Marketing und Werbung - Produkte und Köpfe

29.03.2020 es gilt das Verursacherprinzip

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Zuerst kommen wir einmal zu einem Aufreger: H&M, Adidas und Deichmann und viele andere Firmen zahlen für ihre wegen der Coronakrise geschlossenen Shops von April an keine Miete mehr. Und schon melden sich die Maulhelden in Politik und Medien zu Wort. Michael Fabricius, Leitender Redakteur Immobilien bei der "WELT" schrieb "Die Mietaussetzungen von Adidas sind schamlos". Warum??

Und die Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat sich empört über den Stopp von Mietzahlungen für Ladengeschäfte großer Firmen geäußert. „Wenn jetzt finanzstarke Unternehmen einfach ihre Mieten nicht mehr zahlen, ist dies unanständig und nicht akzeptabel“.

Die Kritker haben nur folgendes vergessen, es gilt das Verursacherprinzip. Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten haben den Unternehmen die Läden geschlossen, also haftet der Staat für die Mieten und hat diese zu zahlen, und zwar nicht in Form eines Kredites, den die Unternehmen zurüchzahlen müssten.

Aber es geht ja noch weiter: Die gesamten Frühjahrskollektionen die im März und April verkauft werden, sind für die Unternehmen kaum noch etwas Wert, da im Mai schon die Sommerkollektionen angeliefert und in den Schaufenstern hängen.

Über diesen Schaden haben die Unternehmen noch nicht gesprochen. Im übrigen gilt das Verursacherprinzip auch für Bars, Restaurants, und jeden kleinen Laden der von Staatswesen geschlossen wurden. Auch hier haftet der Staat für die Miete. PS: Man hätte es auch anders machen können, wie ein Blick nach Schweden zeigt.

Und noch etwas: Verfassungsrechtler sehen den demokratischen Rechtsstaat in Gefahr. Sie sorgen sich auch über Maßnahmen, die bisher nur theoretisch geplant waren. Ob eine komplette Stilllegung des wirtschaftlichen Lebens, eine angemessene Maßnahme, seitens der Bundesregierung war, wird von nicht wenigen Staatsrechtlern stark bezweifelt.

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat aber auch gute Nachrichten.

Lieber Herr Böhmer,

Bosch hat einen Covid-19-Schnelltest entwickelt. In weniger als zweieinhalb Stunden weiß man Bescheid, ob man das Virus in sich trägt oder nicht.

BMW startet eine Doku-Kurzfilmreihe und kooperiert dafür mit CNN.

Beide Meldungen, Bosch und BMW, stoßen heute auf großes Interesse. Im Fall von Bosch geht es um eine Information darüber, wie wir gemeinsam leben können. Im Fall von BMW geht es um Unterhaltung und darüber, wie wir künftig gemeinsam leben wollen. Wir jonglieren zwischen Existenzangst und Lebenslust.

Der Tod ist uns in den vergangenen Tagen nähergekommen. Das hat uns ein großes Stück Freiheit genommen. Wir kämpfen täglich darum, nicht auch die Freude am Leben zu verlieren.

Aber lassen wir mal die Angst vorm Tod beiseite. "Freude" ist der Markenkern von BMW. Dass die Münchner jetzt eine Doku-Filmserie über außergewöhnliche Persönlichkeiten und deren besondere Lebenswerke bringen, passt in die Zeit. Der Screen ist schließlich für uns alle zurzeit die Tür zum Leben.

Bloß: Wie stößt man überhaupt auf dieses neue Format, diese Mischform aus Markenbotschaft und seriöser Unterhaltung? Natürlich auf der Markenwebsite von BMW. Aber das reicht nicht.

BMW braucht für die Verteilung des Contents darüber hinaus ein Wirtstier. Das ist CNN International. Die Nachrichtenmarke teilt das Material auf ihren TV-, digitalen und sozialen Plattformen sowie über Great Big Story.

Great Big Story ist eine Tochter von CNN. Das viereinhalb Jahre junge Unternehmen produziert und vertreibt Mikrodokumentationen und Kurzfilme.

Vom Prinzip her funktioniert das ähnlich wie die Arbeit der  Looping Group für Mercedes: In diesen Contentboutiquen entsteht eine Mischform aus Brand Content und klassischem Journalismus.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Einen schönen Abend noch!

