07.11.2020 Adoptieren rettet Welpenleben

Zahlreiche Vierbeiner im Tieheim warten auf ein liebevolles Zuhause

von: GFDK - Kultur und Medien - Tierschutz

Durch den erneuten Lockdown und die damit verbundene Isolation bleibt die Nachfrage nach einem Heimtier hoch. Vor allem Hunde sind seit Monaten besonders begehrt. Als Hauptverkaufskanal dient der Online-Handel – mit ihm boomt der kriminelle Tierhandel.

Insbesondere illegale Welpenhändler profitieren von dem großen Bedarf, der traditionell auch kurz vor Weihnachten noch einmal ansteigt.

Dabei warten in deutschen Tierheimen zahlreiche Vierbeiner auf ein liebevolles Zuhause. Anlässlich des World Adoption Day am 9. November warnt die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN dringend vor Tierkäufen auf Online-Portalen und rät im nächsten Tierheim nach dem passenden Heimtier zu suchen.

„Leider suchen viele Menschen zuerst auf Online-Plattformen nach einem Hund, bevor sie den Weg ins Tierheim finden“, sagt Daniela Schneider, Kampagnenverantwortliche für Heimtiere bei VIER PFOTEN.

„Da es aber noch immer keine Gesetze für den Tierhandel auf Online-Portalen gibt, geraten viele Suchende an illegale Welpenhändler. Dabei hat der Bundesrat bereits vor über einem Jahr die Bundesregierung zum Handeln aufgerufen.

Doch nach wie vor ist die wahre Herkunft der Händler und Hunde nicht rückverfolgbar. Kriminelle können weiterhin anonym online inserieren und jederzeit unerkannt abtauchen.“

Hunde aus dem illegalen Welpenhandel sind traumatisiert, meist von Parasiten verseucht und krank. Viele sterben kurz nach der Übergabe. „Deshalb raten wir unbedingt jedem, der einen Hund sucht, ein Tierheimtier zu adoptieren.

Hier läuft man nicht Gefahr, unwissentlich den illegalen Welpenhandel zu unterstützen. Denn hinter jedem Hundebaby aus einer Welpenfabrik steckt unendliches Leid.

Und jeder Kauf – egal, ob unwissentlich oder aus Mitleid – befeuert dieses grausame Geschäft“, betont Daniela Schneider.

Jedes Tier, egal ob alt oder jung, mit drei Beinen oder halbblind kann eine große Bereicherung für jede Familie sein. Vor allem ältere Vierbeiner, Tiere mit Handicaps oder Listenhunde, die oft übersehen werden, haben viel Liebe zu geben.

„Es lohnt sich immer, im Tierheim statt im Internet nach einem Hund zu suchen. Alle Tiere dort wurden medizinisch untersucht, sind gechippt und haben Papiere“, so Schneider.

„Unter ihnen sind auch viele Rassehunde und Welpen, die auf liebevolle Besitzerinnen und Besitzer warten. Außerdem kann man im Tierheim den Charakter des Vierbeiners kennenlernen und ganz in Ruhe schauen, ob Mensch und Tier zueinander passen.“