uns ein großes Stück Freiheit genommen. Wir kämpfen täglich darum, nicht auch die Freude am Leben zu verlieren.

Aber lassen wir mal die Angst vorm Tod beiseite. "Freude" ist der Markenkern von BMW. Dass die Münchner jetzt eine Doku-Filmserie über außergewöhnliche Persönlichkeiten und deren besondere Lebenswerke bringen, passt in die Zeit. Der Screen ist schließlich für uns alle zurzeit die Tür zum Leben.

Bloß: Wie stößt man überhaupt auf dieses neue Format, diese Mischform aus Markenbotschaft und seriöser Unterhaltung? Natürlich auf der Markenwebsite von BMW. Aber das reicht nicht.

BMW braucht für die Verteilung des Contents darüber hinaus ein Wirtstier. Das ist CNN International. Die Nachrichtenmarke teilt das Material auf ihren TV-, digitalen und sozialen Plattformen sowie über Great Big Story.

Great Big Story ist eine Tochter von CNN. Das viereinhalb Jahre junge Unternehmen produziert und vertreibt Mikrodokumentationen und Kurzfilme.

Vom Prinzip her funktioniert das ähnlich wie die Arbeit der  Looping Group für Mercedes: In diesen Contentboutiquen entsteht eine Mischform aus Brand Content und klassischem Journalismus.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Einen schönen Abend noch!

Rolf Schröter

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28.03.2020 Home United und Unicorns of Love

GFDK - Marketing News

Top-Zugang für die Task-Force des #loggedinfestival. Medienmanager Zeljko Karajica schließt sich der digitalen Bewegung an und steht den Initiatoren von Home United und Unicorns of Love mit sofortiger Wirkung als Berater zur Seite.

Karajica, langjähriges Mitglied der Geschäftsführung bei ProSiebenSat1, hatte im Februar seinen Posten auf eigenen Wunsch verlassen.

„Als mir die Idee vorgestellt wurde, hat es mich direkt gepackt. Mir gefällt, mit welcher Begeisterung und welchem Engagement die Initiatoren losgelegt haben. Sie glauben an ihre Vision – und das völlig zurecht“, sagt Karajica.

„Was in einer Woche bereits auf die Beine gestellt wurde, ist beeindruckend. Die ersten Formate sind entwickelt, wurden über die Kanäle ausgespielt und haben das Potenzial, die Menschen international zu unterhalten.“

Sebastian Lampe, Head of Esport bei Home United, freut sich über den prominenten Mitstreiter: „Zeljko Karajica gehört zu den erfolgreichsten Medienmanagern des Landes.

Dass er sich unserer Bewegung zu diesem frühen Zeitpunkt anschließt, sein Knowhow und sein Netzwerk einbringt, ist nicht nur ein Riesengewinn für unser kleines Team, sondern auch ein wichtiges Signal, dass wir dem richtigen Impuls gefolgt sind.“

Doch was steckt eigentlich hinter dem #loggedinfestival? „Wir bieten eine Plattform, auf der sich die Menschen in der Corona-Krise trotz sozialer Distanzierung treffen, miteinander spielen und Spaß haben können.

Auf unseren Kanälen werden wir in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten verschiedene Formate entwickeln, um in dieser für uns alle herausfordernden Zeit mit Esport und Gaming für Unterhaltung und ein Gemeinschaftsgefühl zu sorgen.

Dabei werden uns auch viele Prominente aus verschiedenen Bereichen unterstützen“, sagt Matthias Linnenbrügger, Head of Communications von Mit-Initiator Home United.

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28.03.2020 große Herausforderungen

GFDK - Marketing News

Das Corona Virus Covid-19 verändert aktuell die Situation eines jeden von uns. Sowohl gesundheitlich als auch privat. Kleine und große Unternehmen stehen vor einer großen Herausforderung. Dennoch sollte das Beste aus dieser Situation herausgeholt werden.

Nahezu alle Menschen befinden sich aktuell zu Hause aufgrund von Kurzarbeit oder weil sie im Home-Office tätig sind. Aufgrund der geschlossenen Einzelhandelsgeschäfte „boomt“ der Online Handel mehr als je zuvor.

Selbst Amazon kämpft mit Lieferschwierigkeiten aufgrund der hohen Bestelleingänge. Umso wichtiger ist es nun, dass kleinere Unternehmen ihren Online Handel auszubauen und bei Google die erste Seite zu erobern, um die Bestellungen drastisch zu erhöhen, um die Krise aktuell problemlos zu überstehen.

Immer mehr Unternehmen vertrauen aktuell auf eine professionelle SEO Agentur, um dieses Aufgabengebiet nachhaltig zu bewältigen.