Rolf Schröter

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28.03.2020 Home United und Unicorns of Love

GFDK - Marketing News

Top-Zugang für die Task-Force des #loggedinfestival. Medienmanager Zeljko Karajica schließt sich der digitalen Bewegung an und steht den Initiatoren von Home United und Unicorns of Love mit sofortiger Wirkung als Berater zur Seite.

Karajica, langjähriges Mitglied der Geschäftsführung bei ProSiebenSat1, hatte im Februar seinen Posten auf eigenen Wunsch verlassen.

„Als mir die Idee vorgestellt wurde, hat es mich direkt gepackt. Mir gefällt, mit welcher Begeisterung und welchem Engagement die Initiatoren losgelegt haben. Sie glauben an ihre Vision – und das völlig zurecht“, sagt Karajica.

„Was in einer Woche bereits auf die Beine gestellt wurde, ist beeindruckend. Die ersten Formate sind entwickelt, wurden über die Kanäle ausgespielt und haben das Potenzial, die Menschen international zu unterhalten.“

Sebastian Lampe, Head of Esport bei Home United, freut sich über den prominenten Mitstreiter: „Zeljko Karajica gehört zu den erfolgreichsten Medienmanagern des Landes.

Dass er sich unserer Bewegung zu diesem frühen Zeitpunkt anschließt, sein Knowhow und sein Netzwerk einbringt, ist nicht nur ein Riesengewinn für unser kleines Team, sondern auch ein wichtiges Signal, dass wir dem richtigen Impuls gefolgt sind.“

Doch was steckt eigentlich hinter dem #loggedinfestival? „Wir bieten eine Plattform, auf der sich die Menschen in der Corona-Krise trotz sozialer Distanzierung treffen, miteinander spielen und Spaß haben können.

Auf unseren Kanälen werden wir in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten verschiedene Formate entwickeln, um in dieser für uns alle herausfordernden Zeit mit Esport und Gaming für Unterhaltung und ein Gemeinschaftsgefühl zu sorgen.

Dabei werden uns auch viele Prominente aus verschiedenen Bereichen unterstützen“, sagt Matthias Linnenbrügger, Head of Communications von Mit-Initiator Home United.

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28.03.2020 große Herausforderungen

GFDK - Marketing News

Das Corona Virus Covid-19 verändert aktuell die Situation eines jeden von uns. Sowohl gesundheitlich als auch privat. Kleine und große Unternehmen stehen vor einer großen Herausforderung. Dennoch sollte das Beste aus dieser Situation herausgeholt werden.

Nahezu alle Menschen befinden sich aktuell zu Hause aufgrund von Kurzarbeit oder weil sie im Home-Office tätig sind. Aufgrund der geschlossenen Einzelhandelsgeschäfte „boomt“ der Online Handel mehr als je zuvor.

Selbst Amazon kämpft mit Lieferschwierigkeiten aufgrund der hohen Bestelleingänge. Umso wichtiger ist es nun, dass kleinere Unternehmen ihren Online Handel auszubauen und bei Google die erste Seite zu erobern, um die Bestellungen drastisch zu erhöhen, um die Krise aktuell problemlos zu überstehen.

Immer mehr Unternehmen vertrauen aktuell auf eine professionelle SEO Agentur, um dieses Aufgabengebiet nachhaltig zu bewältigen.

Darum ist Online Marketing während der Corona Krise essenziell

Die Suchmaschinenoptimierung ist ein nachhaltiger Prozess, welcher permanent optimiert wird. Kein Webseitenbetreiber braucht die Angst haben, dass SEO rausgeschmissenes Geld wäre in dieser Zeit.

Natürlich können einige kurzfristige Erfolge erzielt werden, doch das Ziel liegt auf der langfristigen Optimierung. Wird jetzt mit SEO begonnen, kann die eigene Website zu 100 % durchstarten nach der Krise und erhält einen großen Vorsprung gegenüber den Konkurrenten.

Denn gerade Konkurrenz, die bereits vor der Krise mit SEO durchgestartet ist, macht dies natürlich auch während der Krise weiter.

