22.04.2021 Energieverbrauch der Ladenflächen

Stationärer Handel mit schlechter Klimabilanz - Onlinehandel punktet

von: GFDK - Kultur und Medien

Pro verkauftem Produkt fallen bei einem Erwerb im Internet durchschnittlich 815 Gramm CO2-Äquivalente an, im stationären Handel sind es hingegen 1.969 Gramm. In puncto Nachhaltigkeit scheint der E-Commerce klar die Nase vorn zu haben, wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht.

Bei der Klimabilanz schlägt beim stationären Handel vor allem der hohe Energieverbrauch der Ladenflächen zu Buche. Insgesamt punktet der Onlinehandel, nicht zuletzt auch aufgrund effizienteren Lagerung-Prozessen.

Auch das „Umweltbundesamt“ bescheinigt dem Kauf im Onlinehandel „in vielen Fällen“ eine „ökologische Vorteilhaftigkeit“.

Im Angesicht der Corona-Pandemie wurde der ohnehin schon in Gang gesetzte Trend hin zu Online-Käufen nochmals beschleunigt. 50 Prozent der Bundesbürger ab 16 Jahren haben durch Corona mehr im Internet bestellt.

Gleichzeitig geben 45 Prozent der Bürger an, dass sie der Verpackungsmüll bei jenen Bestellungen stört. Dies macht deutlich, dass das Thema Nachhaltigkeit für immer mehr Menschen wichtig wird.

Dass sich die Vernachlässigung von Nachhaltigkeitsaspekten signifikant auf Unternehmensumsätze auswirken kann, das zeigt die Infografik. So haben bereits 14 Prozent der Deutschen aus Gründen der Nachhaltigkeit aufgehört, ein bestimmtes Produkt zu kaufen. Bis zu 7 Prozent boykottieren deshalb sogar bestimmte Marken.

Nicht nur bei den Konsumenten sorgt das Thema Ökologie für Furore – auch auf dem Börsenparkett. Ende des vergangenen Jahres war bereits 14,7 Prozent des Anlagekapitals in nachhaltigen Assets. Aktuellen Prognosen zufolge könnte dieser Anteil bis zum Jahr 2025 auf 37,7 Prozent ansteigen.

„Die Konsumenten legen immer mehr Wert auf nachhaltige Waren sowie eine ökologische Produktionskette“, so Block-Builders-Analyst Raphael Lulay.

„Dabei sind sie zeitgleich auch kritischer. Unternehmen, welche lediglich Greenwashing betreiben anstatt echte Veränderungen zu initiieren, könnten am Ende abgestraft werden“.