Darum ist Online Marketing während der Corona Krise essenziell

Die Suchmaschinenoptimierung ist ein nachhaltiger Prozess, welcher permanent optimiert wird. Kein Webseitenbetreiber braucht die Angst haben, dass SEO rausgeschmissenes Geld wäre in dieser Zeit.

Natürlich können einige kurzfristige Erfolge erzielt werden, doch das Ziel liegt auf der langfristigen Optimierung. Wird jetzt mit SEO begonnen, kann die eigene Website zu 100 % durchstarten nach der Krise und erhält einen großen Vorsprung gegenüber den Konkurrenten.

Denn gerade Konkurrenz, die bereits vor der Krise mit SEO durchgestartet ist, macht dies natürlich auch während der Krise weiter.

Auch, wenn bei einigen Unternehmen aktuell kein Budget für Kampagnen vorhanden ist, ist dies nicht nachteilhaft. Primär beim technischen SEO benötigen viele Websites eine Optimierung und diese ist vollkommen unabhängig von Kampagnen durchführbar.

Zur technischen SEO gehören u. a. die Optimierung der Ladezeit, das Crawling, Metadaten und der Quellcode.

Gerade jetzt, wo eventuell einige Bereiche in Unternehmen nicht mehr ausführbar sind, werden Kosten eingespart, welche für den Ausbau des eigenen Online Marketing Kanals genutzt werden können.

Vor allem Geschäfte, die primär lokal tätig sind, müssen jetzt kreativ werden und sich neue Wege überlegen, wie sie weiterhin den höchsten Umsatz aus dieser Situation herausholen können.

Im Gegensatz zu vielen anderen Dienstleistungen kann SEO aus dem Home-Office heraus betrieben werden. Zu keiner Zeit ist Kontakt notwendig und alle Maßnahmen können telefonisch oder per Videokonferenz besprochen werden.

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27.03.2020 Heimalternativen in Coronazeiten

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, bietet mir heute Ablenkung und Unterhaltung in den Coronazeiten an.

Lieber Herr Böhmer,

auf welche Party gehen Sie heute Abend? Auf einen gepflegten Apéro mit ein paar Häppchen? Oder doch lieber zum Gin-Tasting? Vielleicht ist Ihnen aber auch nach Bewegung, beim Yoga, Fußball oder im Fitnessstudio.

Ja, all das können Sie tatsächlich heute oder in den nächsten Tagen unternehmen. Und zwar von zu Hause aus. Kreative Unternehmer schaffen es, immer mehr Freizeitaktivitäten zu digitalisieren.

Für fast jedes Hobby gibt es inzwischen eine virtuelle Heimalternative. Das ist aus zwei Perspektiven wunderbar: Denn während sich die Unternehmen so neue Erlösquellen erschließen, lenkt es die Menschen daheim vom Lagerkoller ab.

Lassen Sie uns trotzdem hoffen, dass die Angebote nicht ganz so gut sind wie das echte Leben. Wer will sonst nach Corona wieder physisch ausgehen, wenn man all das auch bequem vom Sofa aus tun kann?

Ablenkung und Unterhaltung sind ein ganz wichtiger Faktor in einer Krise, der oftmals unterschätzt wird. Denn er hält die Laune hoch, auch wenn einem das Leben nur Sorgen bereitet .

Und das tut es weiterhin, das belegen auch immer mehr Studien. Zum Beispiel den Agenturen brechen bedenklich viele Projekte weg. Für das Neugeschäft der nächsten Monate erwartet die Branche einen Rückgang um 30 Prozent.

Auch 74 Prozent der Unternehmen des Marketing Clubs verzeichnen bereits Umsatzeinbußen. 17 Prozent befürchten sogar, nur bis Ostern durchzuhalten.

Das ist bitter – und wirklich kein Grund zum Anstoßen. Oder vielleicht gerade doch? Vielleicht ändert die Ablenkung nach Feierabend sogar Ihre Perspektive und bringt Sie auf neue Gedanken.

Auch wenn es manchmal schwer fällt: #MachenWirDasBesteDraus.

Ihre Verena Gründel

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26.03.2020 der Motor und das Herz der Wirtschaft

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, lobt heute den Mittelstand. Na ja, das macht die GFDK-Redaktion das ganze Jahr über.

Lieber Herr Böhmer,

der Mittelstand gilt gemeinhin - je nach Geschmack - als der Motor oder das Herz der deutschen Wirtschaft. Dass dieser Motor auch in schweren Zeiten läuft, das Herz weiterschlägt, das hat sehr viel damit zu tun, dass der Mittelstand gerade bei Krisen seine ganze Kraft zusammennimmt und sich mit allen Mitteln gegen die Widrigkeiten stemmt.

Dieses Phänomen ist auch jetzt zu beobachten, wenn Covid-19 nicht nur die Gesundheit der Menschen, sondern auch die der gesamten Wirtschaft bedroht.