Auch, wenn bei einigen Unternehmen aktuell kein Budget für Kampagnen vorhanden ist, ist dies nicht nachteilhaft. Primär beim technischen SEO benötigen viele Websites eine Optimierung und diese ist vollkommen unabhängig von Kampagnen durchführbar.

Zur technischen SEO gehören u. a. die Optimierung der Ladezeit, das Crawling, Metadaten und der Quellcode.

Gerade jetzt, wo eventuell einige Bereiche in Unternehmen nicht mehr ausführbar sind, werden Kosten eingespart, welche für den Ausbau des eigenen Online Marketing Kanals genutzt werden können.

Vor allem Geschäfte, die primär lokal tätig sind, müssen jetzt kreativ werden und sich neue Wege überlegen, wie sie weiterhin den höchsten Umsatz aus dieser Situation herausholen können.

Im Gegensatz zu vielen anderen Dienstleistungen kann SEO aus dem Home-Office heraus betrieben werden. Zu keiner Zeit ist Kontakt notwendig und alle Maßnahmen können telefonisch oder per Videokonferenz besprochen werden.

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27.03.2020 Heimalternativen in Coronazeiten

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, bietet mir heute Ablenkung und Unterhaltung in den Coronazeiten an.

Lieber Herr Böhmer,

auf welche Party gehen Sie heute Abend? Auf einen gepflegten Apéro mit ein paar Häppchen? Oder doch lieber zum Gin-Tasting? Vielleicht ist Ihnen aber auch nach Bewegung, beim Yoga, Fußball oder im Fitnessstudio.

Ja, all das können Sie tatsächlich heute oder in den nächsten Tagen unternehmen. Und zwar von zu Hause aus. Kreative Unternehmer schaffen es, immer mehr Freizeitaktivitäten zu digitalisieren.

Für fast jedes Hobby gibt es inzwischen eine virtuelle Heimalternative. Das ist aus zwei Perspektiven wunderbar: Denn während sich die Unternehmen so neue Erlösquellen erschließen, lenkt es die Menschen daheim vom Lagerkoller ab.

Lassen Sie uns trotzdem hoffen, dass die Angebote nicht ganz so gut sind wie das echte Leben. Wer will sonst nach Corona wieder physisch ausgehen, wenn man all das auch bequem vom Sofa aus tun kann?

Ablenkung und Unterhaltung sind ein ganz wichtiger Faktor in einer Krise, der oftmals unterschätzt wird. Denn er hält die Laune hoch, auch wenn einem das Leben nur Sorgen bereitet .

Und das tut es weiterhin, das belegen auch immer mehr Studien. Zum Beispiel den Agenturen brechen bedenklich viele Projekte weg. Für das Neugeschäft der nächsten Monate erwartet die Branche einen Rückgang um 30 Prozent.

Auch 74 Prozent der Unternehmen des Marketing Clubs verzeichnen bereits Umsatzeinbußen. 17 Prozent befürchten sogar, nur bis Ostern durchzuhalten.

Das ist bitter – und wirklich kein Grund zum Anstoßen. Oder vielleicht gerade doch? Vielleicht ändert die Ablenkung nach Feierabend sogar Ihre Perspektive und bringt Sie auf neue Gedanken.

Auch wenn es manchmal schwer fällt: #MachenWirDasBesteDraus.

Ihre Verena Gründel

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26.03.2020 der Motor und das Herz der Wirtschaft

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V, lobt heute den Mittelstand. Na ja, das macht die GFDK-Redaktion das ganze Jahr über.

Lieber Herr Böhmer,

der Mittelstand gilt gemeinhin - je nach Geschmack - als der Motor oder das Herz der deutschen Wirtschaft. Dass dieser Motor auch in schweren Zeiten läuft, das Herz weiterschlägt, das hat sehr viel damit zu tun, dass der Mittelstand gerade bei Krisen seine ganze Kraft zusammennimmt und sich mit allen Mitteln gegen die Widrigkeiten stemmt.

Dieses Phänomen ist auch jetzt zu beobachten, wenn Covid-19 nicht nur die Gesundheit der Menschen, sondern auch die der gesamten Wirtschaft bedroht.

Nach dem ersten Schreck haben sich gerade die Mittelständler gefunden und nehmen den Kampf auf, in diesem besonderen Fall darf man das auch mal so martialisch formulieren.

