15.10.2022 Sorgen um ihren Lebensstandard

Privat-Anleger sind stark verunsichert - Finanzen bereiten große Sorgen

von: GFDK - Kultur und Medien

Noch vor knapp zwei Jahren gaben 83 Prozent der Privatanleger an, sich mit ihren Investments wohl zu fühlen. Im dritten Quartal 2022 ist der Wert nun auf 64 Prozent gesunken. Insgesamt sorgen sich die Bürger zunehmend um ihre Finanzen, wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht.

Binnen eines Jahres ist der Anteil derer, die sich Sorgen um ihre Investments machen, um 16 Prozent angestiegen. Unterdessen machen sich 26 Prozent mehr Bürger Sorgen um ihren Lebensstandard.

Dies zeigen Daten der Retail Investor Studie aus dem Hause eToro, befragt wurden Anleger aus Großbritannien, den USA, Deutschland, Frankreich, Australien, Italien, Spanien, den Niederlanden, Dänemark, Norwegen, Rumänien und Tschechien.

Dabei tritt auch zutage, dass die Privatanleger im dritten Quartal deutlich weniger investiert haben, als üblich. Konkret haben in Deutschland 46 Prozent der Anleger weniger investiert, wohingegen lediglich 15 Prozent ihre Investitionen hochgefahren haben.

Der von allen Anlegern am häufigsten genannte Grund für die Verringerung ihrer Investitionen: teurere Rechnungen, die gestiegenen Preise.

Auch andere Erhebungen untermauern dies. Gemäß einer Umfrage der R+V Versicherung machen sich 67 Prozent der Bundesbürger sorgen über die steigenden Lebenshaltungskosten.

Noch im Jahr 2021 lag der Anteil bei 50 Prozent. Zu den ebenfalls häufig genannten Sorgen zählen die hohen Preise für Wohnraum, die schlechtere Wirtschaftslage sowie die Furcht vor Steuererhöhungen bzw. Leistungskürzungen im Angesicht der Corona-Pandemie.

Nimmt man die größte Sorge der Privatanleger in den Blick, dann hat die Inflation die oberste Priorität. 56 Prozent der Anleger in Deutschland befürchten eine schleichende Enteignung des Vermögens durch Inflation, so eine Erhebung von J.P. Morgan.

Wie die Infografik aufzeigt, sind auch die Fondsmanager vorsichtig. Ein Indiz hierfür: der hohe Cash-Anteil an den Fondsvermögen. Die Fondsmanager haben diesen Sommer einen so hohen Anteil des Fondsvermögens in Cash gehalten, wie seit über 20 Jahren nicht mehr.

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