08.11.2014 nach Honoré de Balzac

Theater in Bochum: Gespenster des Kapitals - beschreibt den Irrsinn der finanzökonomischen Luftgeschäfte

von: GFDK - Schauspielhaus Bochum

Mercadet ist ein Macher, ein Spekulant, ein Finanzjongleur. Ihn interessiert nur das ganz große Geschäft – auch wenn er selbst längst kein Kapital mehr besitzt.

Theater in Bochum

Er leiht sich, was er kriegen kann, verspricht astronomische Gewinne und macht kurzerhand seine Tochter selbst zum Spekulationsobjekt. Honoré de Balzac hat bereits 1840 in seinem Theaterstück „Le Faiseur“ den Irrsinn der finanzökonomischen Luftgeschäfte beschrieben, wie sie uns heute wieder beschäftigen.

Freunde der Kunst

Balzac zeigt, dass die Höhe der Schulden für den wahren Spekulanten nur die Rampe ist für eine umso rasantere Beschleunigung der Kapitalfahrt. Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer bearbeitet das Stück für die Kammerspiele neu und konfrontiert es mit der Gegenwart heutiger Finanzmarkt-Akrobatik.

choenmanns@remove-this.bochum.de