Mit vielen Aktionen, Videos und einer intensiven Social-Media-Präsenz sorgen mittelständische Unternehmen derzeit beispielsweise dafür, dass sie während der Corona-Krise im Gespräch bleiben.

Auch Konzerne setzten Zeichen, wenn es um die Bekämpfung von Corona geht. McDonald’s und Coca-Cola ändern vorübergehend sogar ihre Logos und rufen auf verblüffend ähnliche Weise die Menschen dazu auf, (Sicherheits-)Abstand zu halten.

Weniger erfreulich: Die durch das Virus erzwungene Serie der Event-Absagen wird immer länger. Jüngstes Opfer ist Adobes Max Europe. 

Es hätte eine besondere Premiere werden sollen. Die erste europäische Ausgabe von Adobes großer Kreativitätskonferenz sollte am 15. und 16. Juni 2020 in Lissabon stattfinden.

Daraus wird in diesem Jahr aber nichts. Mit unserem NewsBlog zum Thema bleiben Sie jedenfalls immer auf dem Laufenden.

Einen schönen Abend wünscht

Holger Schellkopf

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25.03.2020 das Blatt wendet sich???????

GFDK - Marketing News - W&V Verena Gründel

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, sieht positive Botschaften in der Corona-Krise, die sehe ich noch nicht. Warum:

Der Ex-Deutschlandchef von Goldman Sachs, Alexander Dibelius, erwartet die „größte globale Rezession seit 100 Jahren“. Der Investor und Mediziner, in seinem ersten Leben war Dibelius Assistenzarzt in der Herzchirurgie, zeigt sich im großen „Handelsblatt“-Interview besorgt, auch über die gesellschaftspolitischen Auswirkungen der Pandemie:

Der nahezu diskussionslose und mit dem zusätzlichen moralischen Zeigefinger implementierte kollektive Shutdown der Wirtschaft und des Sozialwesens macht mir mehr Angst als diese Virusinfektion,“ sagt er im Morning-Biefing von Gabor Steingart. Und genau so sehe ich das auch.

Politische Akteure, die in einer demokratisch verfassten Gesellschaft widerstandslos einen Shutdown durchsetzen können, beunruhigen ihn: (mich auch)

"Wer nur mit genug Führungsanspruch auftritt und seine Ideen lang genug als alternativlos postuliert, könnte das Land künftig in Geiselhaft nehmen und jedes Ziel durchboxen, das gerade opportun scheint.“

Lieber Herr Böhmer,

das Blatt wendet sich. In den vergangenen zwei Wochen waren die News geprägt von abgesagten Messen, verschobenen Kampagnen, Drehstopps, geschlossenen Ladenketten. Klar, gibt es solche schlechten Nachrichten immer noch – zum Beispiel ist Olympia  nun endgültig verschoben. Aber so langsam verschiebt sich das Gleichgewicht hin zu positiven Botschaften in der Krise:

H&M produziert medizinische Schutzkleidung. Jägermeister verschenkt Alkohol an das Klinikum Braunschweig. Antoni will mit einem Gutscheinportal lokale Händler unterstützen. 

Henkel spendet Geld und Hygieneprodukte an Hilfsorganisationen. Nicht zuletzt bekocht Tim Mälzer  das Klinikpersonal, und das obwohl zwei seiner Unternehmen durch die Krise vor der Schließung stehen.

Die Wende ist offensichtlich erreicht. Zumindest die der Berichterstattung. Und das ist gut so. Denn Zuversicht ist das, was wir alle jetzt brauchen.

Zu sehen, wie sich die Menschen mit all diesen Maßnahmen füreinander einsetzen, macht die Situation ein bisschen besser. Das zeigt, keiner von uns ist allein – selbst wenn viele gerade allein zuhause an ihren Schreibtischen sitzen.

Was die Welt übrigens nicht besser macht, sind Kleidungsstücke mit Stay-at-Home-Aufdruck . Sie lassen höchstens die Kassen der Verkäufer dieser Krisenaccessoires klingeln.

Denn auf die Straße sollen wir damit ohne hin nicht gehen. Und mal ehrlich, auf Instagram braucht es kein Shirt, um die Botschaft zu kommunizieren. Mein Corona-Marketing-Fail des Tages.

