06.10.2021 von Regisseur Srdan Golubović

VATER (Otac) - Ein fesselndes Drama, Kraftvoll, aber aufreibend

von: GFDK - Kultur und Medien- Filme, Kino und TV

Als „fesselndes Drama“ beschrieb der Branchendienst Screendaily VATER (Otac) des serbischen Regisseurs Srdan Golubović, „eine rührende Geschichte“ attestierte der Hollywood Reporter und Variety schrieb: „Kraftvoll, aber aufreibend“.

Bislang lief die europäische Koprodroduktion über einen Vater, der im Serbien von heute Gerechtigkeit für sich und seine Familie einfordert, auf über 25 Festivals und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen versehen.

Auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2020 wurde VATER (Otac) mit dem Panorama Publikums-Preis und dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet. Beim Calgary International Film Festival 2020 wurde der Film als Bester internationaler Spielfilm geehrt und beim Montpellier Mediterranean Film Festival 2020 gewann VATER als Bester Film die Antigone d’Or.

Nun hat der Film ein finales Startdatum: Am 02. Dezember 2021 kommt das Meisterwerk von Srdan Golubović bundesweit in die deutschen Kinos.

„VATER (Otac) beruht auf einer wahren Begebenheit und einer realen Person“, so Regisseur Srdan Golubović. „Als ich zum ersten Mal von der Geschichte des Vaters gelesen habe, war dieser bereits vor dem Arbeitsministerium und hat dort protestiert und verlangt, dass seine Kinder zu ihm zurückgeführt werden.

Ich fuhr also dorthin und habe mit ihm gesprochen. Über Tage hinweg habe ich mich dort mit ihm getroffen und ihm meine Unterstützung angeboten. Ich realisierte, dass etwas sehr Spezielles in der Geschichte war, etwas Inspirierendes und Cineastisches, eine Art Paris-Texas-Erzählung wie sie der Balkan schreibt.

Ebenso faszinierte mich der Marsch, als ein Akt des Protestes und Zeichen der Freiheit. Ich realisierte, dass der Marsch (für mich) in der Tat die größte und reinste Form der Freiheit darstellt. Sowohl Revolte als auch Widerstand. Friedlicher Widerstand.   

Armut bringt oft das schlimmste bei Menschen hervor. Es gibt nichts Schönes an der Armut. Das ist überall so und das ist universell. Unter den Menschen, die uns im Film begegnen, gibt es gute und schlechte. Auch das ist universell.  

VATER ist ein Abbild der gegenwärtigen serbischen Gesellschaft, aber ich bin überzeugt, dass Nikolas‘ Schicksal einen einfachen Mann auf der ganzen Welt ereilen kann. Ob in Amerika, Frankreich, Korea, Russland…“

Zum Inhalt: Nikola hat seinen Job verloren, ohne Schuld. Der Fabrikbesitzer hat ihn einfach nicht bezahlt. Nun versucht er mit Gelegenheitsjobs seine Familie zu ernähren. Seine Frau hält das nicht aus, sie übergießt sich in ihrer Verzweiflung mit Benzin und zündet sich selbst an. 

Sie überlebt den Selbstmordversuch und kommt ins Krankenhaus, aber Nikola wird das Sorgerecht seiner beiden Kinder entzogen. Sie kommen bei Pflegeeltern unter, angeblich vorübergehend.

Nach einer Begutachtung der Wohnverhältnisse befindet der Leiter des Jugendamtes des kleinen serbischen Dorfes, Nikola sei zu arm, um ein angemessenes Lebensumfeld für die Kinder zu gewährleisten. Das Sorgerecht bleibt ihm entzogen, obwohl Nikola alle Vorgaben des Amtes erfüllt hat.

Nikola will die Behördenwillkür nicht hinnehmen und beschließt, eine Beschwerde beim Ministerium für Soziales in Belgrad einzulegen. Weil er kein Geld für den Bus hat, geht er die 300 Kilometer dorthin zu Fuß, in der festen Überzeugung, dass er im Recht ist.

Er will den Behörden zeigen, wie weit er für seine Kinder zu gehen bereit ist – im wahrsten Sinne des Wortes. Hilfe auf seiner beschwerlichen Reise erfährt er von anderen Menschen, die alle auf ganz unterschiedliche Weise ihren Weg suchen.

In Belgrad schafft Nikola durch seine Beharrlichkeit tatsächlich in einem persönlichen Treffen ein Empfehlungsschreiben des Ministeriums zu bekommen. Doch der Kampf um seine Kinder ist damit noch lange nicht beendet.

Eine heldenhafte Reise gegen alle Zweifel und Widerstände in einem Kampf um Gerechtigkeit, Menschlichkeit und für das Recht die eigenen Kinder aufzuziehen.

VATER (Otac)  ist eine Koproduktion aus Serbien / Frankreich / Deutschland / Kroatien / Slowenien / Bosnien und Herzegowina 2020. Federführende deutsche Produktion ist Alexander Ris (Mediopolis). Kinostart in Deutschland im Verleih von barnsteiner – film ist am 02. Dezember 2021.

Mit

Goran Bogdan

Milica Janevski

Ajla Šantić

Vahid Džanković

Jovo Maksić

Milan Marić

INTERNATIONALE PREISE UND NOMINIERUNGEN

Internationale Filmfestspiele Berlin 2020

-Auszeichnung mit dem Publikumspreis in der Sektion Panorama (Srđan Golubović)

-Auszeichnung mit dem Preis der Ökumenischen Jury – Panorama (Srđan Golubović)

Calgary International Film Festival 2020
-Auszeichnung als Bester internationaler Spielfilm (Srđan Golubović)

Montpellier Mediterranean Film Festival 2020

-Auszeichnung als Bester Film mit der Antigone d’Or (Srđan Golubović)

Europäischer Filmpreis 2020
-Nominierung als Bester Darsteller (Goran Bogdan)

Fünf Seen Filmfestival 2020

-Nominierung für den Fünf Seen Filmpreis

CinÉast – The Central and Eastern European Film Festival 2020
-Nominierung im Hauptwettbewerb

-Lobende Erwähnung für Srđan Golubović

Minsk International Film Festival „Listapad“ 2020

-Nominierung für den Grand Prix Golden Listapad (Srđan Golubović)

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