Nach dem ersten Schreck haben sich gerade die Mittelständler gefunden und nehmen den Kampf auf, in diesem besonderen Fall darf man das auch mal so martialisch formulieren.

Mit vielen Aktionen, Videos und einer intensiven Social-Media-Präsenz sorgen mittelständische Unternehmen derzeit beispielsweise dafür, dass sie während der Corona-Krise im Gespräch bleiben.

Auch Konzerne setzten Zeichen, wenn es um die Bekämpfung von Corona geht. McDonald’s und Coca-Cola ändern vorübergehend sogar ihre Logos und rufen auf verblüffend ähnliche Weise die Menschen dazu auf, (Sicherheits-)Abstand zu halten.

Weniger erfreulich: Die durch das Virus erzwungene Serie der Event-Absagen wird immer länger. Jüngstes Opfer ist Adobes Max Europe. 

Es hätte eine besondere Premiere werden sollen. Die erste europäische Ausgabe von Adobes großer Kreativitätskonferenz sollte am 15. und 16. Juni 2020 in Lissabon stattfinden.

Daraus wird in diesem Jahr aber nichts. Mit unserem NewsBlog zum Thema bleiben Sie jedenfalls immer auf dem Laufenden.

Einen schönen Abend wünscht

Holger Schellkopf

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25.03.2020 das Blatt wendet sich???????

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, sieht positive Botschaften in der Corona-Krise, die sehe ich noch nicht. Warum:

Der Ex-Deutschlandchef von Goldman Sachs, Alexander Dibelius, erwartet die „größte globale Rezession seit 100 Jahren“. Der Investor und Mediziner, in seinem ersten Leben war Dibelius Assistenzarzt in der Herzchirurgie, zeigt sich im großen „Handelsblatt“-Interview besorgt, auch über die gesellschaftspolitischen Auswirkungen der Pandemie:

Der nahezu diskussionslose und mit dem zusätzlichen moralischen Zeigefinger implementierte kollektive Shutdown der Wirtschaft und des Sozialwesens macht mir mehr Angst als diese Virusinfektion,“ sagt er im Morning-Biefing von Gabor Steingart. Und genau so sehe ich das auch.

Politische Akteure, die in einer demokratisch verfassten Gesellschaft widerstandslos einen Shutdown durchsetzen können, beunruhigen ihn: (mich auch)

"Wer nur mit genug Führungsanspruch auftritt und seine Ideen lang genug als alternativlos postuliert, könnte das Land künftig in Geiselhaft nehmen und jedes Ziel durchboxen, das gerade opportun scheint.“

Lieber Herr Böhmer,

das Blatt wendet sich. In den vergangenen zwei Wochen waren die News geprägt von abgesagten Messen, verschobenen Kampagnen, Drehstopps, geschlossenen Ladenketten. Klar, gibt es solche schlechten Nachrichten immer noch – zum Beispiel ist Olympia  nun endgültig verschoben. Aber so langsam verschiebt sich das Gleichgewicht hin zu positiven Botschaften in der Krise:

H&M produziert medizinische Schutzkleidung. Jägermeister verschenkt Alkohol an das Klinikum Braunschweig. Antoni will mit einem Gutscheinportal lokale Händler unterstützen. 

Henkel spendet Geld und Hygieneprodukte an Hilfsorganisationen. Nicht zuletzt bekocht Tim Mälzer  das Klinikpersonal, und das obwohl zwei seiner Unternehmen durch die Krise vor der Schließung stehen.

Die Wende ist offensichtlich erreicht. Zumindest die der Berichterstattung. Und das ist gut so. Denn Zuversicht ist das, was wir alle jetzt brauchen.

Zu sehen, wie sich die Menschen mit all diesen Maßnahmen füreinander einsetzen, macht die Situation ein bisschen besser. Das zeigt, keiner von uns ist allein – selbst wenn viele gerade allein zuhause an ihren Schreibtischen sitzen.

Was die Welt übrigens nicht besser macht, sind Kleidungsstücke mit Stay-at-Home-Aufdruck . Sie lassen höchstens die Kassen der Verkäufer dieser Krisenaccessoires klingeln.

Denn auf die Straße sollen wir damit ohne hin nicht gehen. Und mal ehrlich, auf Instagram braucht es kein Shirt, um die Botschaft zu kommunizieren. Mein Corona-Marketing-Fail des Tages.

Aber zurück zu den positiven Botschaften in der Krise. Noch vor Kurzem haben wir über Purpose und den tieferen Sinn von Unternehmen gefachsimpelt. Und das vor allem theoretisch.

Zum Teil mit an den Haaren herbeigezogenen Botschaften. Doch jetzt spricht niemand mehr von Purpose. Aber immer mehr handeln danach. Und genau darum geht es bei Haltung. Ums Handeln.

Einen schönen Abend und machen Sie das Beste draus

Verena Gründel

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