Aber zurück zu den positiven Botschaften in der Krise. Noch vor Kurzem haben wir über Purpose und den tieferen Sinn von Unternehmen gefachsimpelt. Und das vor allem theoretisch.

Zum Teil mit an den Haaren herbeigezogenen Botschaften. Doch jetzt spricht niemand mehr von Purpose. Aber immer mehr handeln danach. Und genau darum geht es bei Haltung. Ums Handeln.

Einen schönen Abend und machen Sie das Beste draus

Verena Gründel

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24.03.2020 Nachrichten über Promis

GFDK - Marketing News -W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, hat heute einige Nachrichten über Promis. Madonna inszeniert sich als Quarantäne-Opfer, in der Badewanne sitzend, philosophiert Sie über das Coronavirus, aber das kommt nicht gut an. Ihre Botschaft stößt auf wenig Gegenliebe.

Lieber Herr Böhmer,

ist es okay, dass die Bits & Pretzels-Gründer den Schauspieler Kevin Spacey zu einem virtuellen Frühstück einladen?

Gegen Spacey hatte es vor drei Jahren im Zuge der #Metoo-Debatte Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegeben. Seitdem wird der 60-jährige Oscar-Preisträger gemieden. Rollenangebote und Einladungen bleiben aus.

Nun reichen ihm die Bits & Pretzels-Veranstalter Andi Bruckschlögl, Bernd Storm van’s Gravesande und Felix Haas die Hand. Spacey soll am 29. März bei einem virtuellen Gründerfrühstück der Bits & Pretzels eine Rede halten. Thema:

Wie man mit ungewohnten Situationen und Unsicherheiten umgeht – vor allem, wenn sich die Umstände plötzlich und drastisch ändern.

Nach Bekanntwerden der Anschuldigungen hatten sich die Münchner Gründer 2017 von Kevin Spacey als Botschafter ihrer Veranstaltung getrennt.

Nun sagen sie, man wolle die Entscheidung über alle Anschuldigungen den Gerichten überlassen. Gegen Spacey laufe derzeit nach ihrem Wissen keine einzige Anklage.

Es ist jedenfalls mutig von den Bits & Pretzels-Gründern, Spacey auf die virtuelle Bühne zu holen. Denn sie müssen mit deutlicher Ablehnung rechnen. Und es ist clever, denn sie erhalten dadurch sehr viel Aufmerksamkeit.

Aber ist es moralisch in Ordnung? Ich finde, es gilt hier zweierlei: Erstens: Im Zweifelsfall für den Angeklagten. Es gilt die Unschuldsvermutung. Spacey ist kein verurteilter Straftäter. Seine Schuld zu beurteilen ist tatsächlich Sache der Justiz.

Zweitens: Jeder Mensch sollte die Möglichkeit erhalten, sich zu rehabilitieren. Bei dem geplanten Frühstück geht es um ein Thema, zu dem er sicherlich sachlich Interessantes beizutragen hat. Das scheint keine Reinwasch-Aktion für eventuelles Fehlverhalten zu werden.

Ich finde es okay, wenn Kevin Spacey an dem Gründerfrühstück teilnimmt.

Einen schönen Abend ohne Corona wünscht

Rolf Schröter

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21.03.2020 Miteinander nicht gegeneinander

GFDK - Marketing News W&V Rolf Schröter

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, schreibt mir heute, was er in der Corona Krise für wichtig hält.

Lieber Herr Böhmer,

was ist heute wichtig?

Viele von uns schauen sich gerade an, wie Neymar und Leon Bailey mit Klopapierrollen fußjonglieren. Das ist amüsant. Viele von uns haben erfahren, dass Mercedes seine Social-Media-Kanäle für Gesundheitsorganisationen zur Verfügung stellt. Das ist relevant.

Wir brauchen beides. Entertainment UND Relevanz.

Ab morgen gelten in Bayern verschärfte Ausgangsbeschränkungen. Unsere Freiheit wird eingeschränkt, um Menschen zu schützen. Manche haben die Relevanz dieser Maßnahmen immer noch nicht verstanden. Es bringt nichts, auf diese Menschen zu schimpfen. Aber es bringt viel, sie sachgerecht zu informieren.

Das Ziel ist ein Miteinander, kein Gegeneinander.

Wenn Bamberger Bürger die Freiheits-Hymne „Bella Ciao“ für ihre Mitmenschen in Italien singen und auf YouTube veröffentlichen, dann rührt uns das deshalb, weil es zeigt, wie egal jetzt Ländergrenzen sind – und überhaupt all das, was uns trennt.

Wenn ein Unternehmen seine Dienstleistungen kostenlos zur Verfügung stellt, um freiwillige Helfer an Krankenhausmitarbeiter zu vermitteln, damit wenigstens deren Kinder und Angehörige betreut werden, während sie helfen, dann rührt uns das deshalb, weil es zeigt, was heute relevant ist: Solidarität.

Aber sollen wir deshalb jetzt todernst zu Hause rumsitzen? Im Gegenteil. Filmchen wie die Klopapier-Fußballer sind deshalb sogar sehr wichtig. Bloß nicht in einen Trübsinnsstrudel geraten.

Wir in der W&V-Redaktion nutzen einen gemeinsamen Whatsapp-Kanal für puren Nonsens. Ganz ehrlich: Ohne den und den Humor all meiner Kolleg*innen wäre ich verloren. Ja, ich vermisse sie alle SEHR.

Bleiben wir einfach alle noch ein paar Tage zu Hause und freuen uns auf den Sommer.

Und obwohl im Home Office die Grenzen zwischen Arbeitswoche und Wochenende seltsam verschwimmen:

Ein schönes Wochenende

Rolf Schröter

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20.03.2020 Katalysator für Innovation

GFDK - Marketing News - W&V Holger Schellkopf

Erst einmal etws erfreuliches in Corona-Zeiten. Von einer kleinen Neubausiedlung in Bamberg geht eine große Ermutigung durchs Netz. Das Video unten zeigt Nachbarn bei der Hausmusik auf ihren Vordächern, die den italienern Mut machen wollen.

Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V,

Lieber Herr Böhmer,

reden wir nicht lange drumherum: wirklich einfach hat es derzeit niemand. Wie sollte dem auch so sein - in Zeiten, in denen "Bleiben Sie gesund" die üblichen freundlichen Grüße als Standardformel selbst in der Business-Kommunikation abgelöst hat?

Das Coronavirus und seine Folgen hat uns alle in einen Ausnahmezustand versetzt. Eine der Konsequenzen: Deutschland hat sich fast über Nacht in eine Art Home-Office-Land verwandelt.

Wo immer es möglich ist, arbeiten die Menschen von zu Hause aus. Nicht zuletzt eine Notwendigkeit, weil eben auch die Kinder nicht in Schule oder Kindergarten gehen können.

Eine der nicht allzu vielen guten Nachrichten dieser aufregenden Zeit: Wenn es darauf ankommt, dann ist doch viel mehr machbar, als man vorher dachte. Wir haben uns bei W&V recht frühzeitig dafür entschieden, auf Home Office umzustellen.

Wie bei vielen andere Unternehmen hat sich auch bei uns gezeigt: Es geht! Die Coronavirus-Krise wirkt auch als Katalysator für Innovation, für Digitalisierung.

Natürlich ruckelt es anfangs an der ein oder anderen Stelle, natürlich gibt es immer noch Verbesserungsbedarf. Aber es klappt - und nur darauf kommt es an. Möglich machen all dies am Ende aber auch bei uns nur die Menschen, die hier arbeiten.

Ihr Engagement, ihre Ideen, ihre Entschlossenheit - und ja: auf gewisse Weise auch ihre Leidensfähigkeit. Das gilt insbesondere für alle Mütter und Väter, die nicht nur ihre Arbeit schaffen, sondern auch noch die ebenfalls daheim sitzenden Kinder sinnvoll beschäftigen sollen.

Deshalb auch an dieser Stelle und öffentlich an alle, die unter besonderen Bedingungen wirklich gute Arbeit machen: Danke dafür.

Unser gemeinsames Ziel ist schließlich, dass die Leserinnen und Leser, all unsere Partner und Kunden nichts oder zumindest so wenig wie irgend möglich von den teils recht speziellen Bedingungen spüren, unter denen unsere Produkte derzeit entstehen.

Wir wollen ein starkes Angebot machen. Wir wollen natürlich auch, dass unsere Inhalte ankommen - egal, wo Sie gerade sitzen.

Deshalb auch an dieser Stelle noch einmal der Hinweis: sämtliche Digitalinhalte sind für unsere Abonnenten - egal ob Print oder ePaper - frei verfügbar. Alles, was es dazu braucht, ist eine Anmeldung.

Alle Fragen dazu werden gerne und jederzeit via support@wuv.de beantwortet. Dort sind auch die Zugangsdaten erhältlich.

Wir wollen aber noch mehr schaffen, wollen noch hilfreicher sein in dieser für viele Menschen und Marken besonders herausfordernden Zeit. Deshalb haben wir uns kurzfristig dazu entschieden, etwas Neues auszuprobieren.

Am kommende Montag findet die erste virtuelle Konferenz von W&V statt. #MachenwirdasBestedraus ist das Motto der Konferenz, der Inhalt: Das Coronavirus und die Folgen - was man jetzt wissen muss. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos, es ist lediglich eine Anmeldung notwendig.

Bleiben Sie gesund

Holger Schellkopf

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19.03.2020 bestenfalls kurios oder asozial

GFDK - Marketing News - W&V Rolf Schröter

Der Playboy ist unter den Print-Magazinen weltweit das erste Opfer des Coronavirus. Das Männermagazin, das Ende 1953 von Hugh Hefner gegründet wurde, gab in den USA bekannt, dass die wirtschaftlichen Turbulenzen durch das Coronavirus für die schon jetzt stark unter Druck stehenden Print-Aktivitäten nicht mehr tragbar waren, meldet WWD.com.

Rolf Schröter, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, macht sich Sorgen wegen der Desinformation in Zeiten von Corona.

Lieber Herr Böhmer,

das größte Problem – abgesehen vom Virus selbst – ist derzeit wohl die Desinformation.

Menschen die hamstern, Menschen, die sich nach wie vor in Gruppen treffen, Menschen die Angst haben, Geld anzufassen – all diese Menschen sind meist nicht böse. Sondern einfach nur schlecht oder falsch informiert.

Desinformation führt zu Verhaltensweisen, die bestenfalls kurios und schlimmstenfalls asozial sind. Desinformation spaltet die Gesellschaft. Sie zerstört Einheit und führt zu feindlichen Lagern.

Plötzlich hört und liest man häufiger den Begriff „seriöse Medien“. Wie gut, dass es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt. Wie gut, dass es Medienmarken wie FAZ, Süddeutsche Zeitung und Spiegel gibt. Das sind Orientierungsmarken, die aufklären und Verständnis schaffen.

Das Bundesverfassungsgericht spricht nicht nur bei Strom und Gas, sondern auch im Informationsbereich von einer Grundversorgung. Diese Grundversorgung ist gerade heute so unschätzbar wichtig, weil wir gezwungen sind,

vorübergehend physisch isoliert zu leben. Wir sind voneinander getrennt, aber miteinander vernetzt. Unser Austausch muss aufrichtig, solidarisch und verantwortungsvoll sein.

Klaas Heufer-Umlauf wird der Preis der „Journalistinnen und Journalisten des Jahres“ aberkannt. Er hatte mit einem Fake-Bericht die Zuschauerinnen und Zuschauer getäuscht. 

Ich will hier nicht auf Heufer-Umlauf und sein Format „Late Night Berlin“ schimpfen. Im Gegenteil. Das ist unterhaltsames Entertainment. Aber es ist eben kein Journalismus. Das muss klar sein.

Nützliche Informationen sind natürlich nicht immer journalistischer Art. Auch Werbungtreibende können aufrichtig, solidarisch und verantwortungsvoll kommunizieren. Ford geht aktuell mit gutem Beispiel voran.

In den USA zieht der Autobauer seine Modell-Spots zurück und ersetzt sie durch ein Hilfsangebot. Ford bietet Zahlungserleichterungen für Leasingkäufer, die durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Damit liefert Ford – ganz banal ausgedrückt – relevanten Content. Auch das hilft.

Einen Abend voller Gelassenheit und relevanter Informationen wünscht

Rolf Schröter

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